AT201617B - Verfahren zur Herstellung schwefeldioxydhaltiger Gase durch Wirbelschichtröstung von röstbaren Schwefel neben Arsen und/oder Antimon enthaltenden Materialien - Google Patents
Verfahren zur Herstellung schwefeldioxydhaltiger Gase durch Wirbelschichtröstung von röstbaren Schwefel neben Arsen und/oder Antimon enthaltenden MaterialienInfo
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Description
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Verfahren zur Herstellung schwefeldioxydhaltiger Gase durch
Wirbelschichtröstung von röstbaren Schwefel neben Arsen und/oder Antimon enthaltenden Materialien
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den Röstgasen danach noch enthaltenen Anteils an brennbarem Staub in einer dem Cyclonabscheider nachgeschalteten Brennkammer durch.
In der Brennkammer, deren Abmessungen zweckmässig sehr klein gehalten sind, wird der Eisen-, Arsen- und Antimongehalt des aus dem Cyclon austretenden Staubes zu Fe Og, As Og und Sb Og oxydiert.
Vorteilhaft bemisst man die Menge des Sauerstoffes oder der sauerstoffhaltigen Gase, die in die Brennkammer eingeführt werden, so, dass die durch die Verbrennung bedingte Temperaturerhöhung ein'Maximum erreicht. Die Abkühlung der so erhitzten Röstgase kann in einem mit Klappen zur wahlweisen Beaufschlagung der Wärmeaustauschflächen mit den heissen Gasen versehenen Dampfkessel erfolgen. Auf diese Weise lässt sich in der elektrischen Gasreinigungsanlage die gewünschte Temperatur von etwa 350 bis 4500 C unabhängig von der Temperatur in der Wirbelschicht und vom Staubgehalt der in dieser Wirbelschicht gebildeten Röstgase einstellen.
Die geringe Staubkonzentration in den aus dem Cyclon austretenden Röstgasen. und die geringe Verweilzeit des Staubes in der kleinen Brennkammer und dem anschliessenden Dampfkessel ermöglichen. den Staub im praktisch arsen-und antimonfreier Form zum Teil aus dem Dampfkessel, zum andern Teilaus der elektrischen Gasreinigungsanlage abzuziehen.
Das in der Wirbelschicht gebildete, praktisch arsen-und antimonfreie Festprodukt kann in einer zweiten Wirbelschicht mittels frisch zugeführter sauerstoffhaltiger Gase fertiggeröstet werden.
Beispiel : Durch einen auf 6500 C gehaltenen Cyclonabscheider werden. stündlich 3000 N mS Röst- gase geleitet, die in einer der Vorröstung von arsen- und antimonhaltigem Pyrit dienenden Wirbelschicht gebildet werden und etwa 20 Vol. -0/0 Schwefeldioxyd enthalten. Nach der Entstaubung im Cyclon sind in den Röstgasen bei 6500 C noch 15, 2 g Staub mit 30, 4% sulfidisch gebundenem Schwefel, 1, 8 g Arsen und 0, 39 g Antimon je m3 enthalten. Diese Röstgase werden zusammen mit 330 Nm3 Luft je Stunde einer Brennkammer zugeführt, in der sich durch Verbrennung der brennbaren Teile des Staubes eine Temperatur von 7400 C einstellt.
Mit dieser Temperatur werden die Röstgase anschliessend durch einen Dampfkessel geleitet, in dem sie auf etwa 4000 C abgeschreckt werden. Die so abgekühlten Gase werden einer Reinigung in einer elektischen Gasreinigungsanlage unterzogen. Im Dampfkessel und in der elektrischen Gasreinigungsanlage werden stündlich 142 kg Staub niedergeschlagen. Aus der elektrischen Gasreinigungsanlage treten in der Stunde 3300 Nms Röstgase mit einem Gehalt von 19,3 Vol. -0/0 Schw'efeldioxyd aus.
Aus der USA-Patentschrift Nr. 2, 637, 629 ist ein Verfahren zur Röstung von Schwefelkiesen bekanntgeworden, bei dem die Röstung stufenweise in Wirbelschichten durchgeführt wird und der ersten Wirbelschicht eine Brennkammer und ein Wärmeaustauscher nachgeschaltet sind. Von der erfindungsgemässen Arbeitsweise unterscheidet sich dieses Verfahren dadurch grundsätzlich, dass bei ihm in einer ersten Wirbelschicht eine Destillation von freiem Schwefel unter teilweiser Oxydation des Schwefelkieses erfolgt, das teilweise oxydierte Gut anschliessend in einer zweiten Wirbelschicht weitgehend abgeröstet wird und in einer dritten Wirbelschicht die letzten Anteile von Schwefel in dem Röstgut verbrannt werden.
Der der erfindungsgemässen Arbeitsweise zugrundeliegende Gedanke spielt hiebei keine Rolle, da bei dem beschriebenen Verfahren die die Verbrennungskammer verlassenden schwefeldioxydhaltigen Gase keiner Reinigung unterzogen und aus dem Prozess abgeführt werden, sondern zusammen mit dem Röstgut aus der ersten Wirbelschicht der nächsten Wirbelschicht zugeleitet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung schwefeldioxydhaltiger Gase durch Wirbelschichtröstung von röstbaren Schwefel neben Arsen und/oder Antimon enthaltenden Materialien, insbesondere Pyriten, unter Gewinnung praktisch arsen- und antimonfreier, fester Röstprodukte, dadurch gekennzeichnet dass man die aus der Wirbelschicht austretenden, arsen- und antimonhaltigen Staub mit sich führenden Röstgase einer Vorentstaubung bei einer Temperatur oberhalb 600 C unterwirft, anschliessend den in den Röstgasen noch enthaltenen Anteil an verbrennbarem Staub mit Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen verbrennt,
die so behandelten Röstgase in einem Wärmeaustauscher auf Temperaturen von etwa 4500 bis 3500 C abkühlt und sie mit dieser Temperatur einer elektrischen Gasreinigung zuführt.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Vorentstaubung in einem Cyclonabscheider und die Nachverbrennung in einer dem Cyclonabscheider nachgeschalteten Brennkammer durchführt.3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Abkühlung der Röstgase nach der Nachverbrennung des in ihnen enthaltenenStaJ1bes in einem mit Klappen zur wahlweisen Beaufschlagung der Wärmeaustauschflächen mit den heissen Gasen versehenen Dampfkessel vornimmt. <Desc/Clms Page number 3>4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man das in der Wirbelschicht gebildete, praktisch arsen-und antimonfreie Festprodukt in einer zweiten Wirbelschicht mittels frisch zugeführter sauerstoffhaltiger Gase fertigröstet.
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| AT201617D AT201617B (de) | 1956-12-07 | 1957-11-13 | Verfahren zur Herstellung schwefeldioxydhaltiger Gase durch Wirbelschichtröstung von röstbaren Schwefel neben Arsen und/oder Antimon enthaltenden Materialien |
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1957
- 1957-11-13 AT AT201617D patent/AT201617B/de active
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