DE1007389B - Mit Anodenbatterie betriebener Empfaenger - Google Patents
Mit Anodenbatterie betriebener EmpfaengerInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf Empfänger, insbesondere Rundfunkempfänger, deren Anodenspannung
aus einer Anodenbatterie entnommen wird. Solche Empfänger werden meist als Kofferempfänger
ausgebildet. Anodenbatterien haben die Eigenschaft, daß ihre Spannung im Laufe ihrer Lebensdauer beträchtlich
abnimmt. Man muß deshalb damit rechnen, daß sie auch noch nach einem beträchtlichen Absinken
der Spannung benutzt werden. So ist es z. B. möglich, eine Anodenbatterie mit einer Nennspannung von
90 V auch noch nach dem Absinken auf 60 V zu benutzen. Dann besteht jedoch der Nachteil, daß die
Empfindlichkeit des Empfängers wesentlich geringer ist und deshalb nur noch der Ortssender oder einige
wenige andere starke Sender empfangen werden können. Es wäre theoretisch ohne einen großen Aufwand
an Röhren möglich, die Verstärkung des Empfängers von vornherein so groß zu bemessen, daß auch bei
abgesunkener Anodenspannung noch eine genügende Empfindlichkeit vorhanden ist. Praktisch ist dies
jedoch ohne größeren Aufwand nicht durchführbar, weil bei stärkerer Ausnutzung der Verstärkung der
Röhren eine Schwingneigung auftreten würde.
Es ist bekannt, in Empfängern mit Anodenbatterie auch bei abgesunkener Spannung der Anodenbatterie
noch eine genügend große Empfindlichkeit in folgender Weise zu erzielen. Die Verstärkung des Empfängers
wird ohne Rücksicht auf eine Schwingneigung bei neuer Anodenbatterie so groß bemessen, daß der
Empfänger bei abgesunkener Spannung der Anodenbatterie noch eine genügend große Empfindlichkeit
hat. Die dann bei neuer Anodenbatterie zu große Verstärkung der Spannungsverstärkerröhren wird durch
ein Regelmittel, das selbsttätig in Abhängigkeit von der Spannung der Anodenbatterie arbeitet, bis zur
Beseitigung einer Schwingneigung (oder eines störenden Rauschens) herabgesetzt, ohne die Verstärkung
und Leistung der Endröhre zu beeinflussen. Das Regelmittel ist jedoch bei abgesunkener Spannung der
Anodenbatterie nicht mehr oder wenigstens viel weniger wirksam. Es besteht aus einem Spannungsteiler,
der parallel zur Anodenbatterie liegt und aus einem Ohmschen Widerstand und einem stromabhängigen
Widerstand, dessen Widerstandswert bei kleinerem Strom ebenfalls abnimmt, zusammengesetzt ist. Von
einem parallel zu diesem stromabhängigen Widerstand parallel geschalteten Ohmschen Spannungsteiler
wird die negative Gittervorspannung der Spannungsverstärkerröhren abgenommen, während die Gittervorspannung
der Endröhre von einem Ohmschen Widerstand entnommen wird, der von den Anodenströmen
aller Röhren durchflossen wird. Bei abgesunkener Spannung der Anodenbatterie von 90 V auf
60 V ist der Widerstandswert des stromabhängigen
Mit Anodenbatterie betriebener
Empfänger
Empfänger
Anmelder:
Telefunken G. m. b. H., Berlin NW 87,
Sickingenstr. 71
Sickingenstr. 71
Friedrich Kreienfeldf, Hannover-Ricklingen,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Widerstandes so weit abgesunken, daß die Spannung an ihm vom 40 V auf 34 V und dementsprechend die
negative Gittervorspannung der Spannungsverstärkerröhren von 2 V auf 0,5 V gefallen ist.
Diese bekannte Schaltung benötigt mehrere Widerstände
und hat auch noch den Nachteil, daß die Anodenbatterie durch den erwähnten Spannungsteiler
zusätzlich belastet wird. Macht man diese Belastung klein, so wird die Anordnung wegen des durch den
stromabhängigen Widerstand fließenden schwächeren Stromes weniger wirksam, so daß dann der Aufwand
an Widerständen nicht mehr gerechtfertigt ist.
Die Erfindung vereinfacht die bekannte Schaltung in folgender Weise. Erfindungsgemäß dient als Regelmittel
ein in die gemeinsame Zuleitung zu den Anoden und Schirmgittern mehrerer Spannungsverstärkerröhren
eingeschalteter, derart bemessener, stromabhängiger Widerstand, dessen Widerstandswert bei
kleinerem Strom ebenfalls kleiner wird, daß zwar bei neuer Anodenbatterie die zu große Verstärkung bis
zur Beseitigung einer Schwingneigung oder eines störenden Rauschens herabgesetzt ist, jedoch beim
Verbrauch der Anodenbatterie nur wenig abnimmt.
Obwohl es zur Steuerung der Verstärkung genügen würde, den stromabhängigen Widerstand in die Zuleitung
zu den Schirmgittern zu legen, werden bei der erfindungsgemäßen Schaltung auch die Anodenströme
über diesen Widerstand geleitet, um eine starke Abnahme des Widerstandswertes bei absinkender Spannung
der Anodenbatterie zu erhalten. Auf diese Weise wird eine gute Wirkung trotz der Einfachheit
der Schaltung erzielt.
Es ist bekannt, zur Konstanthaltung des Anodenstromes einer Endröhre in die Schirmgitterzuleitung
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dieser Röhre einen temperaturabhängigen Widerstand einzuschalten. Auf diese Weise soll bei der Speisung
der Endröhre aus einer Stromquelle mit stark schwankender Spannung der Anodenstrom in engen Grenzen
gehalten und dadurch eine optimale Ausnutzung der Endröhre erzielt werden. Der Erfindung liegt jedoch
die andersartige Aufgabe der Erzielung einer möglichst konstanten Empfindlichkeit eines batteriebetriebenen
Empfängers trotz Verbrauchs der Anodenbatterie vor. Auch die Lösung dieser Aufgabe ist eine
andere, weil der Anodenstrom der Endröhre nicht konstant gehalten wird.
Es ist auch bekannt, die Schirmgitterspannung der Endröhre oder mehrerer Röhren aus dem Heizstromkreis
zu entnehmen, dessen Strom durch einen Eisenwasserstoffwiderstand konstant gehalten wird. Diese
Schaltung ist für einen Batterieempfänger wegen des Energiebedarfs für den Eisenwasserstoffwiderstand
nicht brauchbar.
Die Abbildung zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Es sind folgende Röhren dargestellt:
Vorröhre V, Misc'hröhre M, Zwischenfrequenzröhre
Z, Empfangsgleichrichter G, Niederfrequenzvorröhre ΛΓ und Endröhre L. Im gemeinsamen
Anoden- und Schirmgitterkreis der für die Spannungsverstärkung hauptsächlich maßgebenden Röhren
V, M, Z und N liegt ein Widerstand W mit positivem Temperaturkoeffizienten. Ist die Anodenbatterie
A noch neu, so verursachen die entsprechend höheren Anoden- und Schirmgitterströme einen verhältnismäßig
großen Spannungsabfall, so daß die genannten Röhren mit einer Anoden- und Schirmgitterspannung
arbeiten, die ungefähr so niedrig wie bei nahezu verbrauchter Anodenbatterie ist. Sinkt die
Spannung der Anodenbatterie ab, so sind auch die Anoden- und Schirmgitterströme kleiner, so daß der
Spannungsabfall an dem Widerstand W entsprechend kleiner ist. Eine geringe Änderung der Anoden- und
Schirmgitterspannungen muß in Kauf genommen werden, da sich nur bei einer solchen Änderung auch
die Ströme ändern, die die beabsichtigte Regelwirkung herbeiführen.
Im allgemeinen wird es vorteilhaft sein, den Strom der Endröhre nicht über den Widerstand W fließen zu
lassen, weil die Endröhre wenig zur Spannungsver-Stärkung beiträgt. Man hat dann den Vorteil, daß die
Aussteuerbarkeit der Endröhre und damit die Wiedergabegüte wenigstens bei neuer Anodenbatterie ausgenutzt
werden kann.
Da der Anodenstrom und damit die Verstärkung hauptsächlich von der Schirmgitterspannung und
weniger von der Anodenspannung abhängt, ist es notwendig, den Widerstand W in die Schirmgitterzuleitungen
zu legen. Da jedoch die Steuerwirkung der Schirmgitterströme allein auf den Widerstand W
nicht ausreicht, ist es erforderlich, auch die Anodenströme über den Widerstand W zu führen. Die
Steuerung der Verstärkung geschieht also hauptsächlich mittels der Schirmgitterspannung, während die
Steuerung des Widerstandswertes hauptsächlich mittels des Anodenstromes erfolgt.
Der Empfänger kann sonst in beliebiger Weise aufgebaut
sein, z. B. kann er in an sich bekannter Weise zusätzlich einen Netzanschlußteil enthalten, auf den
wahlweise umgeschaltet werden kann. In diesem Fall kann der Widerstand W in Betrieb bleiben oder abgeschaltet
werden.
Claims (1)
- Patentanspruch:Mit Anodenbatterie betriebener Empfänger, dessen Verstärkung so groß bemessen ist, daß er bei abgesunkener Spannung der Anodenbatterie noch eine genügende Empfindlichkeit hat, und bei dem ein selbsttätig in Abhängigkeit von der Spannung der Anodenbatterie arbeitendes Regelmittel angewendet ist, welches die bei neuer Anodenbatterie wegen der angegebenen Bemessung zu große Verstärkung der Spannungsverstärkerröhren bis zur Beseitigung einer Schwingneigung oder eines störenden Rauschens herabsetzt, ohne die Verstärkung und Leistung der Endröhre zu beeinflussen, jedoch bei abgesunkener Spannung der Anodenbatterie nicht mehr oder wenigstens viel weniger wirksam ist, insbesondere Kofferempfänger, dadurch gekennzeichnet, daß das Regelmittel aus einem in die gemeinsame Zuleitung zu den Anoden und Schirmgittern mehrerer Spannungsverstärkerröhren eingeschalteten, derart bemessenen, stromabhängigen Widerstand (W) besteht, dessen Widerstandswert bei kleinerem Strom ebenfalls kleiner wird, daß zwar bei neuer Anodenbatterie die zu große Verstärkung bis zur Beseitigung einer Schwingneigung oder eines störenden Rauschens herabgesetzt ist, jedoch beim Verbrauch der Anodenbatterie nur wenig abnimmt.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 592 346, 860 507; USA.-Patentschrift Nr. 2432033; Funk 1942, S. 125, 126.Hierzu! Blatt Zeichnungen© 709 507ß1O 4.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET7946A DE1007389B (de) | 1953-06-08 | 1953-06-08 | Mit Anodenbatterie betriebener Empfaenger |
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| DE1007389B true DE1007389B (de) | 1957-05-02 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1007389B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE592346C (de) * | 1934-02-05 | Radio Roehren Lab Dr Nickel G | Schaltanordnung zum Beheizen mehrerer Gluehkathodenroehren aus Batterien | |
| US2432033A (en) * | 1944-10-04 | 1947-12-02 | Colonial Radio Corp | Compensation for battery voltage changes in radio receivers |
| DE860507C (de) * | 1949-05-20 | 1952-12-22 | Mix & Genest Ag | Schaltungsanordnung zur Regelung der Speisespannungen von Roehrenschaltungen |
-
1953
- 1953-06-08 DE DET7946A patent/DE1007389B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE592346C (de) * | 1934-02-05 | Radio Roehren Lab Dr Nickel G | Schaltanordnung zum Beheizen mehrerer Gluehkathodenroehren aus Batterien | |
| US2432033A (en) * | 1944-10-04 | 1947-12-02 | Colonial Radio Corp | Compensation for battery voltage changes in radio receivers |
| DE860507C (de) * | 1949-05-20 | 1952-12-22 | Mix & Genest Ag | Schaltungsanordnung zur Regelung der Speisespannungen von Roehrenschaltungen |
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