DE1007164B - Wachsmasse zur Herstellung von Wachspapieren - Google Patents

Wachsmasse zur Herstellung von Wachspapieren

Info

Publication number
DE1007164B
DE1007164B DEN11481A DEN0011481A DE1007164B DE 1007164 B DE1007164 B DE 1007164B DE N11481 A DEN11481 A DE N11481A DE N0011481 A DEN0011481 A DE N0011481A DE 1007164 B DE1007164 B DE 1007164B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wax
hydrocarbons
added
polycyclic
mixture according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN11481A
Other languages
English (en)
Inventor
August Adolph Schaerer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Original Assignee
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bataafsche Petroleum Maatschappij NV filed Critical Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Publication of DE1007164B publication Critical patent/DE1007164B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H19/00Coated paper; Coating material
    • D21H19/10Coatings without pigments
    • D21H19/14Coatings without pigments applied in a form other than the aqueous solution defined in group D21H19/12
    • D21H19/18Coatings without pigments applied in a form other than the aqueous solution defined in group D21H19/12 comprising waxes

Landscapes

  • Lubricants (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Sealing Material Composition (AREA)

Description

  • Wachsmasse zur Herstellung von Wachspapieren Die Erfindung bezieht sich auf Kohlenwasserstoffwachsmassen, insbesondere auf mikrokristalline (amorphe) Wachsmassen mit verbessertem Siegelungsvermögen innerhalb eines weiten Temperaturbereiches und mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich des Versprödungspunktes. Erdölwachse werden eingeteilt in »Paraffinwachse« (d. h. solche, die überwiegend aus geradkettigen Paraffinkohlenwasserstoffen bestehen) und »mikrokristalline oder amorphe Wachse« (d. h. solche, die überwiegend aus Iso- und Cycloparaffinen bestehen).
  • Im allgemeinen werden Kohlenwasserstoffwachse hergestellt aus öligen Wachsmassen, die aus Erdöl-Schmieröl-Rohmaterial bei der Behandlung solcher Schmierölrohstoffe zwecks Entfernung von solchen Materialien gewonnen werden, welche eine ausgespochene Herabsetzung des Fließvermögens des Öles hervorrufen, wenn es auf niedrige Temperaturen, z. B. in der Größenordnung von 0°, abgekühlt wird. Um Schmieröle mit bestimmten Viscositätseigenschaften herzustellen, wird das Ausgangsmaterial gewöhnlich zunächst durch Destillation unter verringertem Druck in verschiedene Fraktionen zerlegt, und die Destillatfraktionen sowie auch die Rückstandsfraktion werden dann zwecks Beseitigung der vorhandenen höherschmelzenden Kohlenwasserstoffe und Gewinnung eines Öles mit einem geeigneten Tropfpunkt »entwachst« (entparaffiniert).
  • Die vorliegende Erfindung befaßt sich nicht mit paraffinischen kristallinen Wachsen, wie sie normalerweise aus destillierten Schmierölfraktionen durch einen Entparaffinierungsprozeß erhalten werden. Sie befaßt sich im Gegenteil mit mikrokristallinen oder amorphen Wachsen, die normalerweise aus den höhersiedende Schmierölfraktionen enthaltenden Rückstandsfraktionen gewonnen werden. Die aus Rückstands-Erdölen z. B. durch Vakuumdestillation dieser Rückstandsöle erhaltenen Wachse haben ein verhältnismäßig hohes Molgewicht und scheinen in ihrem Charakter von Paraffinwachs vollständig verschieden zu sein. Bei Beurteilung mit bloßem Auge scheinen sie keine kristalline Struktur aufzuweisen, sondern amorph zu sein. Sie haben gewisse plastische Eigenschaften und besitzen Brechungsindices, aus welchen ersichtlich ist, daß die hauptsächlichen Komponenten nichtgeradkettige Kohlenwasserstoffe sind, wie Mischungen aus isoparaffinischen, naphthenischen und aromatischen Kohlenwasserstoffen. Die Vergrößerung zeigt eine mikrokristalline Struktur; daher werden diese Wachse als mikrokristallin bezeichnet.
  • Mikrokristalline Wachse werden in großem Umfang verwendet in Wachsmassen die zu Siegelungszwecken dienen, wie z. B. für Wachspapiere u. dgl. Insbesondere wenn solche Papiere bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen verwendet werden sollen, wie beim Einhüllen von Behältern mit eingefrorenen Lebensmitteln, müssen die Eigenschaften des Wachses innerhalb eines weiten Temperaturgebietes geprüft werden. Im Idealfall sollen die Wachse gute Siegelungseigenschaften in einem Temperaturbereich von etwa- 30° bis mindestens etwa -E- 30° aufweisen. Es ist allgemein bekannt, daß viele mikrokristalline Wachse keine über ein derart weites Temperaturgebiet reichende befriedigende Siegelungsfestigkeit aufweisen, obwohl sie in einem besonderen engen Temperaturbereich vorzügliche Siegelungsfestigkeit besitzen mögen. Infolge des verhältnismäßig hohen Molgewichtes der einzelnen Wachsmoleküle, welche in einem typischen, natürlich vorkommenden mikrokristallinen Wachs enthalten sind, ist es verständlich, daß der genaue Grund für den Mangel an optimalen Eigenschaften innerhalb eines weiten Temperaturbereiches nicht leicht feststellbar ist. Es ist jedoch festgestellt worden, daß die physikalischen Eigenschaften des Wachses und insbesondere diejenigen hinsichtlich des Versprödungspunktes und der Siegelungsfestigkeit in großem Ausmaß von der Grundstruktur der einzelnen Wachskomponenten und von dem Verhältnis der Wachsstrukturen mit optimalen physikalischen Eigenschaften zu anderen Wachsstrukturen mit ungünstigeren Eigenschaften abhängen.
  • In manchen seltenen Fällen mag es möglich sein, die bei der Wachsherstellung angewandten Arbeitsstufen zu ändern, so daß erwünschte bzw. unerwünschte Fraktionen (je nach den Bedingungen des Einzelfalles) eingeschlossen bzw. entfernt werden, um so eine oder mehrere der physikalischen Eigenschaften dieser Wachse zu ändern. Es ist jedoch verständlich, daß die Änderung des Raffinationsprozesses auch viele andere Gesichtspunkte berührt, welche mit der Erzielung optimaler Eigenschaften in einem einzelnen Produkt einer derart komplizierten Operation nicht zusammenhängen.
  • Bei Änderung der Konstitution eines mikrokristallinen Wachses durch Abwandlung des zur Erzeugung verwendeten Raffinationsprozesses ergibt sich auch eine radikale Änderung der Eigenschaften und Ausbeuten der aus dem Ausgangsmaterial gewonnenen Öle, und diese Änderungen sind nicht immer erwünscht. Außerdem ist es offensichtlich, daß die physikalischen Eigenschaften eines amorphen Wachses nicht nur von den Raffinationsvorgängen abhängen, durch welche es gewonnen wird, sondern auch von der geographischen Lage des Herkunftortes des Rohöls. Je nach Herkunft des Rohöls schwankt das Verhältnis zwischen den spezifischen Strukturen stark, wie sich durch zahlreiche Analysen der Rohöle erwiesen hat.
  • Die Siegelungsfestigkeit eines mikrokristallinen Wachses ist, wie gefunden wurde, abhängig von der Struktur des Wachsmoleküls. Andererseits ist der Schmelzpunkt des mikrokristallinen Wachses stark abhängig von dem längsten geradkettigen Teil in diesem Molekül. Dieser geradkettige Teil kann an zwei hauptsächlichen Punkten im Molekül vorliegen, wenn man annimmt, daß mikrokristalline Wachse selten, wenn überhaupt, vollständig aus Normalparaffinen zusammengesetzt sind. Wenn man dagegen annimmt, daß mikrokristalline Wachse zum größten Teil Gemische von verzweigten oder cyclischen Kohlenwasserstoffen darstellen, können die längsten geradkettigen Anteile derselben als Alkylsubstituent vorkommen, der an einen cyclischen Rest gebunden ist, wobei eine etwaige Verzweigung des Alkylrestes verhältnismäßig nahe bei dem genannten Kern liegt, während der restliche Teil (»Schwanz«) im wesentlichen unverzweigt ist. Andererseits ist ein Typus einer Wachsmolekülstruktur möglich, bei welchem der längste geradkettige Anteil des Moleküls an beiden Enden der Kette oder in der Nähe derselben modifiziert ist, wobei ein Ende der Kette mindestens mit einem cyclischen Kern und das entgegengesetzte Ende entweder durch einen zweiten cyclischen Kern oder wahrscheinlicher durch eine Verzweigung der Kette modifiziert ist.
  • Es ist festgestellt worden, daß die optimale Siegelungsfestigkeit eines mikrokristallinen Wachses innerhalb eines weiten Temperaturgebietes mit Wachsen erhalten wird, welche überwiegend die Struktur des zweiten Typs aufweisen. Dies scheint auf die Tatsache zurückzuführen zu sein, daß bei dem Verfestigungspunkt des Wachses und innerhalb eines Bereiches von etwa 30° darunter die nichtgeradkettigen Anteile des Wachsmoleküls nicht `wirklich kristallisieren, sondern in mehr oder weniger flüssigem Zustand bleiben. Die Eigenschaften der Wachsmoleküle sind derart, daß im Falle des ersten, weniger erwünschten Typus eines mikrokristallinen Wachses, bei welchem der längste geradkettige Anteil des Moleküls an einem Ende desselben nicht modifiziert ist, eine wirkliche Kristallisation leichter eintritt, wenn andere Wachsmoleküle ebenfalls in dem Gemisch vorhanden sind. Andererseits zeigen Wachsmoleküle, bei welchen beide Enden des längsten geradkettigen Anteils entweder durch Verzweigung oder durch cyclische Kerne modifiziert sind, die Neigung zur gemeinsamen Kristallisation. Die Neigung zur Kristallisation durch alle Teile des Wachsmoleküls scheint in direkter Beziehung zu stehen zu der Siegelungsfestigkeit und den Versprödungseigenschaften des Wachses innerhalb des weiten Temperaturgebietes.
  • Es ist also ersichtlich, daß Änderungen in der Zusammensetzung des mikrokristallinen Wachses, welche das Verhältnis von Wachsmolekülen mit Strukturen, bei welchen beide Enden des geradkettigen Anteils durch verzweigte oder cyclische Struktur geschützt sind, erhöhen, sehr erwünscht wären; aber, wie schon oben erwähnt, ist dies gewöhnlich praktisch nicht erreichbar im Hinblick auf die zu berücksichtigenden Gesamtgesichtspunkte bei der Raffination. Es wäre daher sehr erwünscht, über eine Arbeitsweise oder eine Änderung des mikrokristallinen Wachses zu verfügen, welche die Kristallisation des gesamten Wachsmoleküls verhindern oder verzögern und dadurch die Eigenschaften in bezug auf die Siegelungsfestigkeit innerhalb eines weiten Temperaturgebietes verbessern würde.
  • Ein Ziel der Erfindung liegt in der Verbesserung der Siegelungseigenschaften mikrokristalliner Wachse über ein weites Temperaturgebiet sowie auch in einer Verbesserung (Herabsetzung) des Versprödungspunktes dieser Wachse. Die Erfindung ergibt eine Verbesserung der genannten Eigenschaften mikrokristalliner Wachse ohne wesentliche Änderung in der bei der Herstellung mikrokristalliner Wachse verwendeten Raffinationsbehandlung. Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung.
  • Erfindungsgemäß ist gefunden worden, daß die Eigenschaften hinsichtlich der Siegelungsfestigkeit und des Versprödungspunktes mikrokristalliner Wachse wesentlich verbessert werden können durch Modifikation der Wachse mittels eines Zusatzes von polycyclischen, im wesentlichen gesättigten Kohlenwasserstoffen, welche maximal eine Doppelbindung je Molekül und durchschnittlich etwa drei bis etwa vier kondensierte Ringe im Molekül aufweisen. Insbesondere ist festgestellt worden, daß außerordentlich günstige Ergebnisse erhalten werden, wenn der Anteil solcher Kohlenwasserstoffe in dem amorphen Wachsgemisch zwischen etwa 2 und etwa $,5 Gewichtsprozent der Wachsmasse liegt. Am zweckmäßigsten liegt der Anteil der polycyclischen Stoffe der vorstehend definierten Art zwischen etwa 3 und etwa 7 Gewichtsprozent.
  • Es muß bemerkt werden, daß die genaue Funktion dieser zugesetzten polycyclischen Kohlenwasserstoffe zur Zeit noch nicht vollständig geklärt ist. Es wird jedoch angenommen, daß sich das zugesetzte polycyclische Material mit den polycyclischen Anteilen der mikrokristallinen Wachsmoleküle assoziert und weiter die Neigung hat, diese Moleküle an einer Kristallisation durch die vollständige Struktur hindurch zu hindern, insbesondere bei den verhältnismäßig niederen Temperaturen, welche für die Eigenschaften in bezug auf Siegelungsfestigkeiten von Bedeutung sind. Da andererseits derart hohe cyclische Strukturen für ein bestimmtes Molgewicht vorliegen, besitzen solche zugesetzten Kohlenwasserstoffe entweder einen verhältnismäßig niederen Schmelzpunkt oder weisen unter Umständen sogar bei Raumtemperatur oder wenig darüber oft öligen Charakter auf. Infolgedessen wird bei Anwendung einer übermäßig großen Zusatzmenge die Siegelungsfestigkeit des amorphen Wachses infolge des dem Wachs erteilten öligen Charakters vollständig zerstört. Es ist daher festgelegt worden, daß die Wirksamkeit des zugesetzten polycyclischen Materials nur erzielt wird, wenn diese Stoffe innerhalb der angegebenen kritischen Prozentsätze verwendet werden. Die genaue maximale Wirkung wechselt von einem mikrokristallinen Wachs zu einem anderen in Abhängigkeit von der Struktur der einzelnen Wachsmoleküle und von dem Verfestigungspunkt (oder Schmelzpunkt) des Wachses.
  • Es ist festgestellt worden, daß normalerweise im wesentlichen gesättigte Moleküle mit verschmolzenen Ringen verwendet werden müssen, da die entsprechenden ungesättigten Strukturen nicht die gewünschte Einwirkung auf die Siegelungsfestigkeit ergeben. Außerdem ist festgestellt worden, daß hochpolymere Stoffe, wie Polymethacrylat und Vinylpolymerisate, zur Verbesserung der Siegelungsfestigkeit in einem weiten Temperaturbereich praktisch unbrauchbar sind, obwohl sie in einem gewissen, verhältnismäßig engen und niedrigen Temperaturbereich eine mäßige Wirkung ausüben mögen. Demgegenüber bezweckt und erreicht die vorliegende Erfindung eine Verbesserung hinsichtlich der Siegelungsfestigkeit in einem weiten Temperaturbereich, so daß die Herstellung von mikrokristallinen Wachses ermöglicht wird, die von Temperaturen von etwa -40' bis etwa -f- 40° verwendet werden können.
  • Die unten folgende Liste von im wesentlichen gesättigten Kohlenwasserstoffen mit drei und vier verschmolzenen Ringen enthält typische Beispiele von Stoffen, die als Zusatz zu den erfindungsgemäßen mikrokristallinen Wachsen geeignet sind. Es können selbstverständlich auch Gemische solcher Kohlenwasserstoffe mit anderen Stoffen angewandt werden. Außerdem können Gemische von in der Natur vorkommenden Kohlenwasserstoffen, welche unter die oben angegebene Definition fallen, isoliert oder angereichert und mikrokristallinen Wachsen zugesetzt werden, um die gewünschte Verbesserung hinsichtlich der Siegelungsfestigkeit und des Versprödungspunktes zu erzielen. Die Definition der erwünschten Gruppe von Materialien umfaßt also sowohl Durchschnittswerte als auch einzelne Strukturen. Demgemäß sind unter der Begrenzung auf drei bis vier verschmolzene Ringe auch Gemische zu verstehen, in welchen der Durchschnitt der vorhandenen verschmolzenen Ringe zwischen diesen Zahlenwerten liegt. Vorzugsweise sind die verschmolzenen Ringe zu einem einzigen Ringsystem verschmolzen, wie es sich z. B. in hydrierten Phenanthrenen oder hydrierten Chrysenen findet. Der Ausdruck »im wesentlichen gesättigt,. bedeutet, daß die erfindungsgemäß verwendeten polycyclischen Kohlenwasserstoffe nicht mehr als etwa eine Doppelbindung je Molekül haben sollen und daß das Molekül vorzugsweise vollständig gesättigt ist.
  • Die polycyclischen Stoffe, wie z. B. die nachstehend aufgeführten, haben vorzugsweise zwischen etwa 14 und etwa 45 Kohlenstoffatome je Molekül und können modifiziert sein durch die Anwesenheit von Substituenten (außer Wasserstoff) an diesen polycyclischen Kernen, z. B. von verzweigten oder geradkettigen Alkylresten von jeweils 1 bis 18 Kohlenstoffatomen. Cholestan und andere alkylsubstituierte Cholane stellen Beispiele für diesen Strukturtypus dar. Wie aus den nachstehend angegebenen Daten ersichtlich ist, scheint die Art des im einzelnen verwendeten Isomers (wo Isomere möglich sind) nicht von Bedeutung zu sein, da zwei Isomere von Perhydrochrysen, die stark voneinander abweichende Schmelzpunkte aufweisen, die gewünschte Verbesserung hinsichtlich der Siegelungsfestigkeit innerhalb eines weiten Temperaturbereiches ergaben. Liste geeigneter Kohlenwasserstoffe Tricyclooctan Tricyclononan Hydrierte Indacene Hydrierte Benzindene Hydrierte Acenaphthylene Hydrierte Anthracene Hydrierte Phenanthrene Hydrierte Benzonaphthene Tricyclodecan Tricyclodocosan Hydrierte Triindane Hydrierte Cyclopentafluorene Hydrierte 3, 4-Phenylenindene Hydrierte Dicyclopentanaphthaline Hydrierte Retene Hydrierte Pyracene Hydrierte Isonaphthofluorene Hydrierte a-Anthrindane Hydrierte Aceanthrene Hydrierte Acenaphthene Hydrierte Naphthacene Hydrierte Chrysene Hydrierte Benzophenanthrene Hydrierte Triphenylene Hydiierte Pyrene Ergostane Bei den im Rahmen der vorliegenden Erfindung durchgeführten Forschungen wurde eine Reihe verschiedener Typen von Kohlenwasserstoffen auf ihre etwaige Brauchbarkeit zur Verbesserung der Siegelungsfestigkeit mikrokristalliner Wachse innerhalb eines weiten Temperaturbereiches untersucht. Fig. 1 zeigt die Ergebnisse einiger dieser Versuche, bei welchen jeweils 5 Gewichtsprozent der zugesetzten Stoffe verwendet wurden. Diese Darstellung zeigt, daß polycyclische gesättigte Kohlenwasserstoffe allen anderen untersuchten Materialtypen wesentlich überlegen sind. Das für diese Unteisuchungen verwendete mikrokristalline Wachs (gewonnen aus kurzem Ost-Texas-Rückstand) hatte einen Schmelzpunkt von 43° und ergab, wie aus Fig. 1, Kurve 0, ersichtlich ist, eine vorzügliche Siegelungsfestigkeit bei einer Temperatur von etwa 28°. Die Siegelungsfestigkeit fiel jedoch auf beiden Seiten dieser optimalen Temperatur stark ab, woraus sich ergibt, daß das Wachs zur Verwendung als Papierüberzug, insbesondere zur Verwendung von Umhüllungen für tiefgefrorene Nahrungsmittel, ungeeignet ist.
  • Der Zusatz eines chlorierten Kohlenwasserstoffes (Kurve 1) setzte die Siegelungsfestigkeit des Wachses herab. Bei Anwendung einer isomerisierten Wachsfraktion (Kurve 2) ergab sich eine geringe Verbesserung der Siegelungsfestigkeit bei niedriger Temperatur, aber eine Herabsetzung der Siegelungsfestigkeit bei Temperaturen über etwa 7°. Die Anwendung einer Rückstandsölfraktion (Bright Stock, Kurve 3), welche eine große Vielzahl von Kohlenwasserstoffstrukturen enthielt, war als Verbesserungsmittel für das mikrokristalline Wachs nur wenig besser als isomerisiertes Wachs. Eine etwas stärkere Verbesserung wurde bei Verwendung eines Schmieröls mit mittlerer Viscosität (Ost-Texas 250 neutral) festgestellt (vgl. Kurve 4). Ein solches Öl enthält jedoch nicht nur gesättigte polycyclische Stoffe, sondern auch wesentliche Anteile an Aromaten und aliphatischen Kohlenwasserstoffen; infolgedessen beschränkte sich die Verbesserung auf eine Erhöhung der Siegelungsfestigkeit bei niedriger Temperatur, wobei eine Herabsetzung der Siegelungsfestigkeit etwa bei dem Erweichungspunkt des Wachses in Kauf genommen werden mußte.
  • Durch Abtrennung der polycyclischen Arornaten (mit durchschnittlich vier Ringen) aus diesem Schmieröl mit mittlerer Viscosität ergab sich eine beschränkte Verbesserung gegenüber der Anwendung des Schmiermittels mit dem vollen Siedebereich (Kurve 5). Wie jedoch Kurve 6 zeigt, ergaben die gesättigten polycyclischen Verbindungen mit einem Durchschnitt mit etwa vier kondensierten Ringen, welche aus dem gleichen Schmieröl-Rohmaterial isoliert worden waren, eine wesentliche Erhöhung der Siegelungsfestigkeit nicht nur b?i Temperaturen unter etwa 10°, sondern auch bei Temperaturen bis etwa zum Schmelzpunkt des mikrokristallinen Wachses.
  • Diese Erscheinung wurde weiter untersucht unter Anwendung von 5 Gewichtsprozent, berechnet auf das mikrokristalline Wachs, spezieller, praktisch reiner chemischer Verbindungen, wie Cholestan und Perhydrochrysene. Die Wirkung dieser Stoffe ist in Fig. 2 dargestellt. Bei diesen Versuchen wurde das gleiche mikrokristalline Wachs verwendet (Kurve 0). Der Zusatz von Cholestan (Schmelzpunkt 56°) zu dem mikrokristallinen Wachs ergab eine wesentliche Verbesserung bezüglich der gesamten Siegelungseigenschaften innerhalb des ganzen untersuchten Bereiches (Kurve 1). Ein weiterer Hinweis darauf, daß die kondensierten Ringe gesättigt sein sollen, ergibt sich aus einem Vergleich in Fig. 2 zwischen Chrysen (Kurve 2) und den beiden isomeren Hydrochrysenen (Schmelzpunkt 107 bzw. 26°; Kurve 3 bzw. 4). Aus den Kurven der Fig. 2 ist ersichtlich, daß die hydrierten Isomeren mit dem aromatischen polycyclischen Material für den vorliegenden Zweck wesentlich überlegen waren.
  • Die Siegelungsfestigkeit wurde bestimmt durch Zusammensiegeln zweier Streifen aus Aluminiumfolie mit 0,03 g/6,45 Cm2 der Wachsmischungen. Die nicht zusammengesiegelten Enden der Streifen von 2,54 cm Breite wurden an zwei Armen einer Vorrichtung befestigt, welche beide Folien unter einem Winkel von 180° und mit einer Geschwindigkeit von 17,78 cm je Minute auseinanderzogen. Die zur Aufrechterhaltung dieser Geschwindigkeit erforderliche Kraft wurde fortlaufend registriert und in Gramm/6,45 cm2 ausgedrückt.
  • Wie oben bereits erwähnt, verbesserten die verschmolzenen polycyclischen Stoffe auch wesentlich den Versprödungspunkt der verwendeten Wachse. Als Versprödungspunkt wird die Temperatur verstanden, bei welcher ein Muster von 0,508 mm Dicke abbricht, wenn es plötzlich zu einem Winkel von 90° abgebogen wird. Die folgende Aufstellung zeigt diese Eigenschaft bei Anwendung von 4 Gewichtsprozent des Zusatzstoffes.
    Muster Zusammensetzung Versprödungspunkt
    C
    A Mikrokristallines Wachs .. - 6,7
    Schmelzpunkt 57°
    B Mikrokristallines Wachs
    +^ Cholestan . . . . . . . . . . -17,8
    C Mikrokristallines Wachs
    Perhydrochrysene ... -15°
    Schmelzpunkt 42°

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Wachsmasse zur Herstellung von Wachspapieren für Verpackungszwecke aus einem überwiegenden Anteil eines mikrokristallinen Kohlenwasserstoffwachses, gekennzeichnet durch einen mengenmäßig untergeordneten Anteil von polycyclischen Kohlenwasserstoffen, die maximal eine Doppelbindung im Molekül und im Durchschnitt zwischen etwa drei und vier kondensierte Kohlenwasserstoffringe je Molekül aufweisen.
  2. 2. Wachsmischung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge der zugesetzten polycyclischen Kohlenwasserstoffe zwischen 2 und 8,5 Gewichtsprozent, berechnet auf die Gesamtmischung, beträgt.
  3. 3. Wachsmischung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge der zugesetzten polycyclischen Kohlenwasserstoffe zwischen 3 und 7 Gewichtsprozent, berechnet auf das Gesamtgemisch, beträgt.
  4. 4. Wachsmischung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zugesetzten polycyclischen Kohlenwasserstoffe gesättigt sind.
  5. 5. Wachsmischung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zugesetzten polycyclischen Kohlenwasserstoffe vollständig oder überwiegend aus Kohlenwasserstoffen bestehen, welche hydrierte Chrysenkeme enthalten.
  6. 6. Wachsmischung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zugesetzten polycyclischen Kohlenwasserstoffe aus Perhydrochrysenen bestehen.
  7. 7. Wachsmischung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zugesetzten polycyclischen Kohlenwasserstoffe vollständig oder überwiegend aus Kohlenwasserstoffen bestehen, welche Cholestankerne enthalten. B. Wachsmischung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der zugesetzte polycyclische Kohlenwasserstoff aus Cholestan besteht.
DEN11481A 1954-11-26 1955-11-24 Wachsmasse zur Herstellung von Wachspapieren Pending DE1007164B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US1007164XA 1954-11-26 1954-11-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1007164B true DE1007164B (de) 1957-04-25

Family

ID=22281166

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEN11481A Pending DE1007164B (de) 1954-11-26 1955-11-24 Wachsmasse zur Herstellung von Wachspapieren

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1007164B (de)

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE967342C (de) Verfahren zur Herstellung eines halogenierten Paraffins
DE1963039B2 (de) Viscositaetsindexverbesserer fuer schmieroele bzw. kraftuebertragungsoele
DE2830617C2 (de)
DD226901A5 (de) Destillatbrennstoff
DE1594458C3 (de) Verfahren zum Regenerieren von gebrauchten Schmierölen
DE1007164B (de) Wachsmasse zur Herstellung von Wachspapieren
DE654265C (de) Verfahren zur Gewinnung hochwertiger Asphalte
DE741471C (de) Verfahren zur Gewinnung tiefstockender OEle
DE767412C (de) Verfahren zur Verbesserung von Schmieroel
DE582853C (de) Stockpunktserniedriger
DE613665C (de) Verfahren zur Zerlegung von Kohlenwasserstoffgemischen mittels selektriver Loesungsmittel
DE1257327B (de) Schmierfett
DE657258C (de) Verfahren zum Entparaffinieren von Mineraloelen
AT157698B (de) Verfahren zur Scheidung von Mineralöl und Mineralölprodukten in paraffinische, naphthenische und aromatische Bestandteile bei gleichzeitiger Raffination der paraffinischen und naphthenischen Bestandteile.
DE899842C (de) Verfahren zum Entasphaltieren von Kohlenwasserstoffoelen
DE728860C (de) Verfahren zur Aufarbeitung hochsiedender Kohlenwasserstoffoele
DE600619C (de) Verfahren zur Herstellung von Schmieroel
DE757556C (de) Verfahren zur Gewinnung von Schmieroel aus Rueckstandsoel
DE2655444C2 (de)
DE616833C (de) Verfahren zur Herstellung hochviscoser Öle
AT149673B (de) Verfahren zur Gewinnung von Benzin von gutem Antiklopfwert in hoher Ausbeute durch Destillation.
DE525583C (de) Verfahren zur Abscheidung von Paraffin aus Kohlenwasserstoffoelen
DE2207145C2 (de) Brenn- oder Kraftstoffgemisch mit einem Siedebereich von 121 bis 371°C
DE593827C (de) Isolieroel
DE702903C (de) len