DE1005352B - Spielventil fuer Tonkanzellen-Pfeifenorgeln - Google Patents

Spielventil fuer Tonkanzellen-Pfeifenorgeln

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DE1005352B
DE1005352B DEG15043A DEG0015043A DE1005352B DE 1005352 B DE1005352 B DE 1005352B DE G15043 A DEG15043 A DE G15043A DE G0015043 A DEG0015043 A DE G0015043A DE 1005352 B DE1005352 B DE 1005352B
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DE
Germany
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valve
weight
tone
wind
chimney pipe
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Application number
DEG15043A
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English (en)
Inventor
Hans-Detlef Kleuker
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DETLEF KLEUKER FA
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DETLEF KLEUKER FA
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10BORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
    • G10B1/00General design of organs, harmoniums or similar wind musical instruments with associated blowing apparatus
    • G10B1/02General design of organs, harmoniums or similar wind musical instruments with associated blowing apparatus of organs, i.e. pipe organs
    • G10B1/04General design of organs, harmoniums or similar wind musical instruments with associated blowing apparatus of organs, i.e. pipe organs with electric action

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Self-Closing Valves And Venting Or Aerating Valves (AREA)

Description

  • Spielventil für Tonkanzellen-Pfeifenorgeln Die Erfindung betrifft ein Spielventil für Schleifladenorgeln mit. Tonkanzellen. Dabei soll die konstante Massenkraft des Ventils und der direkt mit ihm verbundenen Teile seiner Steuerung in ihrer vollen Größe für das Schließen und Dichten der Ventilklappe nutzbar gemacht werden, so daß auf die Verwendung von Federelementen verzichtet werden kann.
  • Die Nachteile der üblicherweise im Orgelbau verwendeten Federelemente aus Stahl oder Nichteisenmetallen sind allgemein bekannt. Sie bestehen in vorzeitigem Versagen der Federn durch Rost oder Korrosion, insbesondere unter klimatisch schwierigen Betriebsbedingungen, speziell in den Tropen, in Ermüdungs- oder Gewaltbrüchen als Folge von Werkstoffermüdungserscheinungen bzw. von Berechnungs-, Fertigungs- oder Einbaufehlern sowie in Nachschwingungserscheinungen der unter ständiger Spannung der metallischen Federn stehenden bzw. arbeitenden Spielventilklappen, die üblicherweise auf der Unterseite der Windladen bzw. Tonkanzellen hängend angeordnet sind und gegen die Gravitation auf ihren Sitz gepreßt werden müssen. Erzeugt oder begünstigt werden diese störenden Schwingungen, die einen präzisen Ventilschluß gefährden, durch die geradlinige Charakteristik der unterhalb ihrer Elastizitätsgrenzen beanspruchten Federungselemente aus Stahl oder Nichteisenmetallen, verstärkt durch die Alterungsverhärtung der witterungsanfälligen, bisher vornehmlich verwendeten organischen Dichtungswerkstoffe, wie Filz, Leder oder ähnliche, die zwischen der Ventilklappe und ihrem Sitz angeordnet sind und die zwar im neuen Zustande ihre Dämpfungsaufgabe zufriedenstellend erfüllen können, aber im Laufe der Zeit durch Strukturveränderungen ihre Dämpfungseigenschaften verlieren.
  • Es sind bereits federlose, nur unter ihrem Eigengewicht geschlossene Ventile bekannt, die unter @7erwendung einer elektrischen Traktur betätigt werden. Diese bekannte Anordnung konnte sich jedoch nicht durchsetzen, da sie sich von der bisherigen Unterbringung der Ventile unterhalb der Tonkanzellen nicht löste und daher wegen der Schräglage der Ventilklappe deren Gewicht nur zum Teil für die Dichtungsaufgabe ausnutzen konnte.
  • Das Gewicht einer solchen Ventilklappe hätte zur Erzielung der geforderten Abdichtung bei geringen Winddrücken so stark vergrößert werden müssen, daß die zur Betätigung der Ventilbewegung erforderlichen Kräfte weder mechanisch noch elektrisch zur Verfügung stehen konnten. Weiterhin ergab sich aus der Anordnung die Notwendigkeit einer erheblichen Erweiterung der Tonkanzellen und darauf insbesondere im Diskant für höhere Winddrücke die Tatsache einer unsauberen Pfeifenabsprache, da ja die unter dem Winddruck stehende erheblich größere Luftmenge viel länger expandieren und daher die Pfeifen ertönen lassen mußte, als dies bei der üblichen Bauweise der Fall war; es erfolgte also ein unerwünschtes, die saubere Absprache beeinträchtigendes \Tachhallen der Pfeifen.
  • Die Erfindung beseitigt diese Fehlerquellen dadurch, daß die Ventilklappe horizontal oberhalb der Tonkanzelle in einem besonderen Windkasten angeordnet ist und in Ruhestellung nur durch den Winddruck, durch ihr Eigengewicht und das Gewicht der mit ihr verbundenen Abstrakten und Steuerungselemente auf ihren Sitz gepreßt wird.
  • Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, und zwar eine Orgel mit Tonkanzellen-Schleifladen, in dem in einem über den Tonkanzellen 1 verlaufenden Windkasten 2 die horizontal gelagerte Ventilklappe 3 angeordnet ist und elektrisch oder mechanisch um den Drehpunkt 4 entgegen der Schwerkraft angehoben bzw. geöffnet werden kann. Die Größe der schließenden Massenkraft kann durch Bemessung der Ventilklappe 3 und ihrer mechanischen bzw. elektrischen Betätigungselemente (elektrisch: Magnet 6 mit Kern 5; mechanisch: Abstrakte 10 bis 12, Pulpette 11 und Winkel 12) sowie durch ein Gewicht 7 den Erfordernissen eines mehr oder weniger raschen Ablaufes jedes einzelnen Ventilspieles angepaßt werden. In weiterer Ausbildung kann dieses zusätzliche Gewicht verschiebbar angeordnet sein, um bei einheitlicher Baugröße dem verschieden großen Windbedarf unterschiedlicher Pfeifengrößen sowie den vielfach unterschiedlichen Winddrücken der einzelnen Teile eines Orgelwerkes gerecht zu werden.
  • Die erfindungsgemäß getroffene Anordnung des Windkastens auf der Oberseite der überstehenden, als Vorraum zur Beruhigung des Windstromes dienenden Kanzellenteiles bringt weiterhin als erwünschte Nebenwirkung den Vorteil mit sich, daß das als austauschbare Einheit gebaute komplette Spielventil in Form eines Schiebers nach Lösen bzw. Öffnen einer Handklappe 9 jederzeit bequem herausgenommen, überprüft und wieder eingebaut oder auch durch ein Austauschaggregat ersetzt werden kann, ohne das Orgelwerk irgendwie zu stören, wodurch die Instandhaltungs- und Reparaturkosten niedrig gehalten «.erden können. Außerdem ergibt sich strömungsmäßig bei der Ventilanordnung oberhalb der Tonkanzelle der Vorteil, daß der einströmende Wind um 180° umgelenkt werden muß, ehe er die in Frage kommende Pfeifenfußöffnung des gezogenen Registers erreichen kann; dadurch tritt neben einer Beruhigung der strömenden Luft auch ein Ausgleich aller Druckdifferenzen ein, und es wird eine gleichmäßige Beaufschlagung aller auf einer Tonkanzelle stehenden Pfeifen erzielt. Demgegenüber macht sich bei Ventilanordnung unterhalb der Tonkanzelle vielfach ein Druckunterschied in der Beaufschlagung der dem Ventil direkt gegenüber liegenden Pfeife und der am äußersten Ende der Tonkamelle stehenden Pfeife bemerkbar, wodurch Unterschiede in der An- und Absprache dieser Pfeifen entstehen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Spielventil für Tonkanzellen-Schleifladenorgeln, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilklappe (3) horizontal oberhalb der Tonkanzelle (1) in einem besonderen Windkasten (2) angeordnet ist und in Ruhestellung nur durch den Winddruck, ihr Eigengewicht sowie durch das Gewicht der mit ihr verbundenen Abstrakten bzw. sonstigen Steuerungselementen (beispielsweise Magnetanker usw.) auf ihren Sitz gepreßt wird.
  2. 2. Spielventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Auflagedruck der Ventilklappe durch ein fest angeordnetes oder verschiebbares Zusatzgewicht entsprechend der erforderlichen Abdichtung gegen den Winddruck wahlweise veränderlich ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 10 728.
DEG15043A 1954-08-03 1954-08-03 Spielventil fuer Tonkanzellen-Pfeifenorgeln Pending DE1005352B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10728C (de) * H. STILLER in Freystadt i. Schi Orgelwindlade mit elektrischer Traktur

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10728C (de) * H. STILLER in Freystadt i. Schi Orgelwindlade mit elektrischer Traktur

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