-
Die
Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung piezoelektrischer
Keramik. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren
zur Herstellung piezoelektrischer Keramik, die beispielsweise verwendbar
ist als Material für
piezoelektrische Keramikfilter, piezoelektrische Keramikresonatoren
und andere piezoelektrische Keramikbauteile.
-
Piezoelektrische
Keramik, die vor allem Bleititanatzirkonat (PbTixZr1-xO3) oder Bleititanat
(PbTiO3) enthält, ist bereits in großem Umfang
als piezoelektrische Keramik für
piezoelektrische Keramikfilter, piezoelektrische Keramikresonatoren
und sonstige piezoelektrische Keramikbauteile eingesetzt worden.
-
Daneben
weist piezoelektrische Keramik mit geschichteter Perowskitstruktur,
beispielsweise CaBi4Ti4O15 oder PbBi4Ti4O15, höhere Wärmebeständigkeit
und niedrigere Verluste auf als die piezoelektrische Keramik, die
hauptsächlich
Bleititanatzirkonat oder Bleititanat enthält. Die bisherige Piezokeramik
wird als Material für
piezoelektrische Resonatoren zur Verwendung bei hohen Temperaturen
oder Hochfrequenz betrachtet.
-
Derartige
piezoelektrische Keramik mit geschichteter Perowskitstruktur enthält jedoch
stark anisotrope Kristalle und kann keinen hohen elektromechanischen
Koeffizienten bieten, wenn sie nach den üblichen Verfahren zur Erzeugung
von piezoelektrischer Keramik hergestellt wird.
-
Als
denkbare Lösungen
für dieses
Problem sind einige Verfahren vorgeschlagen worden. Bei diesen Verfahren
wird eine kristallographische Achse einer piezoelektrischen Keramik,
die vor allem eine Verbindung mit geschichteter Perowskit-Kristallstruktur
enthält,
in einer einachsigen Richtung vorzugsorientiert, indem die Kristallanisotropie
der Verbindung genutzt wird, um einen hohen elektromechanischen
Koeffizienten zu erzielen. Beispielsweise haben T. TAKENAKA et al.
beschrieben, daß eine
c-Achse orientierte Keramik aus PbBi4Ti4O15 durch Warmverformungsverfahren
hergestellt wird und daß die
dadurch gewonnene Keramik einen elektromechanischen Koeffizienten
k33 besitzt, der etwa 1,6mal größer ist
als der einer Probe, die nach einem üblichen Verfahren für die Herstellung
von piezoelektrischer Keramik (J. Appl. Phys., Vol. 55, Nr. 4 (1984)
S. 1092) hergestellt wurde. H. WATABABE et al. berichteten, daß ein Pulver
von Bi4Ti3O12 mit anisotropischen Dimensionen nach einem
Schmelzverfahren hergestellt wird und daß das Pulver mit anisotropischen Dimensionen
bandgegossen wird, um das Pulver zu orientieren; dann wird das kornorientierte
Pulver gebrannt, um eine zur c-Achse orientierte Keramik aus Bi4Ti3O12 zu
erhalten (J. Am. Ceram. Soc., Vol. 72, Nr. 2 (1989) S. 289). T.
TANI et al. haben berichtet, daß eine
zur c-Achse orientierte Keramik von CaBi4Ti4O15 hergestellt
wird durch Zusatz von gepulvertem TiO2,
Bi2O3 und CaCO3 zu gepulvertem Bi4Ti3O12 mit anisotropischen
Dimensionen, durch Bandgießen
der entstehenden Mischung, um das anisotropische Dimensionen aufweisende
Pulver zu orientieren, und das Brennen des kornorientierten Pulvers,
und daß die
zur c-Achse orientierte Keramik einen elektromechanischen Koeffizienten
k33 besitzt, der etwa dreimal höher ist
als der einer Probe, die nach einem üblichen Verfahren zur Herstellung
piezoelektrischer Keramik hergestellt wurde (Proceedings of Presentations,
The 16th Ferroelectric Application Conference
(1999) S. 35).
-
Die
Warmverformungstechnik erfordert jedoch Brennen mit einaxialer Pressung
beim Herstellungsschritt einer derartigen piezoelektrischen Keramik
und erfordert kostspielige Herde und Brennöfen und ergibt eine niedrigere
Produktivität
im Vergleich zu üblichen
Verfahren zur Herstellung von piezoelektrischer Keramik. Das Warmverformungsverfahren
hat daher keine größere praktische
Verbreitung gefunden. Bei den Verfahren zur Herstellung orientierter
Keramik aus Pulvern mit anisotropischen Dimensionen können Unreinheiten
das gepulverte Material mit Anisotropie bei dem Herstellungsverfahren
verunreinigen. Ferner erfordern diese Verfahren einen Schritt zur
Vorbereitung eines anisotropischen Pulvers und machen somit verglichen
mit den üblichen
Verfahren zur Herstellung von piezoelektrischer Keramik komplizierte
Herstellungsschritte erforderlich. Diese Verfahren haben daher in
der Produktion keine große
Verbreitung gefunden.
-
Aus
der
EP 826 643 A1 ist
ein Verfahren zur Herstellung einer piezoelektrischen, kristallorientierten Keramik
bekannt, wobei eine Keramikmischung, die Wismuttitanat enthält, bei
einer Schmelztemperatur unterhalb des Wismuttitanats gesintert wird.
-
Die
Literaturstelle MIAO, H. u. a.: Optimization of melt-processing temperature
and period to improve critical current density of Bi2Sr2CaCu2Ox/Ag
multilayer tapes. Physica C, Vol. 320, No. 1–2, p. 77–86. (abstract) INSPEC [online].
In: EPOQUE. Accession No. 6343338 offenbart ein Verfahren zur Herstellung
keramischer Supraleiter auf Basis von Bi2Sr2CaCu2Ox,
das eine geschichtete Perowskit-Kristallstruktur besitzt.
-
Die
Erfindung ist daher in erster Linie darauf gerichtet, ein Verfahren
zur Herstellung von piezoelektrischer Keramik zu entwickeln, mit
dem kornorientierte Keramik aus Keramikmischungen gewonnen werden kann,
die vor allem eine Verbindung mit geschichteter Perowskit-Kristallstruktur
enthält,
und mit dem die elektromechanischen Koeffizienten von piezoelektrischer
Keramik zu verbessern sind, die vor allem eine Verbindung mit geschichteter
Perowskit-Kristallstruktur enthält.
-
Die
Erfindung gibt ein Verfahren zur Herstellung von piezoelektrischer
Keramik an. Dieses Verfahren umfaßt die Schritte: Erhitzen einer
Keramikmischung auf eine über
dem Schmelzpunkt der Keramikmischung liegende Temperatur, um die
Keramikmischung schmelzflüssig
und halb-schmelzflüssig
werden zu lassen, welche Keramikmischung hauptsächlich eine Verbindung mit
geschichteter Perowskit-Kristallstruktur enthält und Ferroelektrizität bei Raumtemperatur
besitzt, sowie Glühen
und Verfestigen der schmelzflüssigen
oder halb-schmelzflüssigen
Keramikmischung zur Bildung einer kornorientierten Keramik.
-
Bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren
enthält
die Keramikmischung vorzugsweise als Hauptbestandteil Wismut.
-
Die
Keramikmischung in dem erfindungsgemäßen Verfahren enthält beispielsweise
mindestens eine der folgenden Verbindungen: Bi2WO6, CaBi2Nb2O9, SrBi2Nb2O9,
BaBi2Nb2O9, PbBi2Nb2O9, CaBi2Ta2O9, SrBi2Ta2O9,
BaBi2Ta2O9, PbBi2Ta2O9, Bi3TiNbO9, Bi3TiTaO9, Bi4Ti3O12, SrBi3Ti2NbO12, BaBi3Ti2NbO12, PbBi3Ti2NbO12,
CaBi4Ti4O15, SrBi4Ti4O15, BaBi4Ti4O15,
PbBi4Ti4O15, Na0,5Bi4,5Ti4O15,
K0,5Bi4,5Ti4O15, Ca2Bi4Ti5O18, Sr2Bi4Ti5O18, Ba2Bi4Ti5O18,
Pb2Bi4Ti5O18, Bi6Ti3WO18, Bi7Ti4NbO21 und
Bi10Ti3W3O30.
-
Nach
dem erfindungsgemäßen Verfahren
zur Herstellung von Piezokeramik wird eine Verbindung mit bei Raumtemperatur
eine Ferroelektrizität
zeigender geschichteter Perowskit-Kristallstruktur so orientiert, daß eine piezoelektrische
Keramik mit hohem elektromechanischem Koeffizienten entsteht.
-
Das
erfindungsgemäße Verfahren
kann in üblicherweise
verwendeten Brennöfen
und Herden für
die Herstellung von piezoelektrischer Keramik ausgeführt werden
und erfordert keine zusätzlichen
Einrichtungen. Darüber
hinaus kann das erfindungsgemäße Verfahren
mit üblichen
Stoffen für
die Verwendung zur Herstellung üblicher
piezoelektrischer Keramik ausgeführt
werden. Das erfindungsgemäße Verfahren
erlaubt eine leichtere Herstellung von kornorientierter Keramik
zu geringeren Kosten als nach der Warmverformungstechnik oder bei
den mit einem Pulver mit anisotropischen Dimensionen arbeitenden
Verfahren.
-
Nach
dem erfindungsgemäßen Verfahren
zur Herstellung piezoelektrischer Keramik kann eine Temperatur zum Überführen eines
Keramikmaterials in den schmelzflüssigen oder halb-schmelzflüssigen Zustand auf
einen Wert festgelegt werden, der nur wenig über dem Schmelzpunkt der Keramikmischung
liegt. Auf diese Weise kann der Verfahrensvorgang, selbst wenn nach
dem Glühen
ein Verarbeitungsschritt erforderlich ist, leicht ausgeführt werden.
Bei einer derartigen, nur wenig über
dem Schmelzpunkt der Keramikmischung liegenden Temperatur können die
Kristallkörner
der Keramikmischung zum Orientieren bewegt oder verformt werden,
dabei werden die Gesamtdimensionen der Keramikmischung im Vergleich
zu den Dimensionen vor dem Erhitzen nicht wesentlich verändert, und
die Keramikmischung haftet nicht fest an einem Tiegel oder einem
feuerfesten Pulver. Der Tiegel dient zur Unterbringung oder Aufnahme
der Keramikmischung, und das feuerfeste Pulver wird zwischen den
Tiegel und die Keramikmischung (Probe) gebracht, um ein Festfressen zu
verhindern.
-
Weitere
Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
der nachstehenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
in Verbindung mit den beigefügten
Zeichnungen. In den Zeichnungen zeigen
-
1 eine
Darstellung einer Anordnung einer Probe in einer Ausbildung gemäß der Erfindung;
-
2A ein
Röntgenbeugungsdiagramm
der Probe A nach einem erfindungsgemäßen Beispiel; und
-
2B ein
Röntgenbeugungsdiagramm
der Probe B nach einem Vergleichsbeispiel.
-
BEISPIEL
-
Die
Ausgangsstoffe CaCO3, Bi2O3, TiO2 und MnCO3 wurden abgewogen und vermischt, so daß sich ein
Pulvergemisch der Zusammensetzung CaBi4Ti4O15 + 0,5 Gew.%
MnO2 ergab, und das pulverförmige Gemisch
wurde bei 800°C
geglüht.
Das geglühte
Pulver wurde zusammen mit einer ausreichenden Menge eines organischen
Bindemittels in einer Kugelmühle
4 Stunden lang naßgemahlen
und durch ein Sieb mit einem Drahtdurchmesser von 0,21 mm und einer Öffnung von
0,425 mm (40-Mesh-Sieb) gestrichen, um die Korngröße des gemahlenen
Pulvers zu vereinheitlichen. Das entstandene Pulver wurde unter
einem Druck von 98 MPa (1000 kg/cm2) zu
einer Rechteckplatte von 30 mm Länge,
20 mm Breite und 2 mm Dicke verformt. Die Probe wurde in Luft auf
500°C erhitzt,
um das Bindemittel zu entfernen. Wie in 1 dargestellt,
wurde gemahlenes Zirkoniumdioxid 12 auf einen Tonerdetiegel 14 gestreut,
und die rechteckige Probeplatte 10 wurde in der Weise auf
den Tonerdetiegel gesetzt, daß eine
30 mm × 20
mm-Ebene der Probe nach unten zeigte. Auf die Probe wurde eine Tonerde-Deckplatte 16 gelegt,
und die Probe 10 wurde dann in einem Elektroofen mit einer
Temperaturerhöhungsrate
von 2°C/min
auf 1265°C
erhitzt und 10 Minuten lang auf dieser Temperatur gehalten. Die
Temperatur von 1265°C
lag wenig über
einer Temperatur von 1245°C,
bei der die Keramikmischung (Probe 10) zu schmelzen begann.
Dann wurde die Probe 10 in dem gleichen Elektroofen mit
einer Abkühlungsgeschwindigkeit
von 1°C/min
auf Raumtemperatur abgekühlt
und verfestigt, so daß eine
rechteckige Keramikplatte (Probe A) entstand.
-
VERGLEICHSBEISPIEL
-
Eine
Rechteckplatte wurde hergestellt, indem das oben beschriebene Verfahren
bis zum Entfernen des organischen Bindemittels wiederholt wurde.
Die hergestellte Probe wurde bei 1150°C gebrannt (übliches Herstellungsverfahren),
so daß eine rechteckige
Keramikplatte (Probe B) entstand, die eine relative Dichte von etwa
95% aufwies.
-
Die 2A bzw. 2B zeigen
Röntgenbeugungsdiagramme
der Oberflächen
(30 mm × 20
mm-Flächen,
die bei dem Erhitzungsvorgang nach oben zeigten) der Probe A bzw.
der Probe B. In dem Diagramm der Probe A war eine Peakintensität der Ebene
(001) erheblich erhöht,
was eine deutliche c-Achsen-Orientierung anzeigt.
Demgegenüber
zeigte die Probe B keine deutliche Orientierung.
-
Was
die Pulver betrifft, die jeweils durch Mahlen von Probe A und Probe
B gewonnen wurden, wurde der Grad F der bevorzugten Orientierung
nach dem Lotgering-Verfahren bestimmt. Die Probe B zeigte einen Wert
F von weniger als 10%, und die Probe A zeigte demgegenüber einen
Wert F von 90%.
-
Dann
wurden die Proben A und B jeweils zu Rechtecksäulen von 1 mm Länge, 1 mm
Breite und 3 mm Höhe
geschnitten. Bei diesen Vorgang wurde die Rechtecksäule in der
Weise zugeschnitten, daß eine
Höhenrichtung
der Rechtecksäule
parallel zu den beiden Hauptebenen der Proben A und B verlief. Eine
Silberpaste wurde auf die beiden Hauptebenen (1 mm × 1 mm-Ebenen)
der Rechtecksäulen
aufgebracht und gebrannt, um Silberelektroden zu bilden. Dann wurde
die Rechtecksäule
durch Anlegen einer Gleichspannung von 10 kV/mm in Höhenrichtung
für eine
Dauer von 30 Minuten in einem 200°C
warmen Isolieröl
einer Polarisationsbehandlung unterworfen. Damit ergaben sich Proben
C und D von piezoelektrischer Keramik. Die Probe C entstand aus
einer aus der Probe A geschnittenen Rechtecksäule, und die Probe D entstand
aus einer aus der Probe B geschnittenen Rechtecksäule. Die
elektromechanischen Koeffizienten k33 dieser
Proben C und D wurden bestimmt. Probe C hatte ein k33 von
32,2% und Probe D ein k33 von 14,6%.
-
Die
oben beschriebenen Schritte wurden wiederholt an Mischungen von
PbBi
4Ti
4O
15 + 0,5 Gew.% MnO
2 und
von Na
0 ,5Bi
4,5Ti
4O
15 +
0,5 Gew.% MnO
2. Die Ergebnisse sind in Tabelle
1 den Ergebnissen bei der Mischung CaBi
4Ti
4O
15 + 0,5 Gew.%
MnO
2 gegenübergestellt. Tabelle 1
| Zusammensetzung | Grad
der bevorzugten Orientierung
F (%) | Elektromechanischer
Koeffizient
k33 (%) |
| CaBi4Ti4O15 + 0,5 Gew.%
MnO2 | übl. Verf.
erf.
Verf. | < 10
95 | 14,6
32,2 |
| PbBi4Ti4O15 + 0,5 Gew.%
MnO2 | übl. Verf.
erf.
Verf. | < 10
90 | 17,6
31,1 |
| Na0,5Bi4,5Ti4O15 +
0,5 Gew.% MnO2 | übl. Verf.
erf.
Verf. | < 10
97 | 20,1
35,1 |
-
Tabelle
1 läßt erkennen,
daß das
erfindungsgemäße Herstellungsverfahren
kornorientierte Keramik zu produzieren erlaubt und den elektromechanischen
Koeffizienten von piezoelektrischer Keramik verbessern kann, die
vor allem eine Verbindung mit geschichteter Perowskit-Kristallstruktur
enthält,
und piezoelektrische Keramik zu produzieren erlaubt, die als Material
für beispielsweise
piezoelektrische Keramikfilter, piezoelektrische Keramikresonatoren
und andere piezoelektrische Bauteile verwendbar ist.
-
In
den oben genannten Beispielen wurde für das Erhitzen der Proben ein
Elektroofen verwendet, aber die Erhitzungstechnik ist im Rahmen
der Erfindung ohne besondere Bedeutung, und Hochfrequenzöfen, Infrarotkonvergenzöfen, Laserlicht
und andere Erhitzungseinrichtungen können nach Bedarf anstelle von
Elektroöfen
eingesetzt werden.
-
Die
Kühl- und
Verfestigungstechnik ist, wie in den Beispielen angegeben, nicht
beschränkt
auf ein Verfahren des Kühlens
und Verfestigens in einem Elektroofen, und je nach Bedarf können andere
Verfahren eingesetzt werden.
-
In
den Beispielen wurden Keramikmischungen auf eine etwas über dem
Schmelzpunkt der Keramikmischung liegende Temperatur erhitzt, aber
die Temperatur kann nach Bedarf geändert werden, solange die Temperatur über dem
Schmelzpunkt liegt.
-
Als
Verbindungen mit geschichteter Perowskit-Kristallstruktur wurden
in den Beispielen Mischungen angegeben, bei denen Mn einer Hauptkomponente,
CaBi4Ti4O15, PbBi4Ti4O15 oder Na0,5Bi4,5Ti4O15, zugesetzt wurde.
Das erfindungsgemäße Verfahren
zur Herstellung von piezoelektrischer Keramik nutzt jedoch die Kristallanisotropie
einer Verbindung mit geschichteter Perowskit-Kristallstruktur, und
die durch das Verfahren gegebenen Vorteile beschränken sich
nicht auf die erwähnten
Verbindungen. Die Erfindung ist auch bei anderen Verbindungen mit
geschichteter Perowskit-Kristallstruktur anwendbar, wobei die Mischungen
hauptsächlich diese
Verbindungen und zusätzlich
Si oder W enthalten, oder Mischungen, bei denen ein Teil dieser
Komponenten durch eine andere Komponente ersetzt worden ist. Zu
solchen Verbindungen mit geschichteter Perowskit-Kristallstruktur gehören, ohne auf diese beschränkt zu sein,
Bi2WO6, CaBi2Nb2O9,
SrBi2Nb2O9, BaBi2Nb2O9, PbBi2Nb2O9,
CaBi2Ta2O9, SrBi2Ta2O9, BaBi2Ta2O9,
PbBi2Ta2O9, Bi3TiNbO9, Bi3TiTaO9, Bi4Ti3O12, SrBi3Ti2NbO12, BaBi3Ti2NbO12,
PbBi3Ti2NbO12, CaBi4Ti4O15, SrBi4Ti4O15,
BaBi4Ti4O15, PbBi4Ti4O15, Na0,5Bi4,5Ti4O15,
K0,5Bi4,5Ti4O15, Ca2Bi4Ti5O18,
Sr2Bi4Ti5O18, Ba2Bi4Ti5O18,
Pb2Bi4Ti5O18, Bi6Ti3WO18, Bi7Ti4NbO21 und
Bi10Ti3W3O30.
-
Wie
oben angegeben, läßt sich
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
kornorientierte Keramik aus Keramikmischungen herstellen, die hauptsächlich eine
Verbindung mit geschichteter Perowskit-Kristallstruktur enthält und die
die elektromechanischen Koeffizienten der piezoelektrischen Keramik
verbessert, welche hauptsächlich
eine Verbindung mit geschichteter Perowskit-Kristallstruktur enthält. Danach
läßt sich
piezoelektrische Keramik herstellen, die verwendbar ist als Material
für beispielsweise
piezoelektrische Keramikfilter, piezoelektrische Keramikresonatoren
und sonstige Bauteile aus piezoelektrischer Keramik.