DE100137C - - Google Patents

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DE100137C
DE100137C DENDAT100137D DE100137DA DE100137C DE 100137 C DE100137 C DE 100137C DE NDAT100137 D DENDAT100137 D DE NDAT100137D DE 100137D A DE100137D A DE 100137DA DE 100137 C DE100137 C DE 100137C
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blue
disulfonic acid
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acid
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/50Amino-hydroxy-anthraquinones; Ethers and esters thereof
    • C09B1/52Amino-hydroxy-anthraquinones; Ethers and esters thereof sulfonated

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
FARBENFABRIKEN vorm. FRIEDR. BAYER & CO. in ELBERFELD.
disulfosäure.
Zweiter Zusatz zum Patente Ju 96364 vom 18. Februar 1897.*)
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. August 1897 ab. Längste Dauer: 17. Februar 1912.
Es hat sich gezeigt, dafs bei der im Haupt-Patente Nr. 96364 und in dem Zusatz-Patente Nr. 100136 beschriebenen Reduction von p-Dinitroanthrarufin- und p-Dinitrochrysazindisulfosäure zu den zugehörigen Diamidoverbindungen intermediäre Reductionsproducte auftreten, von denen zunächst die bei Anwendung einer nur 8 Atomen Wasserstoff entsprechenden Menge Reductionsmittel leicht erhältlichen Hydroxylaminverbindungen von der Formel
.NHOH.— CO
C6H^OH
x SO3H -CO
C1, H-.
,NHOH -OH
* SO3 H
technisches Interesse besitzen. Dieselben stellen Farbstoffe dar, welche sowohl ungeheizte Wolle in saurem Bade als auch chromirte Wolle in blauen bezw. in blaugrünen Nuancen anfärben.
Als Hydroxylaminverbindungen geben sich diese durch grofses Krystallisationsvermögen "ausgezeichneten Producte dadurch zu erkennen, dafs sie einerseits durch weitere Reduction glatt in die Diamidoverbindungen, andererseits durch Oxydation wieder in die ursprünglichen Dinitroverbindungen übergeführt werden können.
Beispiel:
5 kg p-dinitroanthrarufindisulfosaures Natrium werden in 250 1 Wasser gelöst. Zu dieser Lösung giefst man langsam und unter Umrühren eine Lösung von 8 kg Zinnchlorür in 30 1 Wasser und 30 1 cone. Salzsäure.
Die sich sofort blaufärbende Mischung wird auf 50 bis 6o° erwärmt und mit cone. Chlorammoniumlösung versetzt. Schon sofort oder beim Erkalten scheidet sich das Ammoniumsalz der p-Dihydroxylaminanthrarufindisulfosäure in kleinen Krystallnadeln ab.
Die charakteristischen Eigenschaften der neuen Verbindung im Vergleich zu denjenigen der p-Diamidoanthrarufindisulfosäure sind aus folgender Tabelle ersichtlich.
Erster Zusatz: Patent Nr. 100136.
A.
ρ - Dihydroxylaminanthrarufin-
disulfosäure
B.
p-Diamidoanthrarufin-
disulfosäure
Lösung in Wasser blau mit röthlichem Stich reinblau
Auf Zusatz von Ammoniak,
Soda oder Natronlauge schlägt
die Farbe um in
blaugrün.
Ein geringer Ueberschufs an
Natronlauge bewirkt die Ab
scheidung des neutralen Na-
Salzes in Form von haar
feinen Krystallnadeln.
grünstichigblau.
Ueberschüssige Natronlauge
bewirkt keine Fällung.
Lösung in cone. Schwefel
säure
gelb.
Die Farbe wird durch Zu
satz einer kleinen Menge
Braunstein nicht verändert.
gelb,
wird durch Zusatz von Braun
stein grünblau.
Spectrum der alkoholischen
Lösung (i Tropfen der wässe
rigen Lösung in Alkohol ge
gossen)
ι Streifen im Orange
ι Streifen im Grün
ι Streifen im Roth
ι Streifen im Gelb
(total verschieden von A).
Färbung auf ungeheizter Wolle röthlichblau reinblau
Färbung auf chromirter Wolle blaugrün grünblau,
nicht so grünstichig als A.
Wie schon angedeutet, geht die Hydroxylaminverbindung bei weiterer Reduction in die p-Diamidoanthrarufindisulfosäure des Haupt-Patentes über. Durch Oxydation hingegen (z. B. mit Salpetersäure in Eisessig) erhält man die p-Dinitroanthrarufindisulfosäure mit allen ihren charakteristischen Eigenschaften.
In gleicher Weise kann die ρ - Dinitrochrys-
azindisulfosäure in die zugehörige Hydroxylaminverbindung übergeführt werden. Letztere zeigt ein ganz analoges Verhalten wie das entsprechende Anthrarufmderivat.
Die charakteristischen Eigenschaften des Chrysazinderivates gehen aus folgender Tabelle hervor.
A.
ρ - Dihydroxylaminchrysazin-
disulfosäure
B.
ρ - Diamidochrysazin-
disulfosäure
Lösung in Wasser violett reinblau
Auf Zusatz von Natron schlägt
die Farbe um in
grün grünlichblau
Lösung in cone. Schwefel-,
säure
gelb gelb
Spectrum der alkoholischen
Lösung (i Tropfen der wässe
rigen Lösung in Alkohol ge
gossen)
ι Streifen im Orange
ι Streifen im Gelbgrün
ι Streifen im Roth
ι Streifen im Gelb
(total verschieden von A).
Färbung auf ungeheizter Wolle blau blau
Färbung auf chromirter Wolle blaugrün grünblau, bedeutend
weniger grünsticfiig wie A.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    Abänderung des Verfahrens des Haupt-Patentes Nr. 96364, darin bestehend, dafs man anstatt wie in dem Haupt-Patent die ρ - Dinitroanthrarufindisulfosäure bezw. die p-Dinitrochrysazindisulfosäure zu den entsprechenden Diamidoverbindungen zu reduciren, hier die genannten Dinitroverbindungen mit der erforderlichen Menge eines Reductionsmittels nur partiell bis zu den entsprechenden Dihydroxylaminverbindungen reducirt.
  2. 2. Abänderung des Verfahrens des Haupt-Patentes Nr. 96364, darin bestehend, dafs man anstatt wie in dem Haupt-Patent die ρ - Dinitroanthrarufindisulfosäure bezw. die p-Dinitrochrysazindisulfosäure durch Reduction in die Diamidoverbindungen überzuführen, hier die nach Anspruch 1 erhältlichen Dihydroxylaminverbindungen zu den nach dem Haupt-Patent erhältlichen Diamidoverbindungen reducirt.
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