Stampf-, Sehleif- und Poliermaschine. Die Erfindung betrifft eine Stampf-, Schleif und Poliermaschine, die je nach Bedarf durch Kupplung einer den Stampfer betätigenden Übertragungswelle mit der Antriebswelle als Stampfmaschine und durchEntkupplungbeider Wellen und direkten Antrieb von Schleif- oder Polierscheiben durch die Antriebswelle als Schleif- oder Poliermaschine benutzt werden kann.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. Es zeigen Fig. 1 den Gesamtaufriss der Maschine, Fig. 2 den Kopf der Maschine im Längs schnitt, Fig. 3 eine Seitenansicht der Fig. 2, Fig. 4 einen Detailgrundriss, und Fig. 5 einen Längsschnitt durch ein hinter dem Kopf der Maschine sitzendes Gehäuse. Die Antriebswelle 1 ist in zwei Wand konsolen gelagert. Auf der Welle 1 sitzen eine. feste und eine lose Riemenscheibe 2.
Der Riemen kann durch die Ausrückvor- richtung 3 von der festen Riemenscheibe auf die lose Riemenscheibe und umgekehrt be- wegt werden. Unten auf der Welle 1 sitzt eine stufenförmige Scheibe 4 und auf der Mittelgelenkwelle 5 eine stufenförmige Scheibe 6. Über die beiden Scheiben 4 und 6 läuft ein Riemen. Die Scheibe 6 treibt mittelst eines Riemens die auf der Antriebswelle 7 sitzende Riemenscheibe 28, wodurch die Welle 7 in Umdrehung versetzt wird. Die Welle 7 ist mit Feder und Nut in der Riemenscheibe 28 geführt und kann mittelst des Hebels 8 gehoben und gesenkt werden.
Die Schraubenfeder 9 hält bei Benutzung der Maschine zum Schleifen und Polieren den Hebel 8 und somit auch die Welle 7 mit den an ihrem untern Ende angebrachten Schleif- und Polierscheiben 10 in der Schwebe, so dass man mit Hilfe des Hebels 8 während der Arbeit auf die Werkstücke einen leichteren oder stärkeren Druck ausüben kann. Mittelst des Hakens 11 kann der Hebel 8 in der in Fig. 2 dargestellten Lage gehalten werden. Auf der Welle 7 sitzt ein Schneckenrad 15 und auf der Übertragungswelle 14 ein Schnek- kenrad 16.
Auf der Welle 14 sitzen ferner zwei Nockenscheiben 18, eine Segmentscheibe 13, sowie ein Zahnrad 25, das mit einem Zahnrad 26 auf einer vertikal beweglichen Welle 19 in Eingriff steht.
Auf der Welle 19 sitzen ausser dem Zahnrad 26 noch eine Beschleunigungsscheibe 17 und zwei Paar Schwingbleche 23, die paarweise zwischen sich je eine Rolle 27 aufnehmen. Die Schwing bleche 23 sind mit einer die den Scheiben 13 und 17 gegenüberliegenden Führungsscheiben \?4 miteinander verbindenden Traverse 30 gelenkig verbunden. Mittelst eines Stellringes 20, welcher bei 21 (Fig. 2) oder bei 22 (Fig. 5) an der Welle 7 festgestellt werden kann, kann der Hub der Welle 7 veränderbar begrenzt werden.
Soll die Maschine als Stampfmaschine verwendet werden, wie dies in Fig. 2 dar gestellt ist, so werden die Schneckenräder 15 und 16 durch Anheben der Welle 7 mittelst des Hebels 8 bis zum Anschlag des bei 21 festgestellten Ringes 20 am (-ehäuse und Feststellen des Hebels 8 durch den Haken 11 miteinander in Eingriff gebracht und erhalten und dadurch die Welle 14 mit den darauf sitzenden Nockenscheiben 18 und der Segment scheibe 13 in Umdrehung versetzt. Gleich zeitig wird durch die Zähnräder 25 und 26 die Welle 19 in Umdrehung versetzt.
Der Stampfer 12 wird durch die Segmentscheibe 13, die ihn gegen die dahinterliegenden Führungs rollen 24 drückt gehoben. Sobald der Segment ausschnitt der Scheibe 13 vertikal steht, wird der Stampfer zum freien Falle freigegeben. Bei Beginn des freien Falles des Stampfers 12 wird dieser durch die in der Fallrichtung sich schnell drehende Beschleunigungsscheibe 17, die ihn gegen die Führungsrollen 24 drückt, <B>zum</B> beschleunigten Fall gezwungen.
Diese Geschwindigkeitsbeschleunigung wirkt nur während eines Augenblickes und wird bedingt durch die auf der Welle 14 sitzenden Nocken räder 18, die Schwingbleche 23, die Welle 19 und die Beschleunigungsscheibe 17, so dass der freie Fall des Stampfers 12 durch mechanischen Antrieb verstärkt wird.
Zur Verwendung der Maschine als Schleif und Poliermaschine wie dies in Fig. 5 dar gestellt ist, werden die Schneckenräder 15, 16 durch Senkung der Welle 7 ausser Eingriff gebracht, und der Hub der Welle 7 durch den bei 22 festgelegten Stellring begrenzt. Der Hebel 3 wird mit dem Hallen 11 ausser Eingriff gebracht, und es werden am Ende der Welle 7 die Schleif- oder Polierscheiben 10 befestigt.
Durch die an den Hebel 8 gehängte Feder 9 werden die Schleif- oder Polierschei ben 10 in der Schwebe gehalten, so dass, wie bereits erwähnt, mit Hilfe des Hebels 8 wäh rend der Arbeit auf das Werkstück ein leichterer oder stärkerer Druck ausgeübt werden kann.