CH98030A - Vielfachsteuerung für elektrische Bahnen mit motorisch bewegten Hauptschaltwalzen. - Google Patents
Vielfachsteuerung für elektrische Bahnen mit motorisch bewegten Hauptschaltwalzen.Info
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- B60L—PROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
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Description
Tielfachsteuerung für elektrische Bahnen finit motorisch bewegten Hauptschaltwalzen. Im Hauptpatent ist eine Vielfachsteue- rung für elektrische Bahnen beschrieben, bei der die Hauptschaltwalzen jedes Einzelfahr zeuges motorisch um ebensoviele Stufen be wegt werden, wie die von Hand bediente Steuerwalze des Zuges;
die letztere enthält zwei voneinander isolierte Kontaktflächen, die mit entgegengesetzten Netzpolen ver- bunden sind. Ferner ist mit jeder motorisch angetriebenen Hauptschaltwalze eine mit Rückmeldevorrichtung bezeichnete Bilfssteuer- vorrichtung gekuppelt, durch welche der Steuermotor nach Ausführung der gewünsch ten Bewegung jeweils wieder stillgesetzt wird und die ebenfalls zwei mit entgegengesetzten Netzpolen verbundene Kontaktflächen besitzt.
Bei dieser im Hauptpatent beschriebenen Steuerung kann jede Schaltstufe vom Führer stand aus eingestellt und eine Überschreitung der zulässigen Stromstärke, zum Beispiel beim Anfahren, nicht verhindert. werden, (es sei denn, dass der Hochstromsehalter in Tä tigkeit tritt und die Fahrmotoren abschaltet, was beim Anfahren besonders unerwünscht ist).
INTach der vorliegenden Zusatzerfindung wird die Anfahrt des Zuges in Abhängigkeit von der Fahrmotorenstromstärke selbsttätig bewerkstelligt, indem auf die Welle der Hauptschaltwalze eine elektromagnetisch be tätigte Sperrvorrichtung wirkt deren Magnet erregung vom Fahrmotorenstrom beeinflusst wird.
Durch diese Sperrvorrichtung werden die Hauptschaltwalze und der Steuermotor stillgesetzt, sobald der Fahrmotorenstrom den eingestellten Höchstwert erreicht hat, und wieder freigegeben bezw, eingeschaltet, wenn nachher der Fahrmotorenstrom unter eine gewisse, ebenfalls eingestellte Mindestgrenze sinkt. Dabei ist die bei der nicht selbsttä tigen Steuerung nach dem Hauptpatent mit dem Steuermotor gekuppelte besondere Sperr vorrichtung ersetzt durch die genannte,- vom Fahrmotorenstrum beeinflusste Sperrvorrich tung.
Diese Einrichtung weist unter anderem den Vorteil auf, dass die Zahl der Steuer leitungen erheblich vermindert werden kann, da nicht wie bisher für jede Schaltstufe des Hauptschalters eine Steuerleitung vorhanden sein muss. Erfindungsgemäss wird die 3vIagneterre- gung der genannten Sperrvorrichtung ausser vom Fahrmotorenstrom zusätzlich vom Strom des Steuermotors dann beeinflusst, wenn er im Anlaufsinn der Fahrmotoren einge schaltet ist.
In der Zeichnung ist ein Aus führungsbeispiel für die Erfindung schema tisch dargestellt, bei dem solche Teile, die den Erfindungsgegenstand nicht betreffen, wie zum Beispiel die Fahrtwendewalze nebst den zugehörigen Steuerleitungen, weggelas sen sind.
Die Steuerwalze i enthält sechs Stellungen, und zwar ausser der Ausschalt stellung A, in der die Steuerwalzen der mitlaufenden Wagen-stehen, und der Null stellung 0 zwei Hauptstellungen S und P für selbsttätiges Anlassen, 8 für Serien schaltung, P für die Parallelschaltung der Fahrmotoren, und ferner zwei Zwischenstel lungen HB und HP, die bei Serieselialtung (HJ bezw. Parallelschaltung (I-Ip) dem Füh rer dazu dienen, in den Anlassvorgang hem mend einzugreifen. Abgesehen von der ver einfachten Bauart der Steuerwalze i.
und von der verschiedenen Bedeutung der von ihr ab gehenden Leitungen 1 und 2, ist dieselbe genau so eingerichtet wie beim Hauptpatent, nämlich mit den beiden Belügen m und u versehen, die mit den versehiedenpoligen Leitungen + und - verbunden werden.
Der Steuermotor a mit seinen beiden Erreger wicklungen<I>p</I> und<I>q</I> ist gegenüber dem Bei spiel des Hauptpatentes unverändert geblie ben, desgleichen das Vorgelege b, die Rutsch kupplung c, die Welle e der Hauptschalt- walze, die hier unmittelbar mit dein Motor a gekuppelt ist, ferner die Klinke<I>t,</I> an der der Steuermotorsehalter s sitzt und die vom Magneten r bewegt wird,
sowie die zwei- spuligen Relais g und la und schliesslich die Leitungskupplungen f. Etwas anders aus gebildet ist das Klinkenrad -ir, das hier auliei# derNullstellung 0 den Schaltstellungen I-NII der Hauptwalze entsprechend zwölf Ein schnitte aufweist. Die Rückmeldevorrichtung Z hat runde Form erhalten und ist gegenüber dem Hauptpatent wesentlich vereinfacht.
Während die beiden mit den verschiedenen Polen verbundenen Gleitschienen x und und die darauf gleitenden Wanderbürsten .t und v geblieben sind, sind die mit den Lei tungen 1 und \.', verbundenen Kontaktbabnen erheblich verlängert.
In den Stromkreis des Klinkenmagnetes 7, ist der Schaltkontakt 20 des Stromgrenz- relais 17 eingeschaltet. Dieses besitzt die vom Fahrinotorenstroni durchflossene Erreger spule 21 und die beim Anlassen im gleichen Sinn vom Strom des Steuermotors a durch flossene Erregerspule \32. Die Spule<B>'</B>1 ist die Haltespule, die Spule 22 die Anhebespule. Sie wirken gegen die Kraft der Feder 23, die den Kontakt 20 zu schliessen sucht.
Der Kontakt ?0 kann ferner vom Führerstand aus durch Schliessen des Kontaktes B jeder zeit kurzzeitig geschlossen und so die Steue rung der Hauptschaltwalze von Hand jeweils um eine Stufe weitergeschaltet werden. Beim Niederdrücken des Knopfes B wird ,nämlich über die Leitung B die Spule 13 erregt.
So bald der Kontakt 20 geschlossen ist, löst sich aber infolge der Kurvenbahn 24 die Verklinkung 25 zwischen dem Kern des Re lais<B>18</B> und der Spindel des Stromgrenzre- lais 17, so dass letzteres den Kontakt 20 so fort wieder öffnet, da die Spule 22 infolge Weitersclialtens der Hauptwalze wieder er regt wird.
Nunmehr soll die Wirkungsweise der Einrichtung beschrieben werden. Bei der betriebsmässigen Anfahrt bat der Führer nach Einstellung des Fahrtrichtungschalters auf Vorwärtsfahrt die Steuerwalze i von der -Null stellung (O<B>)</B> aus in die Stellung S zu bringen.
Dadurch ist die Steuerleitung 1 mit dein die Leitung '.3 finit dein negativen Pol (-) des Steuerstromkreises verbunden; die Relais g und h schlagen nach links aus, und da der Kontakt 20 geschlossen ist, löst der er regte Sperrmagnet r die Klinke t aus dem Einschnitt 0 des Sperrades rr und schliesst den Schalter s.
Dadurch wird der Strom kreis des Steuermotors a geschlossen und zwar, infolge des Linksausschlages des Relais über die Feldwicklung q, und der Motor beginnt zu laufen. Dabei wird die Spule 22 des Stromgrenzrelais 17 erregt und zieht den Relaiskerb an.
Kurz darauf erhalten die Fahrmotoren Strom, wodurch auch die Spule 21 erregt wird, welche Erregung genügt, den Relaiskontakt 20 auch bei stromloser Spule 22 geöffnet zu halten, sobald der Fahrmoto- renstrom eine mittelst der Relaisfeder 23 einstellbare Mindestgrösse überschritten hat.
Die Wicklung r des Sperrmagnetes ist so mit stromlos geworden, so dass die Klinke t in den Einschnitt I der Scheibe av einfällt, sobald dieser unter die Klinke gelangt ist, wobei sich der Schalter s öffnet. Die Steue rung steht nun still, bis der Fahrmotoren strom so w(,it gesunken ist, dass Spule 21 ihren Anker loslässt und unter der Wirkung der Feder 23 der Kontakt 20 geschlossen wird.
Nunmehr zieht der Sperrmagnet i -wieder die Klinke t an, schliesst mit dem Schalter s den Steuermotorstromkreis, der Motor a beginnt zu laufen; beim Einschalten der nächsten Hauptstufe steigt der Fahrmo- torenstrom, so dass das Relais 17 wieder den Kontakt 20 geöffnet hält; die Klinke t wird losgelassen und fällt, sobald der Einschnitt 1I den entsprechenden Weg zurückgelegt hat, in diesen ein. Dieses Spiel wiederholt sieh so oft, bis der Wanderkontakt v der Rück meldevorrichtung den Belag 1 verlassen hat;
die Klinke t bleibt darin im Einschnitt VI des Randes iv stehen.
Will der Führer von der Serie- in die ParalleIschaltung der Fahrmotoren übergehen, so stellt er die Steuerwalze i in die Stellung P, wodurch der Steuermotor a Lind der Klin kenmagnet rwieder eingescbaltet werden und die Vorrichtung wieder selbsttätig so lange arbeitet, bis die Anlassstufen VII-XII für die parallelgeschalteten Fahrmotoren durch laufen und die Fabrmotoren in Stufe - XII unmittelbar ans Netz gelegt sind.
Für das Ausschalten der Fahrmotoren wird die Steuer walze i in die Nullstellung zurückgeführt, die ja in der Zeichnung dargestellt ist; da durch werden die rechtsliegenden Spulen der Relais g und h erregt, so dass der Steuermotor a. in umgekehrter Richtung umläuft. Die Spule 22 bleibt dabei stromlos, der Kontakt 20 daher immer geschlossen, so dass die Sperrscheibe w ungehemmt und kontinuier lich zurücklaufen kann.
Hat der Führer beim Anlassen die Kur bel in die Stellung S und P gerückt, so kann er zu jeder Zeit die Beschleunigung des Zuges beliebig verlangsamen oder zeitweilig aufhalten, indem er die Kurbel in die den Stellungen S oder P unmittelbar vorangehen den Übergangsstellungen H6 oder HP bringt. Dadurch werden die Relais g und h strom los; das Relais h geht in seine Mittelstel lung und unterbricht den- Stromkreis der Sperrspule r, die die Klinke t loslässt und den Steuermotorschalter s öffnet.
Anderseits kann der Fübrer auch die Steuerung des Zuges stufenweise vorwärts bringen, obwohl das Strombegrenzungsrelais die Weiterbewegung des Antriebsapparates ge sperrt hat, beispielsweise dann, wenn derFahr- rnotorenstrom nicht soweit sinkt, dass die Spule 21 den Relaisanker loslässt. Dann hat es der Führer in der Hand, durch Druck auf den Kontaktknopf B das Stufenschaltrelais 18 zrr erregen und mit diesem den Anker des Relais 17 entgegen der Wirkung der Spule 21 loszureissen.
Sobald der Kontakt 20 geschlossen ist, löst sich jedoch die Ver- klinkung 25, und Kontakt 20 öffnet sich wie der, da die Spule 22 wieder erregt wird. In zwischen ist aber der Steuermotor a zum An laufen gekommen und hat die Hauptwalze eine Stufe weitergeschaltet. Ist jedoch beim Niederdrücken des Knopfes B der in der Hauptwicklung 21 des ,Stromgrenzrelais 17 fliessende Strom, schon zu gross, so vermag das Relais IS den Kontakt nicht zu schliessen, so dass in diesem Falle die Steuerung nicht weiterschaltet.
Man kann das Relais 18 auch so einrich ten, dass es von dem Stromgrenzrelais 17 ge trennt ist und seine eigenen Kontakte besitzt, die zu den Kontakten 20 parallel geschaltet sein können. Auch kann die Verlzlinkung 25, - statt wie hier gezeichnet, auf mechani schem Wege mit Kurvenbahn 24, 'elektro magnetisch betätigt werden. Weitere Varianten sind denkbar, insbe sondere können auch andere Schaltstellungen an der Steuerwalze hinzugefügt werden, es soll jedoch von der .Beschreibung derselben hier abgesehen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: V ielfachsteuerung für elektrische Bahnen finit motorisch bewegten Hauptschaltrvalzen und mit zur selbsttätigen und rechtzeitigen Ausschaltung der Steuermotoren dienenden Riiclg:meldevorrichtungen, wobei die Steuer walzen mit einer Anzahl fester Kontakte aus- gerüstet sind, die mit der gleichen Anzahl, durch den Zug gehender Leitungen und in jedem Triebwagen mit der gleichen Anzahl Kontakte der vom Steuermotor mitbewegten Rückmeldevorriehtung elektrisch verbunden sind, jede der Steuerwalzen als auch jede der Rückmeldevorriclitungen zwei voneinander isolierte, im Betrieb mit entgegengesetzten Netzpolen zu verbindende Kontaktflächen auf weist und der Steuermotor eines jeden Trieb wagens durch Relais gesteuert wird,die ihre Kerne bei verschiedenpoliger Erregung nach verschiedenen Seiten anziehen, wobei ferner die in Betrieb befindliche Steuerwalze die durchgehenden Leitungen derart unterteilt, dass in jeder Fahrstellung der eitle Teil die ser Leitungen mit dein positiven, der andere mit dem negativen Belag der- Steuerwalze verbunden ist und der Steuermotor so lange läuft, bis die Kontakte der Rüc:kmeldevor- richtung auf der Grenzstellung voll positiv und negativangelangt sind, dadurch gekenn zeichnet, dass auf die Welle der Hauptschalt- w alzeeine elektromagnetische Sperrvorrichtung wirkt, deren Hagneterregung vom Fahrinoto- renstrom beeinflusst wird, um die Anfahrt des Zuges selbsttätig von der Fahrmotoren- stroinstärkeabhängig zumachen, so, dass die Hauptschaltwalze und deren Steuermotor stillgelegt wird,sobald derFahrniotorenstroin einen bestimmten Höchstwert überschritten hat und wieder freigegeben bezw. eingeschal tet wird, wenn der Fahrmotorenstrom unter eine Mindestgrenze sinkt, ferner, dass die Mag- vom Fahrmotorenstrom zusätzlich vom Strom des Steuermotors dann beeinflufät wird, wenn letzterer im Anlaufsinn der Fahrmotoren ein geschaltet ist.UNTERANSPRti CHE 1. Vielfachsteuerung nach Patentanspruch, dadurch .gekennzeichnet, dass die 31agnet- spule der Sperrvorrichtung über die Kon takte eines Stromgi,erizi-elais gespeist wird, welches eine vom Fahrmotorenstrom (Hal tespule) und eine vom Steuerinotorenstrom erregte Spule (Anliebespule) besitzt.2. Vielfaehsteuerung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gehenn- zeichnet, dass in den Stromkreis der elek tromagnetischen Sperrvorrichtung die Kon takte eines weiteren Relais (Stufenschalt- relais) eingeschaltet sind, das vom Führer stand aus durch Bedienen eines besonderen Schalters erregt werden kann, wodurch die Sperrwirkung des Stromgrenzrelais aufgehoben wird.3. V ielfachsteuerung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, dass in den Stromkreis der elek tromagnetischen Sperrvorrichtung eilte Kontaktvorrichtung eingeschaltet ist, wel che sowohl vom Stromgrenzrelais (17), als auch von einem weiteren Relais (Stufen schaltrelais 18) betätigt werden kann, das vom Führerstand aus durch Bedienen eitles besonderen Schalters (B) erregt werden kann,wodurüh die Sperrwirkung des Strom- grenzrelais (17) aufgehoben wird. 4. Vielfachsteuerung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Stufen schaltrelais einen Freilauf besitzt, so dass die Kontaktvorrichtung unmittelbar nach ihrer Betätigung in die Ausgangsstellung zurückschnappt, zum Zweck, trotz länge rem Schliessen des Schalters auf dein Führertand die Weiterbewegung der Ilauptschaltwalze jeweils auf eitle Schal terstufe zu beschränken. 5.Vielfachsteuerun g nach Patentanspruch, walze Zwischenstellungen vorgesehen sind, in denen der Stromkreis der elektro magnetischen Sperrvorrichtung an irgend einer Stelle unterbrochen wird, zum Zweck, die Weiterbewegung der Haupt schaltwalze in iedemAuLrenblickW'illkürlich aufhalten und so den Anfahrvörgang 'vee- zögern zu können.
Applications Claiming Priority (2)
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