CH97046A - Verfahren zur Herstellung gärkräftiger, reiner Presshefe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung gärkräftiger, reiner Presshefe.

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CH97046A
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  Verfahren zur Herstellung     gäiliräftiger,    reiner     Fresshefe.     <B>t></B>    In der     Lufthefefabrikation        muss    die durch       Milchsäureggärung    oder durch     Milchsäure-          zusatz        sel-iwach    sauer gemachte Nährlösung,  welche in der Hauptsache eine stark ver  dünnte,     Ammonsalze    enthaltende     Melasse-          lösung    ist, zum, Zwecke der Sterilisation vor  der Hefeaussaat     gekoclit    oder     auf    wenigstens  <B>70' C</B> erhitzt werden.

   Die geerntete Hefe       lässt    sich in der Presse von den anhängenden       'Würzeanteilen    schwer auswaschen, so     dass     solche     Melassehefe    in den Sommermonaten  zum Verderben neigt.  



  Es wurde nun gefunden,     dass    man eine  leicht     auswaschbare        Melassehefe   <B>-</B> herstellen       hann    und     dass    bei der Herstellung das um  ständliche teure Erhitzen vermieden werden  und bei gewöhnlicher Temperatur schon völ  lige Sterilisation und Ausscheidung stören  der Verunreinigung erreicht werden kann,  wenn man statt von einer stark verdünnten       Nelasselösuno-    auszugehen eine durch Was  serzusatz nur mässig verdünnte Melasse ver  wendet und dieser eine so grosse Menge Mi  neralsäure zufügt,

       dass    das Gemisch durch       Stehenlassen    bei gewöhnlicher oder nur<B>ge-</B>         ringfügig    erhöhter Temperatur sterilisiert  wird und     dass    die durch die     darauffolgende     weitere     Verdünnuno#    mit -\Wasser entstehende       N        N        ährlösung,

          die        für        die        erfolgreiche        Durch-          führung    des     Lufthefeverfahrens    günstige  Säurekonzentration aufweist. Nach dem be  kannten Zusatz von     AnsIellhefe    wird das       Lufthefeverfahren,    wie bekannt, durch Ein  leiten von Luft zu Ende geführt. Die     Am-          monsalze    können der     Lösung'vor    oder nach  dem Verdünnen zugesetzt werden.  



  Man kann die für ein gutes     Wacli##tiim     der Hefe erforderliche Phosphorsäure der       Melässelösung    vorteilhaft in der Weise zu  führen,     dass    man die für die     Sierilisation     bestimmte Menge Mineralsäure mit     Pliospha-          ten,    wie Superphosphat oder     Phosphorit,    er  hitzt und nachher das Ganze der nur mässig  verdünnten Melasse zusetzt.  



  Die erhältliche Hefe     lässt    sich im     Ge",en-          satz    zu der nach dem üblichen Verfahren er  hältlichen Hefe in Filterpressen von färben  den     Würzeanteilen    leicht auswaschen und in  die zum Pfunden erforderliche Konsistenz  überführen.

        Die     Trennui)-    der     ueernteten    Hefe von der       #D        zz     Würze geschieht am besten in einer Filter  presse, in welche nur so viel Hefe einge  drückt -wird,     dass    die     Kolisistenz    des     Hefe-          breies    das nachgedrückte Wasser noch gut       durchlässt,    so     dass    es die anhängende Würze       lierauswäscht.    Zu der auf diese Weise voll  kommen     reingewaschenen    Hefe wird nun in  der Presse Hefe nachgedrückt,

   welche bereits  vollkommen     reingewaselien    ist. Aus der  Presse kommt also schliesslich völlig reine  Hefe von der für das Pfunden notwendigen  Konsistenz.  



       -U,-t    auf diese Weise fortdauernd arbeiten  zu können, wird von jeder     Pressoperation    so  ,viel Hefe     zurückbehalieD,    als zum Nach  drücken in der Presse bei der folgenden       Pressoperation    nötig ist.  



  Die für die allererste     Pressoperation    not  wendige     reingewaschene    Hefe wird durch  oftmaliges Dekantieren<B>-</B> von     tinreiner    Hefe       mit        Wasser        gewonnen.        Beispiel:

       Man vermischt<B>300</B> Liter Melasse und       640    Liter Wasser und erhält dadurch     Me-          lasselösung    von<B>30</B> bis 40'     Brix.    Dazu rührt       man    eine     erhaltete    Mischung von 40 Liter  Wasser     und    20 Liter Schwefelsäure von<B>60'</B>       B#        und    erhält so<B>1000</B> Liter einer stark  sauren     Melasielösung.    Ist eine     Phosphor-          säurezufuhr    geboten, so gibt man die     He-          lasse    zu einer.

   erkalteten Mischung, welche  durch Erhitzen von 4.0 Liter Wasser, 20  Liter Schwefelsäure von<B>66'</B> B6 und<B>5 kg</B>  Superphosphat oder<B>2,6 kg</B>     natürlieliein        Phos-          phorit    entstanden     ist,    und     z-war    bei Gegen  wart des ausgeschiedenen Gipses oder nach  Trennung der Lösung von dieser     Ausselici-'          dung.    Nach 12- bis     14stündigem    Stehen bei  <I>a<B>W</B></I>       ,

  _e        öhnlielier    oder mässig gesteigerter Tem-         peratur        ist    vollständige     Sierilisation    einge  treten. Die Masse wird mit<B>10,360</B> bis<B>12,360</B>  Liter     W,        asser    verdünnt, mit<B>6</B> bis<B>10 kg</B>     Am-          monsulfat    versetzt, angewärmt, geläutert,  wie üblich mit     Stellhefe    angesetzt und stark  gelüftet.

   Die gebildete Hefe wird nach<B>Ab-</B>  ziehen der     Ciärflüssigkeit    durch die Filter  presse     #,edrüeli#t,    so     dass    die Presse zu ungefähr       "efüllt    ist und die in der Presse     befind-          liehe    Hefe durch     nacligedrücktes    Wasser  vollkommen ausgewaschen wird. Hierauf  -wird     ausgewasehene    Hefe     naeligedrüekt.    Auf  diese Weise     hann    der Presse schliesslich die  reine Hefe in der für das Pfunden nötigen       ZD          Konsisten7    entnommen werden.

Claims (1)

  1. PATE NTANSPRUCH <B>:</B> Verfahren zur Herstellung<B>-</B> rkräftiger, I 27>ä reiner Presshefe gemäss der Lüftungsmethode unter Verwendung von Melasse und Ammon- salzen als Nährlösung, dadurch aekennzeich- ilet, dass man einer durch Wasserzusatz nur mässi." verdünnten Nelasse so grosse Mengen Mineralsäure zufügt,
    dass das Gemisch dureb. das nachfolgende Stehenlassen bei gewöhn- lielier oder -wenig erhöhter Temperatur steri lisiert-, wird und dass die durch die darauf- folgende weitere. Verdünnung mit Wasser entstehende Nährlösung, die für die erfolg reiche Durchführung des 1--juftliefeverfahrens günsti,ge Säurekonzentration auf-#veist. I UNTERANSPRUCH:
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet. dass zum Sterilisieren der t' Melasse Mineralsäure verwendet -wird, die vorher mit einem Phosphat erhitzt wurde.
CH97046D 1920-04-06 1921-03-12 Verfahren zur Herstellung gärkräftiger, reiner Presshefe. CH97046A (de)

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