CH96409A - Zweitaktmotor mit gegenlaufenden Kolben für Fahrzeuge. - Google Patents
Zweitaktmotor mit gegenlaufenden Kolben für Fahrzeuge.Info
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Description
Zweitaktmotor mit gegenlaufenden Kolben für Fahrzeuge. Zweitaktmotoren mit gegenlaufenden Kol ben haben den Vorteil, dass dieselben eine grosse Veränderung der Umlaufzahl zulassen, ohne dass dabei die Verbrennung wesentlich beeinflusst wird. Die gegenlaufenden Kolben verlangen jedoch ein Umführungsgestänge für den Antrieb der hintern Kolben, wodurch die Herstellungskosten zu hoch werden.
Eine Anordnung, die mit gegenlaufenden Kolben arbeitet und welche das Umführungs- gestänge vermeidet, ist nachstehend beschrie ben, so, wie sie beispielsweise für Lokomotiv antrieb verwendet werden kann.
Diese Anordnung besteht im wesentlichen aus zwei Motoren, deren Arbeitszylinder der art vereinigt sind, dass ein einziger Verbren nungsraum gebildet wird, die Arbeitskolben sich gegenläufig bewegen und ihre Arbeit an zwei Kurbelwellen abgeben, welche durch das bei Lokomotiven ohnedies notwendige Ge stänge für den Antrieb der Treibräder zwangsläufig gekuppelt sind.
Durch eine solche Anordnung wird das Maschinengestell von den Arbeitsdrücken ent lastet, die Massendrücke heben sich auf, und die Verbrennungsvorgänge sind bei Änderung der Umlaufzahl in weiten Grenzen beherrsch bar.
In Fig. 1 und 2 ist eine derartige Anord nung beispielsweise dargestellt.
Fig. 1 zeigt schematisch die Anordnung eines ganzen Motors, während Fig. 2 das Kupplungsgestänge der Treibräder zeigt.
In Fig. 1 ist 1= der Arbeii-szylinder, in welchem sich die stufenförmigen Arbeitskol ben 2 in entgegengesetzter Richtung bewe gen. Es können eine beliebige Anzahl von. Arbeitszylindern angeordnet werden, die An ordnung ist für zwei Arbeitszylinder mit Ar beitskolben dargestellt. Die Arbeitskolben 2 übertragen ihre Arbeit vermittelst der Schub stangen 3 und 3' auf die Kurbelwellen 5 und 5' bezw. auf die Kurbelzapfen 4 und 4'. Unterhalb der Arbeitszylindermitte liegt die Blindachse 6, die als Hohlwelle um die Treib- achse 7 angeordnet werden kann.
Diese Treib- achse muss des guten Massenausgleiches wegen im Mittel zwischen den beiden Kurbelwellen 5 und 5' liegen, vorteilhafterweise unterhalb der Arbeitszylinder. An dieser Hohlachse sind die Kurbelzapfen 9" und 11" angeordnet, welche durch das Gestänge 8, 8' und 10, 10' mit den Kurbelwellen 5 und 5' verbunden sind. Das Gestänge 8 und 8', welches die Zap fen 9" und 9, 9' miteinander verbindet, ist auf der Lokomotive auf der Seite, die vor den Arbeitszylindern liegt, angeordnet, während das Gestänge 10 und 10', welches die Zap fen 11" mit 11' und 11 verbindet, auf der hintern Seite angeordnet ist.
Die Kurbelzap fen 9" und 11", sowie 9 und 11 und 9' und 11' sind je um 90 versetzt, um ein gutes An fahren der Maschine zu erreichen; deren Mas senwirkungen sind durch Gegengewichte aus zugleichen. Eine durch das Zentrum der Hohl welle 6 parallel zur Zylinderaxe gezogene Gerade begrenzt mit einer durch eben dieses Zentrum und die Iiurbelwellenmitte gezoge nen Geraden den Winkel a; um diesen Win kel muss der Triebwerkzapfen, beispielsweise 11 oder 11', zu einem Kurbelwellenzapfen, beispielsweise V oder 4, versetzt sein, damit das Gestänge 10 und 1.0' möglichst günstig beansprucht wird.
In Fig. 2 ist ein Gestänge dargestellt, und zwar in einer Totpunktstellung eines Arbeits kolbenpaares. Die Kurbelzapfen der Kurbel welle 5, an welchen die .Arbeitskolben an greifen, sind nicht eingezeichnet, sondern nur diejenigen Zapfen 9 und 9', welche vermit telst des Gestänges 8 und 8' die Arbeit auf den Kurbelzapfen 9" der-Hohlwelle, die um die Achse 7 angeordnet ist, übertragen.
Auf der hintern Seite geschieht die Übertragung durch das Gestänge 10 und 10', das die Zap fen 11, 11' und 11" untereinander verbindet. Die drei vorgesehenen Treibachsen 7, 7' und 7" sind durch ein Gestänge gekuppelt, und zwar auf der vordern Seite durch das Ge stänge 12 und 12', welches die Zapfen 14, 9" und 14' untereinander verbindet, und auf der hintern Seite durch das Gestänge 13 und 13', welches die Kurbelzapfen 1-5, 11" und den nicht gezeichneten Zapfen der Triebaelise 7" untereinander verbindet.
Es können beliebig viele Triebachsen von einem einzigen Motor angetrieben werden, ebenso kann an Stelle der Holilaclise 6 der Antrieb direkt auf eine Triebachse erfolgen, jedoch ist es notwendig, dass die Zapfen 11" und 9" (Fig. 1) in einer sogenannten Kulisse laufen, die eine Veränderung des Höhen abstandes zwischen Arbeitszylindermitte und Triebachse 7 zulässt, ohne auf das Kurbel getriebe Rückwirkung zu haben.
Die Vorteile einer derartigen Anordnung der Arbeitskolben sind sowohl mechanischer, sowie thermischer Art. Die Vorteile aller gegenlaufenden Kolben sind mit dieser An ordnung erreichbar, wie beispielsweise Steue rung des Auspuffes, sowie des Einlasses durch Schlitze, kleine Oberflächen des Verbren nungsraumes, rasche Expansion etc. Der 3Tas- senausgleich der hin- und hergehenden Mas sen lässt sich mit einem Ilmführungsgestänge nicht so einfach lösen, wie nach vorgeschla gener Anordnung, wo eine einzige Schub stange auf einen Kolben angreift, deren Ge wichte und Längen genau gleich sind.
In mechanischer Hinsicht sind die Vorteile eben falls namhafter Art. Da sämtliche Kolben, Schubstangen, Zapfen und dergleichen genau gleich gebaut werden können, so werden in folge Massenherstellung die Erstellungskosten wesentlich geringer als bei gegenlaufenden Kolben mit Umführungsgestänge. Da, keine Kräfte durch das Maschinengestell wandern, so wird dasselbe ausserordentlich leicht und billig.
Claims (1)
- PATENTAINTSPRÜCH: Zweitaktmotor mit gegenlaufenden Kolben für Fahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass in einem oder mehreren Arbeitszylindern zwei, oder mehrmals zwei, genau gleiche Kol ben in entgegengesetzter Richtung sich be wegen und ihre Arbeit durch je eine Schub stange auf zwei verschiedene Kurbelwellen abgeben, welche durch ein Gestänge mit einer gemeinsamen Triebachse gekuppelt sind, so dass ein vollständiger Massenausgleich der gegenlaufenden Arbeitskolben erreicht ist, und dass die Kolbenkräfte nicht durch das Maschinengestell, sondern direkt durch das Gestänge auf die Triebräder wirken. UNTERANSPRüCHE: 1.Zweitaktmotor mit gegenlaufenden Kol ben für Fahrzeuge nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Trieb achse, die die beiden Kurbelwellen kup pelt, unterhalb des Arbeitszylinders zwi schen den beiden Kurbelwellen angeordnet ist. 2. Zweitaktmotor nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Kupplung zwischen den Kurbelwellen und der Trieb achse derart angeordnet ist, dass die Tot punktlage einer Kupplungsstange mit einer Totpunktlage einer Schubstange eines Arbeitszylinders zusammenfällt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH96409T | 1921-04-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH96409A true CH96409A (de) | 1922-10-02 |
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ID=4354102
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH96409D CH96409A (de) | 1921-04-11 | 1921-04-11 | Zweitaktmotor mit gegenlaufenden Kolben für Fahrzeuge. |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH96409A (de) |
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1921
- 1921-04-11 CH CH96409D patent/CH96409A/de unknown
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