Registriervorrichtung an Stichmaschinen. Erfindungsgegenstand ist eine Registrier vorrichtung an Stickmaschinen, welche eine Markierunterlage aufweist und wenigstens ein Markierorgan zur Erzeugung von Mar kierungen auf der Markierunterlage, wobei Mittel vorgesehen sind zur Bewegung eines der erwähnten zwei Teile (Markierunterlage, Markierorgan) relativ zum andern von der Stickmaschine aus, proportional zu einem beim Arbeiten der Maschine sich ergebenden Werte,
wie. zum Beispiel Stichzahl oder Fa- ci enverbrauch.
Zweckmässigerweise werden Vorkehrun gen getroffen, damit auf der Markierunter- lage gleichzeitig zwei oder mehr beim Arbei ten der Stickmaschine sich. ergebende Werte festgelegt werden.
Dabei kann dafür gesorgt sein, dass sich aus dem von genanntem Mar- kiero.rgan auf der Markierunterlage erzeug ten Markierungen zugleich ein zweiter Wert ermitteln lässt, öder aber es kann ein zweites Markierorgan vorgesehen sein zur Markie rung eines eigenen, beim Arbeiten der Stick maschine sich ergebenden Wertes auf der er wähnten Markierunterlage;
auch können diese zwei Ausführungsmöglichkeiten kombiniert werden. Die Vorrichtung kann den verschie densten Bedürfnissen angepasst werden, so zum Beispiel um ausser,der gleichzeitigen Re gistrierung der Stichzahl und des Fadenver brauches auch die Bohr- und Stüpfelarbeiten markieren zu können. Durch die Registrie rung von bei Herstellung von Maschinen stickereien sich ergebenden. Werten wird be zweckt, .den zur Herstellung einer Stickerei gemachten Aufwand zum Beispiel an. Arbeit oder Arbeitsmaterial oder an Arbeit und Arbeitsmaterial dauernd festzulegen.
Auf der beiliegenden Zeichnung sind eine Anzahl Ausführungsbeispiele des Erfin dungsgegenstandes veranschaulicht, und zwar zeigt: Fig. 1 im Aufriss einen Teil einer Heil- mannschen Stickmaschine, welche mit vor liegender Vorrichtung gemäss einer ersten Ausführung derselben ausgerüstet ist, Fig. 2 einen Grundriss zu Fig. 1, Fig. 3 die erste Ausführungsform im Grundriss, Fig. 4 einen Aufriss derselben, Fig. 5 einen ,S@aüenriss zu Fig. 4,
Fig. 6 eine Einzelheit in grösserem Mass stab, Fig. 7 die Markierunterlage dieser. Aus führungsform, Fig. 8 eine Variante einer Einzelheit, Fig. 9 eine zweite Ausführungsform im Auf riss, Fig. 10 einen Seitenriss dazu, Fig. 11 eine dritte Ausführungsform im Aufriss, Fig. 12 einen Seitenriss dazu, Fig. 13 eine vierte Ausführungsform im Aufriss,
an einer Reilmannschen Stickma schine angebracht, Fig. 14 einen Grundriss dazu, Fig. 15 eine fünfte Ausführungsform im Grundriss, Fig. 16 einen Vertikalschnitt dazu, Fig. 17 eine sechste Ausführungsforrn im Aufriss, Fig. 18 einen Grundriss hievon, Fig. 19 eine Rückansicht dazu, Fig. 20, 21, 22 eine Einzelheit in ver schiedenen Darstellungen, Fig.- 23 eine siebente Ausführungsform in Vorderansicht, Fig. 24 eine Rückansicht davon,
Fig. 25 eine Seitenansicht dazu, Fig. 26 eine =achte Ausführungsform, Fig. 27, 28, 29 je eine Markierunterlage, Fig. 30 eine neunte Ausführungsform, im Aufriss, Fig. 31 einen Seitenriss dazu, und Fig. 32 einen Schnitt nach A-B der Fig. 31.
Die gezeichneten ersten acht Ausführungs beispiele der Registriervorrichtung sind für Heilmannsche Stickmaschinen bestimmt, wäh rend die Bauart des neunten Ausführungs beispiels (Fig. 30 bis 32) für Schifflistick- maschinen getroffen ist.
In Fig. 1 bedeutet a den vordern Wagen einer Hei.ima.nnschen Stickmaschine, der in bekannter Weise die Exzenterwelle b trägt zur Betätigung der Klupper e für den Nadel wechsel. Die Welle b erhält ihre Drehbewe gung in bekannter Weise durch die Hubstange d des am Wagen angebrachten Teils der Ab tretungsvorrichtung. e ist das Stickmaschinen gestell. Auf dem Wagen a ist nun ein Ge liäuse 1 der Registriervorrichtung gemäss dem ersten Beispiel (Fig. 1 bis 6) befestigt.
Im Gehäuse 1 sind drei Walzen 2, 3, 4 an geordnet (Fig. 5). Ist die Vorrichtung im Betrieb, dann wickelt sich von der Walze 2 ein Papierband 5 ab, das die Markierunter- lage darstellt, über die Walze 3 geleitet ist und auf der Walze 4 aufgewickelt wird.
6 ist eine Druckwalze, welche von der Farb walze 7 gespeist wird und das Markierband 5 nach Massgabe seiner Abwicklung mit einer geeigneten Einteilung bedruckt, die ein ra- s 'hes Ablesen der erfolgten Markierung ge- c 21 stattet (Fig. 7). Die Druckwalze 6 wird durch zwei an den Aelisenenden angreifende Federn 8 elastisch an die Walze 4 angedrückt. Die Farbwalze 7 ruht mit ihrem Gewicht auf der Druckwalze 6 auf.
Assen ist am Gehäuse 1 ein Schaltrad 9 angeordnet, das mittelst des Hebels 10 betätigt werden kann, der am Ge häuse 1 schwingbar gelagert ist und eine Schaltklinke 11 trägt. Die Schaltung des Rades 9 wird durch Abwärtsbewegen .des Schalthebels 10 (Pfeilrichtung Fig. 5) be werkstelligt. Eine Sperrklinke 12 verhindert bei der darauffolgenden Aufwärtsbewegung des Schalthebels 10 ein Nitdrehen des Rades 9. Wie aus den Fig. 1, 2, 5 ersichtlich ist.
steht der Schalthebel 10 mit seinem freien, gegabelten Ende mit der Hubstange d der Abtretung svorrichtung der Stickmaschine in Bewegungsverbindung. Bei jeder Abwärtsbe wegung der Hubstange d, die bei Vollziehung des zweimaligen Nadelwechsels (Übergang der Nadeln vom vordern auf den hintern un:l s **ter wieder von diesem auf den vordern pa Wagen) eine Abwärts- und eine,Aufwärts- beweb ing ausführt, wird das Rad 9 um einen Zahn nachgeschaltet.
Durch Zahnräder 13, 14, 15 (Fig. 5) werden dabei die Walzen 3, 6 mitgedreht, und das Markierband 5 um-eine Einheit seiner längs des einen Randes von der Druckwalze 6 aufgedruckten Skala nach geschaltet (Fig. 7).
Die sichere Mitnahme des Markierbandes 5 wird, ausser durch die Ad- häsion am Umfang der Walze 3, namentlich durch die am Umfang der Druckwalze 6 vor gesehenen Spitzenkränze gewährbeistet,, die auf dem Markierband 5, in dessen Längs richtung, punktierte Linien hervorrufen (Fig. <B>7),</B> welche, wie später erläutert wird,
mit zur Ablesung des Fadenverbrauches bestimmt sind. Die Abwickelwalze 2 wirkt mit an ihren Enden angebrachten Reibscheiben 16 auf Reibscheiben 17 der rlufwi-ckelwalze 4 ein, wodurch der letzteren bei jeder Nach scha.ltung des Markierbandes 5 eine Drehbe wegung erteilt wird, so dass das Markierband stets straff gespannt bleibt.
Da dem zweima ligen Nadelwechsel für gewöhnlich eine volle, d. h. der Länge des Arbeitsfadens entspre chende Ausfahrt und nachherige Einfahrt des Wagens a folgt, so ist in der Regel Jede Ein heit oder Längsskala des Markierbandes 5 gleichbedeutend mit einem vollständigen Stich.
Über -dem Scheitel der Walze 3 ist als 3Vlarkierorgan ,ein Schreibstift 18 angeordnet, welcher mit seinem Halter 19 in einem Trag stück 20 vertikal verschiebbar ist. Das Trag stück 20 ist auf eine Schiene 21 aufgeschoben und ist an derselben mittelst einer Schraube einstellbar. Die Schiene 21 ist im Gehäuse 1 quer zur Bewegungsrichtung des Markier bandes verschiebbar und trägt einerends eine Rolle 22. Durch Verschiebender Querschiene 21 kann :somit der Schreibstift 18 quer über das Markierband 5 geführt werden.
Eine am Gehäuse 1 befestigte Feder 23 (Fig. 4) drückt die Querschiene 21 mit der Rolle 22 gegen eine am Gestell e der Stickmasdhine ange brachte Führungsschiene 24. Die Führungs schiene 24 ist zur Bahn .des Wagens a, im Grundriss gesehen (Fig. 2), schräg gestellt, und zwar in einem bestimmten Verhältnis in- bezug auf die Bahnlänge. Die Schrägstellung der Führungsschiene 24, die um einen Schrau benbolzen 25 verschwenkbar ist, lässt sich mittelst einer Schraube 26 regulieren.
Der Träger 20 ist an der Schiene 21 so enge- stellt, dass der Schreibstift 18 auf der Null- linie des Markierbandes steht, wenn sich der Wagen a am Anschlag befindet. Bei der Schaltung des Rades 9, wobei sich der Wagen a der Stickmaschine bekanntlich in der innern Endstellung, d. h. am Anschlag befindet, bewirkt der Sohalthebel 10 bei sei ner Abwärtsbewegung durch ein Gestänge 27 (Fig. 5, 6) ,die Verdrehung einer Achse 28.
Diese ist im Gehäuse 1 gelagert und trägt einen Arm 29, der bei dieser Verdrehung der Achse 28 den Halter 19 mittelst eines An schlages 19' desselben anhebt und dadurch den Schreibstift 18 vom Markierband 5 ab hebt, und .zwar rechtzeitig genug, damit die Nachschaltung des letzteren sich -ungehindert vollziehen kann.
Sobald der Schalthebel 10 in seine Tiefstlage gelangt, schnellt der Arm 29 am Anschlag 19' vorbei, so dass der nun freigegebene Halter 19 zufolge seines Eigen gewichtes niederfällt (eventuell könnte eine Feder hierzu vorgesehen sein), und der Schreibstift 18 auf das Markierband 5, bezw. auf die ihm als Unterlage dienende Walze 3 aufzustehen kommt. Durch .die erwähnten Mittel wird erreicht, dass der Schreibstift keine Hemmung des Markierbandes bei seiner Schaltung bewirken, aber doch den ganzen Wagenauszug markieren kann.
Die Walze 3 besitzt zweckmässig einen Gummibelag. Bei der darauffolgenden Aufwärtsbewegung des Schalthebels -10 verschwenkt der Arm 29 den Anschlag 19' vorübergehend entgegen der Wirkung einer am letzten angebrachten Blatt feder, die an der Querschiene 21 :ansteht, so dass der Arm 29- ,am Anschlag 19' vorbei kann.
Angenommen der Wagen .a werde aus der Anschlagstellung ausgefahren (in Fig. 1, 2 befindet er .sich ungefähr in der Mitte seiner Bahn), dann bewirkt die Führungsschiene 24 eine Verschiebung der Schiene 21, wobei der Schreibstift 18 .auf dem stillgesetzten Mar- ki.erband 5 einen Querstrich, d. h. eine Ordi nate zieht; deren Länge in einem bestimm ten Verhältnis zur Länge des Wagenaus zuges, bezw. zur Fadenlänge steht; dieses Verhältnis ist gegeben durch die Schrägstel lung der Führungsschiene 24 zur Bahnlänge und kann beispielsweise 1:20 sein.
Da der Wagenauszug der Fadenlänge entspricht, sA stimmt jene Ordinate im reduzierten Massstab ebenfalls mit der Fadenlänge überein. Das Markierband 5 weist in :der Querrichtung eine Skala mit den Zählen 0, 20, 40, 60, 80, 100, 120 auf, die sich auf die Fadenlänge bezie hen (in Zentimetern); durch die mit diesen Zahlen bezeichneten Punkte gehen Abszissen linien.
In der Mitte zwischen zwei solchen durch volle Linien angegebenen Abszissen- lini:en befindet sich je eine punktierte Ab- szs.senlinie, welche .einen entsprechenden Zwi schenwert, d. h. 10, 30 usw. der Ordinaten angibt. Bei der Einfahrt des Wagens a kehrt der Schreibstift 18, wie ohne weiteres klar ist, in seine Anfangsstellung zurück.
Fährt der Wagen nach zweimaligem Nadelwechsel und dabei bewirkter Nachschaltung des Mar- hierbandes um eine Einheit .seiner Längs skala von neuem aus, dann zieht der Schreib stift 18 eine zweite Ordinate auf dem Mar- kierband, die etwas kürzer ist als die erste, infolge des auf den Stickfadenverbrauch zu rückzuführenden kürzerenWeges, den derWa- gen jetzt zurücklegt.
Dasselbe Spiel wieder holt sich bei jeder weiteren Ausfahrt des )Vagens, d. h. die vom Schreibstift gezogenen Ordinaten werden jeweils proportional der Abnahme der Fadenlänge kürzer. Wird der Wagen nicht entsprechend der Fadenlänge, sondern zwecks Ingebrauchnahme des Bohr- oder Stüpfelapparates nur eine kurze Strecke ausgefahren, dann markiert der Schreibstift während der nun folgenden Bohrarbeit aiiif dem Markierba.nd eine entsprechend kurze,
zufolge der hierbei stattfindenden mehrmali gen Hin- und Herbewegung des Wagens dik- kere Ordinate; das Markierband ist zuvor bei der im vorliegenden Falle dem Einschalten rles Bohrapparates unmittelbar vorangehenden Leer-Abtretung des vordern Wa.gen.s geschal tet worden (der hintere Wagen ist dabei vom Anschlag entfernt). Demzufolge treten diese Ordinaten in .der auf die beschriebene Weise auf dem Ma.rkierband erhaltenen graphischen Darstellung deutlich hervor.
Mit Hilfe der Längsskala des Markier bandes, die gemäss der Fig. 7 sich fortlaufend wiederholende, von der Druckulalze 6 aufge- druckte Skalen von 0 bis 100 Einheiten auf weist, lä,sst sich sehr leicht die Summe der zur Herstellung einer Stickware aufgewandten Stiche feststellen, indem man von der durch die Längsskala erhaltenen Summe lediglich die Anzahl der auffallend kurzen dicken Or dinaten, die sich auf Bohr- oder Stüpfel- arbeit beziehen, abzurechnen braucht.
Unter Zuhilfenahme der Querskala des Markier bandes kann man, wie ohne weiteres ver ständlich ist, noch den Aufwand an Faden material für die betreffende Stickware fest stellen, und zwar sowohl jenen Teil des Fa:den- verbrauches, welcher als Stickerei auf den Stoff gelangte, als auch jenen Teil, welcher in den Abfall kam. Natürlich können Einzelteile der beschrie benen Ausführungsform der Registriervor- richtung auch anders ausgebildet sein, als wie gezeichnet. So zum Beispiel könnte die Führungsschiene 24 für die Querschiene 21, wie in Fig. 8 gezeigt ist, U-förmigen Querschnitt haben.
Die Rolle 22 liegt hier zwischen den zwei Schenkeln der Schiene 24, wodurch der Querschiene 21 Führung gege ben ist; eine zur Rückführung der Quer schiene 21 dienende Feder (23) fällt hier bei weg. Bei der zweiten und dritten Ausführungs form der Registriervorrichtung (Fig. 9 bis 12) bedeutet 1 wiederum das Gehäuse, 2 die Abwickelwalze, 3 die Führungs- und Auf lagewalze, 4 die Aufwickelwalze, 5 da.s Mar- kierba.nd,
das in ähnlicher Weise wie beim vorbeschriebenen Beispiel fortlaufend be druckt wird (die Mittel dazu sind nicht ge zeichnet). 9 ist; das Schaltrad, 10 der Schalt hebel mit Klinke 11, 18 der Schreibstift, welcher hier mittelst seines Halters 19 a.n einer Schraubenspindel 30 angeordnet und durch eine auf der Zeichnung nicht ersicht liche Anschlagleiste an Drehung verhindert ist.
Die Nachschaltung des Markierbandes 5 geschieht, wie beim ersten Beispiel, .durch Betätigung des Schalthebels 10 mittelst der Hui- -,tauge des am einen Wagen angebrachten Teils der Abtretungsvorrichftung. Die Verbindung der Registriervorric$tung nach den Fig. 9, 10 mit der Stickmaschine erfolgt dadurch, dass man die Gewindespindel 30 mit einer Welle 31 (Fix. 9) des Maschi nengetriebes kuppelt, die bei Hin- und Herb,e wegung des Wagens in Umdrehung versetzt wird. Das Gehäuse 1 ist bei .dieser Ausfüh rung am Gestell der Stickmaschine zu be festigen.
Durch die Drehung der Welle 31 und damit der Gewindespindel 30 bei der Hin- und Herbewegung des Wagens mar kiert der Schreibstift 18 auf .dem Markier band 5 eine dem Wagenauszug, bezw. der Fadenlänge entsprechende Ordinate, so dass die erzielte graphische Darstellung in ihrer Form derjenigen nach Fig. 7 entspicht.
Die Verbindung der Registriervorrichtung nach den Fig. 1.1, 1.2 mit der Stickmaschine kann in der Weise geschehen, dass .das Ge häuse 1 wiederum ortsfest am Maschinenge stell angebracht wird. Die Gewindespindel 30,dagegen verbindet man mittelst eines Zug mittels mit dem Wagen. Dieses Zugmittel ist andernends an einer auf der Spindel 30 befe stigten Rolle 32 festgemacht. Die Spindel 30 weist ferner eine Rolle 33 auf, die zur Auf nahme eines durch eine Kette oder Jerglei- chen gebildeten Aufhängeorganes eines Ge wichtes 34 dient.
Beim Anzsfahren des Wagens findet durch Vermittlung des erwähnten Zug mittels ein Drehen der Spindel 30 im einen Sinne statt, während beim Einfahren des Wa gens das vorhin hochgezogene Gewicht 34, welches sich jetzt nach Massgabe des Rück laufes des Wagens senkt, ein entgegenge setztes Drehen der Spindel 30 veranlasst. So mit arbeitet der Schreibstift 18 hier genau so, wie in bezug auf die Fig. 9, 10 'be schrieben.
Die Gewindespindel 30 könnte auch nur eine Rolle besitzen, wobei das Zugmittel um diese Rolle geschlungen und einerends mit dem Wagen und andernends mit dem Gewicht verbunden würde.
Die Vorrichtung könnte aber auch mit ihrem Gehäuse auf dem Wagen montiert sein und .die Gewindespindel 30 ebenfalls nur eine Rolle besitzen, deren Umfang zur Aufnahme des Zugmittels .dient, dessen eines Ende an-, Gestell der Stickmaschine zu befestigen-wäre. In die Rolle könnte eine Spiralfeder einge- setzt sein, die bei der Rückfahrt des Wagens de Rolle in dem Sinne dreht, dass .das bei der Ausfahrt des Wagens abgewickelte Zugmittel wieder auf die Rolle aufgewickelt wird.
Die Ausführungsform der Rigistriervor- richtung nach den Fig. 1d, 14 unterscheidet sich von derjenigen nach den Fig. 11, 12 hauptsächlich insofern, als der Schalthebel 10 an seinem freien Ende einen Querarm 35 be sitzt, und dass zur Betätigung .desselben zwei Scheibensegmente 36, 37 vorgesehen sind. Das Segment 36 sitzt auf einer Welle 38 fest, die in einem am Maschinengestell fixierten Bock 39 gelagert ist.
Auf der Welle 38 ist ferner ein Hebel 40 befestigt, der mit seinem freien, gegabelten Ende an .der Hubstange d des am einen Wagen angebrachten Teils der Abtretungsvorrichtung angreift. Das Segment <B>37,</B> welches auf der Welle 38 .drehbar ist, hat einen Hebel 41, der dem Hebel 40 entspri-,ht und mit .seinem freien, gegabelten Ende an der Hubstange d<I>des</I> am zweiten Wagen ange brachten Teils der Abtretungsvorrichtung an greift.
Die erwähnten Gabeln könnten aber ebenso.gut, statt ,an den Hebeln 40, 41 an den Hubstangen 'd vorgesehen sein und an Zapfen dieser Hebel angreifen. Die übrigen Überweisungszeichen der Fig. 13, 14 bedeuten mit den Fig. 11, 12,
bezw. mit den vorbeschriebenen Darstellungen kor respondierenden Teile. Das Gehäuse 1 ist am Maschinengestell befestigt und die Gewinde spindel 30 erhält ihre eine Drehbewegung in folge Verbindung der Rolle 32 durch ein Zug mittel .mit dem .auf der entsprechenden Seite des Maschinengestelles angeordneten Wagen (nicht gezeichnet), während das Gewicht 34 die Spindel 30 beim Rücklauf des Wagens entgegengesetzt .dreht. Der Querarm 35 be sitzt beiderends eine Rolle zur Auflage -auf den Segmenten 36, 37. Beide Segmente wei sen an ihrem Umfang eine Kerbe 36', 37' auf.
Die Nachschaltung des Markierbandes 5 wind durch Siehsenken des Schalthebels 10 herbei geführt. Diese Abwärtsbewegung kann der Schalthebel 10 aber nur dann ausführen, wenn. beide Segmente 36, 37 gleichzeitig in eine solche Winkelstelluno- übergeführt wer den, dass der Querarm 35 in die beiden Ker ben 36', 37' einfallen kann.
Dieser Umstand tritt ein, wenn die Hubstangen d bezw. dieAb- tretungsorgane beider Wagen gleichzeitig in entgegengesetztem Sinne betätigt werden, also wenn beide Wagen sich im Aiisclila; befinden und ein Nadelwechsel vollzogen wird;
man erhält hierbei. pro Stich zwei Schal tungen des Markierbandes. Durch die be schriebene Verbindung der Registriervorrich- tung mit der Stickmaschine wird erreicht, dass der Schreibstift 18 au:f dem Markierband. 5 die Anzahl der Stiche und den. Fadenver brauch durch Linien markiert.
Allfällige, zwischen der Stichbildung vorgenommene Bohr- und Stüpfelarbeiten werden. je nach dem ob der Marliierstift mit dem vordern oder hintern Wagen verbunden ist, in ver schiedener Weise kenntlich gemacht (bei der dem Einschalten des Bohrapparates unmittel bar vorangehenden Leer-Abtretung erfolgt hier keine Schaltung der Markierunterl.age);
im ersten Fall kommen die Bohr-Markierun- gen zwischen die Stichmarkierungslinien, während sie im zweiten Fall als Verdickung, des Fusses einer einen Stich darstellenden Linie .auftreten, welche Linie infolge Aus fahrens des hintern Wagens entstanden ist. In beiden Fällen korrespondiert die Anzahl erhaltener Stichmarkierungslinien mit der Gesamtsticlizahl, mit welcher die Anzahl der dem Markierband erteilten Schaltbewegungen in der Weise übereinstimmt, dass je zwei. Schaltungen einem Stich entsprechen; dies er leichtert die Feststellung der Stichzahl auf dem Markierband 5.
Die Registrierung von Stichzahl und Garnverbrauch liesse sich aber auch bei an ders gestalteter Verbindung der Registrier- vorrichtung mit der Stickmaschine erzielen. Zu diesem Zwecke könnte zum Beispiel, wenn die Vorrichtung am einen Wagen angeordnet wird, die Nachschaltung der Markierunter- lage durch die Abtretungsorgane des andern Wagens in dem Moment herbeigeführt wer- den, wenn beide GVagen am Anschlag stehen;
es erfolgt hier, wie beim Beispiel nach Fig. 1 bis 7, auf zweimaligen Nadelu#ecbsel eine Schaltung der Ma.rkierunterlage; dagegen tritt beim Gebrauch der Bohrvorrichtung keine Schaltung der Markierunterlage ein.
Die Bewegung des Schreibstiftes bezw. einer denselben tragenden Schiene könnte auch mittelst eines Räderwerkes erfolgen, wobei die Schiene als Zahnstange auszubilden wäre, oder es könnte der Schreibstift an einem um zwei Rollen geführten endlosen Band an gebracht sein, die durch geeignete Mittel so mit der Stickmaschine zu verbinden wären, tlass sie proportional dem Wagenauszug ge- cdreht werden.
In den Fig. 15, 16 bezeichnet 1 wiederum das Gehäuse der R.egistriervorriclitun-, 5 die durch eine Kreisscheibe gebildete Markier unterlage, 9 das Schaltrad, 10 den Schalt hebel, 18 den Schreibstift, 21 die den Schreib stift tragende Schiene und 32 die mit einem Zugmittel 32' ausgerüstete Rolle zur Bewe gung des Schreibstiftes.
Dieselbe steht durch ein Winkelgetriebe 42 mit einer Kurven scheibe 43 in Bewegungsverbindung, die dreh bar auf einer Welle 44 sitzt und zur Hin- und Herbewegung der Schiene 21 dient, wel che mit einer nicht gezeichneten Rolle an die Kurvenscheibe anliegt und durch die Feder 23 an dieselbe angedrückt wird. Auf der Welle 44 sind ein Schneckenrad 45 und eine Platte 46 befesti-t, auf welch letztere die Markierscheibe 5 aufgelegt ist. Das Schnek- kenrad 45 steht durch eine Schnecke 47 mit dem Schaltrad 9 in Bewegungsverbindung.
Wenn der Schalthebel 10 durch Vermittlung eines Bewegungsorganes der Stickmaschine in analoger Weise betätigt wird, wie bei den vorbeschriebenen Beispielen erläutert wurde, dann erhält die Platte 46 und .dadurch die Markiersclreibe 5 eine kleine Drehbewegung.
Das Gehäuse 1 kann, wie nach Fig. 15 ange nommen, am einen Wagen der Stickmaschine befestigt sein, wobei das Zugmittel 32' mit seinem - freien Ende am Maschinengestell festzumachen ist, doch könnte das Gehäuse 1 auch am Maschinengestell fixiert und die Registriervorriclhtung mittelst .des Zug organes 32' mit dein einen Wagen der Stickmaschine verbunden sein. Bei der Aus fahrt des Wagens wird nun durch Vermitt lung der Rolle 32 und des Winkelgetriebes <B>42</B> die Kurvenscheibe 43 gedreht, und zwar fuhrt die letztere eine volle Umdrehung aus bei vollem Auszug des Wagens.
Dabei mar kiert der Schreibstift 18 auf der Markier seheibe 5 eine radiale Linie, deren Länge pro portional .dem Wagenauszug, bezw. der noch verfügbaren Fadenlänge ist. Bei der Einfahrt des Wagens sorgt eine im Gehäuse 1 unter gebrachte Spiralfeder 48, welche bei der Aus fahrt des Wagens selbsttätig aufgezogen wird, für die Aufwicklung des Zugmittels 32' auf die Rolle 32. Das hierbei zur vorherigen Drehrichtung entgegengesetzt gedrehte Win kelgetriebe 42 dreht nun die Kurvenscheibe 43 in die Anfangsstellung zurück (Fug. 15), wodurch natürlich auch der Schreibstift 18 in seine Anfangsstellung übergeführt wird.
Bei der nächsten Betätigung des Schalthebels 10, bei. im Anschlag befindlichem Wagen, wird die Markierscheibe wieder um einen be stimmten Betrag nachgeschaltet, so dass der Schreibstift auf der Markierseheibe 5 bei der nächsten Ausfahrt des Wagens eine neue radiale Linie zieht, .die dem Wagenauszug, cl. h. der noch verfügbaren Fadenlänge pro portional ist. Auf-der Markierscheibe 5 ent steht auf diese Weise eine graphische Dar stellung, wie Fig. 27 ein Beispiel zeigt.
Die am Umfang der Markierscheibe angebrachte Skala zeigt die Stichzahl. an, die bei entspre chender Verbindung der Registriervorrich- tung mit der Stiekmas.chine ohne weiteres auf der Markierscheibe abgelesen werden. kann, während unter Zuhilfenahme der radial an geordneten Skala., welche durch Kreislinien durchschnitten ist, der Fadenverbrauch fest gestellt gTerden kann.
Bei der in den Fig. 17 bis 19 dargestellten Ausführungsform der Registriervorrichtung ist im Gehäuse 1, wie aus Fig. 18 ersichtlich; eine Trommel 49 angeordnet, die drehbar auf einer Achse 50 sitzt. Auf die Trommel 49 ist die Markierunterlage 5 aufgelegt, die, hier durch ein vorbedrucktes Band gebildet ist, dessen Enden man heim Auflegen des Mar- kierbandes .auf die Trommel vereinigt hat.
Das Markierband besitzt längs des einen Randes eine Zeiteinteilung (nicht eingezeieh- net). Der Trommel 49 wird bei Benutzung der Registriervorrichtung durch ein am Ge häuse 1 angebrachtes Uhrwerk 51 eine Dreh bewegung erteilt, indem -ein Zahnrad des letz teren in einen Zahnkranz 52 der Trommel 49 eingreift. 21 ist wieder die verschiebbare Querschiene, welche am Träger 20 den Schreibstift 18 trägt.
Die einerends mit der Rolle 22 versehene und von der Feder 23 beeinflusste Querschiene 21 wird, wenn das Gehäuse 1 auf dem Wagen a (Fug. 1, 2) be festigt ist, beim Aus- und Einfahren des Wagens von der Führungsschiene 24 hin- und hergeschoben, wobei der Schreibstift 18 auf dem sich drehenden M.arkierband in. Form einer Zickzacklinie den Fadenverbrauch mar kiert. Im Gehäuse 1 ist ferner eine Quer schiene 53 verschiebbar angeordnet, die durch eine Feder 54 beeinflusst wird. Auf dieser Schiene ist ein Schreibstift 55 mittelst eines Trägers 56 einstellbar angeordnet.
Die Feder 54 drückt die Querschiene 53, welche einen Anschlagstift 53' besitzt, .ständig an eine Kur ventrommel 57, die drehbar auf der Achse 50 sitzt und mit dem Schaltrad 9 starr verbunden ist. Letzteres kann durch den Schalthebel 10 geschaltet werden, welcher von einem propor tional zur Stichzahl .arbeitenden Bewegungs organ der Stickmaschine zu betätigen ist. 11 ist die federbeeinflusste Schaltklinke des Schalthebels 10, während 12 die hier durch eine Blattfeder gebildete Sperrklinke für das Rad 9 ist.
Der Schalthebel 10, welcher an einem Bolzen 58 schwingbar gelagert ist, wird für gewöhnlich durch seinen Gewichtsarm 10' in einer durch einen Anschlag festgelegten Schrägstellung gehalten (Fug. 17, 19). Bei dieser Ausführungsform der Vorrichtung ge schieht die Schaltung des Marl;ierbandes 5 durch das Uhrwerk 51, d. h. nach der Zeit, während der Schreibstift 18 nach Massgabe des Wagenauszuges (Fadenlänge) und der Schreibstift 55 entsprechend der der Kurven- trommel 5 7 erteilten Schaltungen in der Quer richtung des Markierbandes 5 verschoben wird.
Die Kurve der Trommel 57 ist so ge staltet, dass der Schreibstift 55 bei einer Um- drehung-der Trommel auf dem Markierband eine volle Hin- und Herbewegung ausführt. Diese Hin- und Herbewegung des Schreib stiftes 55 erfolgt proportional der Stichzahl und erzeugt auf dem proportional der Zeit geschalteten 21arkierband Zickzacklinien, aus welchen anhand einer geeigneten Einteilung des letzteren sowohl die Stichzahl, als auch die dazu aufgewandte Zeit abgelesen werden kann.
Die Arbeitspausen im eigentlichen Sticken heben sich :durch parallel zu den Ab szissenlinien des Markierbandes verlaufende Linien ab, weil während dieser Zeit keine Schaltung .der Kurventrommel 57 erfolgt. Der Schreibstift 55 steht dabei still, während das Markierband 5 bewegt wird. Damit die von den Schreibstiften ausgeführten Markie rungen sich gegenseitig voneinander abheben, lzann z. B. jeder Schreibstift seine besondere Farbe oder .seine besondere Markierart haben (dicke, dünne, volle oder punktierte Linien).
Um die Stichzahl gleichzeitig unrnittel- bar ablesbar zu registrieren, steht mit den; Schaltrad 9 mittelst eines nicht dargestellten Päderwerkes ein Zählwerk in Bewegungsver- bindung. Dieses weist drei Zeiger 59, 60, 61 auf (Fig. 17), die an der Vorderseite des Gehäuses 1 vor je einem Zifferblatt 62, 63, 61 angeordnet sind. Der Zeiger 59 zeigt die Einheiten von 0 bis 100 .an, der Zeiger 60 die @rIunderter bis zu 1000, und der Zeiger 61 die Tausender.
Das Uhrwerk 51, welches die Trommel 49 @.ntreibt, betätigt zwei ebenfalls an der Vor derseite des Gehäuses 1 angeordnete Zeiger, z@.-elche auf einem Zifferblatt 65 die Uhrzeit in Stunden und Minuten angeben.
Nach den vorangehenden Ausführungen bann dem Marhierband 5 sowohl der Faden verbrauch, als auch die Stichzahl (allerdings erst nach Ad-dierung derselben) entnommen werden. Damit nun auch allfällige Bohr arbeiten auf dem Marhierband 5 registriert werden, ist am Träger 20 ein zweiter Schreib stift 66 vorgesehen (Fig. 18, 20 bis 22). Der selbe ist im Träger 20 verschiebbar und mit- telst eines .an ihm einstellbaren Armes 67 an einer Achse 68 aufgehängt, die am Gehäuse 1 drehbar gelagert ist.
Für gewöhnlich be findet sich der Schreibstift 66 ausser Bereich des Markierbandes 5. Die Achse 68 besitzt einerends eine Gabel 69 (Fig. 18, 19), mit Hilfe welcher sie derart mit dem Bohrapparat der Stickmaschine in Bewegungsverbindung zu bringen ist, dass sie bei Ingebrauchnahme des Bohrapparates in dem Masse verdreht wird, dass ihr abgefla.chter Teil 70, welcher am einen Ende der Achse vorgesehen ist, nach oben zu liegen kommt (Fig. 22).
Da sich der Träger 20 hierbei in bezug auf die Breitseite des Markierbandes 5 in entsprechender End stellung befindet (der Schreibstift 18 ist auf der Nullinie), gelangt nun der Schreibstift 66, welcher der Wirkung einer Zugfeder 71 ausgesetzt ist, mit dem Markierband 5 in Be rührung, und zwar ausserhalb der Abszissen; dicht am entsprechenden Rand des Markier bandes (nach Fig. 25 sitzt der Schreibstift 18 noch auf dem Marhierband auf).
Da der Wa gen der Stickmaschine während der Bohr arbeit nur wenig ausgezogen wird, und somit die Querschiene 21 nur auf kurzer Strecke bin- und hergeschoben wird, so genügt eine relativ kurze Länge der Abflachung 70 der Achse 68, um den Schreibstift 66 während der Bohrarbeit mit dem Marhierband in Berüh rung zu halten. Dadurch, dass der Schreibstift 66 seine Markierungen auf dein Marhierband ausserhalb der Abszissen des letzteren an bringt, sind die Bohrmarkierungen auf dem Marhierband recht übersichtlich.
Damit der zur Markierung des. Fadenver brauches dienende Schreibstift 18 ausser Be rührung mit dem Markierband 5 gebracht werden kann (was zwar nicht unbedingt nötig ist), solange der Schreibstift 66 in Arbeits stellung ist, kann der Schreibstift 18 durch Verschwenken eines Hebels 72 (Fig. 21) von Hand, mittelst einer Keilbahn 73 desselben vom Markierband 5 abgehoben werden; und zwar entgegen dem Einfluss einer Druckfeder 74. Der Druck der letzteren lässt sich mittelst einer Schraubenmutter 75 regeln.
Zur Höhen einstellung des Armes 67 am Schreibstift 66 dient eine Stellschraube 76, an welcher die den Schreibstift 66 niederziehende Schrauben feder 71 angreift.
Ist die Bohrarbeit beendet und wird der Bohrapparat ausgeschaltet, dann erfährt .die Achse (68 durch Vermittlung eines nicht ge zeichneten Gestänges eine solche Drehbewe- (run.g, dass der Arm 67 durch die Achse 68 Hochgehoben und dadurch der Schreibstift 66 vom Markierband abgehoben wird (Fig. 20, 21).
Die beschriebene Registriervorrichtun_g könnte noch Mittel aufweisen, um auf dem Markierband auch allfällige Stüpfelarbeit registrieren zu können.
Bei der Registriervorrichtung nach den Fig. 23 bis 25 ist im Gehäuse 1 ebenfalls eine Trommel 49 auf einer Achse 50 drehbar an geordnet. Auf der mit dem Zahnkranz 52 ver- sehenen Trommel 49 befindet sich das vor bedruckte Markierband 5, dessen Endcri man beim Auflegen des Bandes auf die Trommel miteinander verbunden hat.
Das Märkierband ist längs des einen Randes mit einer Stich zahlskala versehen, und besitzt ferner eine Querskala, die sich auf den Fadenverbrauch bezieht. 9 ist das Schaltrad und 10 der bei Ausführung eines Stiches zu betätigende Schalthebel mit Gewichtsarm 10' und Schalt klinke 11. 12 ist die Sperrklinke. Der Aus schlag des Schalthebels 10 kann mittelst ein stellbaren Anschlagschrauben 77 reguliert werden.
Der Schalthebel 10 ist auf der Achse 50 drehbar. 21 ist die entsprechend des Wa genauszuges bezw. der Fadenlänge zu ver schiebende Querschiene, die von der Feder 23 beeinflusst wird, die Rolle 22 und den Träger .20 besitzt, welcher in gleicher Weise wie beinn v orbesehriebenen Beispiel -zwei Schreibstifte 18, 66 trägt, von denen der letztere nur in bestimmter Stellung der Achse 68 mit dem Markierband in Berührung kommt.
Bei jeder Schaltung des Rades 9 wird die mit demselben durch ein Räderwerk in Be wegungsverbindung stehende Trommel 49 und dadurch das 117arkierband um den Betrag einer Einheit der Längsskala des letzteren nachgeschaltet. Diese Schaltungen korrespon dieren mit der Stichzahl, deren Gesamtsumme ohne weiteres vom Markierband ,abgelesen werden kann; zwischen hinein ausgeführte Bohr- und Stüpfelarbeiten sind durch hier durch bewirkte Verdickung des Fusses von Stiche darstellenden Markierlinien ersichtlich. Zufolge des Wagenauszuges markiert dann der Schreibstift 18 durch Ordinaten die Grösse der Bohrhübe.
Die Stichzahl wird ausserdem auch bei diesem Beispiel durch eine Zeiger vorrichtung anzeigt, dessen Zeiger durch das Schaltrad 3 und .die Trommel -49 bewegt werden. Dieselbe besitzt zwei Zeiger 59, 60. denen .die Zifferblätter 62, 63 ' entsprechen. Auf dem Zifferblatt 62 werden die Einheiten von 0 bis 100 angezeigt und auf .dem Ziffer- bla-tt 63 die Hunderter bis 1000.
Der Schreibstift 66 ist auch bei dieser Ausführung zur Markierung von Bohrarbei ten bestimmt. Derselbe arbeitet wie beim vor beschriebenen Beispiel. Zur Vermittlung der der Achse 68 zu erteilenden Drehbewegung dient eine Schubstange 78, die mit einer Ver zahnung in einen Zahnkolben 79 eingreift, der ,an der Achse 68 festsitzt. Auf der letzte ren sitzt drehbar ein Bügel 80, welcher die Schubstange 78 übergreift und dieselbe durch eine Blattfeder mit .dem Zahnkolben 79 in Eingriff hält. Die Schubstange 78 ist mit ihrem andern, nicht gezeichneten Ende mit der Bohrapparatwelle in geeignete Verbin dung gebracht.
Die in Fig. 26 angedeutete Ausführungs form der Registriervorrichtung weist als Mar- ki:erunterlage eine - IZreiss.cheibe 5 auf, die durch ein Uhrwerk in der Weise gedreht wird, dass sie in zwölf Stunden eine Umdre hung ausführt. Die Markierscheibe 5 besitzt an ihrem Umfang eine entsprechende Zeit einteilung. 18, 55 sind die beiden Schreib stifte der Vorrichtung, welche mittelst den verstellbaren Trägern 20, 56 an der entspre chenden Schiene 21. bezw. 53 einstellbar sind.
Die Schiene 21 kann wiederum mittelst einer schrägen Führungsbahn (24, Fig. 1, 2) ver- schoben werden und die Schiene 53 mittelst einer Kurventrommel <B>(57,</B> Fig. 18), welche bei ,jedem Stich nachgeschaltet wird. Der Schreibstift 18 markiert durch radiale Striche die noch vorhandene Fadenlänge, und der Schreibstift 55 durch Zickzacklinien die Stichzahl.
Die radiale Skala mit den Zahlen 0, 20, 40, 60, 80,<B>100</B> bezieht sich auf die Markierungen beider Schreibstifte 18, 55, in dem sie im ersten Fall ein Längenmass aus drückt (Fadenlänge), während sie im zweiten Fall die Stichzahl angibt, und zwar kommt jede volle Hin- und Herbewegung des Schreib stiftes 55 innerhalb genannter Skala. 200 Stichen gleich. Cremäss der Darstellung nach Fig. 26 verzeichnet die vom Schreibstift 55 ausgeführte -Markierung eine Stichzahl, die 438 beträgt, wie sich durch Addition der gan zen Kurven und Hinzuziehung der Länge der letztbegonnenen Kurve ergibt.
Die in Fig. 27 gezeigte Ma.rkiers.cheibe 5, welche gemäss ihrer am Umfang vorgese henen Einteilung bei jedem Stich n.achzu- schalten ist, ist bereits bei der Erläuterung der Registriervorrichtung nach den Fig. 15; 16 erklärt worden.
Für Schifflistickma.schinen kann die Re gistriervorrichfung beispielsweise so ausge bildet sein, .dass auf rotierenden Kreisscheiben, welche die Markierunterlage bilden, Darstel lungen erzeugt werden, wie in den Fig. 28, 29 veranschaulicht ist. Nach Fig. 28 besitzt die Markierscheibe 5 zwei konzentrische Ein teilungen.
Die innere, mit .entsprechender Skala versehene Einteilung dient dem Schreib stift 55 zur Markierung der Stichzahl, wäh rend die äussere Einteilung dem Schreibstift 18 zur Markierung des Faldenv erbrauches dient, und zwar kann beispielsweise ein Hin und Hergang des Schreibstiftes 18 einen Ver brauch von 100 oder 200 mm Faden bedeuten.
Die Ma.rkierscheibe 5 wird, wie der Schreib stift 55 von der Sti.ekmaschine aus propor tional der Stichzahl geschaltet, zum Beispiel von der den Nadelschlitten hin- und herbewe genden Welle aus, so dass Markierungen von regelmässiger Zickzackform entstehen.
Die Stichzahl lässt sich, wenigstens annähernd, auch ermitteln aus der Markierung, welche der Schreibstift 18 für den Fadenverbrauch erzeugt, anhand des von der erhaltenen Mar kierung eingeschlossenen Winkels, bezw. des von der Maskierscheibe ausgeführten Dreh winkels, indem man auf die Markierscheibe eine mit geeigneter Skala versehene durch sichtige Messschablone auflegt.
Die Markierscheibe 5 nach Fig. 29 weist am Umfang eine Skala auf, welche sich auf die Stichzahl bezieht, deren Markierung durch einen Schreibstift im obern Qua: drauten rechts begonnen ist.
Die radiale Skala der Markierscheibe 5, deren Schal tung beim Beispiel von der Stickma schine aus proportional der Stichzahl er folgt, ermöglicht die Feststellung des Fa.den- verbrauches,dessen Markierung durch einen Schreibstift im untern Qu a,dranten links be gonnen ist; diese zweite Markierung gestattet ebenfalls die Ermittlung der Stichzahl in analoger Weise, wie bezüglich Fig. 28 erläu tert ist.
Damit .die beiden Markierungen leicht voneinander unterschieden werden können, w ii.hlt man zweckmässig unter sich verschie den markierende Markierorgane.
In .den Fig. 30 bis 32 bezeichnet g die Faden-Bremswalze (Schmirgelwalze) einer Schifflistickmaschine, die bei Drehung ein Räderwerk 81 der Registriervorrichtung an treibt. Das eine Rad des Räderwerkes 81 be sitzt eine Herzscheibe 82, welche zur Ver schiebung der Schiene 21 dient, die den Schreibstift 18 trägt und durch die Feder 23 an die Herzscheibe angedrückt wird. Durch den Hin- und Hergang .des Schreibstiftes 18 wird auf -der kreisförmigen Markierscheibe 5 der Fadenverbrauch markiert.
Der Schalt hebel 10 der Vorrichtung ist mit dem propor- tional der Stichzahl arbeitenden Hebel h, der Stickmaschine in Bewegungsverbindung ge bracht. Durch Betätigung des Schalthebels 10 wird unter Vermittlung der Klinke 11 das Schaltrad 9 geschaltet und dadurch ein Rä derwerk 83 betätigt, welches die Schaltung der Markierscheibe 5 veranlasst.
Eine radiale Skala der Markierscheibe gestattet die Er- mittlungdes Fadenverbrauches, während aus einer am Umfang der Scheibe vorgesehenen Skala sich die Stichzahl ermitteln lässt. Für letzteren Zweck ist die Grösse des auf der Umfangsskala der Scheibe 5 zwischen dem Anfangs und Endpunkt der erwähnten Zick zacklinie befindlichen Bogens massgebend und zieht man erforderlichenfalls zwecks Able- sens der Stichzahl Radien, welche von der Scheibenmitte durch jene Punkte zur Um fangsskala .gehen.
Die Markierungen können gleichzeitig,auf mehreren, aufeinandergelegten Markierunter- lagen vorgenommen werden, wenn ausser für eventuelle Befestigungsmittel für die Über tragung der Markierungen .Sorge getragen wird, beispielsweise durch Einfügen von Ko pierblättern zwischen die,einzelnen Markier unterlagen.
Die Einzelteile der Registriervorrschtung können auch anders ausgebildet sein, als auf der Zeichnung dargestellt. Beispielsweise könnte die in der Ausführungsform der Vor richtung für Schifflistickmaschinen vorge sehene Herzscheibe, welche die Bewegung des Markierorganes vermittelt, auch bei der für Heilmannsche Stickmaschinen dienenden Re- gistriervorrichtung Anwendung finden; es wäre dann für ein solches Übersetzungsver hältnis der Bewegungsteile zu sorgen, dass die Herzscheibe beim grössten Wagenauszug weniger als eine halbe Umdrehung macht.
Die Bewegung von Markierunterlage und Markierorgan könte auch auf andere Weise bewerkstelligt werden, al,i 'beschrieben nst. Die Markierunterlage kann zum Beispiel mit- telst einer Walze eine .durch Perforation sich kennzeichnende Einteilung erhalten. Erfolgen dann die Markierungen durch Perforationen hervorrufende Rädchen, dann eignet sich die so erhaltene Matrize (Markierunterlage) zu Vervielfältigungen.
Bei solchen Stickmaschi nen, bei welchen der Fadenauszug durch Ausschwingen von Fadenleitern erfolgt, ist die Bewegung der letzteren auf die Markier einrichtung-zu übertragen behufs Registrie rung des Fadenverbrauches. Die Markierun- gen könnten auch in der Weise geschehen, dass nur die jeweiligen Endstellungen der einzelnen Bewegungen des Markierorganes bezw. der Markierorgane markiert werden.
Es ist auch eine Ausführung der Vorrich tung denkbar, bei welcher die Markierunter- lage an und für sich unbeweglich ist. Das Markierorgan hätte dann eine kombinierte Bewegung auszuführen; die eine Bewegung hätte zum Beispiel gegebenenfalls der Stich zahl und die andere dem Fadenverbrauch zu entsprechen.
Es könnten Mit'.el vorgesehen sein, durch welche gleichzeitig, zum Beispiel mit der Re gistrierung von Stichzahl und Fadenver brauch, die Übertragung des Musters (Des sin) auf die Markieruntenage bewerkstelligt wird.
Die Registri.ervorrichtung liesse sich auf mechanischem oder elektrischem Wege auch derart mit der Stickmaschine verbinden, dass man zum Beispiel die Markiereinrichtungen der auf die Stickmaschinen eines Saales sich verteilenden Registriervorrichtungen im Be- triebsbureau auf einer Schautafel anordnen könnte.