CH94955A - Schaltungsanordnung zur Mehrfachtelegraphie und -telephonie mit Hochfrequenz auf Leitungen. - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Mehrfachtelegraphie und -telephonie mit Hochfrequenz auf Leitungen.Info
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Description
Schaltungsanordnung zur 1Viehrfachtelegraphie und -telephonie mit Hochfrequenz auf Zeitungen. Die Erfindung bezieht sich auf eine Schal tungsanordnung zur Mehrfaclitelegraphie und -telephonie mit Hochfrequenz auf Leitungen und betrifft im besonderen eine Anordnung, durch welche es möglich ist, eine Trennung von Frequenzen für die verschiedenen Emp fänger auf einfache Art durchzuführen, wäh rend dies bekanntlich mittelst abgestimmter Scliwingu.ngskreise (Kettenleiter und der gleichen) nur auf umständlichere Art und jedenfalls nur im prozentualen Grade mög lich ist.
Gemäss der Erfindung wird die Kopplung des Empfängers einer Station mit der Lei tung mittelst wenigstens einer der Wheat- stonesclien Brücke ähnlichen Schaltung aus geführt, und zwar im einfachsten Fall in der Weise, dass die Leitung an zwei Diagonal punkte der Brücke angeschlossen wird und der telegraphische oder teleplionisclie Emp fänger (oder zunäelist ein Übertrager, Ver stärker usw.) zwischen den. beiden andern Diagonalpunkten liegt, und zufolge Abstim- niung der Seitenzweige der Brücke nur eine bestimmte Frequenz oder.
Frequenzgruppe, die im Linienstrom vertreten ist, empfängt, während der übrige Teil des Linienstromes nin den Empfänger herumgeleitet wird. An Stelle einer einzigen Brücke kann eine Kas- kadenschaltung solcher gegebenenfalls etwas abgeänderten Brücken dienen, durch welche die Aussieburig weiter getrieben und vervoll kommnet wird. Die Erfindung ist auf der Zeichnung bei spielsweise veränschaulieht.
Fig. 1 zeigt eine Leitung 1, 11, welche die Endstationen<I>A; D</I> miteinander verbindet. Gleichzeitig mit diesen, .die auf einer bestimm ten Hochfrequenzwelle verkehren, können die Zwischenstationen B, C miteinander .auf einer andern Welle von geringerer Frequenz ver kehren. Bei letzteren Stationen ist der Emp fänger F in die Brücke einer Verzweigung gelegt, deren Zweige 1, d je einen Konden sator c und eine eisenhaltige Drosselspule d, die Zweige 9-, 4 je einen Kondensator cl ent halten. Die Kondensatoren c und cl sind so bemessen, dass sie der -#Vheatstoneschen Gleichgewichtsregel entsprechen.
Wenn nur diese Kondensatoren vorhanden wären, würde also an beiden Klemmen des Empfängers E das gleiche Potential herrschen, somit der Linienstrom, ganz gleich von welcher Fre quenz, nicht in den Empfänger eintreten. Dadurch, dass die mit einem unterteilten Ei senkern versehenen Spulen d hinzugefügt werden, wird jedoch eine Ungleichheit dieser Potentiale derart geschaffen, dass nunmehr der Linienstrom, der unterhalb einer gewis sen, durch den Grad der Eisenunterteilung bestimmten Frequenz liegt, über den Zweig 1, den Empfänger E und den Zweig 3 ver läuft, während für die höhere Frequenz, die von den Stationen A, D benutzt wird, das Gleichgewicht .der Brücke bestehen bleibt, so dass diese Frequenz und ebenso weitere auf der Leitung fliessende höhere Frequenzen nicht in den Empfängerzweig eintreten.
In der Brücke E kann aus einer hindurchgehen den Serie niedriger Frequenzen eine be stimmte gewünschte Frequenz für den Emp fänger durch Abstimmkreise herausgezogen werden.
Auf einer mit mehreren Frequenzen be legten Leitung würden also durch die Brük- kenanordnung zunächst nur solche Frequenz serien und Einzelfrequenzen getrennt wer den, die einen gewissen grösseren Abstand von einander haben. Für viele Fälle ist dies aus reichend, insbesondere für den Fall, dass die Brücke E auf Niederfrequenz ansprechen, dagegen von Hochfrequenz unbeeinflusst blei ben soll.
Die Forderung, dass die zu trennenden Frequenzen weit auseinander liegen sollen, kann man fallen lassen, wenn man zum Bei spiel in drei Brückenzweige lediglich Kon densatoren (ohne Spulen) und in den vierten Zweig eine Induktionsspule ohne Eisen ge mäss Fig. 2 einschaltet, oder auf ähnliche Art eine uns-,##mmetrische Verzweigung bildet, d. h. eine solche, die nicht in sämtlichen Zwei gen gleichartige Elemente (Kondensatoren oder Spulen oder eine Kombination davon) besitzt. Durch diese Unsymmetrie wird die Brücke derart abgestimmt, dass sie aus einer beliebigen Reihe von Frequenzen eine be stimmte vom Empfänger E fernhält.
Fig. 3 zeigt eine Station, bei der durch Auseinandergliederung mehrerer Brücken, die der Fig. 1 entsprechen, nacheinander mehrere Frequenzserien, die auf der Leitung laufen, voneinander getrennt werden, bis allein eine Serie''niedrigster Frequenz für den Empfän ger E übrig bleibt. Dieselbe Kaskadenschal- tung in Anwendung auf Fig. 2 ermöglicht eine oberwellenfreie Trennung auch solcher Frequenzen, die näher beieinander liegen.
Mittelst Kaskadenschaltung solcher Brücken erreicht man, -dass der Empfänger E nur eine einzige Frequenz aus der beliebigen Serie erhält. Dieses Verfahren hat gegenüber den nur prozentual wirkenden Abstimmungskrei sen den Vorteil, dass eine sehr reine ober- wellenfreie Aussonderung der MTellen erzielt wird. Mittelst Kombination der Anordnungen nach Fig. 1 und 2 in Kaskade kann man den gewünschten Effekt schneller erzielen.
Es wird bemerkt, dass in der Brücke nach Fig. 1 gegebenenfalls ein Kondensator cl, so fern dessen Kapazität nur klein zu sein braucht, durch einen chemischen 'Widerstand ersetzt werden kann, dessen Kapazität in die sem Falle etwa ausreichend ist.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Schaltungsanordnung zur Mehrfachtele graphie und -telephonie mit Hochfrequenz auf Leitungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplung des Empfängers mit der Lei tung mittelstwenigstens einer .der'#Vheatstone- schen Brücke ähnlichen Vernveigung in der Art geschieht, dass dem in einen Diagonal zwei- der Brücke liegenden Empfänger nur Strom von bestimmter Frequenz, bezw. Ströme eines bestimmten niedrigen Frequenz bereiches zufliessen, welche in den andern Diagonalpunkten der Brücke zu- und abflie ssen, während die höhere Frequenz,bezw. der höhere Frequenzbereich zufolge Abstimmung der Verzweigung nicht in den Empfänger zweig eintritt. U V TP1tAN SPIl,üCIIP 1. Schaltungsanordnung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Empfänger im Brückenzweig liegt und Kondensatoren parallel zu je einer eisen haltigen Drosselspule in zwei gegenüber- liegenden Brückenzweigen, dagegen nur Kondensatoren in den beiden andern Brückenzweigen liegen. 2.Schaltungsanordnung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass in wenigstens einem Brückenzweig eine ei senlose Spule, in den andern Zweigen Kondensatoren eingebaut sind, zwecks oberwellenfreier Aussonderung einer be stimmten Frequenz aus mehreren. 3. Sehaltungsanorduung nach Patentan spruch, gekennzeichnet, durch wenigstens zwei in Kaskade geschaltete Brücken, in der Weise, dass an die Diagonalpunkte einer Brücke eine weitere Brücke, aber von verschiedener Abstimmung geschaltet ist, wobei die letzte Brücke den Empfän ger in ihrem Brückenzweig enthält. 4.Schaltungsanordnung nach Patentan spruch und Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass eine oder mehrere ge mäss Unteranspruch 1 wirksame Brücken in Kaskade mit einer oder mehreren ge mäss Unteranspruch 2 wirksamen Brücken geschaltet sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE94955X | 1920-01-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH94955A true CH94955A (de) | 1922-06-01 |
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ID=5645287
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH94955D CH94955A (de) | 1920-01-20 | 1921-03-12 | Schaltungsanordnung zur Mehrfachtelegraphie und -telephonie mit Hochfrequenz auf Leitungen. |
Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH94955A (de) |
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1921
- 1921-03-12 CH CH94955D patent/CH94955A/de unknown
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