CH87383A - Verfahren zur Überführung verdünnter Salpetersäure in Dampfform. - Google Patents
Verfahren zur Überführung verdünnter Salpetersäure in Dampfform.Info
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Description
Verfahren zur Überführung verdünnter Salpetersäure in Dampfform. Bei der Erzeugung synthetischer Salpeter säure, zum Beispiel aus der Luft oder aus Ammoniak, entstehen zunächst nitrose Gase. Bei der Absorption derselben mittelst Wasser entsteht eine sehr dünne, etwa 25 bis 40 % HN0s enthaltende Salpetersäure.
Um aus dieser eine konzentrierte Säure zu gewinnen, wird die dünne Salpetersäure zunächst in Dampf von gleicher Konzentration übergeführt und dann durch Dephlegmation der Dämpfe eine Salpetersäure mit etwa 50-65 % HNOs gewonnen, deren weitere Konzentration durch wasserentziehende Mittel erfolgt.
Die Überführung der oben erwähnten, dünnen 20-40-%igen Salpetersäure in Dampf ist bis jetzt in keiner zufriedenstellenden Weise gelöst worden.
Nach vorliegender Erfindung wird nun verdünnte Salpetersäure dadurch in Dampf form übergeführt, dass man sie in hochsiedende, von Salpetersäure bei der Verdampftempera- tur nicht angreifbare Medien, deren Tem peratur über der Siedetemperatur der Salpeter säure gehalten wird, einlaufen lässt. Als Medien können höhersiedende Flüssig keiten, wie z. B.
Phosphorsäure, Schwefel säure, Arsensäure oder deren Gemenge, eine gegen Salpetersäure unveränderliche Salz lösung oder ein Gemenge von solchen, ferner Csemenge von Salzen mit Säuren, sowie über haupt jeder höher als Salpetersäure siedende, von Salpetersäure bei der Verdampftemperatur nicht angreifbare Körper angewendet werden.
Die Verdampfung der Salpetersäure erfolgt dann zweckmässig in der Weise, dass man die Medien durch eine direkte oder indirekte Be- heizung über die Siedetemperatur der ersteren erhitzt und die Salpetersäure dann unter Be rücksichtigung technisch bekannter Vorsichts massregeln in das erhitzte Medium einlaufen lässt. Die eingeführte Säure geht dann in Dampfform in den Dephlegmator über.
Da bekanntlich Salpetersäuredämpfe jeder Konzentration Eisenteile nicht angreifen, so kann eine Apparatur aus Eisen in beliebig grossen Dimensionen angewendet werden. Man kann so auf eine einfache Weise beliebig grosse Mengen dünner Salpetersäure in Dampf überführen.
Da die Stärke der bei der Dephlegrnation erhältlichen Salpetersäure von der Zusammen- setzung der zu verdampfenden Salpetersäure abhängt,
so kann bei Verarbeitung ganz dün- nerAusgangsprodukte zwecksErzielurrghöher- prozentiger Säure ein Teil der durch Dephleg- mation gewonnenen höher konzentrierten Säure in den Verdampfungsapparat zurückgeführt und damit die Konzentration der Salpeter- säuredümpfe erli;ilit werden.
llan verfährt praktisch derart, dass man nicht die sämtliche dünne Ausgangssäure in dem Verdampfer verdampft, sondern einen Teil derselben zwecks Regulierung der De phlegmat.ion in den Dephlegmator einlaufen lässt. Letztere Menge hängt von der Menge der in dem Verdampfer zur Verdampfung gelangenden dephlegmierten Säure ab.
Mau kann jedoch nach vorliegender Erfin dung mit Vorteil auch so arbeiten, dass man nur dephlegrnierte Salpetersäure in dem Ver dampfer in Dampfform überführt und die dünne Ausgangssäure in den Dephlegmator einführt.
Dabei vollzieht sich folgender Vor gang: Die Säuredämpfe gelangen innerhalb des Dephlegmators stufenweise mit der Aus- gangssaure in Berührung, werden hierbei unter gleichzeitiger Abgabe ihrer latenten Wärme an die dünne Ausgangssäure kondensiert. Während durch die Wärmeabgabe das über schüssige Wasser der dünnen Ausgangssäure aus der flüssigen Phase in die dampfförmige übergeht und abgefiihrt wird,
gelangt die kon- densierte Salpetersäure vermehrt um die aus der dünnen Säure entstandene, auf den Bo den des Dephlegmators, von wo aus der An teil der letzteren als Produktion abgezogen und die übrige Säure in heissem Zustande zur alermaligers Verdampfung in den Ver- dampfen eingeführt wird. Durch diese Arbeits weise erzielt man, dass zur Verdampfung eine stets gleichmässig zusammengesetzte Säure gelangt und sich die Beheizung des Ver dampfers ganz gleichmässig gestaltet.
Daraus ergibt sich, dass die in den Verdampfer zu- rückgefülirte Salpetersäure nach ihrer Ver dampfung als Beheizungsmittel dient, um das überschüssige Wasser aus den dünnen Säuren innerhalb des Dephlegmators auszutreiben.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Überführung verdünnter Salpetersäure in Dampfform, dadurch gekenn zeichnet, dass man die dünne Salpetersäure in hochsiedende, von Salpetersäure bei der Verdampftemperatur nicht angreifbare Medien, deren Temperatur über der Siedetemperatur der Salpetersäure gehalten wird, einlaufen lässt. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man nur dephIeg- mierte, d. 1i. vorkonzentrierte Säure in dein die hochsiedenden Bedien enthaltenden Verdampfer verdampft und die latente Wärme der Dämpfe für die Vorkonzentra- tion von dünner Salpetersäure ausnutzt.2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man gemeinsam mit der dünnen Salpetersäure einen Teil der dephlegmierten Säure in dein die hoch siedenden Medien enthaltenden Verdampfer verdampft und die latente Wärme der Dämpfe für die V orkonzentration von diinner Salpetersäure ausnutzt.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT87383X | 1916-08-31 |
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| CH87383D CH87383A (de) | 1916-08-31 | 1919-09-15 | Verfahren zur Überführung verdünnter Salpetersäure in Dampfform. |
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1919
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