CH213243A - Verfahren zur Gewinnung von reinem Wasserstoffperoxyd. - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von reinem Wasserstoffperoxyd.Info
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Description
Verfahren zur Gewinnung von reinem Wasserstoffperoxyd. Es ist schwierig, bei der Destillation von säurehaltigen Lösungen, die beim Erhitzen Wasserstoffperoxyd liefern, dieses Wasser stoffperoxyd unmittelbar in reiner Form zu erhalten. Es gehen nämlich immer von den Verunreinigungen der destillierenden Lösung dampfförmige Anteile in das Destillat über. Zur Beseitigung der tropfenförmig vorhan denen Unreinheiten in den Dämpfen wurde schon vorgeschlagen, diese vor der Konden sation zu filtrieren. Hierdurch lassen sich jedoch, nicht solche Verunreinigungen entfer nen, die dampfförmig vorliegen, wie bei spielsweise Schwefelsäure und dergleichen.
Auch die Anwendung niedriger Destillier temperaturen schliesst oft die gleichzeitige Verdampfung von Unreinheiten, Säuren und dergleichen nicht aus.
Es wurde nun gefunden, dass es auf ein fache Weise möglich ist, vollkommen säure freies und vollkommen reines Wasserstoff peroxyd zu gewinnen, wenn in den bei der Destillation der säurehaltigen Lösungen ent stehenden Wasserstoffperoxyd-Wasserdampf- gemischen vor deren Kondensation, beispiels weise durch Kühlung, Einbringen eines Ga ses oder eines ganz oder teilweise verdampf- baren flüssigen Mediums, die gas- bezw. dampfförmigen Unreinheiten abgeschieden werden.
Da die Kondensationstemperatur der Verunreinigungen meist höher ist als diejenige der Wasserstoffperoxyddämpfe, ist die gleichzeitige Kondensation von Wasser stoffperoxyd gering. Gegebenenfalls können die Dämpfe auch vor der Reinigung über hitzt werden. Die Ausführung des Verfah rens gemäss der Erfindung lässt sich dadurch besonders wirksam gestalten, dass man in die Dämpfe alkalisch wirkende Flüssigkeiten oder Gase einführt. Entgegen aller bisheri gen Erfahrung zeigte sich nämlich, dass die Einbringung von gasförmigem NH3 in gerin ger Menge in die Wasserstoffperoxyd dämpfe ohne Einfluss auf die Ausbeute der Kondensation ist.
Es findet also keine Re aktion zwischen Wasserstoffperoxyd und Ammoniak in der Dampfphase statt.
Die Wasserstoffperoxyddämpfe können auch in Abscheidern von bekannter Bauart mit alkalisch reagierenden Waschflüssigkei ten in Berührung gebracht werden. Durch Zufügung von solchen Stabilisatoren, die in den überhitzten Peroxyddämpfen verdamp fen, bezw. durch Zuführung solcher kühlen der Gase, die gleichzeitig Stabilisatoren sind, z. B. Sauerstoff oder Kohlendioxyd, lässt sich die Ausbeute der Kondensation noch verbessern.
Zweckmässigerweise werden die Mittel, welche die Abscheidung der Verunreinigun gen bewirken. den Dämpfen zugesetzt, bevor sie den Säureabscheider passieren. Es können die verschiedensten Gase, Flüssigkeiten usw. durch Zerstäuber oder dergleichen in die Dämpfe eingeführt werden, wobei der Um fang der gewünschten Kondensation durch die Temperatur, den Gehalt an verdampf- baren Anteilen usw. der einzubringenden Verbindungen in einfacher Weise geregelt werden kann.
Gegebenenfalls kann auch Peroxyd belie biger Konzentration eingeführt werden. Die überhitzten Dämpfe bewirken dann auch eine Verdampfung des Peroxydes, so da.ss nicht nur eine Verringerung der Konzentra tion des Wasserstoffperoxyddampfes ausge schlossen, sondern sogar eine Erhöhung er reicht werden kann. Das bei der Reinigung etwa mitkondensierte Wasserstoffperoxyd kann den zur Destillation gehenden Lösun gen wieder zugefügt oder redestilliert wer den.
<I>Beispiel:</I> 1000 Liter einer Persulfatlösung. die hei an sich bekannter Zusammensetzung etwa 200 g/1 Schwefelsäure und 35 g/1 Peroxyd in Form von Persulfat enthält, werden in bekannter Weise einer Vakuumdestillation unterworfen. Es werden etwa. 85 kg 30%iges Wasserstoffperoxyd mit einem Säuregehalt von 0.28 l , berechnet als Schwefelsäure, er halten.
Wenn man jedoch die Destillation unter gleichen Bedingungen wiederholt und in die Dämpfe vor den Kondensation 15 Liter Was ser von Raumtemperatur vernebelt, so erhält man etwa 82 kg 30%iges Wasserstoffper oxyd, das jedoch nur einen Säuregehalt von (),009% aufweist. Wenn man dem Wasser vor der Vernebelung <B>0,1%</B> Ammoniak zu fügt, so erhält man ein Wasserstoffperoxyd, das nur noch 0,002 g Säure enthält, also fast neutral ist.
Das zu vernebelnde Wasser kann, statt auf Raumtemperatur gehalten, auch vorge kühlt oder vorgewärmt sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von reinem Wasserstoffperoxyd, dadurch gekennzeich net, dass die bei der Destillation von säure haltigen Lösungen, die beim Erhitzen Was serstoffperoxyd liefern, entstehenden Was serstoffperoxyd-Wasserdampfgemische von gas- oder dampfförmigen Verunreinigungen befreit werden. UNTERANSPROCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfgemische durch Kühlung von gas- oder dampf- förmigen Verunreinigungen befreit wer den. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfgemische durch Zuführung eines Gases von gas- oder dampfförmigen Verunreinigungen befreit werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfgemische durch Zuführung einer mindestens teil weise verdampfbaren Flüssigkeit von gas- oder dampfförmigen Verunreinigun gen befreit werden. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass den Dampfgemi schen kühlende Gase zugeführt werden.F). Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass den Dampfgemi- sehen kühlende Gase, die gleichzeitig Stabilisatoren sind, zugeführt werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass den Dampfgemi schen vorgekühlte, mindestens teilweise verdampfbare Flüssigkeiten zugeführt werden. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass den Dampfgemi schen auf Raumtemperatur gehaltene, mindestens teilweise verdampfbare Flüs sigkeiten zugeführt werden. B.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass den Dampfgemi schen vorgewärmte, mindestens teilweise verdampfbare Flüssigkeiten zugeführt werden. 9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass den Dampfgemi schen Perogydlösungen zugeführt wer den. 10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass den Dampfgemi- sehen solche Gase zugeführt werden, die mit den Verunreinigungen der Dämpfe zu reagieren vermögen. 11. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass den Dampfgemi schen solche Flüssigkeiten zugeführt werden, die mit den Verunreinigungen der Dämpfe zu reagieren vermögen. 12.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in die Dampf gemische alkalisch wirkende Gase ein führt. 13. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in die Dampf gemische alkalisch wirkende Flüssigkei ten einführt. 14. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfgemische vor der Reinigung überhitzt werden.
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