CH545129A - Verfahren zur Absorption von SiF4-haltigen Abgasen in Wasser oder wässriger Hexafluorkieselsäure - Google Patents

Verfahren zur Absorption von SiF4-haltigen Abgasen in Wasser oder wässriger Hexafluorkieselsäure

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Publication number
CH545129A
CH545129A CH41572A CH41572A CH545129A CH 545129 A CH545129 A CH 545129A CH 41572 A CH41572 A CH 41572A CH 41572 A CH41572 A CH 41572A CH 545129 A CH545129 A CH 545129A
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CH
Switzerland
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absorption
stage
h2sif6
sif4
exhaust gases
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CH41572A
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Wolfrom Walter
Koelling Wolfgang
Schultheis Walter
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Piesteritz Stickstoff
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description


  Die     Erfindung    betrifft eine weitere     Ausbildung    des Ver  fahrens zur Absorption SiF4-haltiger Abgase in Wasser oder  wässriger Hexafluorkieselsäure nach dein Haupatent Num  mer     499        997.     



  Die     Erfindung    verfolgt     den        Zweck,    unter Anwendung der       Verfahrenskriterien    des     Hauptpatentes    eine     konzentrierte     Hexafluorkieselsäure herzustellen, die einen H2SiF6-Gehalt  von mehr als 20 Gew. % aufweist.  



  Solche konzentrierte H2SiF6-Lösungen besitzen den Vor  teil gegenüber verdünnter Hexafluorkieselsäure, dass sich die       Weiterverarbeitung    auf     zahlreiche        technisch        interessante    an  organische Fluoride oder Hexafluorsilikate ökonomisch be  deutend     günstiger    gestaltet.  



  Es ist bekannt, zur Herstellung von konzentrierten     Hexa-          fluorkieselsäuren    aus Abgasen ein zweistufiges Absorptions  verfahren     zu        verwenden,        wodurch        sowohl    dem relativ hohen  Dampfdruck solcher Säuren an SiF4 als auch den lufthygieni  schen     Erfordernissen        Rechnung    getragen wird.

       Dabei    erfolgt  in der ersten Stufe die Absorption der SiF4-haltigen Abgase  in einer konzentrierten H2SiF6-Lösung und in einer zweiten  Stufe eine Nachabsorption des F-Anteils in Wasser oder ver  dünnter Hexafluorkieselsäure, der auf Grund des hohen     SiF4-          Dampfdruckes    der konzentrierten Hexafluorkieselsäure in der  ersten Stufe     nicht        absorbiert    werden     kann.     



       Durchgeführte        Versuche        zur        Anwendung        des        Verfahrens          gemäss    Hauptpatent in     einem        zweistufigen        Verfahren    zur Ab  sorption von heissen SiF4-haltigen Abgasen, wie sie beispiels  weise beim Aufschluss von konzentrierter     Hexafluorkiesel-          säure    zeigten, dass es bei der Absorption der SiF4-Abgase,  die eine Temperatur von 80 bis 100'C aufweisen,

   zu     hartnäk-          kigen    Kieselsäureablagerungen in der ersten Absorptionsstufe  kommt, wenn eine Hexatluorkieselsäure mit eurem Gehalt  von mehr als 20% H2SiF6 zur Berieselung der Schlitzböden  verwendet     wird.     



       Zweck    der Erfindung ist es,     diesen        auftretenden        Nachteil     zu     beseitigen:     Aufgabe der vorliegenden     Erfindung    ist es, den     Absorp-          tionsprozess    entsprechend den     Verfahrenskriterien    des  Hauptpatentes in einer     zweistufigen        Verfahrensanordnung    so  durchzuführen,     dass    es bei der Anwendung einer konzentrier  ten H2SiF6-Lösung zur Berieselung in der ersten Absorp  tionsstufe zu keinen Kieselsäureablagerungen auf den Schlitz  böden kommt.  



  Es wurde nun gefunden, dass eine Ankrustung von Kiesel  säure bzw. Kieselsäurehydrat an den Stegen der Schlitzböden  bei der Absorption von SiF4-haltigen Abgasen in konzentrier  ter Hexafluorkieselsäure vermieden werden kann, wenn die       Temperatur    während des     Absorptionsprozesses        in    der ersten  Stufe den     Wert    von 60  C     nicht        überschreitet.     



  Bei Temperaturen     oberhalb        6     C kommt es in     Gegenwart     von konzentrierter Hexafluorkieselsäure zu einer sehr raschen       Kondensation        der        ursprünglich    stark     hydratisierten    Kiesel  säure     entsprechend    der     folgenden        Reaktionsgleichung:

       
EMI0001.0072     
    Diese     rasche        Kondensation    ist die     Ursache    für die Ausbil  dung harter     Verkrustungen        auf    den     Schlitzböden.     



  Bei der Herstellung von konzentrierter     Hexaftuorkiesel-          säure    mit einem H2SiF6-Gehalt von mindestens 20 Gew.%  muss     erfindungsgemäss    der     zur'        Absorption    dienenden Um  laufsäure eine     Temperatur    in     der        Absorptionssuspension    der  ersten Absorptionsstufe, bestehend aus Hexafluorkieselsäure  und Kieselsäurehydrat, von maximal 60  C, vorzugsweise 50  bis 60  C,     eingestellt    werden.  



  Die dazu     notwendige        Abkühlung    des     Absorptionssystems     kann dabei     sowohl        durch        Kühlung    der     Umlaufsäure        mit    an       sich    bekannten     Kühlaggregaten,    wie     Kühlschlangen,    Kühlta  schen usw., erfolgen, wahrend die Abkühlung der zu absorbie-    renden Abgase zweckmässiger durch Zugabe von kalter     Ver-          dünnungsluft    erfolgt.  



       Zwischen    der maximal zulässigen Temperatur während der  Absorption und der maximal zulässigen     H2SiF6-Konzentra-          tion    besteht dabei folgender Zusammenhang:  
EMI0001.0104     
  
     Es folgen zwei     Ausführungsbeispiele,    wobei die verwen  dete     Absorptionseinrichtung    eine zweistufige Absorptionsan  lage     darstellt,    die entsprechend der im Hauptpatent angege  benen     Vorrichtung    mit jeweils 3     Schlitzböden    pro     Absorp-          tionsturm    ausgerüstet ist.

      Beispiel 1  10 000 m3/h eines mit kalter Luft verdünnten Abgases  mit einer Temperatur von 60  C und einem SiF4-Gehalt von  10 g/m' durchströmen nacheinander die 1. und 2. Stufe einer  zweistufigen Absorptionsanlage. In der ersten Absorptions  stufe erfolgt eine Berieselung mittels einer 25 %     H2SiF6-halti-          gen    Absorptionssuspension, die eine Temperatur von 55'C  besitzt. In dem Schlitzbodenabsorptionsturm der ersten Stufe  werden dabei 87% des im Abgas enthaltenen SiF4 absorbiert.  



  In der zweiten Stufe des Absorptionsprozesses erfolgt die       Absorption    der restlichen Abgase der ersten Stufe durch Be  rieselung mit einer Absorptionssuspension, die einen     SiF4-          Gehalt    von 4% besitzt. In die Vorlage dieser Stufe werden da  bei     stündlich    0,30 m' Frischwasser aufgegeben, während  stündlich 0,30 m' der 4 % H2SiF6 enthaltenden Absorptions  suspension der zweiten     Absorptionsstufe    zur Vorlage der       ersten    Absorptionsstufe     zurückgeführt    werden. Aus der Vor  lage der ersten     Absorptionsstufe    laufen stündlich 0,30 m'  einer 25 % H2SiF6-haltigen Absorptionssuspension ab.

   Die  Abgase des zweistufigen Absorptionssystems enthalten  20 mg F/m3.    Beispiel 2  10 000 m3/h fluorhaltiger Abgase mit einer Temperatur  von 85 C und einem Gehalt von 15 g/m3 SiF4 durchströmen  nacheinander eine aus zwei Schlitzbodenabsorbern beste  hende     zweistufige        Absorptionseinrichtung.    Dabei     erfolgt    in  der     ersten    Stufe eine     Berieselung    der Schlitzböden mit einer  30% H2SiF6-haltigen Absorptionssuspension, die im Kreislauf  über ein Kühlsystem, bestehend aus Rieselkühlern, gepumpt  wird. Dabei erfolgt eine Abkühlung der Absorptionssuspen  sion auf<B>50'C.</B> Unter diesen Bedingungen werden 86 % im Gas  enthaltenen SiF4 in der ersten Stufe des Schlitzbodenabsor  bers abgeschieden.

   In der zweiten Stufe erfolgt dann die Be  rieselung der Abgase der ersten Stufe mit 5 % H2SiF6-haltiger  Absorptionssuspension unter Abscheidung des restlichen  SiF4-Gehaltes. In die Vorlage der zweiten Absorptionsstufe  werden     dabei    stündlich 0,36 m' Frischwasser aufgegeben,  während das gleiche Volumen an 5 %iger H2SiF6 in die Vor  lage der ersten     Absorptionsstufe    überführt wird. Aus der er  sten Stufe werden stündlich 0,36 m' einer 30%     H2SiF6-halti-          gen    Absorptionssuspension abgezogen. Die Abgase verlassen  das     Absorptionssystem    mit einem F-Gehalt von 30     mg/m'.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Absorption von SiF4-haltigen Abgasen in Wasser oder wässriger Hexafluorkieselsäure nach Patentan spruch 1 des Hauptpatentes unter gleichzeitiger Gewinnung einer konzentrierten Hexafluorkieselsäure, wobei der Absorp- tionsprozess in zwei hintereinandergeschalteten Schlitzboden- absorbern durchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet,
    dass in der ersten Absorptionsstufe eine Temperatur der Absorp tionssuspension von maximal 60 C eingestellt und eine H2SiF6-Konzentration von mindestens 20 Gew. % gebildet wird. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kühlung des Absorptionssystems durch Verdünnen der zu absorbierenden SiF4-haltigen Abgase mit kalter Luft erfolgt.
CH41572A 1967-10-02 1972-01-12 Verfahren zur Absorption von SiF4-haltigen Abgasen in Wasser oder wässriger Hexafluorkieselsäure CH545129A (de)

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CH41572A CH545129A (de) 1967-10-02 1972-01-12 Verfahren zur Absorption von SiF4-haltigen Abgasen in Wasser oder wässriger Hexafluorkieselsäure

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2505671A1 (fr) * 1981-05-12 1982-11-19 Zotov Boris Procede d'elimination de composes fluores de milieux gazeux
WO2002064236A1 (en) * 2001-02-14 2002-08-22 Ineos Fluor Holdings Limited Recovery of fluorine containing compounds
CN116425167A (zh) * 2023-04-19 2023-07-14 贵州瓮福蓝天氟化工股份有限公司 一种氟硅酸溶液的浓缩方法及系统

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