AT302968B - Zyklisches verfahren zur herstellung wasserfreier fluorwasserstoffsaeure - Google Patents

Zyklisches verfahren zur herstellung wasserfreier fluorwasserstoffsaeure

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AT302968B
AT302968B AT09631/70A AT963170A AT302968B AT 302968 B AT302968 B AT 302968B AT 09631/70 A AT09631/70 A AT 09631/70A AT 963170 A AT963170 A AT 963170A AT 302968 B AT302968 B AT 302968B
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B7/00Halogens; Halogen acids
    • C01B7/19Fluorine; Hydrogen fluoride
    • C01B7/191Hydrogen fluoride
    • C01B7/194Preparation from ammonium fluoride

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Description


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   Das Stammpatent Nr. 280951 betrifft ein zyklisches Verfahren zur Herstellung wasserfreier Fluorwasser- stoffsäure, bei dem man in einer ersten Stufe Ammoniumbifluorid oder ein dieses enthaltendes Produkt bei einer Temperatur, die mindestens gleich der Schmelztemperatur der Reaktionskomponente mit dem niedersten Schmelzpunkt, jedoch unterhalb der Zersetzungstemperatur des gebildeten A mmoniumfluormetallats liegt, mit einem Metallfluorid zur Reaktion bringt und die sich entwickelnde gasförmige wasserfreie Fluorwasserstoffsäure auffängt, worauf man in einer zweiten Stufe bei einer über der Temperatur der ersten Stufe liegenden Temperatur das gebildete Ammoniumfluormetallat thermisch zersetzt und sowohl in der Gasphase als auch in der kondensierten Phase einerseits das Ammoniumfluorid und anderseits das Metallfluorid gewinnt,

   welch letzteres wieder in das Verfahren zurückgeführt wird. 



   Dieses Verfahren beruht auf der Existenz von Fluormetallaten, die bei einer Temperatur über der Schmelztemperatur der am niedrigsten schmelzenden Ausgangskomponente des Verfahrens stabil sind und die bei ihrer Zersetzungstemperatur fest oder flüssig sind. 



   Im Stammpatent ist eine Reihe von Metallen genannt, deren Fluormetallate die genannten Eigenschaften aufweisen und die für das vorliegende Verfahren geeignet sind. 



   Gemäss der Erfindung können noch weitere Metallfluoride, nämlich die Fluoride von Cadmium, Beryllium, Gallium, Blei, Selen, Hafnium und Antimon als Ausgangsfluoride verwendet werden. 



   Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung erläutern, ohne sie einzuschränken. 



    Beispiel l : Verwendung von Bleifluorid PbF .   



   Man legt 1/10 Mol gelbes Bleioxyd PbO vor und setzt 0, 24 Mol Ammoniumbifluorid zu. Nach inniger Mischung der Komponenten werden diese in einen Reaktor aus Monelmetall eingebracht, der mit einer Vorrichtung zum Spülen mit Inertgas und einem Kondensationssystem für die entstehenden Dämpfe ausgestattet ist. 



   Die Mischung wird während 2 h auf 1600C aufgeheizt, dann langsam auf eine Temperatur von 3000C gebracht, auf welcher sie während 4 h gehalten wird. 



   Das so gebildete komplexe Blei-Ammoniumfluorid wird nun zersetzt. Der feste Rückstand besteht aus etwa 0, 1 Mol Bleifluorid PbF 2. 



   Dieses Produkt wird nun sorgfältig mit 0, 2 Mol   NH4HF2   gemischt und dann das Ganze, immer noch in dem Reaktor aus Monelmetall, unter Spülung mit trockener Luft auf eine Temperatur von 1600C gebracht. Es geht folgende Reaktion vor sich : 
 EMI1.1 
 
Die Fluorwasserstoffsäure entweicht und wird in Wasser aufgefangen. 



   Nach 4 h Behandlungszeit bei diesen Bedingungen werden   93%   der stöchiometrischen Menge an HF aufgefangen. 



   Das   Ammonium-Blei-Doppelfluorid   wird dann thermisch in trockener Atmosphäre zersetzt, was es erlaubt, das   PbF.   wieder einzusetzen. 



     Beispiel 2 :   Verwendung von Antimonfluorid SbF.. 



   Eine Probe von 33 g Antimonoxyd   SbOg   wird in ein Gefäss eingebracht, dessen Wände mit Teflon überzogen sind. Man setzt eine   40% igue   Lösung von Fluorwasserstoffsäure im Überschuss über die stöchiometrisch erforderliche Menge zu, was zur Bildung von   SbFg   führt. Das Ganze wird langsam über dem Wasserbad bei   900C   eingedampft. Nach mehreren Stunden beginnen sich Kristalle aus der Lösung abzuscheiden. Es wird weiter bis zur Bildung eines Breies eingedampft. Die Suspension wird nun abkühlen gelassen und der Feststoff abfiltriert, in Wasser gewaschen und im Trockenschrank getrocknet. Man erhält 29 g   SbFg.   



   Das Antimonfluorid wird in einem Reaktor aus Monelmetall eingebracht, und man mischt 11, 5 g Ammoniumbifluorid zu, das durch trockenes Eindampfen einer Lösung von 300 g Ammoniumfluorid/1 erhalten worden war. Diese   Ammoniumfluoridlösung   wieder wurde durch Neutralisation bei PH = 9 einer   18'eigen   Lösung von Kieselfluorwasserstoffsäure mit Ammoniak gewonnen. 



   Der Monel-Reaktor, der nun die Feststoffe SbF, und   NH. F' HF enthält,   wird in ein thermostatisiertes Ölbad eingebracht und die Temperatur auf   1300C   angehoben. Ab   1250C   beobachtet man eineheftige Entwicklung von HF, das durch einen Strom von Inertgas mitgenommen und in Wasser absorbiert wird. Nach   11/2   h werden 3, 7 g HF aufgefangen, was einer Ausbeute von etwa   92%,   bezogen auf das eingesetzte Bifluorid, entspricht. 



   Das Doppelfluorid wird anschliessend im Vakuum bei 2000C zersetzt und die gewonnenen Produkte wieder in den Prozess zurückgeführt. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Zyklisches Verfahren zur Herstellung wasserfreier Fluorwasserstoffsäure, bei dem man in einer ersten Stufe Ammoniumbifluorid oder ein dieses enthaltendes Produkt bei einer Temperatur, die mindestens gleich der Schmelztemperatur der Reaktionskomponente mit dem niedersten Schmelzpunkt, jedoch unterhalb der Zer- <Desc/Clms Page number 2> setzungstemperatur des gebildeten Ammoniumfluormetallats liegt, mit einem Metallfluorid zur Reaktion bringt und die sich entwickelnde gasförmige wasserfreie Fluorwasserstoffsäure auffängt, worauf man in einer zweiten Stufe bei einer über der Temperatur der ersten Stufe liegenden Temperatur das gebildete Ammoniumfluormetallat thermisch zersetzt und sowohl in der Gasphase als auch in der kondensierten Phase einerseits das Ammoniumfluorid und anderseits das Metallfluorid gewinnt,
    welch letzteres wieder in das Verfahren zurückgeführt wird, nachPatentNr. 280951, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsmetal1fluorid einFluorid von Cd, Be, Ga, Pb, Se, Hf oder Sb verwendet.
AT09631/70A 1967-05-30 1970-10-27 Zyklisches verfahren zur herstellung wasserfreier fluorwasserstoffsaeure AT302968B (de)

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FR7034470A FR2105084A2 (en) 1967-05-30 1970-09-23 Prodn of anhydroushydrofluoric acid - by reacn of ammonium bi fluoride with a metal fluoride
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