AT302968B - Zyklisches verfahren zur herstellung wasserfreier fluorwasserstoffsaeure - Google Patents
Zyklisches verfahren zur herstellung wasserfreier fluorwasserstoffsaeureInfo
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- C01B7/19—Fluorine; Hydrogen fluoride
- C01B7/191—Hydrogen fluoride
- C01B7/194—Preparation from ammonium fluoride
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Description
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Das Stammpatent Nr. 280951 betrifft ein zyklisches Verfahren zur Herstellung wasserfreier Fluorwasser- stoffsäure, bei dem man in einer ersten Stufe Ammoniumbifluorid oder ein dieses enthaltendes Produkt bei einer Temperatur, die mindestens gleich der Schmelztemperatur der Reaktionskomponente mit dem niedersten Schmelzpunkt, jedoch unterhalb der Zersetzungstemperatur des gebildeten A mmoniumfluormetallats liegt, mit einem Metallfluorid zur Reaktion bringt und die sich entwickelnde gasförmige wasserfreie Fluorwasserstoffsäure auffängt, worauf man in einer zweiten Stufe bei einer über der Temperatur der ersten Stufe liegenden Temperatur das gebildete Ammoniumfluormetallat thermisch zersetzt und sowohl in der Gasphase als auch in der kondensierten Phase einerseits das Ammoniumfluorid und anderseits das Metallfluorid gewinnt,
welch letzteres wieder in das Verfahren zurückgeführt wird.
Dieses Verfahren beruht auf der Existenz von Fluormetallaten, die bei einer Temperatur über der Schmelztemperatur der am niedrigsten schmelzenden Ausgangskomponente des Verfahrens stabil sind und die bei ihrer Zersetzungstemperatur fest oder flüssig sind.
Im Stammpatent ist eine Reihe von Metallen genannt, deren Fluormetallate die genannten Eigenschaften aufweisen und die für das vorliegende Verfahren geeignet sind.
Gemäss der Erfindung können noch weitere Metallfluoride, nämlich die Fluoride von Cadmium, Beryllium, Gallium, Blei, Selen, Hafnium und Antimon als Ausgangsfluoride verwendet werden.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung erläutern, ohne sie einzuschränken.
Beispiel l : Verwendung von Bleifluorid PbF .
Man legt 1/10 Mol gelbes Bleioxyd PbO vor und setzt 0, 24 Mol Ammoniumbifluorid zu. Nach inniger Mischung der Komponenten werden diese in einen Reaktor aus Monelmetall eingebracht, der mit einer Vorrichtung zum Spülen mit Inertgas und einem Kondensationssystem für die entstehenden Dämpfe ausgestattet ist.
Die Mischung wird während 2 h auf 1600C aufgeheizt, dann langsam auf eine Temperatur von 3000C gebracht, auf welcher sie während 4 h gehalten wird.
Das so gebildete komplexe Blei-Ammoniumfluorid wird nun zersetzt. Der feste Rückstand besteht aus etwa 0, 1 Mol Bleifluorid PbF 2.
Dieses Produkt wird nun sorgfältig mit 0, 2 Mol NH4HF2 gemischt und dann das Ganze, immer noch in dem Reaktor aus Monelmetall, unter Spülung mit trockener Luft auf eine Temperatur von 1600C gebracht. Es geht folgende Reaktion vor sich :
EMI1.1
Die Fluorwasserstoffsäure entweicht und wird in Wasser aufgefangen.
Nach 4 h Behandlungszeit bei diesen Bedingungen werden 93% der stöchiometrischen Menge an HF aufgefangen.
Das Ammonium-Blei-Doppelfluorid wird dann thermisch in trockener Atmosphäre zersetzt, was es erlaubt, das PbF. wieder einzusetzen.
Beispiel 2 : Verwendung von Antimonfluorid SbF..
Eine Probe von 33 g Antimonoxyd SbOg wird in ein Gefäss eingebracht, dessen Wände mit Teflon überzogen sind. Man setzt eine 40% igue Lösung von Fluorwasserstoffsäure im Überschuss über die stöchiometrisch erforderliche Menge zu, was zur Bildung von SbFg führt. Das Ganze wird langsam über dem Wasserbad bei 900C eingedampft. Nach mehreren Stunden beginnen sich Kristalle aus der Lösung abzuscheiden. Es wird weiter bis zur Bildung eines Breies eingedampft. Die Suspension wird nun abkühlen gelassen und der Feststoff abfiltriert, in Wasser gewaschen und im Trockenschrank getrocknet. Man erhält 29 g SbFg.
Das Antimonfluorid wird in einem Reaktor aus Monelmetall eingebracht, und man mischt 11, 5 g Ammoniumbifluorid zu, das durch trockenes Eindampfen einer Lösung von 300 g Ammoniumfluorid/1 erhalten worden war. Diese Ammoniumfluoridlösung wieder wurde durch Neutralisation bei PH = 9 einer 18'eigen Lösung von Kieselfluorwasserstoffsäure mit Ammoniak gewonnen.
Der Monel-Reaktor, der nun die Feststoffe SbF, und NH. F' HF enthält, wird in ein thermostatisiertes Ölbad eingebracht und die Temperatur auf 1300C angehoben. Ab 1250C beobachtet man eineheftige Entwicklung von HF, das durch einen Strom von Inertgas mitgenommen und in Wasser absorbiert wird. Nach 11/2 h werden 3, 7 g HF aufgefangen, was einer Ausbeute von etwa 92%, bezogen auf das eingesetzte Bifluorid, entspricht.
Das Doppelfluorid wird anschliessend im Vakuum bei 2000C zersetzt und die gewonnenen Produkte wieder in den Prozess zurückgeführt.
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Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Zyklisches Verfahren zur Herstellung wasserfreier Fluorwasserstoffsäure, bei dem man in einer ersten Stufe Ammoniumbifluorid oder ein dieses enthaltendes Produkt bei einer Temperatur, die mindestens gleich der Schmelztemperatur der Reaktionskomponente mit dem niedersten Schmelzpunkt, jedoch unterhalb der Zer- <Desc/Clms Page number 2> setzungstemperatur des gebildeten Ammoniumfluormetallats liegt, mit einem Metallfluorid zur Reaktion bringt und die sich entwickelnde gasförmige wasserfreie Fluorwasserstoffsäure auffängt, worauf man in einer zweiten Stufe bei einer über der Temperatur der ersten Stufe liegenden Temperatur das gebildete Ammoniumfluormetallat thermisch zersetzt und sowohl in der Gasphase als auch in der kondensierten Phase einerseits das Ammoniumfluorid und anderseits das Metallfluorid gewinnt,welch letzteres wieder in das Verfahren zurückgeführt wird, nachPatentNr. 280951, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsmetal1fluorid einFluorid von Cd, Be, Ga, Pb, Se, Hf oder Sb verwendet.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2032855A DE2032855C3 (de) | 1967-05-30 | 1970-07-02 | Verfahren zur Gewinnung von wasserfreiem Fluorwasserstoff |
| FR7034470A FR2105084A2 (en) | 1967-05-30 | 1970-09-23 | Prodn of anhydroushydrofluoric acid - by reacn of ammonium bi fluoride with a metal fluoride |
| LU61879D LU61879A1 (de) | 1967-05-30 | 1970-10-15 | |
| AT09631/70A AT302968B (de) | 1970-07-02 | 1970-10-27 | Zyklisches verfahren zur herstellung wasserfreier fluorwasserstoffsaeure |
Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2032855A DE2032855C3 (de) | 1967-05-30 | 1970-07-02 | Verfahren zur Gewinnung von wasserfreiem Fluorwasserstoff |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT302968B true AT302968B (de) | 1972-10-15 |
Family
ID=27422281
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT09631/70A AT302968B (de) | 1967-05-30 | 1970-10-27 | Zyklisches verfahren zur herstellung wasserfreier fluorwasserstoffsaeure |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT302968B (de) |
-
1970
- 1970-10-27 AT AT09631/70A patent/AT302968B/de not_active IP Right Cessation
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