CH86152A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunststeinen aus porösem Material. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunststeinen aus porösem Material.

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CH86152A
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Schol Carl Heinrich
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B3/00Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor
    • B28B3/02Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor wherein a ram exerts pressure on the material in a moulding space; Ram heads of special form

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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
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  • Ceramic Engineering (AREA)
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  • Devices For Post-Treatments, Processing, Supply, Discharge, And Other Processes (AREA)

Description


  Verfahren uud Vorrichtung zur Herstellutg von Kunststeinen ans porösem Material.    Bei der Herstellen g voll Kunststeinen  ans porösem Material, zum Beispiel von  Schwemmsteinen, durch Pressen in Form  kasten ist es notwendig, das Pressen fnit gro  sser Vorsieht zu bewirken. Man darf die  Steine nicht auf einmal dem     zum    Ausbilden  der Ecken und Kanten notwendigen Druck  unterwerfen, da sonst ihre poröse Struktur  verloren geht.  



  Um die Pressarbeit ohne Schaden für  die poröse Struktur zu bewirken, wird ge  mäss dem vorliegenden Verfahren in fol  gender Weise vorgegangen. Man presst den  mit der Pressmasse gefüllten Formkasten  zuerst als Ganzes und dann einen die     Press-          masse    tragenden beweglichen Boden dessel  ben allein gegen ein Widerlager. Durch diese  Zerlegung der Pressarbeit in zwei Stufen ist  es möglich, den Kunststein scharf auszu  pressen, ohne ihn einem so starken Drücke  zu unterwerfen, dass seine Struktur durcl  Zertrümmerung der Bestandteile verloren  geht. Die Presse zur Ausführung dieses Ver  fahrens weist eine als Kastenboden dienende  Platte auf, auf welcher die Mantelwand des    Formkastens ruht; diese Platte tann durch  Stempel gegen ein Widerlager gepress1  werdem.

   Die Presse hat ferner einen zweiten  im Formkasten bewegliehen Boden, welcher  durch andere Stempel gegen das Widerlager  geprelt werden kann.  



  Die beiliegende Zeiclntng zeigt eine bei  spielsweise Ausfilrungsform einer zur Aus  führung des Verfahrens gemäss Erfindung  dienenden Presse, und zwar ist Fig. 1. ein  Längsschnitt, Fig. 2 eine Ansieht von vorn,  teilweise im Schnitt, und Fiel. 3 eine     Elnzel-          h    i t.  



  Das Maschinengestell 1 trägt cine durch  gehende Welle 2, die mittelst der     legel-          rider    3 durch die Welle 4 mit dem     laupi-          antrieb    in Verbindung steht. Auf der Welle  2 sitzen fünf Kurvensebeiben a, 6, i, 8 und  9. auf denen entsprechend die Rollen 10, 11,  12, l3 und 11 laufen, welche mit den in dem  Querbalken 15 gelagerten Stempeln 16, 17  18, 19 und 20 verbunden sind.

   Dureh die  Nerv enscheilen 5-9 werden diese Stempel  16-20 in bestimniter \V(,ise gehoben und        -leder        gesenl@t.         Über diesen Stempeln liegt der Form  kasten 21, welcher zum gleichzeitigen Pres  sen von fünf Steinen nebeneinander dient;  zu diesem Zw ecle sind Eisenscheiben 22 v     or-          gesehen,    um die Pressmasse zu unterteilen.  Da die Steine als Hohlsteine ausgebildet  werden sollen, sind die Längswände des  Formlkastens mit Löchern versehen, durch  welhe während des Füllens und Pressens  ein mit fünf Dornen versehenes Gatter 23 in  die Masse eingeführt werden kann. Dieses  Gatier ist durch die Stange 24 mit einem  Antriebe verblinden, der es in geeigneter  Weise verschiebt und zurückzieht.

   Die Man  telwand des Formkastens 21 ruht auf einer  als Kastenboden dienenden Platte 25, welche       durch    den mittleren Stempel 16 gehoben und  gesenkt werden kann. Dieser Boden besitzt  zwei seitliche Leisten 26, die auf entspre  chenden Führungen 27 gleiten können. Auf  diese Weise ist es möglich, den Boden 2a  samt dem daraufstehenden Formlasten 21  unter den     Fülltrichter    28 behufs Füllung zu  ziehen. Diese Bewegung erfolgt durch eine  Stange 29, die eine Verzahnung 30 trägt, in  welche ein entsprechender Antrieb eingreift.

    An dem Formlkasten ist aussen ein Haken 31  angeibracht, der in den Schieber 32 des Füll  trichters eingreift und diesen bei der     Be-          weguno    des Formkastens mitnimmt, so dass  der Fülltrichter 28 geöffnet ist, wenn der  Formkasten unter dem Trichter steht und ge  schlossen, wenn er sich in der Pressstellung  gemäss Fig. 1 befindet.  



  Auf der Bodenplatte 25 ruht ein im  Formkasten be weglicher Boden 33, der in  der dargestellten Weise mit den beiden Stem  peln 17 und 18 durch Ansätze derart in Ein  griff kommen kann. dass er für sich von  diesen angehoben werden kann. Auf diesen  zweiten Boden ist ein Unterlagsbrett 34  (Big. 3) gestellt, auf welches die Pressmasse  aus cem Fülltrichter fällt. Dieses Unter  lagsbrett hat zwei Seitenteile 35, die bei 36  mit A usspärungzen versehen sind, um, wenn  die U nterlagsbretter zum Trocknen der       Steine    übereinander aufgestapelt stehen,     das     einzelne Brett bequem anfassen zu können.

      An der untern Seite des Brettes 34 isA an  jedem Ende ein Winkeleisen 37 angebracht,  das bestimmt ist, sich gegen den Seitenteil 35  des beim Aufstapeln darunterstehenden U     n-          terlagsbrettes    zu legen, zu welchem Zwecke  diese Seitenteile auf der Inncnfläche bei 38  abgeschrägt sind. Die aufeinanrergestelllen  Unterlagsbretter dienen deichzeitig als  Stapelgerüst, wobei die Winkeleisen die  seitliche Verschiebung der Bretter verhindern.  



  Der Fornkasten 21 trägt noch zwei     An-          Sätze    39, unter welche die Stempel 19 und  ä  20 greifen können, wenn der Formkasten  von dem fertig gepressten Stein abgehoben  werden soll. Mer dem Formkasten und  gegeniiber den Stempeln 16, 17, 18 liegt ein  Widerlager 40, das zur gleichzeitigen Her  stellung von fünf Steinen in fünf Teile ge  teilt ist.  



  Zwischen den Stempeln 16, 17, 18 in der  uniersten Lage dersellen und den mit ihnen  in Eingriff kommenden Teilen 25, bezw. 3i  sind Zwischenräume vorgesehen.  



  Die Arbeitsweise der beschriebenen     Vor-          richtlug    ist die folgende:  Zunächst ergreift die Stange 29 die  Bodenplatte 25 und zieht sie mit der     Form-          kasien-Mvautelwand    auf den Führungen 27  unter den zum Beispiel mit Schlackenmasse  gefüllten Fülltrichter 28, wobei sich durch  den Haken 31 dessen Schieber 32 öffnet und  die Füllung des mit dem Unterlagsbrette 34  ausgerüsteten Formkastens 21 erfolgt.

   Dann  tritt das Gatter 23 in die klasse und lewegt  sich mit dem ganzen Formkasten in die     PrA-          Stellung    gemäss Fig. 1, wobei dieser durch die  Stange 29 wieder über die Stempel 16 bis 20  geschoben wird, und sich gleichzeitig der  Schieber 32 wieder schliesst. letzt erfolgt die  Pressung, und zwar in der Weise, dass zu  nächst unter dem Einfluse dur Kurvensclieibe  5 der Stempel<B>1.6</B> den     Formkasten        als        CTauzes     anhebt und damit die     Prcssniasse    gegen das       -'V#Tiderlao#er    40 drückt.  



  Dadurch erfolgt eine Pressung der     1-Tasse     zu Hohlsteinen, wobei der Hub des     Press-          stempels    16 derart gewählt ist, dass der       PressclruclL    nicht zu gross wird und die po-      röse Struktur der Masse nicht verloren gelt.  Dann kommen die Kurvenscheiben 11 und  12 zur Wirkung und leben die Stempel 17  und 18 und damit den zweiten Boden 33 an,  wobei der Pressdruck ebenfalls entsprechend  gewihlt wird. Durch diese Unterteilung der  Pressarbeit in zwei Stufen ist es möglich,  eine Aaspressung der Masse zu Steinen ohne  zu grossen Druck zu erzielen.

   Nach der Aus  pressung kommen die Kurvenscheiber 8 und  9 zur W irkung. indem sie die Stempel 19  und 20 gegen die Ansitze 39 des     Form-          kastens    21 drücken und die     Formkasten-          Mantelwand    von der Bodenplatte 25 ab  heben, so dass die Steine freigelegt werden.  Man kann jetzt die auf dem Unterlagsbrette  34 liegenden fünf Steine aus der Presse  lerausnelmnen und aufstapeln, worauf in den  Forrkasten ein neues Unterlagsbrett einge  legt wird und die Arbeit von neuem beginnt.  



  Durch die Anordnung von     Zwisclenriu-          nen    zwischen den Stempeln 16, 17 und 18  und der Platte 25, bezw. dem Boden 33 wird  bewirkt, dass das Pressen mehr oder weniger  stoss- oder schlagartig erfolgt.  



  Die Presse kann auch zur Herstellung  von Vollsteinen dienen. Es ist dann nur  nötig, das Gatter auszuschalten und eine an  dere Mantelwand einzusetzen, deren     Längs-          wäade    nicht mit Löchern versehen, sondern  vollwandig sind.  



  Auch kann die Presse für die Herstel  lung grosser Bauplatten oder Dielen benut zt  werden, wobei ein geeigneter Formlasten  verwendet wird, der mur einen grossen offe  nen Formraum ohne Trennbleche 22 auf  weist. Dann wird natürlich das Widerlager  aus einer nichtunterteilten grossen Pressplatte  bestehen, welche genau den Innenraum des  Formkastens ausfüllt. Der Schieber 32 des  Fülltrichters kann auch anstatt durch den  Haken des Formkastens durch einen Hand  hebel geöffnet und geschlossen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Kunst steinen aus porösem Material durch Pres- sen im Formkasten, dadurch gekenn zeichnet, dass die Pressarbeit in zwei Stufen erfolgt, indem der mit der Press- masse gefüllte Formkasten zuerst als Ganzes und dann ein die Pressmasse tra gender. beweglieher Boden desselben allein gegen ein Widerlager gepresst wird. II.
    Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens gemäss Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch eine als Kastenboden die nende Platte, auf welcher die Mantel wand dlsFormkastens ruht und welche Platte durch Stempel gegen ein Wider lager gepresst werden kann, und ferner gekennzeielnet durch einen zveiter, in Formkasten leweglichen Boden, welcher durel andere Stempel gegen das Wider lager gepresst werden bann. UN TERAN SPRÜCHE: 1. Vorricltung nach Patentanspruch TI, da- darel gekennzeichnet, dass die Mantel wand des Formkasters abnehmbar auf der Bodenplatte ruht und durch fernere St e nipel von derselben abgehoben wer den kann. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gelenn- zeichnet, dass der Antrieb der Stempel durch auf einer gemeinsamen Welle sit zende Kurvenscheiben erfolgt, die nach einander in Tätigkeit treten.
    3. Vorrichtung nach Patentanspruell IL da- durcli gekennzeichnet. dass ein Mnterlags- brett mit Seitenteilen vorgesehen ist, auf welchem die Pressmasse in dem Form hasten rnlit, welches Unterla.gsbrett mit Aussparungen in den Seitenteilen und Winkeleisen an der untern Seite ver sehen ist.
CH86152D 1918-02-25 1919-12-04 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunststeinen aus porösem Material. CH86152A (de)

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