CH623596A5 - - Google Patents

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CH623596A5
CH623596A5 CH397280A CH397280A CH623596A5 CH 623596 A5 CH623596 A5 CH 623596A5 CH 397280 A CH397280 A CH 397280A CH 397280 A CH397280 A CH 397280A CH 623596 A5 CH623596 A5 CH 623596A5
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erythromycylamine
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Bernd Dr Wetzel
Eberhard Dr Woitun
Roland Dr Maier
Wolfgang Dr Reuter
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Thomae Gmbh Dr K
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H17/00Compounds containing heterocyclic radicals directly attached to hetero atoms of saccharide radicals
    • C07H17/04Heterocyclic radicals containing only oxygen as ring hetero atoms
    • C07H17/08Hetero rings containing eight or more ring members, e.g. erythromycins

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  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer 9-Alkylamino-erythromycine der Formel I wie in Patentanspruch 1 definiert.
35 Aus der Publikation von E. Wildsmith et al., J. Med. Chem. 16 (1973) 1059, sind einige einfache N-Alkylderivate des Ery-thromycylamins bekannt. Diese zeigen jedoch eine geringere antimikrobielle Wirkung als das Erythromycylamin selbst. Diese Derivate sind hauptsächlich gegen gram-positive Bakterien 40 wirksam, nicht aber oder nur sehr wenig gegen gram-negative.
Sämtliche Verbindungen der Formel I und ihre Salze sind pharmakologisch wertvoll, sie sind insbesondere stark antibakteriell wirksam.
Die Verbindungen der Formel I werden mit Hilfe des in 45 Patentanspruch 1 definierten Verfahrens hergestellt.
Die Reduktion kann entweder mittels katalytisch aktiviertem Wasserstoff in Gegenwart eines Lösungsmittels, z.B. Methanol, Äthanol oder Dioxan, bei Temperaturen im Bereich von 0 bis 150° C und bei Drücken im Bereich von 1 bis 150 at so oder mit Hilfe von Metallhydriden, z.B. Lithiumborhydrid, Natriumborhydrid, Lithiumcyanborhydrid oder Alkalialk-oxyaluminiumhydride, bei Temperaturen im Bereich von — 25 bis + 50° C bewerkstelligt werden. Zur Aktivierung des Wasserstoffs verwendet man zweckmässigerweise feinverteilte Metalle, 55 wie Palladium, Platin, Raney-Nickel oder Raney-Kobalt.
Die Verbindungen der Formel I können gegebenenfalls nachträglich in ihre physiologisch verträglichen Säureadditionssalze mit anorganischen oder organischen Säuren übergeführt werden. Als Säuren kommen beispielsweise Salzsäure, Brom-6(i wasserstoffsäure, Schwefelsäure, Essigsäure, Zitronensäure, Laurylsulfonsäure, Äpfelsäure in Betracht.
Die Ausgangsverbindungen der Formel II können durch Kondensation von Erythromycylamin mit Diketonen der Formel III
o=c-c =o I I R2 Ri
(III)
erhalten werden. Das hierfür benötigte Erythromycylamin lässt sich vorteilhaft durch katalytische Hydrierung von Erythromy-cin-oxim herstellen (vgl. E.H. Massey et al., J. med. Chem. 17 (1974) 105 bis 107.
Die Verbindungen der Formel I besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften; sie sind insbesondere wirksam gegen gram-positive und gram-negative Bakterien.
Die Untersuchungen auf die antibakterielle Wirksamkeit wurden nach dem Agar-Diffusionstest und nach dem Reihen-Verdünnungstest in Anlehnung an die von P. Klein in «Bakteriologische Grundlagen der chemotherapeutischen Laboratoriumspraxis», Springer-Verlag, 1957, Seiten 53 bis 76 und 87 bis 109, beschriebenen Methodik durchgeführt.
Besonders gut antibakteriell noch in Konzentrationen von 0,3 bis 5,0 (i.g/ml gegen Staphylococcus aureus SG 511 und Streptococcus aronson und in Konzentrationen von 10 bis 40fig/ml gegen Escherichia coli wirken zum Beispiel folgende Substanzen:
N-(2-Hydroxyäthyl)-erythromycylamin ; und N-(3-Hydroxypropyl)-erythromycylamin.
Die akute Toxizität, bestimmt an der Maus, liegt bei allen vorstehend genannten Verbindungen bei oraler und subkutaner Applikation bie LD50-Werten über 1 g/kg.
Die nachfolgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern.
A) Herstellung der Ausgangsverbindungen N- (Formylmethylen)-erythromycylamin
Zu einer Lösung von 1,47 g (0,002 Mol) Erythromycylamin in 30 ml absolutem Äthanol werden unter Eiskühlung 150 mg (0,002 Mol) Glyoxalmonohydrat, gelöst in 10 ml absolutem Äthanol getropft. Es wird 2 Stunden bei Raumtemperatur nachgerührt, anschliessend das Lösungsmittel im Vakuum abgedampft. Man erhält die gewünschte Verbindung als farbloses amorphes Pulver.
F.: Zersetzung ab 125° C C39H70N2O13 (775,11)
Ber.: C 60,43 H 9,04 N3,61 Gef.: C 60,11 H 8,89 N3,37
Auf analoge Weise wurden folgende Verbindungen hergestellt:
a) N-(Acetylmethylen)-erytromycylamin aus Erythromycylamin und Methylglyoxal F.: ab 120° C (Zers.)
623 596
b) N-(Benzoylmethylen)-erythromycylamin aus Erythromycylamin und Phenylglyoxal F.: 136 bis 140° C
B) Herstellung der Endprodukte
Beispiel 1
N- (2-Hydroxyäthyl)-eryhtromycylamin
770 mg N-(Formylmethylen)-erythromycylamin werden in 50 ml Äthanol gelöst und in Gegenwart von 0,5 g Platindioxyd im Autoklaven bei Raumtemperatur und einem Wasserstoffdruck von 100 atm hydriert. Nach 6 Stunden wird vom Katalysator abfiltriert und das Lösungsmittel im Vakuum entfernt.
Das rein anfallende Produkt zersetzt sich ab 125° C. RrWert: 0,3 (Silicagel; Dimethylformamid/Methanol)
Dieselbe Verbindung lässt sich auch auf folgendem Weg erhalten:
Überschüssiges Natriumborhydrid wird zu einer eisgekühlten Lösung von 770 mg N-(Formylmethylen)-erythromycyl-amin gegeben und 6 Stunden bei 0° C gerührt. Durch preparative Dickschichtchromatographie (Kieselgel ; Dimethylformamid/Methanol 3:1) wird vom Erythromycylamin, das als Nebenprodukt entsteht, abgetrennt.
Ausbeute: 200 mg (30% der Theorie).
C3ÛH74N2O13 (779,04) Massenspektrum zeigt M+ 778 Ber.: C 60,12 H 9,59 N3,60 Gef.: C 60,24 H 9,57 N3,42
Auf analoge Weise wurden folgende Verbindungen hergestellt:
a) N-([2-Hydroxy-2-phenyl]äthyl)-erythromycylamin ausN-(Benzoylmethylen)-erythromycylamin
Fp. 138 bis 140° C
b) N-([2-Hydroxy-l-methyl-2-phenyl]-äthyl)-erythromycyl-amin aus N-(l-Benzoyl)äthyliden-erythromycylamin Fp. 144 bis 146° C.
Die Verbindungen der Formel I können in an sich bekannter Weise zu den üblichen pharmazeutischen Zubereitungsformen, z.B. Lösungen, Suppositorien und Tabletten, konfektioniert werden.
Die Einzeldosis beträgt für Erwachsene bei peroraler Applikation 50 bis 500 mg, vorzugsweise 100 bis 250 mg, die Tagesdosis 0,5 bis 4 g, vorzugsweise 1 bis 2 g.
3
m
15
20
25
30
35
40
45
c

Claims (5)

  1. 623 596
    PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung neuer 9-Alkylamino-erythro-mycine der Formel I
    HO-C H-C H-NH-E I I R-2 R,
    worin
    E die Erythromycylgruppe
    (I),
    CH3 och3
    R( ein Wasserstoffatom, eine geradkettige oder verzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxyalkyl-gruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen im Alkylenrest und 1 bis 5 Kohlenstoff atomen im Alkoxyrest, die Phenylgruppe, die Benzylgruppe; und
    R2 ein Wasserstoff atom, eine geradkettige oder verzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen oder die Phenylgruppe bedeuten und von deren Säureadditionssalzen mit anorganischen oder organischen Säuren, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Azomethinaldehyd oder ein Azomethinketon der Formein
    0=C-C =N—E I I R2 Ri
    (II)
    reduziert und die erhaltenen Verbindungen der Formel I ge-wünschtenfalls in ihre Säureadditionssalze mit anorganischen oder organischen Säuren überführt.
  2. 2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reduktion mittels katalytisch aktiviertem Wasserstoff in Gegenwart eines Lösungsmittels bei Temperaturen im Bereich von 0 bis 150° C und bei Drücken im Bereich von 1 bis 150 at durchführt.
  3. 3. Verfahren nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man den Wasserstoff mit Hilfe von Palladium, Platin, Raney-Nickel oder Raney-Kobalt aktiviert.
  4. 4. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reduktion mit Metallhydriden bei Temperaturen im Bereich von — 25 bis +50° C durchführt.
  5. 5. Verfahren nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als Metallhydrid Lithiumborhydrid, Natriumborhydrid, Lithiumcyanborhydrid oder ein Alkalialkoxyalumi-niumhydrid verwendet.
CH397280A 1975-04-07 1980-05-21 CH623596A5 (de)

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