DE2506305C2 - Cyclohexandiolderivate und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents

Cyclohexandiolderivate und Verfahren zu deren Herstellung

Info

Publication number
DE2506305C2
DE2506305C2 DE2506305A DE2506305A DE2506305C2 DE 2506305 C2 DE2506305 C2 DE 2506305C2 DE 2506305 A DE2506305 A DE 2506305A DE 2506305 A DE2506305 A DE 2506305A DE 2506305 C2 DE2506305 C2 DE 2506305C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
formula
cyclohexanediol
tosyl
preparation
mixture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE2506305A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2506305A1 (de
Inventor
André 92200 Neuilly-sur-Seine Cier
Stephan 94480 Ablon Gero
Jean 91190 Gif-sur-Yvette Leboul
Alain Olesker
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sanofi SA
Original Assignee
Sanofi SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sanofi SA filed Critical Sanofi SA
Publication of DE2506305A1 publication Critical patent/DE2506305A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2506305C2 publication Critical patent/DE2506305C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C247/00Compounds containing azido groups
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D303/00Compounds containing three-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom
    • C07D303/02Compounds containing oxirane rings
    • C07D303/12Compounds containing oxirane rings with hydrocarbon radicals, substituted by singly or doubly bound oxygen atoms
    • C07D303/16Compounds containing oxirane rings with hydrocarbon radicals, substituted by singly or doubly bound oxygen atoms by esterified hydroxyl radicals
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D303/00Compounds containing three-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom
    • C07D303/02Compounds containing oxirane rings
    • C07D303/36Compounds containing oxirane rings with hydrocarbon radicals, substituted by nitrogen atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Nitrogen And Oxygen Or Sulfur-Condensed Heterocyclic Ring Systems (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)

Description

OH
(H)
20
25
worin R3 eine Nh-Gruppe bedeutet, wenn R4 ein Wasserstoffatom ist, und worin R 3 ein Wasserstoffatom ist, wenn R4 eine Alkansulfonyloxy- oder JO Arensulfonyloxygruppe bedeutet, und R5 eine Alkansulfonyl- oder Arensulfonylgruppe bedeutet, in einem Lösungsmittel wie N,N-Dimethylformamid oder Hexamethylphosphotriamid und in Anwesenheit eines Alkalimetallazids unter Bildung eines Diazids der allgemeinen Formel I erhitzt, dieses Diazid gegebenenfalls in einem Lösungsmittel wie Methanol, Äthanol, Isopropanol oder Hexamethylphosphotriamid und in Anwesenheit eines Katalysators wie Raney-Nickel, Platinoxyd otier Palladium auf Holzkohle weiter hydriert und das erhaltene Diaminocyclitol der Formel I gegebenenfalls mit einer organischen oder anorganischen Säure in das entsprechende Säureadditionssalz überführt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man Ausgangsverbindungen einsetzt, in denen R4 eine Methansulfonyloxygruppe, eine p-Toluolsulfonyloxy- oder p-Brombenzolsulfonyloxygruppe und als Substituent R5 eine Methansulfonylgruppe, eine p-Toluolsulfonyl- oder p-Brombenzolsulfonylgruppc bedeutet.
4. Verfahren nach Anspruch 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als Alkalimetallazid Natriumazid einsetzt.
5. Verfahren nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als anorganische Säure Chlorwasserstoffsäure oder Schwefelsäure einsetzt.
60
65
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf neue Cyclohexandiolderivate und auf ein Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen.
OH
10
worin Ri und R2, die gleich sind, je eine Nj- oder NH2-Gruppe bedeuten und Säureadditionssalze der die NH2-Gruppen enthaltenden Verbindung.
Diese zwei Cyclohexandiolderivate entsprechen den folgenden chemischen Bezeichnungen,-
1 D-(1,3,5/2)-1,5-Diazido-2,3-cyclohexandiol und
1 D-( 1,3,5/2)-1,5- Diamino-2,3-cyclohexandiol.
Bei den Säureadditionssalzen kann es sich entweder um einfache (Mono-), d. h. aus einem Molekül Diaminocyclitol und einem Molekül Säure gebildete, oder um doppelte (Di-), d. h. aus einem Molekül Diaminocyclitol und zwei Molekülen Säure gebildete, Salze handeln.
In der vorliegenden Beschreibung wird die Nomenklatur gemäß »Recommended Rules by the I. U. P. A. C. — I. U. B. Tentative Cyclitol Nomenclature Rules« — Eur. J. Biochem.5,1,(1968) verwendet.
Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren zur Herstellung von Cyclohcxandiolderivaten gemäß Anspruch 1, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man eine Verbindung der allgemeinen Formel:
(Π)
worin R3 eine Ns-Gruppe bedeutet, wenn R4 ein Wasserstoffatom ist, und worin R3 ein Wasserstoffatom ist, wenn R4 eine Alkansulfonyloxy- oder Arensulfonyloxygruppe bedeutet, und R5 eine Alkansulfonyl- oder Arensulfonylgruppe bedeutet,
in einem Lösungsmittel wie N,N-Dimelhylformamid oder Hexamethylphosphotriamid und in Anwesenheit eines Alkalimetallazids unter Bildung eines Diazids der allgemeinen Formel I erhitzt,
dieses Diazid gegebenenfalls in einem Lösungsmittel wie Methanol, Äthanol, Isopropanol oder Hexamethylphosphotriamid und in Anwesenheit eines Katalysators wie Raney-Nickel, Platinoxyd oder Palladium auf Holzkohle weiter hydriert und das erhaltene Diaminocyclitol der Formel I gegebenenfalls mit einer organischen oder anorganischen Säure in das entsprechende Säureadditionssalz überführt.
Als Alkalimetallazid kann beispielsweise Natriumazid verwendet werden. Entsprechend bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens wird als Verbindung der allgemeinen Formel II eine solche verwendet, bei der der Substituent R4 eine Methansulfonyloxygruppe, eine p-Toluolsulfonyloxy- oder ein p-Brombenzolsulfonyloxygruppe bedeutet, wobei der Substituent R5 eine Methansulfonylgruppe, eine p-Toluolsulfonyl- oder p-Brombenzolsulfonylgruppe sein kann.
Die Verbindungen der Formel U können erhalten werden, indem man in einem geeigneten Lösungsmittel, beispielsweise Pyridin, ein Epoxyd der Formel:
OH
worin R3 und R4 die gleiche Bedeutung wie in Formel II haben,
IO
mit einem Chlorid der Formel:
R5-Cl (IV)
worin R5 die gleiche Bedeutung wie in Formel II hat,
behandelt, wobei man ein Epoxyd der Formel:
20
25
worin R3, R4 und R5 die gleiche Bedeutung wie in Formel Il haben,
erhält.
.Die auf diese Weise erhaltene Verbindung der Formel V wird dann einer Säurebehandlung unterworfen, beispielsweise durch Erhitzen in einer wäßrigen Schwefelsäurelösung, wobei man die gewünschte Verbindungder Formel II erhält.
Von der. Verbindungen der Formel III sind 1L-2,3-Anhydro-S-O-tosyl-l^.S/O-cyclohcxantetrol und IL-2,3-Anhydro-( 1,2,3/5)-5-Azido-1,2,3-cyclohexan triol bekannte Verbindungen, die in der Belgischen Patentschrift 8 05 949 und in der Deutschen Offenlegungs- w schrift 23 52 061 besonders beschrieben worden sind.
Die anderen Verbindungen der Formel III können nach dem in den oben genannten Literaturstellen beschriebenen Verfahren zur Herstellung der zwei vorgenannten Derivate der Formel Il hergestellt werden.
Von den zwei erfindungsgemäßen neuen Cyclohexandiolderivaten stellt das Diazid der Formel I eine sehr nützliche Zwischenverbindung dar, die z. B. zur Herstellung des entsprechenden Diaminocyclitols der Formel I >o und dessen Salze verwendet werden kann. Das Diaminocyclitol der Formel I ist ebenfalls ein sehr nützliches Zwischenprodukt. Diese Verbindung ist besonders wertvoll, und zwar aufgrund der Tatsache, daß ihre chemische Struktur eine sterische Anordnung von Amino- und Hydroxygruppen enthält, welche den natürlichen Diaminocyclitolen, die in der Molekülstruktur von Antibiotika der Hybromycinreihe enthalten sind, ähnlich und dennoch unterschiedlich ist. So werden nach einem bekannten Verfahren (US-PS 36 69 838) bei- bo spielsweise Antibiotika hergestellt, indem Wachstumskulturen von bestimmten Mikroorganismen zweckmäßige Aminocyclitolverbindungen zugesetzt werden. Werden dabei bekannte Mutanten'der Mikroorganismen eingesetzt, wird die entsprechende Aminocyclitoleinheit unverändert in das Molekül der Antibiotika eingebaut. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, durch den Einsatz von neuen Aminocyclitolverbindungen neue Antibiotika herzustellen. Dabei werden bei Verwendung der erfindungsgemäßen Diaminocyclitolverbindungen auch überraschenderweise Antibiotika erhalten, welche verbesserte pharmazeutische Wirksamkeiten aufweisen, was sich beispielsweise bei folgendem Vergleich zeigt:
Es ist bekannt, daß mit Kulturen von Negativmutanten des Stammes Streptomicaes fradiae durch Zugabe von Dioxystreptamin zu dem Nährmedium Neomycin erhalten wird. Bei Verwendung desselben Mikroorganismus und Durchführung des gleichen Verfahrens wird 6-Deoxyneomycin erhalten, wenn das Deoxystreptamin durch die erfindungsgemäße Diaminocyclitolverbindung ersetzt wird. 6-Deoxyneomycin ist nun beispielsweise gegen Escherichia coli (ATCC 27325) beträchtlich aktiver als das vergleichbare Neomycin. Darüber hinaus ist das 6-Deoxyneomycin C (eines der Epimeren von 6-Deoxyneomycin) wesentlich wirksamer als das entsprechende Neomycin C. Zum Beispiel ist die Wirksamkeit gegen Escheriachia coli (NCIB 11351), Proteus mirabilis (NCIB 11355), Staphylococcus aureus (ATCC 9144) und Salmonella typhimurium (ATCC 19585) zwischen zwei- bis sechzehnmal größer als die der entsprechenden Neomycinverbindung.
Das Diazid der Formel I, das zur Herstellung des Diaminocyclitols verwendet werden kann, läßt sich leicht handhaben, ist sehr beständig und kann über lange Zeit hinweg gelagert werden, was den großen Vorteil bedeutet, daß es bei Bedarf jederzeit verfügbar ist und nicht erst jedesmal, wenn es verwendet werden soll, hergestellt werden muß. Außerdem verleiht die Anwesenheit der zwei Azidgruppen in dem Diazid der Formel I diesem Molekül eine starke Reaktionsfreudigkeit und ermöglicht insbesondere anschließende Reaktionen, die anderenfalls unmöglich oder zumindest schwierig wären.
Das erfindungsgemäße Verfahren der kalalytischen Reduktion des Diazids der Formel I bietet mehrere Vorteile, die es zur Verwendung im industriellen Maßstab hervorragend geeignet machen. Die Reduktion kann durchgeführt werden, ohne daß Hitze von einer äußeren Quelle angewendet wird, und sie kann bei atmosphärischem Druck vorgenommen werden. Diese Arbeitsbedingungen sind höchst vorteilhaft, da sie die Verwendung von Energie und ein Arbeiten unter Druck unnötig machen, was natürlich die Sicherheit des Bedienungspersonals erhöht. Außerdem erhält man bei diesem Verfahren das Diaminocyclitol ohne jede Verunreinigung, was eine anschließende Abtrennstufe, welche im industriellen Maßstab stets sehr kostspielig ist, unnötig macht.
Da das Diazid der Formel I ohne Schwierigkeiten und in guter Ausbeute in das entsprechende Diaminocyclitol und dessen Salze umgewandelt werden kann, kann dieses Diaminocyclitol jederzeit bei Bedarf aus dem Diazid der Formel I hergestellt werden.
Die folgenden Beispiele dienen zur näheren Erläuterung der vorliegenden Erfindung:
Beispiel 1
Herstellung 1 D-( 1.3,5/2)-1,5- Diazid-2,3-cyclohexandiol (Formel I)
a)lL-2.3-Anhydro-1.5-di-O-tosyl-1.2,3,5/0-cyclohexantetrol (Formel V)
Bei einer Temperatur von 00C wurden 4 g Tosylchlorid (p-Toluol-sulfonylchlorid), die in 25 ml Pyridin gelöst
waren, tropfenweise zu einer Lösung von 4 g 1 L-2,3-Anhydro-5-O-tosyl-l,23,5/0-cyc]ohexantetrol in 20 ml Pyridin gegeben. Das Reaktionsmedium wurde 20 Stunden bei 00C stehengelassen und dann auf Eis gegossen. Die Mischung wurde mehrmals mit Chloroform extrahiert und die Chloroformextrakte mit Wasser gewaschen. Nach dem Trocknen über wasserfreiem Natriumsulfat und Abdampfen des Chloroforms und Pyridins wurde ein weißer Schaum abgetrennt von dem man nach UmkristalLisation aus Methanol 4,3 g an Kristallen erhielt Das erhaltene Produkt wurde dreimal mit 10 ml Methanol gewaschen.
Nach dem Umkristallisieren aus Äthylacetat erhielt man reine Kristaüe von 1 L-2,3-Anhydro-1,5-di-O-tosyl-1 ^3,5/0-cyclohexantetrol.
Schmelzpunkt: 143,5 bis 145°C
[α]» = +34° (Konz.= 1,93,Chloroform).
Die Mutterlauge der Umkristallisation aus Methanol wurde bei Zimmertemperatur mit 6 πύ einer Natriummethylatlösung, die aus 2 g Natrium in 75 m/ Methanol zubereitet worden war, behandelt. Nach mehreren Minuten fielen Kristalle aus.
Man ließ die Mischung noch 1 Stunde stehen und filtrierte sie dann.
Auf diese Weise erhielt man weitere 1,3 g des gewünschten Ditosylats, so daß man schließlich 5,6 g lL-2,3-Anhydro-l,5-di-O-tosyl-!,2,3,5/0-cydohexantetrol gewonnen hatte.
Gesamtausbeute: 90%. J0
b) 1L-1,5- Di-O-tosyl-1.2,5/3-cyclohexantet rol
(Formelll)
In einen Kolben, der 3,2 g 1L-2,3-Anhydro-1,5-di-O-tosyl-1,2,3,5/0-cyclohexantetrol, das gemäß der obigen Beschreibung hergestellt worden und in 10 ml 1,2-Dimethoxyäthan gelöst war, enthielt, wurden 50 ml einer l,5n wäßrigon Schwefelsäurelösung gegeben.
Die Reaktionsmischung wurde 150 Minuten unter Rückfluß erhitzt und dann auf 00C abgekühlt, wobei eine Entmischungsphase auftrat. Die Mischung wurde mit einer wäßrigen Natriumbicarbonatlösung neutralisiert und danach mit Äthylacetat extrahiert. Die organische Phase wurde mit Wasser gewaschen und über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Nach Abdampfen der Lösungsmitte! erhielt man einen weißen Schaum, der nach dem Umkristallisieren aus Chloroform 3,1g IL-LS-Di-O-tosyl-l^S^-cyclohexantetroI ergab (Ausbeute: 90%). Das Produkt hatte nach der so Umkristallisation einen Schmelzpunkt von 121 bis 123° C.
[Λ]» = +10° (Konz.= 1,Äthanol).
c) 1 D-(1.3,5/2)-1,5- Diazido-2,3-cyclohexandiol
(Formel I)
Zu einer Mischung von 2,6 g Natriumazid in 50 ml N,N-Dimethylformamid wurden 4,5 g lL-l,5-Di-O-tosyl-l,2,5/3-cycIohexantetrol, das gemäß der obigen Beschreibung hergestellt worden war, gegeben.
Die erhaltene schwarze Lösung wurde 2 Stunden unter Rückfluß erhitzt, dann auf Eiswasser gegossen und mit Äthylacetat extrahiert. Die organische Phase wurde mit Wasser gewaschen, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel abgedampft. Man erhielt 1,92 g eines schwarzen Öls, das sehr stark fließbar war, und es wurde r;iit Tierkohle in Äthanol teilweise entfärbt.
Man erhielt nach zweimaligem Umkristallisieren aus einer Chloroform/Petroläther-Mischung 1.2 g 1D-(1,3,5/ 2)-1,5-Diazido-2,3-cyclohexandiol in Form von beigefarbenen Kristallen. Dies entspricht einer Ausbeute von 60%.
Schmelzpunkt: 62 bis 63,5° C.
[oi]ls = +2" ± 1 (Konz.= 1. Methanol)
Beispiel 2
Herstellung von 1 D-(l,3,5/2)-l,5-Diamino-2,3-cyclohexandiol-dihydrochlorid
Zu einer Lösung von 0,49 g ID-(1,3,5/2)-1,5-Diazido-2,3-cyclohexandiol, das gemäß der obigen Beschreibung hergestellt worden war, in 25 ml Äthanol wurden 2 ml Raney-Nickel gegeben (ein Katalysator aus feinteiligem Nickel, das dadurch erhalten wird, daß man das Aluminium aus einer Nickel-Aluminium-Legierung mit Alkali herauslöst).
Das Reaktionsmedium wurde 5 Stunden hydriert. Dann wurde der Katalysator durch Filtrieren mit einem üblichen Diatomeenerde-Siliziumoxyd-Produkt abgetrennt und mehrmals mit einer Mischung aus 50 Teilen Methanol und 50 Teilen Wasser gespült. Die hydrierte Lösung und das Spülmedium wurden gesammelt und das ganze zur Trockene eingedampft. Man erhielt 0,33 g lD-(l,3,5/2)-l,5-Diamino-2,3-cyclohexandioI in Form eines leicht violetten Schaums. Dieser Schaum blieb bei der Dünnschichtchromatographie an Zellulose, wobei eine Mischung von 2 Teilen Pyridin + 1 Teil Ammoniaklösung + 2 Teilen Äthanol + 1 Teil Wasser als Lösungsmittel verwendet wurde, homogen.
Die dabei erhaltenen 0,33 g Diamin wurden dann in 5 ml absolutem Methanol und 3,5 ml einer Methanol/ 10%iger Chlorwasserstoffsäure-Lösung aufgenommen.
Man ließ die Lösung 12 Stunden bei 0°C stehen, und danach wurden die gebildeten Kristalle abzentrifugiert.
Nach Umkristallisation aus einer Methanol/Äther-Mischung erhielt man 0,2 g 1 D-(1,3,5/2)-1,5-Diamino-2,3-cyclohexandiol-dihydrochlorid in Form von hygroskopischen Kristallen.
Schmelzpunkt: 230 bis 232°C.
[cc]? = +3,5° ±1 (Konz.= 1,17, Wasser).
Nach Kristallisation der verschiedenen Mutterlaugen aus einer Methanol/Äther-Mischung wurde eine weitere Menge von etwa 0,25 g des gewünschten Dihydrochlorids abgetrennt.
Gesamtausbeute: 90%
Beispiel 3
Herstellung von
1 D-( 1,3,5/2)-1,5- Diazido-2,3-cyclohexandiol
a) Herstellung von 1 L-2,3-Anhydroo-Azido-l -.
O-tosyl-l^/S-cyclohexantriol (Formel V)
Zu einer zuvor abgekühlten Lösung von 125 mg 1 L-2,3-Anhydro-( 1,2,3/5)-5-azido-1,2,3-cyclohexantriol in 3 ml Pyridin wurden 280 mg Tosylchlorid gegeben. Der Verlauf der Reaktion wurde durch Dünnschichtb5 Chromatographie unter Verwendung einer Mischung von Äthylacetat und Petroläther im Verhältnis von 50 :50 und mit Hilfe von Ultraviolett-Licht überwacht. Nach 12 Stunden war die Reaktion beendet, und die
55
60
Mischung wurde mit Chloroform extrahiert. Man erhielt 192 mg eines sehr viskosen, klaren Öls, das dann durch Dünnschichtchromatographie gereinigt wurde.
Man erhielt lL-2,3-Anhydro-5-azido-l-O-tosyl-1.2,3/ 5-cyclohexandiol.
[Ä]« = +35° (Konz.= 1,28, Chloroform).
Analyse:C . .
Berechnet: C 50,47 H 4,89 N 13,58 S 10.37%
Gefunden: C 50,26 H 4,90 N 13.33 S 10,39% id
b) Herstellung von 1 L-5-Azido-1 -O-tosyl-1,2/3,5-cyclohexantrio! (Formel II)
Zu einer Lösung von 150 mg 1 L-2,3-Anhydro-5-azi- ι > do-l-O-tosyl-l^/S-cyclohexantriol, das gemäß der obigen Beschreibung hergestellt worden war, in 2 ml 1,2-Dimethoxyäthan wurden 2 ml einer 1,5 η wäßrigen Schwefelsäurelösung gegeben. Das Reaktionsmedium wurde dann 150 Minuten unter Rückfluß erhitzt, und der Verlauf der Reaktion wurde durch Dünnschichichromatographie unter Verwendung einer Äthylacetat/Petroläther-Mischung im Verhältnis 7:3 als Lösungsmittel überwacht. Die Mischung wurde dann auf 0"C abgekühlt und mit einer wäßrigen Natriumbicarbonatlö- :■> sung neutralisiert. Danach wurde die Mischung mit Äthylacetat extrahiert, und man erhielt 102 mg eines ölartigen Produkts, das bei der Dünnschichtchromatographie mehrere Flecken an Verunreinigung aufwies.
Man erhielt 1 L-5-Azido-1-O-tosyl-i,2/3,5-cyclohexantriol in einer Ausbeute von 64%.
Die Anwesenheit von zwei Hydroxylgruppen wurde durch das Spektrum der magnetischen Kernresonanz dieses Produkts nach Deuterisierung bestätigt.
c) Herstellung von 1 D-( 1,3,5/2)-1,5-Diazido-2,3-cyclohexandiol (Formel I)
Zu einer Mischung von 50 mg Natriumazid und 2 ml N,N-Dimethylformamid wurden 100mg 1 L-5-Azido-l-O-tosyl-l,2/3,5-cyclohcxantriol, das gemäß der obigen Beschreibung hergestellt worden war, gegeben. Das Reaktionsmedium wurde 2 Stunden unter Rückfluß erhitzt, und die erhaltene braune Lösung wurde in Eiswasser gegossen. Dann wurde die Mischung mit Äthylacetat extrahiert und die organische Phase mit Wasser gewaschen und über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Das Lösungsmittel wurde danach unter Teilvakuum abgedampft, und es wurden 30 mg eines braunen Öls abgetrennt, das nach Entfärbung mit Tierkohle und Kristallisieren aus einer Chloroform/Petroläther-Mischung das gewünschte Produkt ergab.
Man erhielt 23 mg 1D-(l,3,5/2)-1,5-Diazido-2,3-cyclohexandiol in Form von Kristallen mit einem Schmelzpunkt von 61,5 bis 63,5° C.
[(X]J5 = + 2° ± 1 (Konz. = 1.36, Methanol).

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    I. Cyclohexandiolderivat der allgemeinen Formel: OH
    Die erfindungsgemäßen Cyclohexandiolderivate sind Verbindungen der allgemeinen Formel:
    worin Ri und R2, die gleich sind, jeweils eine Nr oder N Hi-Gruppe bedeuten,
    und Säureadditionssalze der die Nhh-Gruppen enthaltenden Verbindung.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Cyclohexandiolderivaten gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der allgemeinen Formel:
DE2506305A 1974-02-15 1975-02-14 Cyclohexandiolderivate und Verfahren zu deren Herstellung Expired DE2506305C2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR7405110A FR2270235B1 (de) 1974-02-15 1974-02-15

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2506305A1 DE2506305A1 (de) 1975-08-21
DE2506305C2 true DE2506305C2 (de) 1984-01-12

Family

ID=9134935

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2506305A Expired DE2506305C2 (de) 1974-02-15 1975-02-14 Cyclohexandiolderivate und Verfahren zu deren Herstellung

Country Status (23)

Country Link
US (1) US3952027A (de)
JP (1) JPS5929062B2 (de)
AR (1) AR204193A1 (de)
AT (1) AT334873B (de)
BE (1) BE825456A (de)
CA (1) CA1042919A (de)
CH (2) CH601183A5 (de)
DE (1) DE2506305C2 (de)
DK (1) DK4475A (de)
ES (1) ES434746A1 (de)
FI (1) FI61685C (de)
FR (1) FR2270235B1 (de)
GB (2) GB1445675A (de)
HU (1) HU168810B (de)
IE (1) IE40955B1 (de)
IT (1) IT1044269B (de)
NL (1) NL179050C (de)
NO (2) NO139436C (de)
OA (1) OA04961A (de)
SE (2) SE420918B (de)
SU (1) SU545253A3 (de)
YU (1) YU36684B (de)
ZA (1) ZA75548B (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5480992A (en) * 1993-09-16 1996-01-02 Eli Lilly And Company Anomeric fluororibosyl amines

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3496196A (en) * 1965-10-02 1970-02-17 Tanabe Pharm Co Ltd 4,6-diazido-4,6-dideoxy-myo-inositol tetraacylates

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
NICHTS-ERMITTELT

Also Published As

Publication number Publication date
GB1445675A (en) 1976-08-11
BE825456A (fr) 1975-08-12
AT334873B (de) 1977-02-10
HU168810B (de) 1976-07-28
DE2506305A1 (de) 1975-08-21
YU27675A (en) 1982-06-18
IT1044269B (it) 1980-03-20
ES434746A1 (es) 1977-01-01
NO750499L (de) 1975-08-18
OA04961A (fr) 1980-10-31
SE7801405L (sv) 1978-02-07
NO141688C (no) 1980-04-23
IE40955L (en) 1975-08-15
NO139436C (no) 1979-03-14
YU36684B (en) 1984-08-31
SE420918B (sv) 1981-11-09
AU7782375A (en) 1976-08-05
AR204193A1 (es) 1975-11-28
FR2270235A1 (de) 1975-12-05
ZA75548B (en) 1976-01-28
FR2270235B1 (de) 1982-09-03
SE420916B (sv) 1981-11-09
FI750405A7 (de) 1975-08-16
NO782941L (no) 1975-08-18
FI61685B (fi) 1982-05-31
CH601183A5 (de) 1978-06-30
JPS50116449A (de) 1975-09-11
CH599928A5 (de) 1978-06-15
US3952027A (en) 1976-04-20
SU545253A3 (ru) 1977-01-30
GB1445674A (en) 1976-08-11
IE40955B1 (en) 1979-09-26
NO139436B (no) 1978-12-04
FI61685C (fi) 1982-09-10
JPS5929062B2 (ja) 1984-07-18
ATA106675A (de) 1976-06-15
NL179050B (nl) 1986-02-03
CA1042919A (en) 1978-11-21
SE7501612L (de) 1975-08-18
NL7500905A (nl) 1975-08-19
DK4475A (de) 1975-10-13
NL179050C (nl) 1986-07-01
NO141688B (no) 1980-01-14

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3609052C2 (de) Anthracyclinglykoside, Verfahren zu ihrer Herstellung und sie enthaltende Zubereitungen
DE1593272A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Halogen-Tetracyclinen
CH625252A5 (de)
DE2431331A1 (de) L-pyroglutamyl-l-histidyl-l-prolinamidtartrat
DE2301540C3 (de)
DD224596A5 (de) Procede de preparation de benzyl-phenyl-osides utiles en therapeutique
DE2515629A1 (de) Paromomycin-derivate, verfahren zu ihrer herstellung und arzneimittel
DE2641388C3 (de) 3',4'-Didesoxykanamycin B-N-methansulfonsäuren und deren Alkalimetallsalze sowie diese Verbindungen enthaltende pharmazeutische Präparate
DE2422254A1 (de) Aminoglycosidderivate und deren salze, verfahren zu deren herstellung und pharmazeutische praeparate
DE2506305C2 (de) Cyclohexandiolderivate und Verfahren zu deren Herstellung
DE2310329A1 (de) Arabinofuranosylcytosine und verfahren zu ihrer herstellung
CH623596A5 (de)
DE2825289C3 (de) Kanamycinen und Ribostamycinen, Verfahren zu deren Herstellung und diese Verbindungen enthaltende antibakterielle Mittel
DE2013256C (de)
CH643831A5 (de) Cinnamyl-moranolin-derivate.
DE2357864A1 (de) Nicotinsaure salze von derivaten des biguanids, verfahren zu ihrer herstellung, sowie diese salze enthaltende arzneimittel
DE3102984A1 (de) Verfahren zur herstellung von cysteamin-s-substituierten verbindungen und deren derivaten
DE1793694C3 (de) Helveticosidderivate
AT336564B (de) Verfahren zur herstellung des neuen 1d- (1,3,5/2) -1,5-diamino-2,3- cyclohexandiols und von dessen saureadditionssalzen
DE2628042B2 (de) 3-Amino-tricyclo [53.1.0.3A1 -undecan, dessen Säureadditionssalze und Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen
DE3312516A1 (de) Kernsubstituierte phenylalkylenguanidinderivate, verfahren zu ihrer herstellung und sie enthaltende arzneimittel
DE1643438C (de) Anlagerungssalz des 4-Methyl-6-hydroxy-7-carboxymethoxycumarins an Tetracyclin mit 1 bis 6 Molen Hydratwasser und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2616749A1 (de) 0-2,6-diamino-2,3,6-trideoxy-alpha- d-ribo-hexopyranosyl-(1 groesser als 4)- 0-eckige klammer auf 5-amino-5-deoxy- beta-d-xylofuranosyl-(1 groesser als 5) eckige klammer zu - n 1 hoch - eckige klammer auf (s)-4-amino-2-hydroxy-1-oxobutyl eckige klammer zu - 2-deoxystreptamin) und dessen saeureadditionssalze
DE2049941C (de) Verfahren zur Herstellung von 2 De carboxamido 2 lminotetracychnen, bzw ihren Saureadditionssalzen oder Metallsalzen
DE2065149A1 (de)

Legal Events

Date Code Title Description
8110 Request for examination paragraph 44
D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee