CH377828A - Verfahren zur Herstellung von cyclischen Mono-N-oxy-methyl-diaminen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von cyclischen Mono-N-oxy-methyl-diaminen

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CH377828A
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Jean Dipl Chem Heusser
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Hommel Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D295/00Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms
    • C07D295/04Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms
    • C07D295/08Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms substituted by singly bound oxygen or sulfur atoms
    • C07D295/084Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms substituted by singly bound oxygen or sulfur atoms with the ring nitrogen atoms and the oxygen or sulfur atoms attached to the same carbon chain, which is not interrupted by carbocyclic rings
    • C07D295/088Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms substituted by singly bound oxygen or sulfur atoms with the ring nitrogen atoms and the oxygen or sulfur atoms attached to the same carbon chain, which is not interrupted by carbocyclic rings to an acyclic saturated chain

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von cyclischen Mono-N-oxy-methyl-diaminen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer cyclischer   Mono-N-oxymethyl-diaminen,    das dadurch gekennzeichnet ist, dass man auf ein cyclisches Diamin Formaldehyd einwirken lässt und das derart erhaltene polymere Produkt   depolymerisiert.   



   Das Verfahren kann derart ausgeführt werden, dass man einen Stoff verwendet, der unter den Reak  tionsbedingungen    Formaldehyd abspaltet, z. B. Paraformaldehyd.



   Die Depolymerisation kann in einer wässrigen    Suspension oder einem organischen Suspensions-oder    Lösungsmittel, z. B. Methanol, durchgeführt werden.



  Das Lösungsmittel kann nach der Reaktion entfernt werden.



   Die cyclischen   Mono-N-oxymethyl-diamine    sind   hellgelb    bis braun gefärbt und mehr oder weniger hygroskopisch. Sie sind in Wasser l¯slich sowie auch in Alkohol. Die cyclischen   Mono-N-oxymethyl-    diamine können in Lösung durch Zusatz von Natronlauge wieder in die polymere Form gebracht werden.



  Zur Herstellung   dieser Verbindungen kann erfin-    dungsgemäss jedes cyclische Diamin verwendet werden, das mit Formaldehyd eine entsprechende polymere Verbindung bildet. Verwendet man z. B. als   Depolymerisationsmittel    eine Säure in Gegenwart von Wasser, so kann das erfindungsgemässe Verfahren wie folgt formuliert werden :
EMI1.1     

  <SEP> RRR
<tb> HN <SEP> NH <SEP> + <SEP> CHsO--N <SEP> N-CHz-+ <SEP> Säure- <SEP> HN <SEP> N-CHsOH-Säure
<tb>  <SEP> Ri <SEP> Ri <SEP> n-I-H20 <SEP> Ri
<tb>  R   = CH2    ;   C2H4 usw.   



  R1 = CH2 ;   C2H4 usw.   



  Die Reaktion lässt sich, wenn man z. B. als Diamin   Hexahydropyrazin    und als   Depolymerisa-      tionsmittel Salzsäure    in Gegenwart von Wasser verwendet, folgendermassen formulieren :
EMI1.2     

Die erfindungsgemäss hergestellten cyclischen   Mono-N-oxymethyl-diamine    besitzen eine ausge  prägte    Wirkung gegen grampositive und gramnegative Bakterien, pathogene Pilze und Viren. In der   folgen-    den Tabelle sind die Resultate einiger diesbezüglicher   bakteriologisoher Untersuchungen zusammengestellt    : 
1. Schalentest :
5 mg Wirksubstanz werden auf eine beimpfte Schale deponiert und nach 24 Stunden der Hemmungshof gemessen.

   Aus dem Hemmungshof wurde abgeimpft, um die   Abtötungswirkung    festzustellen.



     Staphylokokken    Pyocyaneus
Bs Bc Bs Bc Mono-N-oxymethyl-diäthylen-25 (60) + 18 (44) + diamin-monochlorhydrat   Erläuterungen    : Bs = Bakteriostase : Hof in mm in Klammern : Durchmesser des Hofes Bc =   Bakterizidie    : + = Abtötung    -=    keine Abtötung
Die Wirkung gegen pathogene Pilze wurde auf gleiche Weise bestimmt, nur   dal3    an Stelle von 5 mg Wirksubstanz 0, 1 ml einer   5 0/n igen Lösung    im Zylinder deponiert wurde :
Soor Trichophyton pedis  (Monilia albicans)   (Kauffmann-Wolf)   
Fst Fc Fst Fc Mono-N-oxymethyl-diäthylen-14 (34) + 37 (80) +   diamin-monochlorhydrat      Erlduterungeti    : Fst :   Fungistase    : Hof in mm in Klammern :

   Durchmesser des Hofes Fc : Fungizidie : + = Abtötung    -=    keine Abtötung
Die cyclischen   Mono-N-oxymethyl-diamine    sollen als Arzneimittel, vorzugsweise als Desinfektionsmittel, verwendet werden.



   Als Säuren kommen bei der Depolymerisation sowohl organische als auch anorganische Säuren in Frage. Die im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung gemachten Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Säuren schon in niedrigen Konzentrationen und bei mässigen Temperaturen, geeigneterweise bei   20-400 C,    mit der polymeren Form reagieren.



   Die cyclischen   Mono-N-oxymethyl-diamine kön-    nen Anwendung in   verschiedenen Arzneiformen, z.    B.



  Salben, Puder, Tinkturen, Tabletten, Ovules, finden.



   Beispiel 1
19, 4   g      Hexahydropyrazin-hexahydrat    werden in 50 ml Wasser gelöst. Nun werden langsam 7, 9 ml Formaldehydl¯sung,   38"/zig,    zugegeben. Unter leichter Erwärmung bildet sich ein wei¯er voluminöser Niederschlag, der abgenutscht wird. Das   Reaktions-    produkt wird mit Wasser ausgewaschen und getrocknet.



   9, 8 g des trockenen Reaktionsprodukts werden in 100 ml ln Salzsäure gelöst und im Vakuum Exsikkator bei Raumtemperatur getrocknet. Man erhält 15 g von schwach gelblich   gefärbtem    Mono   N-oxymethyl-diäthylendiamin-, monochlorhydrat, das    bei etwa   175  C    unter Zersetzung schmilzt.



   Beispiel 2
19, 4 g   Hexahydropyrazin-hexahydrat    werden mit 3, 0 g Paraformaldehyd gut gemischt. Nun gilbt man 100 ml Wasser zu und erwärmt 3 Stunden lang auf dem Wasserbad. Nach dem Abkühlen wird der weisse Rückstand   abgenutscht,    mit Wasser ausgewaschen und getrocknet.



   9, 8 g des getrockneten Reaktionsproduktes werden mit 100 ml lnmethanolischer Salzsäure gelöst und der Methylalkohol im Vakuum durch schonende Destillation entfernt. Der Rückstand ist Mono-Noxymethyl-diäthylendiamin-monochlorhydrat und schmilzt bei etwa   175"unter    Zersetzung.



   Beispiel 3
19, 4 g Hexahydropyrazin-hexahydrat werden in 50 ml Wasser gelöst. Nun werden langsam 7, 9 ml Formaldehydl¯sung, 38%ig, zugegeben, wobei sich un, ter leichter Erwärmung ein weisser, voluminöser Niederschlag bildet, der   abgenutscht    wird. Das Reak  tionsprodukt    wird mit Wasser ausgewaschen und getrocknet.



   9, 8 g des trockenen Reaktionsproduktes werden in Wasser suspendiert und 7, 3 g Adipinsäure zugegeben. Nach erfolgter Lösung wird das Mono-N  oxymethyl-diäthylendiamin-adipat    durch Entfernen des Wassers im Vakuum-Exsikkator isoliert. Man erhält ein bräunlich gefärbtes Produkt, das bei etwa 232    C    unter Zersetzung schmilzt. 



   Beispiel 4
19, 4 g Hexahydropyrazin-hexahydrat werden in 50 ml Wasser gelöst. Nun werden langsam 7, 9 ml Formaldehydl¯sung,   38 /oig,    zugegeben, wobei sich unter leichter Erwärmung ein wei¯er, volumin¯ser Niederschlag bildet, der   abgenutscht wird.    Das Reaktionsprodukt wird mit Wasser ausgewaschen und getrocknet.



   Dieses polymere Kondensationsprodukt wird mit N-Oxymethylsarkosin gemischt und mit   einer wäss-    rigen Flüssigkeit in das   Mono-N-oxymethylpiperazin-    oxymethyl-sarkosinsalz übergeführt. Diese   Verbin-    dung ist sehr wirksam, wie z. B. folgende Resultate zeigen :
Keim Bs Bc    Streptococcus    haemolyt.,
Typ A 14 40 +
B. diphtheriae 40 +
Staphylococcus   haemolyt.,   
Stamm Oxford 30 +
Pseudomonas (Pyoc.) 30 +    Soor 18 +   
ErlÏuterungen :
Bs = Bakteriostase : Hof in mm
Bc = Bakterizidie : + = Abtötung    -=    keine Abtötung
Beispiel 5
19, 4 g   Hexahydropyrazin-hexahydrat    werden in 50 ml Wasser gelöst.

   Nun werden langsam 7, 9 ml   Fornlaldehydlösung, 38  /oig, zugegeben, wobei sich    unter leichter Erwärmung ein wei¯er voluminöser    r    Niederschlag bildet, der abgenutscht wird. Das Reak  tionsprodukt    wird mit Wasser ausgewaschen und getrocknet.



   Dieses polymere Kondensationsprodukt wird mit Borsäure gemischt und so unter Einwirkung von Wasser in das   Mono-N-oxymethyl-diäthylendiamin-    borat übergeführt, das ausgezeichnete antibakterielle Eigenschaften aufweist, wie folgende Untersuchungen zeigen :
Staphylokokken Pyocyanen   1       /0ige    Salbe 8 (20) + 1-2 (12) + Salbengrundlage 0-0   Erlauterungen :    Zylindertestmethode : (Durchmesser des Zylinders : 7 mm)
Es wurde die minimale molare Hemmungskonzentration von   Mono-N-oxymethyl-diäthylendiamm-    monochlorhydrat ermittelt.   

Claims (1)

  1. Streptococcus Staphylococcus B. pyocyaneus haemolyticus aureus 1 : 20 000 1 : 5000 1 : 5000 PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von cyclischen Mono N-oxymethyl-diaminen, dadurch gekennzeichnet, dass man auf ein cyclisches Diamin Formaldehyd einwir- ken lässt und das derart erhaltene polymere Produkt depolymerisiert.
    UNTERANSPRtJCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als cyclisches Diamin Hexa hydropyrazin verwendet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass maneinen Stoff verwendet, der Formaldehyd abgibt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Depolymerisationsmittel eine Säure in Gegenwart von Wasser verwendet.
    4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet,dass man als Säure Borsäure verwendet.
    H@mmel @ktie@@esells@haft
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