CH332004A - Verfahren zur Herstellung von Benzolsulfonylharnstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Benzolsulfonylharnstoffen

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CH332004A
CH332004A CH332004DA CH332004A CH 332004 A CH332004 A CH 332004A CH 332004D A CH332004D A CH 332004DA CH 332004 A CH332004 A CH 332004A
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sulfonamides
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phenyl radical
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Heinrich Dr Ruschig
Walter Dr Aumueller
Gerhard Dr Korger
Hans Dr Wagner
Joseph Dr Scholz
Alfred Dr Baender
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Hoechst Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/50Compounds containing any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom
    • C07C311/52Y being a hetero atom
    • C07C311/54Y being a hetero atom either X or Y, but not both, being nitrogen atoms, e.g. N-sulfonylurea

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  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von   Benzolsulfonylharnstoffen   
Es ist aus der Literatur bekannt, dass einzelne Verbindungen aus der Körperklasse der Aminobenzolsulfonsäureamide in der Lage sind, den   Blutzuckerwert    von Versuchstieren, z. B. von Hunden, zu senken. So führt z. B.    p-Amino-benzol-sulfamido-isopropyl-thiodiazol    eine mässige Senkung des   Blutzuckerwertes    bei Hunden für 4 bis 6 Stunden herbei [vgl. Jean la Barre u. Jean Reuse, Arch.   neerland.    physiol. 28   (1947),    Seite 475].



   Weiterhin sind einzelne Vertreter von Ben  zolsulfonylharnstoffen    bekannt, wie N-Benzol   sul. fonyl-harnstoff, N-Benzol-sulfonyl-N'-phe-    nyl-harnstoff, N-Benzol-sulfonyl-N'N'-diäthyl  harnstoff, N-p-Toluol-sulfonyl-harnstoff,    N-p  Toluol-sulfonyl-N'-phenyl-harnstoff    (vgl. Chem.



  Rev., Bd. 50, Seite   28129).    Technische Bedeutung haben diese Stoffe bisher nicht erlangt.



  Weitere Produkte aus der Reihe der Sulfonylharnstoffe sind aus der amerikanischen Pa  tentschrift    Nr. 2390253 und der franzosischen Patentschrift Nr. 993465 bekannt.



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von neuen   blutzuekersenkend    wirksamen Benzolsulfonylharnstoffen ohne   chemotherapeutische    Eigensehaften der Formel    R-S02-NH-CO-NH-Rl,    worin R einen gegebenenfalls substituierten Phenylrest und   Rl einen gesättigten    oder ungesättigten aliphatischen oder   cycloaliphati-      schen    Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen bedeuten, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man Sulfonamide der Formel    R-S02-NH2    mit Harnstoffen, welche den Rest    R, NHC0NH    enthalten, umsetzt.

   Die erhaltenen Verbindungen können   gege-benenXlls mit    Hilfe von anorganischen oder organischen Basen in ent  sprechende    Salze überführt werden. Dabei kann es von Vorteil sein, die Sulfonamide in Form ihrer Alkalisalze anzuwenden.



   Im einzelnen können für R beispielsweise folgende Reste stehen : Phenyl, Methyl-phenyl, insbesondere   p-Methyl-phenyl, Äthyl-phenyl,    Propyl-phenyl, Butyl-phenyl,   Pent. yl-phenyl,    Hexyl-phenyl,   Methoxy-phenyl, Äthoxy-phe-    nyl, Chlor-phenyl und   Brom-phenyl.    Die Substituenten können sowohl gradkettig als auch verzweigt sein ; neben der p-Stellung kann der Substituent auch an n andern Stellen, insbesondere in der   m-Stellung,    des Phenylrestes gebunden sein. Weiterhin kann der Phenylrest auch disubstituiert sein, so dass auch Dialkyl-, Dialkoxy-, Alkyl-alkoxy-, Ha  logen-alkyl-,    Halogen-alkoxy-und Dihalogenphenylreste in Betracht kommen.

   Die   Sub-    stituenten können sich dabei in beliebiger Stellung am Benzolkern befinden.



     R,    kann beispielsweise folgende Bedeutung besitzen : Äthyl, Propyl, Allyl, Butyl, Butenyl, Pentyl, Hexyl,   Cyelohexyl,    Hexa  hydrobenzyl. Auch    hier können die Reste, soweit sie aliphatischer Natur sind, sowohl gradkettig als auch verzweigt sein.



   Als Alkylreste, die ein-oder zweimal als Substituenten im Phenylrest, gegebenenfalls über eine Sauerstoffbindung auftreten können, kommen vorzugsweise Reste mit niedrigem Molekulargewicht in Betracht. Mit besonderem Vorteil verwendet man Reste mit   1    bis 6 Kohlenstoffatomen. Man kann jedoch auch Reste mit bis zu 8 Kohlenstoffatomen heranziehen.



  Bei   höheren-Resten    würde die Wirksamkeit der   Verfahrenserzeugnisse    im allgemeinen stark   zuriickgehen.   



   Die Harnstoffe, die für die Synthese herangezogen werden können, sollen vorzugsweise aliphatische bzw. cycloaliphatische Kohlenwasserstoffreste gesättigten oder ungesättigten Charakters mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen enthalten. Auch hier können jedoch Reste mit bis zu 8 Kohlenstoffatomen verwendet werden.



  Bei Resten mit mehr als 8 Kohlenstoffatomen würde die Wirksamkeit im allgemeinen ebenfalls zurückgehen.



   Die Reaktionsbedingungen können weitgehend variiert und den jeweiligen   Verhält-    nissen angepasst werden. Beispielsweise   kön-    nen die Umsetzungen, gegebenenfalls in Gegenwart von Lösungsmitteln, bei erhöhter Temperatur, z. B. oberhalb   100     C,   durch-    geführt werden.



   Um die Verfahrensprodukte in möglichst reiner Form zu erhalten, nimmt man zweckmässig eine möglichst vollständige Abtrennung von den als Ausgangsstoffen eingesetzten Benzolsulfonamiden vor, die vorteilhaft dadurch erreieht werden kann, dass die Verfahrensprodukte in verdünntem Ammoniak im Ver  hältnis      1    Volumenteil Ammoniak zu 20 bis zu 30 Volumenteile Wasser aufgenommen und durch Ansäuern wieder ausgefällt werden.



   Bei den nach dem Verfahren gemäss der Erfindung verwendbaren Ausgangsstoffen handelt es sich vielfach um literaturbekannte Verbindungen. Beispielsweise seien genannt :    Benzolsulfonamid, 4-Methyl-benzolsulfonamid,    4-Äthyl-benzolsulfonamid,   4-n-Propyl-benzol-    sulfonamid, 4-Isopropyl-benzolsulfonamid, 4-n  Butyl-benzolsulfonamid,    4-Isobutyl-benzolsulfonamid,   4-Methoxy-benzolsulfonamid,    4  Athoxy-benzolsulfonamid. An    Stelle   soleher    Verbindungen, die im Benzolkern in 4-Stellung substituiert sind, können auch die entsprechenden in 2-oder insbesondere in 3 Stellung substituierten Verbindungen eingesetzt werden.

   Weiterhin kommen in Betracht : Halogen-benzolsulfonamide, wobei sich die Halogenatome in beliebiger Stellung am Ben  zolkern    befinden können, sowie beispielsweise auch Methyl-chlor-benzol-und   Methoxy-chlor-    benzolsulfonamide. Ebenso können beispielsweise   Dimethyl-benzolsulfonamide,      Dimethoxy-       benzolsulfonamide, Methoxy-methyl-benzol-    sulfonamide und   Dihalogen-benzolsulfonamide    als Ausgangsstoffe   verwendet    werden.



   Als Harnstoffe, welche den Rest    Rj-NH-CO-NH-    enthalten, kommen beispielsweise in Betraeht :   Aklylharnstoffe : Äthyl-,    n-Propyl-, Isopropyl-, n-Butyl-, Isobutyl-,   see.-Butyl-,    tert.-Butyl-, Pentyl- (l)-, Pentyl- (2)-, Pentyl- (3)-, 3-Methyl-butyl-   (1)-,      2-Methyl-butyl- (1)-,    2,2-Di  methyl-propyl- (1)-,    3-Methyl-butyl- (2)-harnstoff, Hexylharnstoffe, wie Hexyl-(1)-harnstoff und   2-Methyl-pentyl-(1)-harnstoff,    Hep  tylharnstoffe,    wie Heptyl-(1)-harnstoff, Hep  tvl- (4)-harnstoff, Octylharnstoffe,    wie Octyl  (1)-harnstoff    ;   Alkenylharnstoffe    : Allylharnstoff und   Crotylha. rnstoff ;

   Cycloalkylharn-    stoffe : Cyclohexylharnstoff und   Cyclopentyl-    harnstoff ;   Cycloalkylalkylharnstoffe    : Cyelo   hexylmethylharnstoff und Cyclohexyläthyl-    harnstoff. An Stelle des einseitig   substituier-    ten Harnstoffes können auch zweiseitig   sub-    stituierte Harnstoffe   Vervendung    finden, wobei der zweite Substituent insbesondere einen Rest einer anorganischen oder organisehen Säure, z. B. einen niedrigmolekularen Acylrest oder eine Nitrogruppe, darstellen kann.



   Die Verfahrenserzeugnisse bewirken, wie in Versuchen an Tieren und in klinischen Ver suchen nachgewiesen worden ist, eine starke Senkung des   Blutzuckerspiegels.    Sie können als solehe oder in Form ihrer Salze bzw. in Gegenwart von Stoffen, welche zu einer Salzbildung führen, Verwendung finden. Zur Salzbildung können beispielsweise herangezogen werden : Ammoniak, alkalische Mittel, wie   Alkali-oder    Erdalkalihydroxyde, Alkalicarbonate   oder-bicarbonate,    ferner physiologiseh verträgliche organische Basen. Die Verbindungen sollen unter anderem zur Herstellung von oral   verabreiehbaren    Präparaten mit   blutzuckersenkender Wirkung zur Behand-    lung der Zuckerhamruhr Verwendung finden.



   Im Tierversuch lässt sich die Wirkung auf den Blutzuckerspiegel, beispielsweise von Mäusen, Ratten, Meerschweinchen, Kaninchen, Katzen und Hunden, nachweisen. Ver  abreicht    man beispielsweise normal gefütterten Kaninchen Verbindungen der Struktur in einer einmaligen Dosis von durchschnittlich   400      mglkg    in beispielsweise   bicarbonat-alkali-    seher Lösung oder in Form ihrer Alkalisalze, so sieht man eine rasch einsetzende Senkung des Blutzuckerspiegels, die innerhalb von etwa 3 bis 4 Stunden ein Maximum (etwa 30 bis   40%    des Ausgangswertes) erreicht.



   Die   Blutzuckerwerte    können durch   stünd-    liche Analysen naeh   Hagedorn-Jensen    ermittelt werden. Die   Blutzuckersenkung    wird durch Vergleich mit den   Blutzuekerwerten    gleiehartig gehaltener, nicht behandelter Kontrolltiere ermittelt.



   Nähere Angaben über   pharmakologisehe    und klinische Daten der Verfahrenserzeugnisse sind in der schweizer. Patentsehrift Nr. 331058 enthalten.



      Beispiet, 1   
N-(1-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-n-butyl harnstoff
39   g      4-Methyl-benzolsulfonamid-natrium    und   23    g   n-Butylharnstoff    werden gut miteinander vermischt und 26 Stunden auf   150     erhitzt. Die abgekühlte   Reaktionsmisehung    behandelt man mit 750   em3    heissem Wasser und filtriert. Das Filtrat   klärt    man mit Kohle und säuert es mit 2n-Salzsäure an. Der ausfallende harzige Niedersehlag wird von der Mutterlauge abgetrennt, mit Wasser gewaschen und in 1% igem Ammoniak aufgenommen. Man saugt durch eine Kohlenschicht und säuert das klare, fast farblose Filtrat unter Eiskühlung mit verdünnter Salzsäure an.

   Der resultierende halbfeste Niedersehlag wird abgesaugt und aus 60   em3    Methanol umkristalli  siert.    Man erhält den N-   (4-Methyl-benzol-      sulfonyl)-N'-n-butyl-harnstoff,    der nach nochmaligem Umkristallisieren aus Essigester den Schmelzpunkt 127 bis   129     zeigt.



   In analoger Weise erhält man durch Umsetzung von   4-tert.-Butyl-benzolsulfamid    mit n-Butyl-harnstoff den N-   (4-tert.-Butyl-benzol-    sulfonyl)-N'-n-butyl-harnstoff, der nach dem Umkristallisieren aus Methanol den   Schmelz-    punkt 179 bis   180     zeigt.



   An Stelle der freien Alkylharnstoffe kann man diese in üblicher Weise auch in Form ihrer Acylierungsprodukte verwenden.



   10,8 g N-   (4-Nitro-benzoyl)-N'-n-butyl-harn-    stoff und 7,7 g p-Toluolsulfamid-natrium werden gut miteinander vermischt und   41/2    Stunden auf   145    bis   150     erhitzt. Die erhaltene Schmelze wird noch warm mit verdünntem Ammoniak (1 : 25) behandelt. Man saugt vom Ungelösten ab,   klärt    mit Kohle und säuert das Filtrat mit 2n-Salzsäure langsam an. Der ausgefallene Niedersehlag wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Nach dem Umkristallisieren aus 20 cm3 Essigester erhält man den   N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-    N'-n-butyl-harnstoff vom Schmelzpunkt 127 bis   128 .   



   15,8 g   N-Acetyl-N'-n-butyl-harnstoff    und 19,3 g   p-Toluol-sulfonamid-natrium    werden gut vermischt und im offenen Kolben vier Stunden auf 120 bis   140     erhitzt. Nach dem   Erkal-    ten wird die verdünnte Schmelze mit   I% igem    Ammoniak behandelt, die Lösung filtriert und das Filtrat mit verdünnter Salzsäure angesäuert. Man erhält zunächst eine   schmierige    Fällung von N-   (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-    n-butyl-harnstoff, die allmählich   durchkri-    stallisiert. Das Kristallisat wird nach dem Absaugen und Trocknen aus Essigester umkristallisiert und schmilzt bei 125 bis 127 . 



   Beispiel 2    N- (4-Methyl-benzolsulf onyl)-N'-isobutyl-    harnstoff
9,65 g   4-Methyl-benzolsulfonamid-natrium    und 5,8 g   Isobutyl-harnstoff    werden in einer Reibschale gut gemischt und im Ölbad zwanzig Stunden bei   150     erhitzt. Nach dem Erkalten der Schmelze behandelt man mit 1% igem wässrigem Ammoniak, filtriert von geringem Rückstand ab und säuert das Filtrat mit verdünnter Salzsäure an. Die erhaltene Substanz wird nochmals durch Lösen in Ammoniak und Ausfällen mit Salzsäure gereinigt und nach dem Trocknen aus Methanol umkristallisiert.



  Man erhält den   N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-      N'-isobutyl-harnstoff    vom Schmelzpunkt 169 bis   171 .   



   An Stelle der freien Alkylharnstoffe kann man diese in üblicher Weise auch in Form ihrer   Acylierungsprodukte    verwenden.



   15,8.   g N-Acetyl-N'-isobutyl-harnstoff und      19, 3g p-Toluolsulfonamid-natrium    werden in einer Reibschale gut vermischt und im offenen Kolben vier Stunden bei   150     im Ölbad erhitzt. Die erkaltete Schmelze wird in etwa   10% igem Ammoniak gelost    und nach Verdünnen mit Wasser auf 750   cm3    filtriert. Das Filtrat säuert man mit Salzsäure an und erhält einen kristallinen Niederschlag von N   (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-isobutyl-harn-    stoff, der nach dem Umkristallisieren aus Methanol bei 169 bis   171     schmilzt. Die Ausbeute beträgt bis zu 68%.



   An Stelle von Toluolsulfonamid-natrium kann man auch eine Mischung von Toluol-sul  fonamid    und Kaliumcarbonat verwenden.



   Beispiel 3    N- (4-Athyl-benzolsuZ f onyl)-N'-isobutyl-    harnstoff
22,7 g 4-Äthyl-benzolsulfamid-natrium und 26,5 g   N- (4-Nitrobenzoyl)-N'-isobutyl-harnstoff    werden gut miteinander vermischt und zwei Stunden auf   150     erhitzt. Die Schmelze wird warm mit heissem Wasser behandelt und vom Ungelösten abfiltriert. Nach Aufarbeitung entsprechend der in Beispiel 2 angegebenen Vorschrift erhält man den N-   (4-Äthyl-benzol-    sulfonyl)-N'-isobutyl-harnstoff, der nach dem Umkristallisieren aus   50% igem Äthanol    den Schmelzpunkt von 142 bis 145  zeigt.



   Beispiel 4
N-(4-Methyl-3-chlor-benzolsulfonyl) isobutyl-harnstoff
20,5 g   2-Chlor-toluol-4-sulfonamid,      20,    7 g gemahlenes Kaliumcarbonat und 11,6 g Isobutylharnstoff werden in einer Reibschale gut miteinander verrieben und etwa 24 Stunden in einem Ölbad auf   170  erhitzt.    Die nach dem Abkühlen erhaltene feste Reaktionsmischung wird mit Wasser erwärmt, vom   ungelöst    bleibenden Rückstand abfiltriert und das Filtrat mit konzentrierter Salzsäure unter Kühlung angesäuert. Den ausgefallenen Niederschlag saugt man   ab,    nimmt ihn in verdünntem Ammoniak (1 : 25) auf, filtriert nochmals vom Ungelösten ab, klärt das Filtrat mit Tierkohle und säuert die nunmehr klare Lösung mit Salzsäure an.

   Der ausgefallene Niederschlag wird nach dem Absaugen und Waschen mit Wasser aus 60% igem Metha. nol umkristallisiert. Der so hergestellte   N- (4-Me-       thyl-3-chlor-benzolsulf onyl)-isobutyl-harnstof f    zeigt den Schmelzpunkt 157 bis   159 .    Das gleiche Produkt erhält man, wenn man an Stelle von   Isobutylharnstoff    N-Acetyl-N'-iso  butyl-hamstöff    einige Stunden mit   2-Chlor-      toluol-4-sulfonamid    in Gegenwart von Kaliumcarbonat erhitzt.



   Beispiel 5
N-   (4-Chlor-benaolsulf ony7)-N'-n-butyl-    harn, stoff    64 g    p-Chlor-benzolsulfonamid-natriumsalz und 80 g N- (4-Nitro-benzoyl)-N'-n-butyl-harnstoff werden in einer Reibschale innig miteinander verrieben und sechs Stunden in einem Olbad auf   160     erhitzt. Die Schmelze wird durch Erwärmen in Wasser gelöst, vom Ungelösten durch Filtration befreit, das Filtrat mit Kohle geklärt und langsam mit verdünnter Salzsäure angesäuert. Den ausgefallenen Niederschlag nimmt man naeh dem Absaugen in verdünntem Ammoniak auf, filtriert und säuert erneut mit Salzsäure an. Den ausgefallenen Niedersehlag saugt man ab und kristallisiert ihn aus verdünntem Äthanol um.



  Schmelzpunkt 115 bis   116 .    



     Weitere Umsetzungen von Arylsulfamid-natriumsalzen mit aliphatischen bzw, cycloaliphatischen Harnstoffen in analoger Weise führen zu den in nachstehender Tabelle angegebenen Ergebnissen :   
EMI5.1     

 Reaktions Arylsulfouamid- <SEP> Schmelzpunkt
<tb> Nr. <SEP> Harnstoff <SEP> zeit <SEP> tempe- <SEP> Reaktionsprodukt <SEP> Schmelzpunkt
<tb> natrium <SEP> des <SEP> Harnstoffes
<tb> (h) <SEP> ratur
<tb> 1 <SEP> p-Tolnolsulfamid- <SEP> N-Acetyl-N'-cyclo- <SEP> 109 <SEP> bis <SEP> 110  <SEP> 4 <SEP> 150  <SEP> N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)- <SEP> 172 <SEP> is <SEP> 174 
<tb> natrium <SEP> hexyl-harnstoff <SEP> N'-cyclohexyl-harnstoff
<tb> 2 <SEP> " <SEP> N-Acetyl-N'-n-hexyl- <SEP> 68  <SEP> 8 <SEP> 150  <SEP> N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)

  - <SEP> 118 <SEP> is <SEP> 120 
<tb> harnstoff <SEP> N'-n-hexyl-harnstoff
<tb> 3 <SEP> " <SEP> Propylharnstoff <SEP> 170  <SEP> 20 <SEP> 150  <SEP> N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)- <SEP> 151 <SEP> is <SEP> 152 
<tb> N'-n-propyl-harnstoff
<tb> 4 <SEP> " <SEP> Äthylharnstoff <SEP> 92  <SEP> 20 <SEP> 150  <SEP> N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)- <SEP> 140 <SEP> is <SEP> 141 
<tb> N'-äthyl-harnstoff
<tb> 5 <SEP> " <SEP> N-Acetyl-N'-allyl- <SEP> 109 <SEP> bis <SEP> 110  <SEP> 4 <SEP> 150  <SEP> N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)- <SEP> 172 <SEP> is <SEP> 174 
<tb> harnstoff <SEP> N'-allyl-harnstoff
<tb> 6 <SEP> " <SEP> N-Butyryl-N'-propyl- <SEP> 100  <SEP> 6 <SEP> 150  <SEP> N-(4-Methyl-benzolsulfonyl).

   <SEP> 150 <SEP> bis <SEP> 151 
<tb> harnstoff <SEP> N'-propyl-harnstoff
<tb> 7 <SEP> Benzolsulfamid- <SEP> N-Acetyl-N'-n-butyl <SEP> 86 <SEP> bis <SEP> 88  <SEP> 4 <SEP> 150  <SEP> N-Benzolsulfonyl-N'-butyl- <SEP> 130 <SEP> bis <SEP> 132 
<tb> natrium <SEP> harnstoff <SEP> harnstoff
<tb> 8 <SEP> 4-Methoxy-benzol- <SEP> N-Acetyl-N'-n-butyl- <SEP> 86 <SEP> bis <SEP> 88  <SEP> 4 <SEP> 150  <SEP> N-(4-Mehtyoxy-benzolsulfo- <SEP> 118 <SEP> bis <SEP> 120 
<tb> sulfamid-natrium <SEP> harnstoff <SEP> nyl)-N'-n-butyl-harnstoff
<tb>

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen blut zuekersenkend wirksamen Sulfonylharnstoffen ohne chemotherapeutische Eigenschaften der Formel R-SO2 NH-CO-NH-Ri, worin R einen gegebenenfalls substituierten Phenylrest und Ri einen aliphatischen oder cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonamide der Formel R-S02-NH2 mit Harnstoffen, welche den Rest Rl IVTH-CO-NH- enthalten, umsetzt.
    UNTERANSPRtSCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonamide der genannten Formel verwendet, worin R einen unsubstituierten Phenylrest bedeutet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonamide der genannten Formel verwendet, worin R einen durch einen Alkylrest mit höchstens 8 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonamide der genannten Formel verwendet, worin R einen p-Methyl-phenyl-rest bedeutet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonamide der genannten Formel verwendet, worin R einen durch zwei Alkylreste mit je höchstens 8 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonamide der genannten Formel verwendet, worin R inen durch einen Alkoxyrest mit höchstens 8 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonamide der genannten Formel verwendet, worin R einen p-Methoxy-phenyl-Rest bedeutet.
    7. Verfahren nach Patentanspruch,-da- durch gekennzeichnet, dass man Sulfonamide der genannten Formel verwendet, worin R einen durch zwei Alkoxyreste mit je höch- stens 8 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    8. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonamide der genannten Formel verwendet, worin R einen durch einen Alkylrest und einen Alkoxyrest mit je höchstens 8 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonamide der genannten Formel verwendet, worin R einen durch ein Halogenatom substituierten Phenylrest bedeutet.
    10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonamide der genannten Formel verwendet, worin R einen p-Chlor-phenylrest bedeutet.
    11. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonamide der genannten Formel verwendet, worin R einen durch zwei Halogenatome substituierten Phenylrest bedeutet.
    12. Verfahren naeh Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonamide der genannten Formel verwendet, worin R einen durch ein Halogenatom und einen Alkylrest mit höchstens 8 Kohlenstoffatomen sub stituierten Phenylrest bedeutet.
    13. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonamide der genannten Formel verwendet, worin R einen durch ein Halogenatom und einen Alkoxyrest mit höchstens 8 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    14. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Sulfonamide in Form ihrer Alkalisalze verwendet.
    15. Verfahren naeh Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltenen Verbindungen mit Hilfe von Basen in die entsprechenden Salze überführt.
    16. Verfahren nach Unteranspruch 15, dadureh gekennzeichnet, dass man zur Salz bildung anorganisehe Basen verwendet.
    17. Verfahren naeh Unteransprueh 15, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Salzbildung organische Basen verwendet.
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