CH324070A - Einrichtung mit in einem Gehäuse eingebauten Kondensatoren, insbesondere Kondensatorbatterien, und mit Sicherheitsschaltvorrichtung - Google Patents
Einrichtung mit in einem Gehäuse eingebauten Kondensatoren, insbesondere Kondensatorbatterien, und mit SicherheitsschaltvorrichtungInfo
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Description
<B>Einrichtung mit in einem Gehäuse eingebauten Kondensatoren,</B> insbesondere Kondensatorbatterien, und mit Sicherheitsschaltvorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf eine Ein richtung mit in einem Gehäuse eingebauten Kondensatoren, insbesondere Kondensator batterien, und mit Sicherheitsschaltvorrich tung, welche beim Ausbauehen des Gehäuses den Kondensatorstrom unterbricht.
Bei derartigen Kondensatoren oder Kon densatorbatterien werden die nach dem Ein setzen der aktiven Kondensatorenteile in das Gehäuse verbleibenden Hohlräume mit flüs sigen Isolierstoffen gefüllt und hierauf das Gehäuse luftdicht verschlossen. Bei über mässiger Erwärmung kann es vorkommen, dass die Gehäusewände durch die auftretende Drucksteigerung ausgebaucht werden. Es ist deshalb schon vorgeschlagen worden, von aussen her Fühlorgane anzubringen, die bei einem vorbestimmten Grad der Ausbauchung ansprechen und z. B. über Schütze die Kon densatorzuleitungen von der Betriebsspan nung trennen.
Äusserlich angebrachte Fühlorgane werden aber häufig als störend empfunden. Auch sind sie umständlich und erfordern einen un verhältnismässig grossen Aufwand.
Demgegenüber wird gemäss der Erfindung vorgeschlagen, dass die Schaltvorrichtung in das Kondensatorgehäuse eingebaut und mit einer Gehäusewand derart verbunden ist, dass der Strom durch die das Ausbauehen der Gehäusewand bewirkenden Kräfte unter brochen wird. Eine besonders einfache Aus führung ergibt sieh, wenn ein mit einer Soll bruchstelle z. B. einer Kerbe versehenes Stück der Kondensatoranachlussleitungen mit dem sich ausbauchenden Teil der Gehäuse- wand durch ein wenigstens teilweise aus Iso lierstoff bestellendes Zugglied derart verbun den ist, dass es vom Zugglied unter der Kraft der sich ausbauchenden Wand abgerissen wird.
Eine andere, insbesondere für höhere Betriebsspannungen geeignete Lösung ergibt sich gemäss einem weiteren . Vorschlag da durch, dass man zum Abreissen des Leitungs- stÜckes eine Hilfskraft, z. B. die Kraft einer gespannten Feder, verwendet, die durch ein mit einer Gehäusewand verbundenes Zug glied, das beispielsweise als Riegel ausgebil det sein kann, ausgelöst wird.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an vier Ausführungsbeispielen näher dargestellt: Es zeigt: Fig. 1 einen Teil eines Querschnittes durch eine Kondensatorbatterie mit einem Abreissschalter, Fig. 2 den Schalter nach Fig. 1 vergrö- ssert in raumbildlicher Darstellung, Fig. 3 Teile .eines andern Schalters,
eben- falls in Darstellung. Fig. 4 zeigt einen Teil eines Kondensa- tors im Längsschnitt, mit einer andern Schal terausführung.
Fig. 5 zeigt als viertes Ausführungsbei spiel einen mit einer Hilfskraft arbeitenden Abreissschalter im Längsschnitt.
Die Kondensatorbatterie nach Fig. 1 hat ein aus Stahlbleclh hergestelltes Gehäuse 10, in welches mehrere Kondensatorwiekel einge setzt sind, von denen im gezeichneten Aus schnitt nur zwei mit 11 und 12 bezeichnete Wickel in der Ansieht auf ihre Stirnseite sichtbar sind. Die Wickel sind auf Holz stäbe 13 und 14 aufgeschoben. Eine Holzleiste 15 hält die Stäbe 13 und 14 und damit die Kondensatorwickel 11 und 12 im richtigen Abstand von den Wänden des mit Öl gefüll ten Gehäuses. In die Holzleiste ist ein Ab reissschalter eingesetzt, der im Zuge einer An schlussleitung des Kondensators liegt.
Der Abreissschalter besteht, wie Fig. 2 besser erkennen lässt, im wesentlichen aus einem dünnen Streifen 21 aus verzinntem Kupferblech, zwei Anschlussstreifen 22 und 23, einem Abreissrahmen 24 aus Pressspan und einem Zugbügel 25. Dieser ist aus einem kräftigen Blechstreifen gebogen, umfasst den Pressspanrahmen 24 an seiner dem Abreiss streifen 21 gegenüberliegenden Schmalseite und ist mit seinen Enden durech einen Schlitz 18 in der ihm gegenüberliegenden Wand 19 des Gehäuses 10 durchgesteckt. Diese Enden sind abgebogen und mit der Wand 19 luft dicht verlötet.
Wenn sich die Wand so weit ausgebaucht hat, dass der Zugbügel 25 sieh an den innern Rand des Pressstoffrahmens 24 anlegt, werden die bei weiterer Ausbauchung von der Ölfül- lung auf die Wand 19 aasgeübten Kräfte über den Zugbügel auf den Pressstoff- rahmen 24 übertragen. Da der Abreissstreifen 21 an seinen beiden Enden zusammen mit den Ansehlussstreifen 22 und, 23 auf einer kräfti gen Isolierstoffplatte 26 festgenietet ist, wird er an der durch eingeschnittene Kerben 27 und 28 markierten Sollbruchstelle vom Rahmen 24 bei fortschreitender Ausbauchung durchgerissen. Hierdurch wird der Betriebs strom der Kondensatorbatterie unterbrochen.
Bei dem in ähnlicher Weise verwendba ren Schalter nach Fig. 3 besteht die abreiss bare Verbindung zwischen zwei Anschluss streifen 32 und 33 aus einem U-förmiigen Bügel 31, dessen Steg bis etwa zur Hälfte eingeschnitten und rechtwinklig nach aussen abgebogen ist. An dem so entstandenen Lap pen 34 ist zur Übertragung der Zugkräfte von einer Gehäusewand des Kondensators auf den Schalter ein Isolierstoffstück 35 be festigt, das den verbleibenden Steg des Bü gels 31 an den mit gestrichelten Linien 36 und 37 angedeuteten Kanten abreisst. Bei dem in Fig. 4 ausschnittweise dargestellten Kondensator ist das Gehäuse 40 mit einem Deckel 41 verschlossen, der eine durch kon zentrische Sicken 42 und 43 begrenzte Dehn stelle hat.
Der auf ein Papperohr 44 auf gespulte Kondensatorwickel 45 ist mit einer Anschlusskappe 46 über einen Abreisssehalter verbunden, der im wesentlichen von einem Anschlussdraht 47 und einem Kontaktblätt- ehen 48 gebildet wird. Als Sollbruchstelle A dient. eine schmale Lötstelle, durch die der Anschlussdra.ht 47 mit. dem Kontaktblättchen 48 verbunden ist.
Wenn der Innendruck in dem mit Öl gefüllten Gehäuse so weit an steigt, da.ss im Draht. 47 ein merklicher Zug in der angegebenen Pfeilrichtung entsteht, wird der Draht, an der Stelle A vom Kon- taktblätt.chen 48 abgerissen und hierdurch die Zuleitung zum Kondensatorwickel 45 unter brochen.
Während bei den vorstehend beschriebe nen Ausführungsbeispielen die auf eine Ge häusewand der Kondensatoren ausgeübten Kräfte unmittelbar zum Zerreissen eines Stückes der Zuführungsleitungen benutzt wird, werden diese Kräfte beim folgenden Beispiel lediglich zum Auslösen des Ab schaltvorganges verwendet.
Der in Fig. 5 dargestellte Schalter hat. ein Isolierstoffrohr 50, in dem eine Sollbxal,eh- stelle B zwischen den Anschlussdrä.hten 51 und 52 untergebracht ist. Diese wird von einer Lötstelle zwischen dem Ansehlussdraht 51 und einem Leiterzwischenstück 53 gebil det. Eine im Isolierstoffrohr geführte Hülse 54 enthält eine gespannte Schraubenfeder 55, die sich über eine Unterlagscheibe 56 gegen das Rohr 50 abstützt. Unter dem Druck der Feder 55 liegt die Hülse 54 gegen einen im Rohr 50 geführten Riegel 57 an.
Dieser ist mit einem Blechstreifen 58 vernietet, der durch eine Gehäusewand 60 des mit dem Schalter zu versehenden Kondensators hin durchgeführt und durch Lötung fest verbun den ist. Wenn sich die Gehäusewand 60 in der angegebenen Pfeilrichtung ausbaucht, wird der in den Innenraum des Rohres 50 hineinragende Riegel zurückgezogen und das Leiterstück 53 unter dem Druck der sich ent spannenden Feder an der Trennstelle R von dem Anschlussdraht 51 abgerissen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung mit in einem Gehäuse ein gebauten Kondensatoren, und mit Sicherheits schaltvorrichtung, welche beim Ausbauchen des Gehäuses den Kondensatorstrom unter bricht, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltvorrichtung in das Kondensatorgehäuse eingebaut und mit einer Gehäusewand der art verbunden ist, dass der Strom durch die das Ausbauchen der Gehäusewand bewir kenden Kräfte unterbrochen wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch eine Sicherheitsschalt vorrichtung, bei der ein mit einer Sollbruch stelle versehenes, als Kondensatoransehluss- leitung dienendes Leitungsstück, das mittel bar oder unmittelbar durch ein mit der sieh ausbauchenden Gehäusewand verbundenes Zugglied zerrissen wird.2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zerreissbare Leitungsstück aus einem Blechstreifen (21) besteht, der durch einen rahmenartigen Iso- lierkörper (24) hindurchgesteckt und an seinen beiden Enden mit einer gegenüber der sich ausbauchenden Wand (19) unver- schiebbar befestigbaren Tragplatte (26) aus Isolierstoff verbunden ist, während an der ihm gegenüberliegenden Seite des rahmen artigen Isolierkörpers (24) die von der aus bauchenden Wand ausgeübten Kräfte an greifen. 3.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass als Zugglied zwischen der Gehäusewand und der Schaltvorrichtung ein Blechstreifen (25) verwendet ist, der durch einen Schlitz in der Gehäusewand hindurch geführt und mindestens an der Aussenseite der Wand mit dieser luftdicht verbunden ist.4. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass als Sollbruchstelle eine Lötver- bindung zwischen zwei Leitungsstücken für den Kondensatorstrom verwendet ist.5. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Abschaltung des Konden- satorst.romes durch die Kraft einer Feder (55) bewirkt wird, die durch einen in ihren Weg eingreifenden Riegel (57) gespannt ge halten wird, bis die Ausbauchung der mit dem Riegel gekuppelten Gehäusewand (60) die Verriegelung aufhebt. 6.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, mit einem Kondensator, dessen Zuleitung .an einer Gehäusedurch führung befestigt ist, die sich an einer beim Auftreten von Überdruck im Gehäuse aus bauchenden Wand befindet, dadurch gpe- kennzeichnet, da.ss wenigstens ein Teil (47) der Zuführungsleitung als Zugglied ausge bildet und an einen weiteren, gegenüber der Wand festen Teil (48) der Zuführung durch eine abreissbare Verbindungsstelle (A) an geschlossen ist.
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