CH320291A - Verfahren zur Verhinderung der Gerinnung von Blut - Google Patents

Verfahren zur Verhinderung der Gerinnung von Blut

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CH320291A
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Benckiser Gmbh Joh A
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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23JPROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
    • A23J3/00Working-up of proteins for foodstuffs
    • A23J3/04Animal proteins
    • A23J3/12Animal proteins from blood

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Description


      Verfahren    zur Verhinderung der     Gerinnung    von Blut    Unter den     blutgerinnungshemmenden    Stof  fen für die Behandlung insbesondere von       Sehlachttierblut    spielen vor allem diejenigen  eine grosse Rolle, die das für die Gerinnung  erforderliche     Ca-Ion    aus dem Blut ausschal  ten. Mittel dieser Art sind zum Beispiel       Fluoride,        Citrate,        Oxalate    und Phosphate. Für  Nahrungsmittel kommen nur ungiftige Ver  bindungen in Betracht, wie z. B.     Citrate    und  Phosphate, unter letzteren hauptsächlich die  polymeren Phosphate.  



  Da sieh für den praktischen Gebrauch bei  der     Schlaehttierblutv        erwertung    nur lösliche  chemische Verbindungen eignen, hat man bis  her fast ohne Ausnahme die     Natriumsalze,     also     Natriumcitrate    und polymere Natrium  phosphate,     verwendet.    In physiologischer     Hin-          sich    bedeutet der Zusatz solcher     Natriumsalze     zum Blut eine Wertminderung insofern,  als auf diese Weise in dem gewonnenen     Frisch-          oder    Trockenplasma eine Verschiebung des       Kationengleichgewiehtes    zugunsten von Na  trium eintritt,

   die für den menschlichen Ge  nuss unerwünscht ist. Damit ergab sich die  Aufgabe,     blutgerinnungshemmende    Mittel zu  finden, die bei gleicher oder ähnlicher Wirk  samkeit. wie die bisher bekannten die genann  ten Nachteile nicht aufweisen, das heisst die  Kationen von vornherein in etwa physiologi  schem Verhältnis enthalten.  



  Es hat sich ergeben, dass auch auf der       Grundlage    von polymeren Phosphaten und         Citraten,    deren     Kationenanteil    etwa dem Ge  halt des Blutplasmas an ihnen entspricht,       blutgerinnungshemmende    Mittel hoher Lös  lichkeit und Wirksamkeit herstellen lassen.  Diese Tatsache ist um so überraschender, als  man die     Wirksamkeit    der polymeren Phos  phate und     Citrate,    wie erwähnt, bisher dahin  deutete, dass die     Ca-Ionen    des Blutes kom  plex gebunden werden und dadurch die Ge  rinnung des Blutes     unterbunden    wird.

   Man  hätte demnach erwarten müssen, dass ein     blut-          gerinnungshemmendes    Mittel, das bereits mit  Ca und Mg weitgehend     abgesättigt        ist,    keiner  lei Wirksamkeit mehr ausüben kann.  



  Erfindungsgemäss verhindert man die Ge  rinnung von Blut dadurch, dass man dem  Blut als     gerinnungshemmende    Mittel solche  Salze zusetzt, welche neben Natrium- bzw. Ka  liunionen wenigstens eines der im Blutplasma  vorkommenden mehrwertigen Kationen ent  halten, wobei die Mengen der zugesetzten  Kationen so gewählt werden, dass sie wenig  stens annähernd dem Verhältnis der gleichen  im Blutplasma vorkommenden Kationen ent  sprechen.  



  Die     Erdalkalisalze    polymerer Phosphor  säuren können entsprechend den     Alkalisal-          zen    gewonnen werden, indem man einen äqui  valenten Teil des     Alkalioxydes    durch das       Erdalkalioxyd    ersetzt. So wird zum Beispiel,  das in den nachfolgenden Anwendungsbeispie  len erwähnte     Ca(Na5P401a)2    in analoger      Weise wie     Na,;P4013    hergestellt, indem von  den     seehs    Äquivalenten     Na20    eines durch       Ca0    ersetzt wird, wobei die übrigen Herstel  lungsbedingungen, z.

   B. der     Sehmelzv        organg,     gleich gehalten werden.  



  Man kann ausser den wesentlichen Kat  ionen wie Natrium, Kalium,     Caleium,    Magne  sium     aueh        noeh    den Eisengehalt des Blutes       berücksiehtigen    und     gerinnungslremmende     Mittel unter Zusatz von     Eisensalzens    gegebe  nenfalls auch von komplex an das     Citrat    oder       anhydrische    Phosphat gebundenem     Eisen,     herstellen, ohne dass eine     Beeinträehtigung     der     Wirksamkeit    eintritt.  



  Ausserdem kann man das neue Verfahren  auch zusammen mit andern     gerinnungshem-          menden    Mitteln, wie z. B. den Salzen der Ni-         trilotriessigsäure,    zur     Durehführung    bringen.       Ebenso    ist der Zusatz von     Orthophosphaten          möglielr.     



  Das erfindungsgemäss gewonnene Blut  plasma kann in     frisehem    oder getrocknetem  Zustand für     Ernährungs-    und     teehnisclre     Zwecke weiterbearbeitet werden.  



  Wie die folgenden Beispiele zeigen, liegt  die     Minimaldosis,    die     pro    Liter Blut zur Ver  hinderung der Gerinnung notwendig ist,     nieht     höher als     @bei    Verwendung der     entspreehenden          Natriumsalze,    zum Teil sogar etwas niedriger.  



  Die folgende Tabelle enthält eine Gegen  überstellung dieser Minimaldosis auf Basis  reiner     Natriumsalze    einerseits und den er  findungsgemäss angewendeten     Kombinationen     anderseits  
EMI0002.0036     
  
    Zusammensetzung <SEP> Minimaldosis <SEP> Verhältnis
<tb>  pro <SEP> Ltr. <SEP> Blut <SEP> Na <SEP> : <SEP> K <SEP> : <SEP> Ca: <SEP> <B>Mg.-</B> <SEP> Fe
<tb>  iTatriumpyrophosphat <SEP> Na.4P207 <SEP> 1. <SEP> g <SEP> <B>1.00</B> <SEP> : <SEP> 0 <SEP> : <SEP> 0 <SEP> : <SEP> 0 <SEP> :

   <SEP> 0
<tb>  Natriumtripolyphösphat <SEP> Na5P3010 <SEP> 0,9 <SEP> g <SEP> <B>100:0:0:0:0</B>
<tb>  60 <SEP> Teiie <SEP> Na6P4013
<tb>  <U>94</U> <SEP> Na2H.P207 <SEP> 1 <SEP> g <SEP> 100:0:0:0:0
<tb>  16 <SEP> " <SEP> Na4P207
<tb>  40 <SEP> Teile <SEP> Na2H.P207
<tb>  20 <SEP> " <SEP> Na4P207
<tb>  K5P3010 <SEP> 0,9g <SEP> 1.00: <SEP> 6 <SEP> : <SEP> 3: <SEP> 1 <SEP> : <SEP> 0
<tb>  1.5 <SEP> " <SEP> Ca(Na5P4013)2
<tb>  21 <SEP> " <SEP> MgNa22P16052 <SEP> .
<tb>  -10 <SEP> Teile <SEP> Na2H2P207
<tb>  20 <SEP> Na4P207
<tb>  3,35 <SEP> ., <SEP> h5P3Oip <SEP> 1,0 <SEP> g <SEP> 100: <SEP> 6 <SEP> : <SEP> <B>3:</B> <SEP> 1 <SEP> :

   <SEP> 0,03
<tb>  15 <SEP> Ca(Na5p,4013)2
<tb>  21 <SEP> ,> <SEP> hlgNa22P16052
<tb>  0,15 <SEP> " <SEP> FeCl2
<tb>  \?? <SEP> Teile <SEP> I@Ta2H2P207
<tb>  13 <SEP> " <SEP> Na4P207
<tb>  20 <SEP> " <SEP> Trinatriumcitrat <SEP> (- <SEP> 5 <SEP> H20) <SEP> <B>1,0 <SEP> 100:6:3</B> <SEP> :1. <SEP> : <SEP> 0
<tb>  K5P3013 <SEP> ,0 <SEP> g
<tb>  15 <SEP> " <SEP> Ca(Na5P4013)2
<tb>  21 <SEP> " <SEP> MgXa22P16052

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Verhinderung der Gerinnung von Blut, dadurch gekennzeiehnet, da.ss man (lein Blut als gerinnungshenxnxende :Mittel sol- i#lie Salze zusetzt, welehe neben @a.trinm- bzw.
    lialiixmionen wenigstens eines der im Blut plasma vorkommenden mehrwertigen Kat ionen enthalten, wobei die Mengen der ztt- gesetzten Kationen so gewählt werden, dass sie @senigstens annähernd dem Verhältnis der ir e iehen im Blutplasma vorkommenden Kat ionen entspreelxep. TTUN- TERAN SPRLTCHP 1.
    Verfahren naeh Patentansprueli, da- dureh gekennzeichnet, dass man Citrate ver wendet. '. Verfahren nach Patentansprneh, da durch gekennzeichnet, dass man polymere Phosphate verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruelx, da durch gekennzeichnet., dass man ein Gemisch von Citraten und polymeren Phosphaten ver wendet.
    Verfahren nach Patentanspruelx, da durch gekennzeichnet, dass man Salze ver- wendet, die die Ionen in einem dem Gehalt des Blutplasmas an ihnen entsprechenden Verhältnis komplex gebunden enthalten. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da- durelx gekennzeiehnet, dass noeh andere blut- _gerinnungshemmende Mittel zugesetzt wer den,
CH320291D 1952-02-28 1953-02-24 Verfahren zur Verhinderung der Gerinnung von Blut CH320291A (de)

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