CH313685A - Verfahren zur Fernauslösung von Schaltvorgängen in Telegraphenanlagen - Google Patents

Verfahren zur Fernauslösung von Schaltvorgängen in Telegraphenanlagen

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CH313685A
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Zimmermann Rudolf Ing Dr
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Siemens Ag
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    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description


  Verfahren zur Fernauslösung von     Schaltvorgängen    in Telegraphenanlagen    Die Erfindung bezieht sich auf ein neu  artiges Verfahren zur     Fernauslösung    von  Schaltvorgängen in Telegraphenanlagen mit       Blattschreiberbetrieb    und Zeilensynchronisie  rung.

   Unter     Blattschreiberbetrieb    ist hierbei  zu verstehen, dass die .Schriftzeichen wie bei  einer     Schreibmaschine    auf einem Blatt in quer  über das Blatt verlaufenden Zeilen geschrie  ben werden     und        jeweils    nach Beendigung     einer     Zeile die Aufzeichnung der weiteren Schrift  zeichen in einer neuen Zeile unterhalb der zu  vor geschriebenen Zeile fortgesetzt wird.

    Durch die sogenannte Zeilensynchronisierung  wird erreicht, dass das     Schreibsystem    im  Blattschreiber immer gerade dann am An  fang einer neuen Zeile mit der     Aufzeichnung     beginnt, wenn     sendeseitig    .die Aussendung  eines neuen Abschnittes des entsprechend un  terteilten Nachrichtentextes einsetzt.  



  Es ist für solche Anlagen bekannt, be  stimmte Schaltvorgänge, wie z. B. Fernein  schaltung und Fernausschaltung des Empfän  gers, durch     Zeichenstromimpulse    zu steuern,  die sich von den die     Schriftzeiehen    bildenden  Impulsen nur durch ihre grössere zeitliche  hänge unterscheiden (sogenannte Dauer  striche) und voneinander wiederum zur Un  terscheidung der verschiedenen     Funktionen    in  ihrer zeitlichen Länge gegeneinander abge  stuft sind.

   So ist es bekannt, ..die Ferneinschal  tung .des Empfängers durch einen Zeichen  stromimpuls zu     steuern,    dessen zeitliche Länge    ein Mehrfaches des längsten innerhalb der       Schriftzeichenimpulsgruppen    vorkommenden  Impulses beträgt, während der Steuerimpuls  für die     Fernausschaltung    in seiner Länge  wiederum gleich einem Vielfachen der Länge  des     Einschaltimpulses    gewählt wird.

       Auf    diese  Weise ist es möglich, die verschiedenen  Steuerimpulse bei der     empfangsseitigen        Aus-          wertung    voneinander zu unterscheiden, indem  durch     Verzögerungsschaltmittel    mit entspre  chend abgestuften Verzögerungszeiten eine       Messung    der jeweiligen Impulsdauer durch  geführt wird.  



  Es ist auch bekannt,     ein    derartiges; der  Ferneinschaltung dienendes Steuersignal zu  gleich als Zeilenstartsignal für den Blatt  schreiberbetrieb zu verwenden, indem beim  Einsetzen des Signals zunächst nur die Ein  schaltung des Empfängerantriebes bewirkt  und erst durch das Ende des Startsignals das  inzwischen am Zeilenanfang durch eine  Sperre festgehaltene Schreiborgan gleichzeitig  mit dem     Beginn    der     Zeichenaussendung    des  Senders für     .den    Schreibbetrieb freigegeben  wird.

   Auf diese Weise wird durch das Start  signal ein auf die Schriftzeilen sich er  streckender Phasengleichlauf des Empfangs  blattschreibers mit dem Geber erreicht, so dass  alle vom     Empfangsblattschreiber    aufgeschrie  benen Zeilen     gleichmässig    beginnen und am  Ende der Zeile die     Worte    schon silben  gerecht getrennt werden können. Auf der      Sendeseite enthält zu diesem Zweck der Zei  chengeber einen     Zeichenzähler,    der eine der  Zeilenlänge .des     Empfangsblattschreibers    ent  sprechende Teilung aufweist und im Gleich  lauf mit der     Zeichenaussendung    umläuft.  



  Es ist auch schon     vorgeschlagen    worden,  das Startsignal zu     Beginn    der Sendung un  mittelbar hintereinander zweimal     auszusenden     und :die Wiederholung für eine besondere       Schaltfunktion,    z. B. die     Ankündigung    einer  dringenden Nachricht, auszunutzen.  



  Alle diese bereits bekannten oder vorge  schlagenen Verfahren zur Auslösung von  Schaltvorgängen haben den Nachteil, dass ihre  Variationsmöglichkeit ausserordentlich gering  ist, so dass     mann    sich damit     begnügen    muss, nur  die     allerwichtigsten    Funktionen auf diese  Weise zu steuern.  



  Die Erfindung bezweckt eine erhebliche  Steigerung und zugleich Vereinfachung der       l@Iöglichkeiten    zur Fernauslösung von Schalt  vorgängen in Telegraphenanlagen und macht  sich dabei in     neuartiger    Weise die     erwähnte,     bei     Blattschr        eiberbetrieb    angewendete     Zeilen-          syn.chronisiezung        zunLttze.    Die Erfindung be  steht darin,

   dass in bestimmten Phasenlagen  innerhalb .der Zeilenperiode     zwischen    Zeilen  anfang und Zeilenende von den Schriftzeichen  unterscheidbare Steuersignale übertragen und  im Empfänger zur     Auslösung    von Schalt  vorgängen ausgewertet werden. Es wird also  die Zeilenphase als zusätzliches Kriterium  für die Zuordnung der     Steuersignale    zu be  stimmten Schaltvorgängen ausgenutzt.  



  Bei     Anwendung    dieses     Verfahrens        kann     dann wiederum die Unterscheidbarkeit der  Steuersignale von den Schriftzeichen in an  sich bekannter Weise dadurch erreicht wer  den, dass ihre Dauer grösser als die des läng  sten     Schriftzeichenimpulses    gewählt wird.  Ausserdem ist es natürlich auch möglich, eine  zusätzliche Unterscheidbarkeit durch Wahl  verschiedener Längen der Steuersignale zu  schaffen, indem verschiedene Schaltvorgänge  in einer bestimmten     Zeilenphasenlage    durch  in ihrer Dauer voneinander abweichende  Steuersignale ausgelöst werden.

      Wenn es der Aufwand zulässt, kann die  Unterscheidbarkeit der Steuersignale von den       Schriftzeichenimpulsen    auch auf eine belie  bige andere an sich bekannte Art erreicht  werden, indem     beispielsweise    für die Schrift  zeichen einerseits und die     Steuersignale    an  derseits verschiedene Amplituden, Frequenzen  oder Stromrichtungen angewendet werden.  Man kann die Steuersignale auch durch Im  pulsfolgen darstellen, deren     Punktfrequenz          (Impulsfolgefrequenz)    sich in ausreichender  Weise von derjenigen der Schriftzeichen  impulse unterscheidet.  



  Die Durchführung des Verfahrens gemäss  der Erfindung erfordert gewisse Massnahmen  sowohl auf der Sendeseite als auch auf der  Empfangsseite.  



  Auf der Sendeseite kann mit Vorteil die  bekannte Sendeanordnung für     zeilensynchro-          nisierte    Blattschreiber Anwendung finden,  bei der ein Zeichenzähler in jeder Schrift  zeile phasengleich mit der Schreibeinrichtung  des     Empfangsblattschreibers    umläuft. Dieser  Zeichenzähler kann mit Schalteinrichtungen  verbunden     sein,    die in bestimmten Zeilen  phasenlagen von den Schriftzeichen unter  scheidbare Steuersignale aussenden.

   Insbeson  dere kommen hierfür     SteuerschaItmittel,    bei  spielsweise in .der Form von     Nockenschastern,     in Frage, die auf der Welle des Zeichenzählers  angeordnet sind und jeweils in bestimmten       Winkelwegen    des     Zeichenzählerumlaufes,    das  heisst also in bestimmten     Zeilenphasenlagen     wirksam werden.  



  Der Geber kann mit     zusätzlichen    Tasten  ausgestattet werden, bei deren     Betätigung    die  jeweils einem bestimmten gewünschten Schalt  vorgang zugeordneten     Steuerschaltmittel    be  tätigt und infolgedessen die entsprechenden  Steuersignale innerhalb der gerade begonne  nen oder     nächstfolgenden    Zeilenperiode ausge  sandt werden. Bei einem durch Lochstreifen  gesteuerten automatischen     Geber        kann    die  Auslösung der. Steuersignale in bestimmten       Zeilenphasenlagen    auch selbsttätig .durch be  stimmte Lochkombinationen ausgelöst werden.  



  Auf der Empfangsseite kann die Anwen  dung eines Blattschreibers vorausgesetzt wer-      den, dessen     Schreibeinriehtüng    in jeder  Schriftzeile phasengleich mit dem. Zeichen  zähler des Senders arbeitet. Das Verfahren  gemäss der Erfindung lässt sich bei derartigen  Geräten in einfacher Weise derart durch  führen, -dass .der Antrieb der Schreibeinrich  tung mit Schalteinrichtungen verbunden ist,  die in bestimmten     Zeilenphasenlagendie    Aus  wertung der von den Schriftzeichen unter  scheidbaren Steuersignale vorbereiten.

   Insbe  sondere können hierfür     Steuerschaltmittel    an  sich bekannter Art, vorzugsweise in Form von       hTockenschaltern,    verwendet werden, die mit  der Antriebswelle der Schreibeinrichtung ver  bunden sind und in bestimmten zugeordneten       Zeilenphasenlagen    Steuerstromkreise zur Aus  wertung der Steuersignale vorbereiten.  



  Wenn sich die Steuersignale von den       Schriftzeichenimpulsen    nur durch ihre grö  ssere zeitliche Länge, nicht aber durch ihren  Stromcharakter unterscheiden, so können die  genannten     Steuerschaltmittel    zweckmässig in  je einem zugeordneten örtlichen Relaisstrom  kreis mit einem im Rhythmus der Empfangs  zeichen betätigten Schalter in Reihe geschal  tet sein.

   Dieser im Zeichenrhythmus betätigte  Schalter sorgt dann dafür, dass sowohl die       Sehriftzeichenimpulse    als auch die zeitlich  längeren Steuerimpulse dem Relaisstromkreis       zugeführt    werden; der zugeordnete Steuer  schalter bewirkt in diesem Falle, dass der  Steuerstromkreis nur in einer bestimmten zu  gehörigen     Zeilenphasenlage    wirksam werden  kann, und der Relaisschaltung fällt die Auf  gabe zu, in an sich bekannter Weise, z. B.  durch Anwendung     ansprechverzögerter    Re  lais, die     Schriftzeichenimpulse    zu unter  drücken und nur die zeitlich     längeren,Steuer-          signale    wirksam werden zu lassen.

   Die Relais  anordnung kann mit einer     Halteschaltung     versehen sein, so     da,ss    der ausgelöste Schalt  vorgang so lange bestehen bleibt, bis durch  einen von Hand oder automatisch gegebenen  Schaltimpuls die Rückstellung in die Ruhe  lege veranlasst wird.  



  Ein einfaches Ausführungsbeispiel für die  Durchführung des     Verfahrens    gemäss der Er  findung ist in der Zeichnung :dargestellt, und    zwar in Verbindung mit einer Einrichtung  zur     Schriftzeichenübertragung    nach einem       Bildpunktverfahren,    wie es beispielsweise bei  dem sogenannten     Iiell-System    angewendet  wird.

   Die     Schriftzeichenübertragung        erfolgt     bei solchen Verfahren derart,     :dass.    die Schrift  zeichen - einschliesslich -einer das     .Schriftfeld     oben und unten     begrenzenden,    von Schrift  zeichenteilen stets freien Randzone streifen  weise in     Bildpunkte    zerlegt und die in dieser  Weise das jeweilige Schriftzeichen darstellen  den     Bildpunktreihen    nacheinander in Form  entsprechender     Impulsreihen    übertragen wer  den.

   Auf der regelmässigen periodischen Wie  derkehr der von     Schriftzeichenimpulsen    freien       Randzonenzeitabschuitte    innerhalb der fort  laufend gesendeten     Bildpunktimpulsfolge    be  ruht die sogenannte     Schriftzeichensynehroni-          sierung    nach dem     Randzonenprinzip,    durch  die     ein.    Auswandern der Schrift aus ihrer  richtigen Lage nach oben oder unten verhin  dert wird, siehe beispielsweise die schweize  rische Patentschrift Nr. 297202:

    Bei dem Ausführungsbeispiel nach der  Erfindung ist .angenommen, dass. zwei zusätz  liche Schaltvorgänge ausgelöst werden, die je  einer bestimmten     Zeilenphasenlage    zugeord  net sind. Die Anzahl dieser zusätzlichen  Schaltvorgänge kann durch Anwendung der  eingangs     erwähnten    Massnahmen erheblich  erhöht werden, jedoch ist es natürlich im  Rahmen der Erfindung ebensogut auch mög  lich, nur einen einzigen Schaltvorgang vorzu  sehen, dem dann sinngemäss nur eine einzige  bestimmte     Zeilenphasenlage    zugeordnet zu  werden braucht.  



       Fig.    1 stellt die zusätzlichen Schaltmittel  auf der Sendeseite,       Fig.    2 diejenigen     auf    der Empfangsseite  in vereinfachter Form dar.  



  In     Fig.    1 ist mit     GW    die Geberwelle be  zeichnet, die in bekannter Weise mit den hier  nicht     dargestellten    Antriebseinrichtungen     des     eigentlichen Zeichengebers derart gekuppelt  ist, dass sie jeweils in einer der Aussendung  von 69 Schriftzeichen entsprechenden Zeit  spanne einen vollen Umlauf ausführt. Diese  Anzahl von 69 Schriftzeichen entspricht der           üblichen    Zeilenlänge eines Empfangsblatt  schreibers und stellt somit eine  Zeilen  periode  dar.  



  Auf der Geberwelle     GW    ist unter anderem  eine Zählscheibe     ZS    angeordnet, .die mit der       Geberwelle    umläuft und mit Hilfe der an  ihrem Rand     angebrachten    Skalenteilung ge  genüber     einer    feststehenden Zählmarke     Z111     die jeweilige     Zeilenphasenlage    anzeigt.

   Die  Geberwelle     GW    trägt bzw. betätigt ferner die  bekannten und daher hier nicht dargestellten  Schaltmittel     zur        Steuerung    der     Aussendung     von .Startsignalen und     Stopsignalen    bestimm  ter zeitlicher     Länge    sowie zur Freigabe der       verschiedenartigen    Steuerungsteile in einem  definierten Zeitpunkt.

   Unter anderem dienen  diese Einrichtungen in bekannter     Weise    dazu,  die Zählscheibe     ZS    dann anlaufen zu lassen,       wenn    .das Startsignal beendet ist und die     Zei-          chenaussendung        beginnt.    Von diesem Augen  blick an dreht sich die Zählscheibe     ZS    mit  der bereits erwähnten Geschwindigkeit, die  einer Umlaufzeit von insgesamt 69 Schrift  zeichenlängen .entspricht.  



  Mit der Zählscheibe     ZS    und gegebenen  falls weiteren Zähleinrichtungen sind die       Nockenscheiben        SN1    und     SN2    fest verbunden,  die :die     Aussendung    von besonderen Steuer  signalen im Sinne der Erfindung ermöglichen.  Zu diesem Zweck sind     zwei    Steuerschalter     sn,1     und     sn2    vorgesehen, deren jeder durch eine  der beiden genannten     Nockenscheiben    betätigt  wird.

   Die     Nockenscheibe        SN1    ist beispiels  weise so gestaltet, dass der zugeordnete Schal  ter     snl    in der     Zeitspanne    zwischen dem 5.  und 10. Zeichen jeder Zeile geschlossen wird.  Die Form der     Nockenscheibe        SN2    ist so ge  wählt, dass die Schliessung des von ihr betä  tigten Schalters     sn2    in einer andern     Zeilen-          phasenla.ge,    z. B.     in    der Zeit vom 55. bis 60.  Zeichen, erfolgt.  



  Es ist selbstverständlich möglich, die  Schliessungszeiten der     Nockenschalter    belie  big nach Bedarf zu wählen und sie in ver  schiedene     Zeilenphasenlagen    zu legen. Auch  die Anzahl der     Noekenscheiben    und Schalter  kann, wie bereits     erwähnt,    nach     Bedarf    va  riiert werden.

      Jedem der     Nockenschalter    ist ein Vorbe  reitungsschalter zugeordnet,     durch    dessen Be  tätigung dafür gesorgt ist, dass die Nocken  schalter     snl    und     sn,2    nicht etwa bei jedem     Oxe-          berumlauf    wirksam werden, sondern nur im  Bedarfsfalle .das jeweils gewünschte Steuer  signal zur Auslösung eines bestimmten Schalt  vorganges ausgesandt wird.

   Zu diesem Zweck  ist beispielsweise mit dem     Nockenschalter        sn1     ein Vorbereitungsschalter     VT1        und    mit dem       Nockenschalter        sn2    ein Vorbereitungsschalter       VT2    in Reihe geschaltet. Die Betätigung die  ser Schalter kann von Hand durch Bedienung  entsprechender Tasten oder aber bei Loch  streifenbetrieb auch automatisch beim Durch  laufen bestimmter Lochkombinationen aus  gelöst werden.  



  Statt dieser elektrischen Lösung ist selbst  verständlich auch eine mechanische Lösung  möglich, beispielsweise derart,     dass    sich die       Nockenschalter        sn1,        sn2    usw. in ihrer Ruhe  lage .ausser Eingriff mit der jeweils zugeordne  ten     Nockenscheibe    befinden und erst im Be  darfsfalle durch einen mechanischen Vorgang  in den Wirkungsbereich der Nocken gebracht  werden.     Ebensogut    können auch die Nocken  scheiben     SN1,        SN2    usw.

   in einer Ruhelage  durch eine Sperre festgehalten sein, nach  deren Auslösung die Mitnahme der Nocken  scheiben durch eine Rutschkupplung oder  Zahnkupplung so erfolgt, dass eine gleich  bleibende     Phasenzuordnung    sichergestellt ist.  



  In dem     dargestellten    Schaltungsbeispiel ist  angenommen, dass die     erwähnten    Steuerschal  ter in einfachster Weise dem     Tastkreis    des  Gebers G parallel geschaltet sind, so     da.ss    sie  in gleicher Weise wie die Sendekontakte  innerhalb dieses Gebers wirken. Diese Wir  kung besteht darin, dass die Spannung eines  örtlichen Wechselstromerzeugers<I>WG</I> bei Kon  taktschliessung auf den Eingang eines Sen  ders     S    gegeben     wird,    der beispielsweise eine  entsprechend modulierte     hochfrequente    Welle  ausstrahlt.

   An Stelle der einfachen Parallel  schaltung der Steuerschalter zum     Tastkreis     des Gebers G kann auch eine andere     Modu,-          lationsart    für die Steuersignale Anwendung  finden.      Sowohl die innere Schaltung des Gebers G  als auch die des Senders S und des Wechsel  stromerzeugers WG können in bekannter  Weise ausgeführt sein und sind     daher,    da ihre  Ausbildung für die     Erfindung    nicht wesent  lich ist, nicht dargestellt.  



  Ein Schema für die Durchführung des  Verfahrens gemäss der     Erfindung    auf der  Empfangsseite ist in     Fig.    2 wiedergegeben.  Es ist angenommen, dass eine bekannte Art  eines     Faksimile-Blattschreibers    mit Zeilen  synchronisierung Anwendung findet, bei der  mehrere Schreibschneiden     F1,        F2    und     .T1'3     durch eine endlose 'Transportkette     TK    oder  ein entsprechendes Band während des Schreib  betriebes kontinuierlich über das zu beschrif  tende Papierblatt geführt werden.

   Sie arbei  ten .dabei in bekannter Weise mit einem Farb  band und einer hinter dem Papierblatt senk  recht zur     Schriftzeilenrichtung    oszillierenden  oder rotierenden     Längsschneidenanordnung     zusammen und bewirken den Abdruck der in  Form von     Bildpimktimpulsreihen    übermittel  ten Schriftzeichen, indem eine durchgehende  Druckleiste<I>DL</I> durch zwei Druckmagnete im  Zeichenrhythmus gegen das Papier hin be  wegt wird. .  



  Die Schaltung dieser Druckmagnete     DUl1     und     D012    ist schematisch angedeutet. Sie  sind an .den Ausgang eines Empfängers     E    an  geschlossen, der die über Draht oder     drahtlos     übermittelten     Schriftzeichenimpulse    in Gleich  stromstösse ausreichender Energie     umsetzt.     Die Innenschaltung des Empfängers     E    kann  in bekannter Weise ausgeführt sein und ist,       da    sie für die Erfindung unwesentlich ist,  nicht im einzelnen dargestellt.  



  Die erwähnte Transportkette TK, die in  gleichen der     Schreibzeilenlänge    entsprechen  den Abständen die     Schreibschneiden        F1,    F2  und F3 trägt, läuft über zwei Zahnscheiben       Z1    und Z2, von denen beispielsweise die  Zahnscheibe Z1 über .die Welle W1 mit  einer der     Schreibzeilenzerlegungsgeschwindig-          keit    entsprechenden Drehzahl angetrieben  wird.

   Zusätzlich können die bereits bekann  ten Mittel angewendet werden, mit: deren    Hilfe die Welle W1 jeweils     vor    Beginn einer  Sendung in einer ,derartigen Phasenlage fest  gehalten wird, dass eine der     Schreibschneiden          F1,    F2 oder     F3    genau am     Zeilenanfang,    steht.

    Der Start der Schreibeinrichtung kann dann  analog zu der Betriebsweise auf -.der Sende  seite durch     .das-    Ende eines Startsignals aus  gelöst werden, das heisst also genau in dem  Augenblick, in welchem     sendeseitig    die     Zei-          chenaussendung    entsprechend dem     Anfang     einer Zeile beginnt. Durch     die-    ebenfalls nicht  dargestellten     Synchronisiereinrichtungen    ist  dafür gesorgt, dass die     auf    diese Weise her  gestellte     Zeilensynchronisierung    während der  ganzen Sendung aufrechterhalten bleibt.

   Im  übrigen kann sie bekanntlich auch durch wei  tere Schaltmittel beliebig oft während der  Sendung wiederholt bzw. nachkontrolliert  werden.  



  Mit der Antriebswelle W1 für den     Traxxs-          port    der Schreibschneiden     F1,        F2    und     F3     ist eine weitere Welle W2 starr gekuppelt,  und zwar in einem derartigen     übersetzungs-          verhältnis,    dass sie sich Während einer Zeilen  periode gerade einmal herumdreht. Auf dieser  Welle W2 sind zwei     Steuernockenscheiben    N1  und N2     befestigt,    die .den in     Fig.    1 dargestell  ten     Sendenockenscheiben        SNl    und     SN2    sinn  gemäss entsprechen.

   Der     Nockenschedbe    N1 ist  ein Steuerschalter     n1    und der     Nockenscheibe     N2 ein Steuerschalter     n2    zugeordnet. In Über  einstimmung mit der für     Fig.    1 als Beispiel  angegebenen Verteilung der Betätigungszeiten  auf der Sendeseite sind auch die Nocken auf  den     Nockenscheiben    N1 und     _N2    so bemessen  und angeordnet, dass beispielsweise der  Steuerschalter n1 etwa während der Zeit     zwi-          sdhen    dem 5. und 10. Zeichen jeder Zeile     und.     der Steuerschalter     n,2    zwischen dem 55. und  60.

   Zeichen geschlossen wird.  



  Diese Steuerschalter sind in örtlichen       Steuerstromkreisen    mit einem im Zeichen  rhythmus betätigten Schalter in Reihe ge  schaltet. Dieser Schalter kann von den er  wähnten Druckmagneten<I>DM1</I> oder     D012    un  mittelbar betätigt     werden.    Für     die    darge  stellte Schaltung ist jedoch beispielsweise an  genommen, dass den Druckmagneten ein be-           sonderes    Relais A parallel geschaltet ist,     wel-          ehes    seine beiden Schalter     a1    und a2 im  Zeichenrhythmus schliesst.

   Der Schalter a1 ist  in Reihe mit dem Steuerschalter     gil    im Strom  kreis eines Relais K angeordnet, während der  Schalter     a2        sinngemäss    in Reihe mit dem  Steuerschalter n2 im Stromkreis     eines        Relais     <B>X</B> liegt.  



  Die beiden Relais     K    und<B>31</B> besitzen     eine          derartige        Ansprechverzögerung,    dass. sie selbst  durch die längsten vorkommenden Schrift  zeichenimpulse nicht zum Ansprechen ge  bracht werden können, sondern erst dann,  wenn sie fortgesetzt während einer erheblich  längeren Dauer, beispielsweise während der  Dauer einiger Schriftzeichen, ununterbrochen  erregt werden.

   Diese     Erregung    kann bei der       dargestellten    Anordnung für das Relais K  nur während der Schliessungszeit des Steuer  schalters     n,1    und für das Relais     111    nur wäh  rend der Schliessungszeit des Steuerschalters  n2 erfolgen, das heisst ihr Ansprechen ist nur  in der jeweils zugeordneten     Zeilenphasenlage     möglich und innerhalb dieser auch nur dann,       wenn    während der entsprechenden Zeitspanne  ein Steuersignal ausreichender Dauer empfan  gen wird.  



  Sobald das Relais K zum Ansprechen  kommt, bewirkt ein von ihm gesteuerter  Schalter k2 die Auslösung des gewünschten  Schaltvorganges, beispielsweise die Einschal  tung einer Alarmeinrichtung<I>AK,</I> die das im  allgemeinen entbehrliche Bedienungspersonal  heranruft. Ein weiterer Schalter     k1    kann  vorgesehen sein, um einen Haltestromkreis für  das Relais     K    zu schliessen, so dass dieses auch  nach     Beendigung    des Steuersignals einge  schaltet bleibt.

   Durch Betätigung des     im     Ruhezustand geschlossenen     ,Schalters    TI- kann       jederzeit,die        Abschaltung,des    Alarms und die       Rückführung    des Steuerstromkreises in die  Ruhelage herbeigeführt werden.  



  In entsprechender Weise besitzt das Relais       31,    welches einem andern Schaltvorgang zu  geordnet ist, zwei Schalter     ml        -Lind        m2,    von  denen der erste     wiederum    einen Haltestrom  kreis für .das Relais     31    schliesst, während der         zweite    einen Schaltvorgang beliebiger Art  steuert, Es sei angenommen, dass der Sehalter  m2 einen Kupplungsmagneten     K111    einschaltet,  der beispielsweise     einen        Papierschnellvorschub     mit oder ohne anschliessendes     Abschneiden     des beschrifteten Papierblattes bewirkt.

   Eine  solche Einrichtung kann wichtig sein, wenn  grössere Abstände zwischen Textabschnitten  verlangt werden oder wenn die empfangenen       INTachrichten    auf eine in Formulare unterteilte  Papierbahn aufgeschrieben werden.  



  Der Halteschalter     m,1    kann selbstverständ  lich auch in Wegfall kommen, wenn die Ein  schaltedauer des     gewünschten    Schaltvorgan  ges während des Steuerimpulses bereits aus  reichend ist. Wird .dagegen die Halteschal  tung in der dargestellten Form     angewendet,     so ist auch hier wieder in Reihe mit dem Re  lais     111    ein im Ruhezustand geschlossener  Schalter T2 vorgesehen, durch dessen Betäti  gung .der     Haltestromkreis    im Bedarfsfalle  unterbrochen werden kann. Bei Formular  druck kann dieser Schalter T2 beispielsweise  durch in die Papierbahn eingestanzte Loch  marken jeweils an der gewünschten Stelle be  tätigt werden.  



  Die Widerstände R1, R2, R3 und R4 die  nen zur Begrenzung .der Erregerströme.  



  Für die Form und Lage der     Nockenschei-          ben    N1 und N2 gilt das bereits bei Bespre  chung der     Fig.    1. Gesagte     sinngemäss.    Diese       Nockenscheiben    müssen den sendeseitigen       Nockenscheiben    so weit entsprechen, dass sich  die Bereitschaftszeiten .der sendeseitigen und  empfangsseitigen     Steuerschaltmittel    mit aus  reichender Genauigkeit zeitlich decken.  



  Die     Steuersignale,    die sich in den erwähn  ten Fällen nur durch ihre grössere zeitliche  Länge von den längsten vorkommenden       Schriftzeichenimpulsen    unterscheiden, können  bei Blattschreibern mit der bereits erwähnten       Randzonensynchronisierung    durch Dauer  striche, die nur während der     Randzonenzeit-          abschnitte        periodisch    unterbrochen sind, ge  geben werden, wenn     auf    der Empfangsseite  durch periodisch während dieser Randzonen  zeitabschnitte betätigte. Schaltmittel die strom-      losen Zeitabschnitte des Empfangsmagnet  stromkreises in ihrer Wirkung auf den  Steuerstromkreis überbrückt werden.

   Die  Wirkung auf die     Steuerschaltmittel    ist dann  die gleiche wie bei ununterbrochenen Dauer  strichen. Um diese Schaltung bei .dem Aus  führungsbeispiel     Fig.    2 zu     verwirklichen,    ist  es erforderlich, dem Kontakt     a1    einen Kon  takt     nsl    und dem Kontakt a2 einen Kontakt       vs2    eines nicht dargestellten     Nockenschalters          ATS,    der durch den Empfängerantrieb ge  steuert wird, parallel zu schalten.

   Durch .die  sen Kontakt werden die     Pausen,    die beim Ab  tasten der Randzonen     entstehen,    überbrückt  und ein Ansprechen der Relais auf das be  schriebene Steuersignal zur Betätigung von  Sonderfunktionen gewährleistet. Diese Anord  nung kann. bei normalem Betrieb nicht. zu  Verwechslungen oder     Fehlsteuerungen    füh  ren, da die üblichen     Zeichen    in keinem Falle  mehrere vollständig ausgefüllte vertikale Zer  legungsstreifen nebeneinander haben. .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Fernauslösung von Schaltvorgängen in Telegraphenanlagen mit Blattschreiberbetrieb und Zeilensynchronisie- rung, dadurch gekennzeichnet, dass in be stimmten Phasenlagen innerhalb der Zeilen periode zwischen Zeilenanfang und Zeilen ende von den Schriftzeichen unterscheidbare Steuersignale übertragen und im Empfänger zur Auslösung von Schaltvorgängen ausgewer tet werden.
    II. Anordnung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I; dadurch ge kennzeichnet, d.ass die Sendeeinrichtung einen in jeder Zeile phasengleich mit :der Schreib einrichtung des Empfangsblattschreibers lau fenden Zeichenzähler mit Schalteinrichtungen aufweist, die in bestimmten Zeilenphasenlagen von Schriftzeichen unterseheä.dbare Steuer signale auszusenden vermögen,
    und dass der Antriebsmechanismus der- in jeder Zeile phasengleich mit dem Zeichenzähler des Senders arbeitenden Schreibeinrichtung des Blattschreibempfängers mit Schalteinrichtun- gen verbunden ist, die in bestimmten Zeilen- phasenlagen die Auswertung der Steuer signale vorbereiten. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als Steuersignale in den bestimmten Zeilenphasenlagen Zeichen stromimpulse übertragen werden, deren Dauer grösser als die des längsten Schriftzeichen impulses ist. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass. verschiedene Schaltvorgänge durch in ihrer Zeilenphasen lage voneinander abweichende Steuersignale ausgelöst werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, .dass verschiedene Schaltvorgänge in einer bestimmten Zeilen phasenlage durch in ihrer Dauer voneinan der abweichende Steuersignale ausgelöst wer den. 4.
    Anordnung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass auf .der Welle des Zeichenzählers der Sendeeinrichtung in bestimmten Phasen des Zeichenzählerum- laufes wirksame Steuerschaltmittel angeordnet sind. 5.
    Anordnung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass den Steuer schaltmitteln der Sendeeinrichtung Vorberei- tungsschaltmittel zuggeordnet sind, deren Be tätigung die Wirksamkeit des jeweils z@,igehö- rigen Steuerschalters in einer bestimmten Phase des Zeichenzählerumlaufesvorbereitet. 6.
    Anordnung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass mit der An triebswelle der Schreibeinrichtung der Emp fangseinrichtung Steuerschaltmittel verbun den sind, die in bestimmten zugeordneten Zeilenphasenlagen Steuerstromkreise zur Aus wertung der Steuersignale vorbereiten. 7. Anordnung nach Unteranspruch 6, .da durch gekennzeichnet, dass die Steuerschalt- mittel aus Schaltern bestehen, die in je einem örtlichen Relaisstromkreis mit einem im Rhythmus der Umpfangszeichen betätigten Schalter in Reihe geschaltet sind. B.
    Anordnung nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass der Relaisstrom kreis zur Trennung der Steuersignale von clen Schriftzeichenimpulsen ahsprechverzö- gerte Relais enthält.
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