CH313390A - Schaltschloss an schreibenden Büromaschinen - Google Patents

Schaltschloss an schreibenden Büromaschinen

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CH313390A
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Inventor
Heinrich Riffel
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Rheinmetall Aktiengesellschaft
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    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J19/00Character- or line-spacing mechanisms
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Description


  Schaltschloss an schreibenden Büromaschinen    Die Erfindung bezieht sich auf ein  Schaltsehloss mit Wagenfreilauf an schrei  benden Büromaschinen mit beim Schalten  wechselweise in das Schaltrad eingreifenden,  auf einem Schwingrahmen angeordneten  Schaltzähnen, von denen der eine, z. B.       durch    die Schaltbrücke gesteuerte, fest, der  andere dagegen in Querrichtung zur Schalt  radachse beweglich an den Schwingrahmen  angeschlossen ist. Schaltwerke dieser Art  haben bekanntlich die Aufgabe, den unter       Federwirkung    stehenden Papierwagen beim  Anschlag der Tasten schrittweise zu schalten.

    Die     Betätigung    des Schaltschlosses erfolgt  dabei meistens von den Typenhebeln aus, und  zwar durch eine in unmittelbarer Nähe des  Typenhebeldrehpunktes angeordnete Nase,  die kurz vor dem Auftreffen des     Typen-          lhebels    auf die Schreibwalze gegen ein das       Sehaltschloss    betätigendes Zwischenorgan, die  sogenannte Schaltbrücke, anläuft und diese  dadurch zum Ausschwingen bringt. Ein an  der Schaltbrücke sitzender Stössel kommt da  bei in Wirkverbindung mit dem Schwingrah  men des Schaltschlosses. Auf diesem Schwing  rahmen sind zu beiden Seiten des Schalt  rades Schaltklinken angeordnet, deren Ab  stand kleiner ist als die Zahnbreite des  Schaltrades.

   Infolgedessen kann immer nur  eine dieser beiden Klinken, und zwar in der  Grundstellung des Schaltschlosses die beweg  liche, im übrigen in Richtung der Schalt  bewegung des Wagens schwenkbar angeord-    nete, in Eingriff sein. Trifft nun der Stössel  der Schaltbrücke beim Vorwärtshub auf den  Schwingrahmen, so wird die bewegliche  Schaltklinke gegen die Spannung einer Fe  der um ihren Drehpunkt so weit aus  geschwenkt, dass sie von dem jeweils in der  Wirkstellung befindlichen Zahn des Schalt  schlosses freikommt, während die feste  Klinke in diesen Schaltradzahn einrastet.

    Kehrt nun der Schwingrahmen beim     Rück-          wärtshub    der Schaltbrücke in seine Ausgangs  lage zurück, dann kommt die feste Schalt  klinke wieder ausser Eingriff, wohingegen  die bewegliche Schaltklinke in ihre     Grund-          stellung        zurücl@schwinät,    d. h. das Schaltrad  über den in Schaltrichtung folgenden Schalt  radzahn verriegelt. Damit ist der Papier  wagen uni eine Teilung weitergeschaltet  worden.  



  Soll nun der Papierwagen von Hand aus  willkürlich bewegt werden, dann muss die       Schrittschalteinrichtung        ausgeschaltet    wer  den. Hierfür sind verschiedene Einrichtun  gen gebräuchlich:  Die eine Gruppe bekannter Einrichtun  gen verwendet besondere Kupplungen zwi  schen dem Schaltrad und dem mit der Wa  genzahnstange kämmenden     Antriebsritzel,    die  bei der Rückführung des Wagens vom Schalt  rad entkuppelt werden. Einrichtungen dieser  Art sind in der Herstellung verhältnismässig  umständlich und damit kostspielig. Ab-      gesehen davon neigen Kupplungen dieser Art  zu mancherlei Störungen.  



  Bei einer andern Gruppe bekannter Ein  richtungen wird bei der Betätigung des Wa  gens von Hand die Wagenzahnstange aus  dem Antriebsritzel ausgeschwenkt, so dass  dann der Wagen unabhängig vom Schalt  schloss, d. h. frei, hin und her bewegt wer  den kann. Diese Ausführungsform hat den  Übelstand, dass beim Wiedereinrücken der  Zahnstange leicht Beschädigungen an der  Verzahnung eintreten können. Abgesehen  davon hat die bewegliche Aufhängung der  Zahnstange den Nachteil, dass sich die in  den Gelenkpunkten im Laufe der Zeit ein  stellenden Spiele ungünstig auf den Wagen  schaltweg und damit auch auf das Schrift  bild auswirken können.  



  Der Erfindung liegt die Aufgabe zu  grunde, ein Schaltschloss zu schaffen, das  eine Vermeidung der aufgeführten Nachteile  sowie einen relativ einfachen und auch  raumsparenden Aufbau und eine betriebs  sichere Arbeitsweise ermöglicht. Das erfin  dungsgemässe Schaltschloss ist dadurch ge  kennzeichnet, dass zur Aufhebung der Schritt  schaltbewegung des Schaltrades ein als Hal  ter für den beweglichen Schaltzahn aus  gebildete, zum     Schaltschlossschwingrahmen     gleichsinnig schwingbar gelagerter Zwischen  rahmen vorgesehen ist, der bei Freigabe des  Wagens durch die Auslöseschiene über einen  Arm derart ausgeschwenkt wird, dass der be  wegliche Schaltzahn aus dem Wirkungs  bereich der Schaltradzähne gelangt.  



  Es ist zwar an sich bekannt, den beweg  lichen Schaltzahn für sich auf einer beson  deren Schwenkplatte zu lagern, die ihrerseits  im Schwingrahmen des Schaltschlosses zu  diesem gleichsinnig schwingbar gelagert ist.  Diese Aufhängung des beweglichen Schalt  rahmens dient bei der bekannten Einrich  tung indessen nur dazu, diesem Schaltzahn  gegenüber dem festen Schaltzahn eine der  Schwingbewegung des Schaltschlosses     vor-          e    ilende i Bewegung zu erteilen, zum Zweck,  bei nur kleinem Schwingungsausschlag der  Schaltbrücke bzw. der Schaltschwinge die    Schnelligkeit des Schaltens zu erhöhen.

   Das  Ausschalten, d. h. das Unwirksammachen des  Schaltschlosses bei der Freigabe des Wagens,  das demgegenüber Aufgabe der vorliegenden  Erfindung ist, erfolgt bei der bekannten Ein  richtung indessen nicht im Sinne der Erfin  dung, d. h. unter Ausschwenken der den be  weglichen Zahn tragenden Platte, sondern  vielmehr unter Anwendung völlig anders  gearteter Mittel, nämlich durch entsprechend       vreites    Ausschwenken des beweglichen Zahnes  um seine eigene Drehachse.  



  Nachstehend wird der Erfindungsgegen  stand an Hand der Zeichnung erläutert, in  der ein Ausführungsbeispiel des Schalt  schlosses wie folgt veranschaulicht. ist:       Fig.    1 zeigt eine Ansicht des Schalt  schlosses in grösserem Massstab,       Fig.2    den zugehörigen Querschnitt nach  der Linie     11-II    in     Fig.1    in der Grundstel  lung der     Schaltschlossteile    und       Fig.    3 den Grundriss von     Fig.    1, jedoch  ohne Schaltrad.

      In dem in der Zeichnung v     eranschau-          lichten    Ausführungsbeispiel ist das fest mit  der Achse 1 verbundene Schaltrad 2 über  Spitzenlager 3 und 3' in einem Tragrahmen 4,  der beispielsweise durch die Grundplatte des  Wagenunterteils gebildet sein kann, leicht  drehbar gelagert. Auf der Achse 1 sitzt, mit  ihr ebenfalls starr verbunden, das Schaltrad  ritzel 5, das     seinerseits    ständig mit der Wa  genzahnstange 6 kämmt. Ein mit dem Trag  rahmen 4 verschraubter Bock 7 dient als  Halter für einen um die Spitzenlager 8 und  8' leicht schwingbar angeordneten Rahmen 9,  mit dem der feste Schaltzahn 10 beispiels  weise durch     Nietung    starr verbunden ist.

   Der  Schwingrahmen 9 steht. unter der Wirkung  einer nicht gezeichneten Feder, die bestrebt  ist, diesen Rahmen in Richtung des Pfeils   A  in     Fig.    2, d. h. so zu     verschwenken,    dass  der bewegliche, im übrigen gegen die Spann  kraft der Feder 11 um den Lagerzapfen 12  schwenkbar gelagerte, in noch zu beschrei  bender Weise seitlich     auskippbar    angeord  nete, bewegliche Schaltzahn 13 mit der     Ver-    .      zahnung des Schaltrades 2 in Eingriff  kommt.  



  Der bewegliche Schaltzahn 13 ist nun auf  einem separaten, um die Spitzenlager 14 und  14' verschwenkbaren Zwischenrahmen 15 an  geordnet, der seinerseits mit armartigen Ver  längerungen 16 und 17 ausgestattet ist. Der  Arm 16 befindet sieh im Wirkungsbereich  der Wagenauslöseschiene 18, die in üblicher  Weise über einen nicht gezeichneten Hand  hebel, den sogenannten Wagenlöser, aus der  in Fig.2 durch ausgezogene Linien veran  schaulichten Stellung in die strichpunktiert  gezeichnete Stellung verschwenkbar ist. Der  nach unten gerichtete Arm 17 des Zwischen  rahmens befindet sich im Wirkungsbereich  eines um die ortsfeste Drehachse 19 schwenk  bar gelagerten Hebels 20, dessen Zugstange  21 in bewegungsschlüssiger Verbindung mit  den Tabulatortasten steht. Normalerweise  wird der Zwischenrahmen 15 durch die Zug  feder 22 in der aus Fig. 2 ersichtlichen Lage  gehalten.  



  Die Wirkungsweise des beschriebenen  Sehaltschlosses ist folgende:  Beim Anschlagen einer der Schreibtasten  bzw. der Zwischenraumtaste wird der Stössel  23 des in Fig. 2 links erkennbaren Lenkers  24 der Schaltbrücke in Richtung des Pfeils   B  vorgestossen. Dabei trifft der Stössel auf  den festen Zahn 10 des Schaltschlosses auf,  so dass der bewegliche Schaltzahn 13 in be  kannter Weise ausser Eingriff, der feste  Zahn 10 dagegen in Eingriff mit der     Schalt-          radv    erzahnung gelangt. Beim Zurückgehen  des Stössels 23 liegen die Verhältnisse umge  kehrt, indem dann der feste Zahn ausser Ein  griff kommt, während sich der bewegliche  Schaltschlosszahn mit dem in Schaltrichtung  dahinterliegenden Zahn des Schaltrades ver  riegelt.

   Dieses Spiel wiederholt sich bei  jedem Anschlag der Sehreibtasten bzw. der  Zwischenr aumtaste.  



  Wird nun der Wagenlöser zwecks Frei  gabe des Wagens betätigt, dann verschwenkt  sich die Wagenauslöseschiene 18 um ihre  Achse 25 bis in die in Fig. 2 strichpunktiert  angedeutete Stellung. Während dieser Bewe-    gung läuft die Schiene 18 gegen den Arm 16  des Zwischenrahmens 15 an und verschwenkt  diesen dabei so weit, dass der bewegliche  Schaltzahn 13 aus dem Wirkungsbereich der  Schaltradzähne gelangt. Die     Vagenschritt-          schaltung    ist damit aufgehoben, so dass der  Wagen nach beiden Richtungen hin frei be  wegt werden kann.  



  Entsprechend liegen die     Verhältnisse    beim  Betätigen einer der Tabulatortasten. In die  sem Fall schwingt der von diesen Tasten ge  steuerte Hebel 20 bis in die in     Fig.    2 strich  punktiert gezeichnete Stellung, d. h. nach       .Links    aus und     verschwenkt    dabei den Zwi  schenrahmen 15 ebenfalls in dem oben be  schriebenen Sinne. Auch hierbei wird also  das     Wagenschrittschaltwerk    ausgeschaltet, so  dass der Papierwagen frei in die durch die       Tabulatorreiter    vorher bestimmten Spalten  einlaufen kann.  



  Beim Rückführen des Wagens, beispiels  weise über den     Zeilenschalthebel,    wird das       Verschwenken    des     Zwischenrahmens    15, d. h.  das Ausrasten des beweglichen Schaltzahnes,  nicht mehr durch die armartigen     Fortsätze     des Zwischenrahmens, sondern über einen  Fangzahn 26 bewirkt, der in bekannter  Weise vom Schaltrad 2 innerhalb eines be  grenzten Drehwinkels durch Reibung mit  geschleppt wird. Die Reibungskraft wird da  bei durch eine Feder 27 erzeugt., die den  Fangzahn gegen das Schaltrad 2     anpresst    und  ihn gleichzeitig in Richtung des Pfeils  C   zu drehen versucht.

   Beim Zurückführen des       Wagens    schiebt. sich dieser Fangzahn mit sei  ner keilförmig     zugeschärften    Stirnfläche 28  zwischen Schaltrad und beweglichen Schalt  zahn. Letzterer wird infolgedessen - genau  wie oben beschrieben - aus dem Wirkungs  bereich der     Schaltradzähne        herausgeschwenkt     und in dieser Stellung durch den Fangzahn  so lange gehalten, wie die Bewegung des Wa  gens in dieser Richtung anhält. Die geräusch  lose Rückführung des     Wagens    ist damit ge  währleistet.

   Bei umgekehrter Bewegungs  richtung des Wagens wird der Fangzahn  wiederum vom Schaltrad in seine Ausgangs  stellung zurückgeführt, so dass der beweg-      liehe Sehaltzahn dann seine sperrende Wir  kung wieder ungehindert ausüben kann.  



  Wie sich aus den obigen Darlegungen  ohne weiteres ergibt, handelt es sich bei dem  gezeichneten Schaltschloss um ein im Aufbau  vergleichsweise einfaches Schrittschaltwerk,  bei dem das gleiche Bauelement, nämlich ein  den     beweglichen    Schaltzahn tragender Zwi  schenrahmen, gleichzeitig mehreren Zwecken  dient.

   Durch einfache, schwingende Aufhän  gung des beweglichen Schaltzahnes im       Schwingrahmen    des Schaltschlosses wird  nämlich     erreicht,    dass der lose Schaltzahn  wahlweise durch die Wagenauslöseschiene,  durch die Tabuliereinrichtung oder aber  durch einen beim Rückführen des Wagens  wirksam werdenden Fangzahn in seine Aus  rücklage verschwenkt wird, ohne dass dazu  besondere, im Aufbau verwickelte und im  Betrieb empfindliche Hilfseinrichtungen, bei  spielsweise Zahnkupplungen,     verschwenk-          bare    Wagenzahnstangen usw. erforderlich  wären.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Schaltschloss mit Wagenfreilauf an schrei benden Büromaschinen, mit beim Sehalten wechselweise in das Schaltrad eingreifenden, auf einem' Schwingrahmen angeordneten Schaltzähnen, von denen der eine fest, der andere dagegen in Querrichtung zur Schalt radachse beweglich an den Schwingrahmen angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass zur Aufhebung der Schrittschaltbewe- gung des Schaltrades (2) ein als Halter für den beweglichen Schaltzahn (13) ausgebil deter, zum Schaltschlossschwingrahmen (9) gleichsinnig schwingbar gelagerter Zwischen rahmen (15) vorgesehen ist, der bei Freigabe des Wagens durch die Auslöseschiene über einen Arm (16) derart ausgeschwenkt wird,
    dass der bewegliche Schaltzahn aus dein VN ir- kimgsbereich der Sehaltradzähne gelangt. UNTERANSPRÜCHE 1. Schaltsehloss nach Patentanspruch, bei welchem zur geräuschlosen Rückführung des Wagens mittels zugehöriger Betätigungs organe ein den beweglichen Schaltzahn aus dem Schaltrad ausrückender, vom Schaltrad durch Reibung mitgeschleppter Fangzahn vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Fangzahn (26) beim Rückführen des Wagens unmittelbar gegen den beweglichen Schaltzahn (13) anläuft, wobei eine am Fangzahn stirnseitig vorgesehene,
    sich in der Wirkstellung zwischen Schaltrad (2) und be weglichen Schaltzahn einschiebende Schräg fläche (28) das Ausrücken des beweglichen Schaltzahnes bewirkt und letzteren dann in der ausgerückten Stellung hält. 2. Schaltsehloss nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Zwi schenrahmen ein weiterer, zum Verschwen- ken dieses Rahmens dienender Arm ange bracht ist, dessen Betätigung durch ein von den Tabulatortasten bewegbares Zwischen glied (20) erfolgt.
CH313390D 1952-05-16 1953-05-13 Schaltschloss an schreibenden Büromaschinen CH313390A (de)

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