Münzbetätigter Flüssigkeitsverteilapparat. Bei Verkaufsstationen für Flüssigkeiten wie Benzin, Öl und dergleichen besteht ein positives Interesse für Einrichtungen, um die Käufer, also insbesondere Autobesitzer, auto inatisch mit Brennstoff, z. B. durch münz betätigte und dadurch im gewissen Sinne .selbsttätige Flüssigkeitsverteilanlagen zu ver sorgen. Dies gilt insbesondere für Zeiten, in denen die personenbesetzten .Stationen ge schlossen oder mit Arbeit überlastet sind.
Trotz des allgemeinen technischen Fortschrit tes sind jedoch wenig Probleme so ungelöst geblieben wie die Senkung der Herstellungs kosten solch münzbetätigter Flüssigkeitsver- teilanlagen und deren Einrichtung für zuver lässigen Betrieb.
Zweck der Erfindung ist es, die genannten Probleme in praktisch zufriedenstellender Weise ziz lösen und einen Apparat zu schaf fen, der für bestehende und neu zu erstellende Anlagen brauchbar ist.
Bei dem münzbetätigten Flüssigkeitsver- teilapparat nach der vorliegenden Erfindung wirkt das Freigabeglied des Münzautomaten mit einem schwingbaren Arm eines in dem Stromkreis der elektromagnetischen Spule eines Relais liegenden elektrischen Schalters zusammen, wobei das Relais mit dem Motor der Flüssigkeitspumpe in einem Stromkreis liegt. Der Apparat nach dieser Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Anker eines finit dem Relais elektrisch verbundenen Elek tromagneten mechanisch über ein Hebelsystem mit einem Zahnrad verbunden ist, das infolge der Bewegung des Ankers mit zwei weiteren.
Zahnrädern in oder ausser Eingriff bringbar ist, von denen das eine von dem Flüssigkeits strommesser der Flüssigkeitspumpe angetrie ben wird und das andere eine Unterbrecher vorrichtung betätigt, durch die der elektrische Strom durch den Elektromagneten und das Relais zur Beendigung der Flüssigkeitsaus- Olabe unterbrochen wird, wenn der Flüssig- keitsstroxrianzeiger der Flüssigkeitspumpe einen vorher bestimmten Betrag ausgegebe ner Flüssigkeit erreicht.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in der beigefüg ten Zeichnung veranschaulicht und nachfol gend beschrieben. Es zeigen: Fig.1 eine Vorderansicht auf einen Flüs- sigkeitsverteilapparat mit fortgenommener Vorderwand, Fig. 2 eine Seitenansicht bei fortgenomme ner Seitenwand, Fig. 3 ein Schaltschema, Fig. 4 und 5 eine andere Ausführunsgforin der Erfindung und Fig. 6 -und 7 eine weitere Ausführungs form.
Fig.1 zeigt einen Flüssigkeitsverteilappa- rat nach der Erfindung, wie er in Verbindung mit einer üblichen, in der Zeichnung mit ge strichelten Linien angedeuteten Benzinpumpe Verwendung findet. In der üblichen Weise be steht die Anlage aus einer Pumpe P, einer Anzeigeuhr N mit Zählwerk und Flüssigkeits stromanzeiger 1, ferner aus einem Förderrohr B und einem üblichen Benzinpumpenschalter 2. Eine Speiseleitung 3 zur Pumpe und eine Förderleitung 4 von der Pumpe ausgehend sind schematisch angedeutet.
Mit 111 ist ein Münzautomat bezeichnet, der in üblicher Weise mit einem Freigabeglied 5 versehen ist. Dieses Freigabeglied arbeitet mit dem einen Ende eines federbelasteten Schwinghebels 8 zusammen, der einen Teil der Unterbrecher vorrichtung 7, 8 darstellt. Das andere Ende des Armes 8 greift in eine von zwei Rasten 7' und 7" ein, die an einer durch eine Feder 24 betätigten, schwingenden Steuerscheibe 7 vor gesehen sind.
Das ersterwähnte Ende des Schwinghebels 8 wirkt unter dem Einfluss des Freigabegliedes 5 und gegen die Kraft der Feder 23 auf einen schwingbaren federbelaste ten Kontaktarm 6 eines Mikroschalters D, des sen Wirkungsweise später erklärt werden wird. Die Steuerscheibe 7 weist ferner einen einstellbaren Zapfen 38 auf, der durch einen schwingenden Arm 22 betätigt wird. Der Arm 22 ist an dem einen Ende einer Stossstange 21 befestigt, deren anderes Ende in einem Haken 20 oder dergleichen ausläuft. Der letztere wird seinerseits durch einen Stift 19 eines Zahn rades 1.8 betätigt, das ausrückbaT mit einem andern Zahnrad 17 zusammenwirken kann.
Das Zahnrad 17 ist über ein Hebelsystem 13, 12, 11 mit dem Anker 10 des Elektromagne ten 9 eines Relais E verbinden.
Das Zahnrad<B>17-</B> steht ,ausserdem in lös barem Eingriff mit einem Zahnrad 14, das an einem Wellensystem 15, 7.6 angeordnet ist. Dieses System wird von dem Flüssigkeits- stromanzeiger 1 oder, falls gewünscht, von einer andern Antriebsquelle aus, beispielsweise von dem üblichen Flüssigkeitsmengenzähler, der in der Zeichnung nicht dargestellt ist, an getrieben.
In der in Fig. 1 dargestellten Ausfüh rungsform ist der Münzautomat 111 zentral an geordnet. Er enthält einen Münzentaster 25, dessen Winkelhebel 26 an dem durch eine Fe der 29a belasteten Arm 29 angelenkt sind. Ein an diesem vorgesehener Stift 27 kann durch den Nocken<B>31.</B> eines Armes 30 betätigt wer den, der seinerseits durch den Nocken 33 des Freigabehandrades 32 betätigt wird.
Während des letzten Teils der Bewegung des Armes 30 wirkt dessen Nocken 34 mit dem Stift 5' des Freigabegliedes 5 zusammen, wodurch die Zapfen 36 des Armes 35 in die Nuten 37 ein geführt werden, wenn die richtige Anzahl ein wandfreier Münzen in den Münzautomaten eingeworfen wurde.
Wie aus Fig. 3 hervorgeht, ist der er wähnte Mikroschalter D mit dem Stromkreis der Magnetspule 9 des Relais E verbunden, der seinerseits mit dem elektrischen Strom kreis des Pumpenmotors P1 in Verbindung steht. Nach dem Schaltschema sind der nor male Schalter 2 der Benzinpumpe P und das Relais E parallel an den Pumpenmotor P1 angeschlossen und mit verschiedenen Punkten eines Drehschalters 39 verbunden. Der Schal ter 39 kann durch andere Schalter, die die gleiche Wirkung ausüben, ersetzt werden. An dem Schalter sind die Zuleitungskabel, in die sem Falle drei Einphasenkabel I, II, III, an geschlossen.
In der in Fig. 3 in vollen Linien gezeichneten Stellung wird der Strom über den Schalter 2 dem Pumpenmotor P, unmit telbar zugeführt, während bei Stellung des Schalters 39 in der gestrichelt gezeichneten Stellung der Pumpenmotor P, den Strom über das Relais E erhält, wobei der Mikro schalter D, der über einen besonderen Ab zweigpunkt im Drehschalter 39 angeschlossen ist, die Magnetspule des Relais E ein- und aus schaltet.
Wenn der richtige Betrag in Münzen in den Münzautomaten eingeführt worden ist, wirkt das Freigabeglied 5 auf den Schwing hebel 8 ein, der seinerseits den Mikroschalter D mittels des Kontaktarmes 6 schliesst. Hier durch wird der Stromkreis für den Elektro magneten 9 des Relais E und damit der Strom kreis zum Pumpenmotor P1 geschlossen. Gleichzeitig mit dem Anlaufen des Pumpen motors P1 wird der Anker 10 infolge seiner Aufwärtsbewegung über das Hebelsystem 11, 12, 13 das Zahnrad 17 in Eingriff mit den Zahnrädern 14 und 18 bringen, wodurch die Drehbewegung des Zahnrades 14 auf das Zahnrad 1.8 übertragen wird.
Wenn der Flüs- sigkeitsstromanzeiger eine volle Umdrehung ausgeführt hat, die beispielsweise der Ausgabe einer Gallone (4,5 1) Flüssigkeit entspricht, wird der Zapfen 19 des Zahnrades 18 den Haken 20 betätigen. Durch Vermittlung der Glieder 21, 22, 38, 7,<B>8,'30</B> und 6 wird der Mikroschalter D geöffnet und auf diese Art der Stromkreis unterbrochen. Der Pumpen motor wird angehalten und das Zahnrad 17 ausser Eingriff mit den Zahnrädern 14 und 18 gebracht.
Um Änderungen des-Preises der verkauf ten Flüssigkeit ohne Änderung des Münzauto maten berücksichtigen zu können, kann eine Anpassung der ausgegebenen Menge der Flüs sigkeit dadurch erreicht werden, dass der Ha ken 20 der Stossstange 21 durch eine Zahn stange 40 ersetzt wird, die mit dem Zahnrad 7 8 kämmt; und dass ein fester Anschlag 48 auf der Stossstange an einem geeigneten Punkt an geordnet wird, wie dies aus Fig. 4 und 5 her vorgeht. Der Anschlag 48 kann mit einem ein stellbaren Anschlag 46 zusammenwirken, der die AbwärtsbewegLing der Stossstange be grenzt. Der Anschlag 46 ist auf einem Zahn sektor 45 angeordnet, der um einen im Ge häuse festen Zapfen 45a schwingbar gelagert ist.
Der Zahnsektor schwingt in der Senkrech ten und kämmt mit einem Zahnrad 42 einer Trommel 41, die in dem Gehäuse drehbar ge lagert ist und eine Skala trägt, die beispiels weise die üblichen Benzinpreise aufweist. Diese Skala kann durch ein Sichtglas 43 in der Wandung des Apparates beobachtet werden. Es ist augenscheinlich, dass durch ein Verdre lien der Trommel 41 der Anschlag 46 höher oder tiefer eingestellt und damit die Dreh bewegung des Zahnrades 18 geändert wird, die für die Auslösung des Mikroschalters D über die Glieder 18, 21, 22, 38, 7, 8 und 6 not wendig ist.
Eine abgewandelte Ausführungsform eines Verteilapparates ist in Fig. 6 und 7 teilweise dargestellt. In dieser ist der Münzautomat (111) und die damit zusammenwirkende An- lassvorriehtung aus Handrad (32), Nocken (33), Arm (30) und schwingbarem Freigabe glied (5) die gleichen wie in der Ausführungs form nach Fig.1. Das nicht dargestellte Frei gabeorgan (5) betätigt den Hebel 8', der dem Schwinghebel 8 in Fig.1 entspricht und sei nerseits den federbelasteten Kontaktarm 6' be einflusst.
Das untere Ende dieses Armes 6' hat leicht kurvenförmige Gestalt und bildet einen Nocken, der mit einer an dem Hebel 53 an geordneten Rolle 54 zusammenwirkt. Wenn der Kontaktarm 6' den Mikroschalter D be tätigt und diesen schliesst, fliesst der<B>-</B>Strom, wie zuvor beschrieben, durch die Magnetspule 9 des Relais E, das seinerseits den elektrischen Strom zum Pumpenmotor P1 schliesst und den Anker 10 anzieht.
Der Anker 10 ist an einen Hebel 51 angelenkt, dessen eines Ende mit dem vorher erwähnten Hebel 53 durch eine Verbindungsstange 52 verbunden ist, während das andere Ende 64 des Hebels 51 dazu aus gebildet ist, das Anbringen eines Nulleinstel- hmgsschlüssels auf der Nulleinstellungsspin- del 65 zu verhindern, damit keine verbotene, unregistrierte Entnahme von Flüssigkeit er folgen kann.
In Serie mit der Relaisspule 9 liegt ein Elektromagnet 50 und ein weiterer Mikro sehalter 63, der normalerweise den Stromkreis geschlossen hält. Betätigt der Kontaktarm 6' den Mikroschalter D, so fliesst der Strom auch durch die Magnetspule 50, so dass der Anker 66 dieses Magneten angezogen und die Stange 55 nach oben bewegt wird. Das untere Ende dieser Stange 55 ist durch einen Zwischen hebel 56 mit einem schwingbar auf der Achse eines Zählzahnrades 61 gelagerten Arm 57 verbunden, an dessen äusserem Ende ein Zwi schenzahnrad 58, das in dauerndem Eingriff. mit dem Messzahnr ad 61 steht, gelagert ist.
Wird die Stange 55 aufwärstbewegt, so wird das Zwischenrad 58 zum Eingriff mit einem Zahnrad 59 gebracht, das auf der Achse des rotierenden Flüssigkeitsstromanzeigers 1 des Verteilungsapparates befestigt ist, so dass das Messzahnrad 61 in Abhängigkeit der ausgege benen Flüssigkeitsmenge gedreht wird. Das Messzahnrad 61 trägt einen Zeigerarm 62, der durch den Druck einer Feder 67 in die Null- stellung zurückgebrächt wird, sobald das Zwi- schenzahnrad 58 mit dem Zahnrad 59 nicht mehr in Eingriff steht.
Der Zeigerarm 62, der infolge der Drehung des Zahnrades 59 in Ab hängigkeit von der ausgegebenen Flüssigkeits menge im Uhrzeigersinn verstellt wird, wirkt bei Erreichen des erforderlichen Ausschlages auf den andern Mikroschalter 63 ein, der auf einen beliebigen Punkt längs der Skala ein stellbar ist. Dadurch wird der elektrische Strom durch den Mikroschalter D, die Relais spule 9 und die Magnetspule 50 unterbrochen, so dass der Anker 10 des Relais E freigegeben wird, herunterfällt und den Hebel 53 in seine Anfangslage zurückbringt, wodurch der Druck auf den Mikroschalter D beseitigt wird. In die sem Zeitpunkt gibt der Magnet 50 seinen An ker 66 frei, so dass das Zwischenzahnrad 58 ausser Eingriff mit dem Zahnrad 58 kommt.
Hiermit sind alle Teile in ihre Ursprungslage zurückgeführt und für eine neue Ausgabeope ration bereit.