DE557690C - Selbstkassierende Messeinrichtung zur Ausgabe von Fluessigkeiten - Google Patents
Selbstkassierende Messeinrichtung zur Ausgabe von FluessigkeitenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine selbstkassierende Meßeinrichtung zur
Ausgabe von Flüssigkeiten, bei der die ausgegebene Flüssigkeitsmenge von der Größe
der Strecke abhängt, um die ein verstellbares Meßglied aus seiner Ausgangsstellung herausgebracht
ist. Die bekannten Einrichtungen dieser Art arbeiten nicht selbsttätig, sondern müssen von Hand von einer Bedienungsperson
betätigt werden.
Demgegenüber besteht der Zweck der Erfindung darin, einen Selbstkassierer zu schaffen,
welcher, ohne einer besonderen Bedienungsperson zu bedürfen, völlig selbsttätig je nach der Anzahl der in ihm eingeworfenen
Münzen eine dem Münzbetrag entsprechende, mehr oder weniger große Flüssigkeitsmenge
aus'gibt. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß das Meßglied der Meßeinrichtung
mit einer durch Münzeneinwurf beeinflussten Einrichtung derart in Verbindung
steht, daß das Meßglied für jede eingeworfene Münze um einen bestimmten Einheitsbetrag
aus seiner Ausgangsstellung verschiebbar ist.
Je mehr Münzen in den Selbstkassierer eingeworfen werden, um so größer ist die
Strecke, um die das Meßglied aus seiner Ausgangsstellung herausbewegt wird, und um so
größer ist auch die von dem Selbstkassierer ausgegebene Flüssigkeitsmenge. Auf diese
Weise können die Flüssigkeiten — insbesondere ist an Benzin und öl gedacht —
jederzeit ohne weiteres aus dem Selbstkassierer entnommen werden,
•Das Meßglied wird vorteilhaft durch eine Gewindespindel verschoben, welche in der
einen Richtung zwecks Verstellung des Meßgliedes durch den Münzeneinwurf und in der
anderen Richtung zwecks Rückführung des Meßgliedes in seine Ausgangsstellung in Abhängigkeit
von der Arbeit der zur Ausgabe der Flüssigkeit dienenden Pumpe angetrieben
wird. Zu diesem Zweck wird beispielsweise eine an dem Selbstkassierer vorgesehene
Handkurbel vermittels einer eingeworfenen Münze in an sich bekannter Weise mit den
Antriebsorganen des Meßgliedes gekuppelt. Die Handkurbel nimmt während einer Umdrehung
die Antriebsorgane mit und bewegt hierbei das Meßglied um einen bestimmten
Einheitsbetrag aus seiner Nullstellung heraus, worauf die Kupplung durch Ausfall der
Münze gelöst wird. Um die Kupplung wieder herzustellen, muß eine weitere Münze eingeworfen
werden, und so fort.
Die Strecke, um die die Meßeinrichtung infolge des Einwurfs einer Münze verstellbar
ist, ist zweckmäßig veränderlich, um die für eine bestimmte Münze ausgegebene Flüssigkeitsmenge
in bekannter Weise den jeweiligen Marktpreisen anpassen zu können. Diese Veränderung der Einheitsstrecke kann beispielsweise
durch Verstellung eines Reibradgetriebes erzielt werden.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht,
und zwar zeigt
Abb. ι einen Selbstkassierer gemäß der Erfindung
in Gesamtansicht.
Abb. 2 veranschaulicht in vergrößertem Maß stäbe den Hauptteil des Erfindungsgegenstandes
mit der Meßeinrichtung.
Abb. 3 zeigt in Seitenansicht für sich herausgezeichnet die in Abb. 2 dargestellte Meßeinrichtung.
Abb. 4 stellt in Ansicht von der gegenüberliegenden Seite die Steuerungsorgane der
Meßeinrichtung dar.
Abb. 5 zeigt die Münzenführung und die Auslösevorrichtung der Meßeinrichtung.
Abb. 6 veranschaulicht in weiterhin vergrößertem Maßstabe schaubildlich die münzbetätigte
Kupplung, wobei die einzelnen Teile voneinander getrennt sind.
Abb. 7 zeigt die Kupplungsorgane nach Abb. 6 zusammengefügt in ihrer Arbeitsstellung
nach Einwurf einer Münze.
Abb. 8 schließlich stellt schaubildlich das Meßglied mit seinen Antriebsorganen dar.
Bei dem in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiel ist die Einrichtung
in einem Gehäuse 1 angeordnet. Zur Ausgabe der Flüssigkeit dient ein Ausgaberohr 2. Auf
der Vorderseite des Gehäuses 1 ist eine An-Zeigeeinrichtung 3 mit zwei Skalen vorgesehen,
von denen die Skala 4 die Anzahl der verkauften Liter und die Skala 5 den Preis der ausgegebenen Flüssigkeit pro Liter angibt.
Ferner befindet sich auf der Vorderseite des Gehäuses ein Münzeneinwurfschlitz 6 und
eine von dem Käufer zu bedienende Handkurbel 7.
Die Handkurbel 7 dient bei dem Ausführungsbeispiel zur Bedienung der Organe,
durch welche ein Meßglied des Selbstkassierers aus seiner Ausgangsstellung verschiebbar
ist, nachdem eine Münze eingeworfen ist. Im folgenden wird zunächst die durch Münzeneinwurf
beeinflußte Betätigungseinrichtung beschrieben.
Die Welle 9 der Handkurbel 7 tritt durch die Gehäusewandung und ist in einer an letzterer
befestigten Platte 8 gelagert. Auf der Welle 9 ist eine Kupplungsscheibe 10 (Abb. 6
und 7) starr befestigt, die mit einem breiten, segmentförmigen Ausschnitt 11 versehen ist.
Auf das innere, eingeschnürte Endeg1 der
Welle 9 ist drehbar ein Zapfen 13 aufgesetzt, dessen anderes Ende in einer Tragplatte 14
gelagert ist. Auf den Zapfen 13 ist eine zweite Kupplungsscheibe 12 aufgekeilt, welche mit
einem radialen Schlitz 15 versehen ist.
In der Grundstellung der Kupplungseinrichtung befinden sich die Ausschnitte 11 und
15 der aneinanderstoßenden Kupplungsscheiben 10 und 12 derart unter der Austrittsöffnung
eines von dem Einwurfschlitz 6 schräg abwärts geführten Münzenkanals i6, daß eine
eingeworfene Münze zum Teil in den Schlitz 15 und mit ihrem übrigen Teil in den Segmentausschnitt
11 zu liegen kommt. Durch die Münze können somit die beiden Kupplungsscheiben
miteinander gekuppelt werden. Die Ausbildung des segmentförmigen Ausschnittes 11 bewirkt hierbei, daß bei einer
Drehung der Kupplungsscheibe 10 dieselbe erst um einen bestimmten Kreisbogen nach
rechts bewegt werden muß, bevor sich die Seitenfläche des Ausschnittes 11 gegen die
Münze legt und die Kupplungsscheibe 12 mitgenommen wird.
Im Inneren der Kupplungsscheibe 12 ist ein Bolzen 17 angeordnet, dessen konisches
Ende 18 gegen die Kupplungsscheibe 10 gedrückt werden und hierbei in eine ebenfalls
konische Öffnung io1 der letzteren eintreten
kann. Das Verschieben des Bolzens 17 geschieht durch die schräge Fläche 20 einer
ortsfesten Nockenscheibe 21, mit welcher der Bolzen 17 durch eine Feder 19 in Berührung
gehalten wird. Die Nockenscheibe 21 sitzt lose auf dem Zapfen 13 und wird mittels
ihres Ansatzes 22 durch Einstellschrauben 23 in einer bestimmten Stellung festgehalten.
Die Einstellschrauben 23 werden von Trägern 24, die auf der Platte 14 befestigt sind,
gehalten. Durch die Einstellbarkeit der Nokkenscheibe 21 wird die Wirkungsweise des
Bolzens 17 im gewünschten Zeitpunkt gesichert.
Die Handkurbel und die Kupplungsscheibe können frei gedreht werden, ohne daß
irgendein Getriebe bewegt wird, solange keine Münze in den Münzenkanal eingeworfen
ist. Sobald jedoch eine Münze eingeworfen ist und die Handkurbel gedreht wird, verbindet die Münze die Kupplungsscheiben
und 12 und nimmt die Kupplungsscheibe derart mit sich, daß die entsprechend ausgebildete
schräge Fläche der Nockenscheibe den Bolzen 17 in Eingriff mit der Boh-
rung ίο1 der Kupplungsscheibe ίο bringt,
und zwar geschieht dies, sobald die Münze die Kupplungsscheibe 12 um einen gewissen
Kreisbogen gedreht hat. Dieser Vorgang spielt sich ungefähr während einer Vierteldrehung
der Handkurbel ab. Der übrige Teil der Nockenscheibe 21 ist flach, so daß sich
der Bolzen 17 gegen diese Fläche legt, ohne bei seiner Gleitbewegung über die Nocken-
to scheibe eine Verschiebung zu erfahren. Die
konisch geformte Spitze des Bolzens 17 hat zur Folge, daß die Kupplungsscheibe 10 beim
Eindringen des Bolzens 17 in die Bohrung io1
um eine geringe Strecke gegenüber der Kupplungsscheibe 12 zurückgedreht wird, so daß
die Münze, welche zwischen den beiden Kupplungsscheiben eingeklemmt war, nunmehr
freigegeben wird und ausfallen kann, sobald die Kupplungsscheiben eine halbe Umdrehung
vollführt haben. An Stelle der Münze tritt also der Bolzen 17 als'Kupplungsglied
der beiden Kupplungsscheiben in Tätigkeit und verbindet die beiden Kupplungsscheiben
fest miteinander. Sobald nun die Münze ausgeworfen ist und das mit der Kupplungsscheibe 12 verbundene Getriebe um
die gewünschte Strecke vorwärts bewegt worden ist, gelangt der Bolzen 17 an das
Ende des ebenen Flächenteiles der Nockenscheibe 21 und fällt auf die untere Fläche der
Nockenscheibe zurück. Der Bolzen 17 tritt hierbei aus der Bohrung io1 heraus, so daß
die Verbindung der beiden Kupplungsscheiben wieder aufgehoben wird.
Bei der Drehung der Kupplungsscheibe 12 werden nun folgende weitere Organe in Bewegung
gesetzt.
Auf dem mit der Kupplungsscheibe 12 verbundenen Zapfen 13 ist ein Zahnrad 25 befestigt,
welches mit einem Zahnrad26 kämmt, das auf einer Welle 27 angeordnet ist. Die Welle 27 ist in den Platten 8 und 14 gelagert
und trägt eine ebene Reibscheibe 28. Die Welle 27, auf der die Scheibe 28 befestigt
ist, ist mit einer spiralförmig verlaufenden Daumenscheibe 66 versehen. Der Umfang
dieser Daumenscheibe arbeitet mit einem Bolzen 67 zusammen (Abb. 5). Der Bolzen 6y steht mit einem Arm 68 in Verbindung,
der auf einem Stift 69 angeordnet ist. Letzterer ist in der Platte 14 befestigt. Ein
Daumenhebel 70 ist auf dem Stift 69 angeordnet, welcher mit einem Anschlag 71 auf
dem Umfang der Scheibe 28 zusammenarbeiten kann (Abb. 2). Der Daumen 70 bildet eine Anhalteinrichtung für die Scheibe, so
daß letztere nur eine Drehung vollführen kann.
Die Scheibe 28 ist lose auf der Welle 27 angeordnet und mit der genannten Welle
durch einen federnden Arm 72 verbunden.
Letzterer ist an seinem einen Ende an die genannte Welle 27 angeschlossen, während
sein anderes Ende mit einem Stift 721 auf der genannten-Reibscheibe 28 zusammenarbeitet.
Durch diese Anordnung wird es infolge der Biegsamkeit des Federarmes 72 ermöglicht,
daß die spiralförmige Daumenscheibe 66 sich um einen gewissen Betrag drehen kann,
damit der Bolzen 67 sich nach einwärts bewegen kann und infolgedessen auch der Daumen
70 außer Eingriff mit dem Anschlag 'kommt. Die Scheibe 28 wird dann durch die Bewegung der Welle 27, welche ihr durch
den federnden Arm übermittelt wird, mitgenommen. Da die Daumenscheibe 66 in der
Zwischenzeit den Daumen in seine normale Stellung zurückgebracht hat, kommt der Anschlag 71 mit dem genannten Daumen
nach Vollendung einer Umdrehung wieder in Berührung. Auf diese Weise wird ein sofortiger
Stillstand des Antriebes nach Beendigung der vorgeschriebenen Drehung erreicht.
Mit der Reibscheibe 28 wird der äußere Rand eines Reibrades 33 in Kontakt gehalten.
Das Reibrad 33 ist verschiebbar auf dem oberen, mit vierkantigem Querschnitt versehenen
Teil 32 einer vertikal stehenden Spindel 29 angeordnet. Die Spindel 29 ist drehbar zwischen Tragplatten 30 und 31 befestigt,
welche ihrerseits an der Innenseite der Platte 14 angeordnet sind. Das untere
Ende der Spindel 29 ist mit einem Gewinde 36 versehen, auf welches ein Zahnrad 37 aufgeschraubt
ist. Dieses Zahnrad 37 stellt das eigentliche Meßglied der Meßeinrichtung dar.
Das Zahnrad 37 wird durch die Spindel 29, welche mit Hilfe der Antriebsvorrichtung gedreht
wird, aus seiner unteren Ausgangsstellung nach oben bewegt. Die Rückführung des Zahnrades in seine Ausgangsstellung erfolgt
in Abhängigkeit von der Arbeit der Pumpe, die zur Ausgabe der Flüssigkeit dient.
Die Rückführeinrichtung ist folgendermaßen ausgebildet: Das Zahnrad 37 kämmt
mit den Zähnen einer längsgezahnten Walze 38, die zwischen der unteren Tragplatte 31
und einer Tragplatte 39 drehbar gelagert ist. Die Zahnung der Walze 38 erstreckt sich über
die ganze Länge des Gewindeteiles der Spin- 11a del 29. Die Welle der Zahnwalze 38 ragt
durch die Tragplatte 31 hindurch und ist unten mit einem Kegelrad 40 versehen, welches
mit einem zweiten Kegelrad 41 kämmt, das auf einer horizontal gelagerten Welle 42
angeordnet ist. Auf der Welle 42 befindet sich ein Sperrad 43. Ein Paar mit Klinken
versehener Arme 44, 45 ist lose auf der Welle 42 angeordnet und mit dem Pumpengetriebe
46 durch Stangen 47 verbunden. Die genannten Klinken werden durch die Stangen
in Übereinstimmung mit der Wirkungs-
weise der Förderpumpe bewegt. Auf diese Weise wird das Sperrad gedreht, und dieses
dreht seinerseits über die Kegelräder 40, 41 hinweg die Zahnwalze 38. Die Zahnwalze 38
wiederum versetzt das Stirnrad 37, das auf die Spindel 29 aufgeschraubt ist, in Drehung
und führt infolgedessen das Stirnrad in seine Ausgangsstellung zurück, nachdem es vorher
infolge der Drehung des Reibrades, welches durch die Bewegung der Scheibe 28 in Drehung
versetzt worden war, hochgeschraubt worden war.
Die Strecke, um die das Meßglied infolge des Einwurfs einer Münze verstellbar ist, ist
zweckmäßig veränderlich, um die für einen bestimmten Münzenwert ausgegebene Flüssigkeitsmenge
den jeweiligen Marktpreisen anpassen zu können. Zu diesem Zweck ist das aus der Reibscheibe 28 und dem Reibrade
33 bestehende Reibradgetriebe derart eingerichtet, daß das Übersetzungsverhältnis
der beiden Reibräder veränderlich ist. Das Reibrad 33 wird durch einen geschlitzten
Rahmen 34 in einer bestimmten, dem Über-Setzungsverhältnis entsprechenden Entfernung
von dem Mittelpunkt der Reibscheibe 28 gehalten. Der Rahmen 34 ist auf den mit Gewinde
versehenen oberen Enden zweier parallel angeordneter vertikaler Spindeln 35 angeordnet, welche ihrerseits an ihren unteren
Enden, an denen sie kein Gewinde tragen, auf der Tragplatte 31 befestigt sind.
Die Gewindespindeln 35 sind an ihren oberen Enden mit je einem Stirnrade 62 versehen.
Die beiden Stirnräder 62 sind durch ein Zwischenrad verbunden, um ihre gleichzeitige
Drehung zu gewährleisten. Die Spindeln 35 können von Hand von der Innenseite des Gehäuses 1 aus gedreht werden, um
den das Reibrad 33 tragenden Rahmen 34 je nach dem Marktpreis der auszugebenden Flüssigkeit in die gewünschte Stellung gegenüber
der Reibscheibe 28 zu bringen. Auf dem Rahmen 34 ist ferner eine mit Gewinde versehene
Stange 621 starr befestigt, welche nach Art einer Zahnstange mit einem Zahnrade 63
kämmt. Das Zahnrad 63 ist auf einer hohlen Welle 64 befestigt, welche durch die Vorderwand
des Gehäuses 1 hindurchragt und an ihrem vorderen Ende den' Zeiger 65 der
Preisskala S trägt.
Je weiter das Reibrad 34 von dem Mittelpunkt der Reibscheibe 28 entfernt ist, desto
- -" mehr Umdrehungen macht es im Verhältnis zu einer Umdrehung der Reibscheibe. Die
Anzahl der Umdrehungen des Reibrades kann auf diese Weise mit dem Wert der eingeworfenen
Münze in Übereinstimmung gebracht werden. Entsprechend der Anzahl der Drehungen des Reibrades und damit auch
der Spindel 29 wird das auf die Spindel aufgeschraubte Zahnrad 37 gehoben, und zwar
jeweils um einen solchen Betrag, daß die Pumpe bei der Rückführung des Zahnrades
so viel Bewegungen ausführen muß, daß die der Einstellung des Reibrades entsprechende
Flüssigkeitsmenge ausgegeben wird.
Die Größe der Verschiebung des Zahnrades 37 aus seiner Ausgangsstellung, die der
auszugebenden Flüssigkeitsmenge entspricht, wird folgendermaßen angezeigt: Das Zahnrad
37 ist auf einem Rahmen 48 angeordnet, welcher auf den unteren, glatten Enden der beiden
Spindeln 35 gleitet (Abb. 8). Der Rahmen 48 trägt eine vertikale, mit Gewinde versehene
Stange 49, welche in einem Lager 50 der oberen Tragplatte 30 gleiten kann. Die
Stange 49 kämmt nach Art einer Zahnstange mit einem Zahnrade 51, welches über ein
Zahnrädergetriebe mit einer Welle 511 in Verbindung steht. Die Welle Si1 ist durch
die Hohlwelle 64 geführt und trägt an ihrem vorderen Ende den Zeiger 52 der Mengenskala
4.
Mit der vorstehend beschriebenen Meßeinrichtung arbeitet eine Schalteinrichtung zusammen,
welche den zum Antrieb der Pumpe dienenden Strom ausschaltet, sobald das Meßglied 37 in seine Ausgangsstellung zurückgebracht
ist. Zu diesem Zweck ist auf go dem oberen Ende der Stange 49 ein Arm 53
befestigt, welcher ein gelenkig befestigtes, herabhängendes Organ 54 trägt. Das Organ
54 ist in seinem unteren Ende mit einer Einkerbung versehen. Ein Schwingarm 55 ist
auf einem starren Träger 56 gelagert, der seinerseits wieder auf dem Rahmen 30 angeordnet
ist. Der Schwingarm 55 ist an seinem einen Ende mit einem vorstehenden Stift 551
versehen, der mit dem eingekerbten Ende des hängenden Organs 54 in Eingriff gebracht
werden kann.
Das andere Ende des Schwingarmes ist durch einen Lenker 57 an eine vertikal verschiebbare
Klinkenstange 58 angeschlossen, die eine längliche, schräge Einkerbung 59 aufweist.
Die Stange 58 ist unter der Wirkung der Schwerkraft bestrebt, ihre unterste Stellung
einzunehmen, so daß es das obere Ende der Einkerbung 59 zuläßt, daß der Kolben 60 no
des elektrischen Schalters 61 von der Außenseite der Maschine aus nach innen gedruckt
wird, sobald sich die Stange in ihrer unteren Stellung befindet. Wenn dagegen die Stange
58 durch den Schwingarm 55 gehoben wird, so wird der Kolben 60 herausgedrückt und
der Schalter geöffnet.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist zusammengefaßt die folgende:
Zur Bedienung der ganzen Einrichtung wird eine einzige Münze in den Einwurfchlitz
6 eingeworfen. Die Münze gelangt in
die Ausschnitte der Kupplungsscheibe ίο und
12 und bildet bei einer Drehung der Handkurbel 7 in Richtung des Uhrzeigers das vorläufige
Verbindungsglied zwischen den beiden Kupplungsscheiben. Die durch die Münze gebildete Kupplung wird sodann durch den
von der Nockenscheibe 21 gesteuerten Federbolzen 17 ersetzt, so daß die Münze ausfallen
kann. Bei der Drehung der Handkurbel wird
to unter Vermittlung der Kupplungsorgane die
Reibscheibe 28 angetrieben, so daß letztere das Reibrad 33 und damit die Spindel 29 in
Drehung versetzt.
Die Drehung der Spindel 29 bewirkt die Aufwärtsbewegung des Zahnrades 37, welches
mit der Zahnwalze 38 im Eingriff steht. Dadurch wird auch die Spindel 49 aufwärts
bewegt und das Hängeglied 54 von dem Schwingarm 55 gelöst, so daß die mit der Kerbe versehene Stange 58 abwärts fällt und
dabei die Einkerbung vor den Kolben des Schalters 61 bringt. Der Kolben kann nun
betätigt werden, um den Motor und die Pumpe in Gang zu bringen, so daß die Flüssigkeit,
zu deren Bezahlung die Münze eingeworfen worden ist, ausgegeben wird.
Wenn der Käufer eine Flüssigkeitsmenge kaufen will, welche die für eine einzige
Münze erhältliche Menge übersteigt, so wirft der Käufer zuerst eine Münze ein und dreht
dabei die Handkurbel bis zum Anschlag. Er wirft dann eine zweite Münze und überhaupt
so viel Münzen ein, als der von ihm zu kaufenden Benzin- oder Ölmenge entspricht.
Nachdem er zum letztenmal die Handkurbel gedreht hat, preßt er dann den Kolben des
Schalters nach innen und erhält dann die gesamte gekaufte Flüssigkeitsmenge auf einmal
aus dem Selbstkassierer.
Die Walze 38 besitzt eine solche Länge, daß das Stirnrad 37 längs der Walze um
einen solchen Betrag verschoben werden kann, daß die Pumpe'beispielsweise 50 Liter
liefern kann. Die Einrichtung kann aber auch derart getroffen werden, daß die von
der Pumpe auf einmal gelieferte Flüssigkeitsmenge gegebenenfalls größer oder auch kleiner
ist.
Wenn die Pumpe arbeitet, so wirken die Stangen 47 mittels der Klinkenarme 44, 45
auf das Sperrad 43 ein, welches über die Kegelräder 41 und 40 die Zahnwalze 38 dreht,
welche ihrerseits das Zahnrad 37 derart in Drehung versetzt, daß sich das Zahnrad 37
auf der Gewindespindel 29 abwärts bewegt. Plierbei wird auch die Spindel 49, welche auf
dem Rahmen 48 des Zahnrades 37 sitzt, abwärts bewegt. Hierbei bringt die Spindel 49
das hängende Organ 54 in Eingriff mit dem Stift des Schwingarmes 55, so daß die Stange
58 angehoben wird und infolgedessen selbsttätig den Strom des Pumpenmotors ausschaltet
und auch ein neues Einschalten des Schalters verhindert, bevor nicht eine weitere
Münze eingeworfen ist.
Die Einrichtung gemäß der Erfindung ist sehr einfach ausgebildet und besitzt keine
empfindlichen Teile, welche zu Störungen Anlaß geben könnten. Daher arbeitet die Einrichtung
stets mit großer Genauigkeit, so daß die Flüssigkeitsmenge, welche von der Pumpe
zwischen dem Einschalten und dem Ausschalten des Schalters gefördert wird, mit Sicherheit genau abgemessen wird, ohne daß
eine Bedienungsperson für die Einrichtung erforderlich ist.
Claims (12)
1. Selbstkassierende Meßeinrichtung zur Ausgabe von Flüssigkeiten, bei der
die ausgegebene Flüssigkeitsmenge von der Größe der Strecke abhängt, um die ein verstellbares Meßglied aus seiner
Ausgangsstellung herausgebracht ist, dadurch, gekennzeichnet, daß das Meßglied
(37) mit einer durch Münzeneinwurf beeinflußten. Einrichtung in Verbindung
steht, derart, daß das Meßglied (37) für jede eingeworfene Münze um einen bestimmten
Einheitsbetrag aus seiner Ausgangsstellung verschiebbar ist.
2. Selbstkassierende Meßeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Meßglied (37) geradlinig verschiebbar ist, wobei die Länge der geradlinigen
Verschiebung von der Zahl der eingeworfenen Münzen abhängt.
3. Selbstkassierende Meßeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, ioo
daß die geradlinige Verschiebung des Meßgliedes (37) durch eine Gewindespindel (29) bewirkt wird, auf der das Meßglied
aufgeschraubt ist.
4. Selbstkassierende Meßeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spindel (29) in der einen Richtung zwecks Verstellung des Meßgliedes (37) durch den Münzeneinwurf und in
der anderen Richtung zwecks Rückführung des Meßgliedes in seine Ausgangsstellung
in Abhängigkeit von der Arbeit der Pumpe, die zur Ausgabe der Flüssigkeit dient, angetrieben wird.
5. Selbstkassierende Meßeinrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das auf die Spindel (29) aufgeschraubte Meßglied (37) die Form eines Zahnrades hat, welches mit einer
Zahnwalze (38) kämmt und längs letzterer verschoben werden kann, wobei die Zahnwalze unter dem Einfluß der Förder-
pumpe steht, um das Zahnrad (37) in seine Normalstellung zu bringen.
6. Selbstkassierende Meßeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Meßglied (37) über einen Tragrahmen (48) und eine auf letzterem befestigte Spindel (49) einen Schwingarm
(55) beeinflußt, welcher mit einer verschiebbaren, mit einer Einkerbung
(59) versehenen Stange (58) in Verbindung steht, die mit dem Kolben (60) eines die Flüssigkeitspumpe steuernden
elektrischen Schalters (61) zusammenarbeitet.
t5 7. Selbstkassierende Meßeinrichtung
nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Zahnwalze (38)
und der Flüssigkeitspumpe ein Klinkengetriebe eingeschaltet ist, durch das die Zahnwalze (38) während des Arbeitens
der Pumpe derart in Drehung versetzt wird, daß das Meßglied (37) in seine Ausgangsstellung zurückgebracht wird.
8. Selbstkassierende Meßeinrichtung nach Anspruch 1 mit einer Handkurbel,
die vermittels einer eingeworfenen Münze mit den Antriebsorganen gekuppelt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß eine mit der Handkurbel verbundene Kupplungsscheibe (10) und eine mit der Verstellvorrichtung
des Meßgliedes verbundene Kupplungsscheibe (12) nach dem Ausfall der Münze durch einen in der Kupplungsscheibe
(12) angeordneten Kupplungsstift (17) verbunden werden, welcher
durch eine Nockenscheibe (21) in eine Bohrung der Kupplungsscheibe (10)
hineingeschoben wird.
9. Selbstkassierende Meßeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Strecke, um die die Meßeinrichtung infolge des Einwurfs einer Münze verstellbar ist, veränderlich ist,
um die für eine bestimmte Münze ausgegebene Flüssigkeitsmenge in bekannter
Weise den jeweiligen Marktpreisen anpassen zu können.
10. Selbstkassierende Meßeinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß in den Antrieb des Meßgliedes (37) ein eine veränderliche Übersetzung zulassendes, aus einer Reibscheibe (28)
und einem Reibrad (33) bestehendes Reibradgetriebe eingeschaltet ist.
11. Selbstkassierende Meßeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Reibrad (33) des Reibradgetriebes von einem Rahmen (34) getragen wird, auf welchem eine Spindel
(621) angeordnet ist, die über ein Zahnradgetriebe mit einem den Preis der auszugebenden
Flüssigkeit anzeigenden Zeiger (65) in Verbindung steht.
12. Selbstkassierende Meßeinrichtung nach Anspruch 8 und 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die vermittels des Handkurbelantriebes drehbare Reibscheibe (28) nach Beendigung einer Umdrehung
durch einen Daumen (70) angehalten wird, dessen Bolzen (67) von einer auf der Antriebswelle (27) der
Reibscheibe (28) befestigten Nockenscheibe (66) gesteuert wird, während die Reibscheibe (28) mit der Antriebswelle
(27) durch ein nachgiebiges Kupplungsorgan (72) verbunden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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| DEP58842D Expired DE557690C (de) | 1927-10-24 | 1928-10-24 | Selbstkassierende Messeinrichtung zur Ausgabe von Fluessigkeiten |
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|---|---|
| DE (1) | DE557690C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1031036B (de) * | 1951-11-12 | 1958-05-29 | Karl Emil Rickard Rosenblom | Muenzbetaetigter Selbstverkaeufer fuer Fluessigkeiten, insbesondere fuer fluessige Brennstoffe |
| DE1109434B (de) * | 1953-08-06 | 1961-06-22 | Anton Wabra | Selbstkassierende Schankvorrichtung mit einem Vormessgefaess |
| DE1131038B (de) * | 1956-03-23 | 1962-06-07 | Gas & Wassermesserfab Ag | Muenzgesteuerte Mess- und Schalteinrichtung fuer selbstkassierende Tanksaeulen |
-
1928
- 1928-10-24 DE DEP58842D patent/DE557690C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1031036B (de) * | 1951-11-12 | 1958-05-29 | Karl Emil Rickard Rosenblom | Muenzbetaetigter Selbstverkaeufer fuer Fluessigkeiten, insbesondere fuer fluessige Brennstoffe |
| DE1109434B (de) * | 1953-08-06 | 1961-06-22 | Anton Wabra | Selbstkassierende Schankvorrichtung mit einem Vormessgefaess |
| DE1131038B (de) * | 1956-03-23 | 1962-06-07 | Gas & Wassermesserfab Ag | Muenzgesteuerte Mess- und Schalteinrichtung fuer selbstkassierende Tanksaeulen |
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