Rotations-Probedruckmaschine. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Rotations-Probedruckmaschine mit Me chanismen zum wahlweisen Drucken nach dem Hochdruck- oder dem Offsetdruckverfahren. Mit solchen Rotationsdruckmaschinen können die durch verschiedene Verfahren hergestell ten Drucke auf bestimmtem Papier oder sonst geeignetem blattförmigem Material, im folgen den einfach Blatt genannt, verglichen wer den, so dass das geeignete Druckverfahren gewählt. werden kann.
Die verschiedenen, den Druck beeinflus senden Faktoren, wie Farbmenge, Druckzeit usw., sollen im Druckbetrieb so eingestellt sein, dass sie beim Druck von verschiedenen Blättern durch dasselbe oder durch verschie dene Druckverfahren: richtig aufeinander ab gestimmt sind.
Die Rotations-Probedruckmasehine nach der vorliegenden Erfindung ist gekennzeich net durch Mittel, um die Druckflächen des für das gewählte Druckverfahren bestimmten Mechanismus automatisch für eine bestimmte, vorübergehende Periode in Kontakt zu brin gen, durch Mittel zum automatischen Vor schub eines Papierblattes zur Druckstelle in zeitlicher Abstimmung mit dem Schliessen der Druckflächen des gewählten Mechanismus so wie durch Mittel, die während jedes Druck vorganges nur für eine bestimmte, vorüber gehende Periode automatisch Druckfarbe auf die Druckflächen übertragen.
Die vorliegende Maschine ist vorzugsweise für die Prüfung der Druckeigenschaften von bestimmtem Papier angepasst, das mit einem der drei hauptsächlichsten Druckverfahren bedruckt werden soll, das heisst Hochdruck, Offsetdruck und Tiefdruck, wobei das Um stellen von einem Druckverfahren auf das andere rasch und einfach durch kleine Ände rungen an der Maschine erfolgen kann.
Ein Ausführungsbeispiel einer Probedruck maschine nach der vorliegenden Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 einen schematischen Vertikalschnitt zur Illustration der allgemeinen Anordnung der Maschine, Fig. 2 eine Seitenansicht der Maschine, zum Teil im Schnitt, deren. verschiedene Teile jeweils vor der Verwendung zusammengesetzt bzw.
demontiert werden, Fig. 3 eine Rückansicht nach der Linie III-III in Fig. 2, Fig. 4 ein Detail, das die Anordnung der Maschine für Hochdruck darstellt, wobei. Teile zwecks besserer Übersicht weggebrochen sind, Fig. 5 eine Ansicht ähnlich derjenigen nach Fig.4, zeigt aber die Anordnung für Offsetdruck, Fig. 6 eine weitere ähnliche Ansicht mit der Anordnung für Tiefdruck.
Die dargestellte Maschine ermöglicht das Bedrucken von Blättern wechselweise durch Hochdruck, Offsetdruck oder Tiefdruck. Zu- dem wird der Papiernachschub und der Grad der Einfärbung automatisch gesteuert, so dass die Resultate der verschiedenen Versuche im Vergleich das vorzuziehende Druckverfahren und die zweckentsprechende Papiersorte be zeichnen.
Die Maschine hat relativ kleine Abmes sungen, indem die Höhe sowie die Breite über alles weniger als 1 m betragen, so dass sie auf einem Tisch oder einer Werkbank montiert werden kann, wie bei 1 in Fig. 1 angegeben ist. Sie hat ein Paar von Seitenschildern 2 und 3 und wird von einer geeigneten Kraft quelle aus angetrieben, wie zum Beispiel von einem Elektromotor (nicht dargestellt).
Auf horizontalen Wellen zwischen den Seitenschildern sind ein Hauptdruckzylinder 4, ' ein Plattenzylinder '5, ein Paar von Form walzen 6, hin und her bewegte Farbwalzen 7 und 8, Farbverteilwalzen 9, eine Rakelwalze 10 und ein Farbkasten 11 mit einer Farbtrans- portwalze 111, die daraus Farbe entnimmt, angeordnet. Die Aufgabe der Walzen 6 bis 10 und 111 ist es, Farbe in geeigneter Menge und Verteilung aus dem Farbkasten 11 zum Zy linder 5 überzuführen.
Zudem ist die Maschine mit einem aus wechselbaren Offsetzylinder 12 versehen, der das übliche Drucktuch und einen Satz von Wasserzuführteilen trägt, die abwechselnd in oder ausser Arbeitsstellung gebracht wer den können, je nachdem, ob sie gebraucht werden oder nicht. Sie werden benützt, wenn nach dem Offsetverfahren gedruckt werden soll, wobei dann Wasser in be kannter Weise durch die Zwillingswalzen 13 bestimmten Teilen des Zylinders 5 zugeführt wird, und zwar aus einem Wasser enthalten den Offsettrog 17 über die Transportwalzen 14, 15 und 16.
Die Naehlieferi-ang von Blättern zur Auf nahme der Versuchsdrucke wird mit Hilfe einer Anzahl von endlosen Bändern in zwei Sätzen von parallelen, auseinanderliegenden Bändern besorgt, nämlich von einem äussern Satz, der über Rollen 18 und den Zylinder 4 läuft, und einem innern Satz, der auf kür zerem Wege über die mit 19 und 20 bezeich- neten Rollen und den Zylinder läuft. Gegen über den Rollen 20 befindet sieh eine damit zusammenarbeitende Rolle 21, und diese bei den ergreifen die Bänder zwischen sich und treiben sie vorwärts.
Das Blatt aus zum Beispiel Papier, auf dem der Versuchsdruck ausgeführt werden soll, wird auf den Tisch 22 gelegt und zu einem Zeitpunkt, der, wie es im folgenden be schrieben ist, automatisch eingestellt wird, auf den äussern Bändern 23 an die Druckstelle ge bracht. Beim Erreichen der Rollen 20 und 21 wirken die innern Bänder 24 auf die Oberseite des Blattes; nach der Durchführung des Blat tes durch die Druckzone teilen sich die Bän- dersätze bei der Walze 19, und das Blatt fällt auf einen Ablegetiseh 25.
Wie schon ausgeführt, ist die Maschine für drei verschiedene Druckverfahren ausge rüstet. In der ersten davon, normalem Hoch druck, wird der Offsetzylinder 12 ganz ent fernt, und das Feuchtwerk 13 bis 17 wird beiseite (nach rechts in Fig.1) geschoben. Der Plattenzylinder 5, der die Druckplatte trägt, ist in Berührung mit dem Druckzylinder 4, wie in Fig.4 angegeben ist, und wird vom Farbtrog 11 in normaler Art über die Wal zen 6 bis 10 eingefärbt. Das Papierblatt wird von den Transportbändern herbeigeführt und zwischen den Zylindern 4 und 5 bedruckt, herumgeführt und auf dem Tische 25 abge legt.
Wenn lithographischer Offsetdruck er wünscht ist, wird das Feuchtwerk hineinge schoben und die Offsetwalze 1.2 montiert, wie es in Fig. 5 angegeben ist. Der Druck findet dann zwischen der Walze 12 und dem Zylin der 4 statt, wobei der letztere vom Platten zylinder 5 entfernt gehalten wird, der die Off setwalze 12 in einer Stufe des Vorganges berührt, um den Druck an die letztere zu über tragen. Der Druckzylinder wird dadurch vom Plattenzylinder 5 entfernt. gehalten, dass nicht dargestellte exzentrische, die Lager 29 auf nehmende Lagerbuchsen von Hand gedreht werden, wenn vom Hochdruck auf Offset druck übergegangen wird.
Schliesslich werden für den Tiefdruck die Formwalzen 6 entfernt und durch einen Farbtrog 26 ersetzt, wodurch die Elemente 7 bis 10 und<B>111</B> unwirksam werden. Zudem wird der Zylinder 5 durch einen Tiefdruck- zvlinder 27 ersetzt, oder der ursprüngliche Zylinder 5 kann mit einer zu diesem Zweck auf demselben anzubringenden Tiefdruck platte benützt werden. Wie aus Fig.6 er kennbar, wird der Druck in diesem Falle di rekt zwischen den Zylindern 4 und 27 aus geführt.
Der Druckzylinder 4 besitzt eine Welle 28, die an beiden Enden in "den exzentrischen Lagern 29 gelagert ist. Diese Lager tragen einen nach hinten ragenden Tragarm 30, an dessen anderem Ende eine drehbare Rolle 32 befestigt ist. Die letztere läuft auf dem Um fang einer Nockenscheibe 33.
Diese Noekenscheibe 33, die eine Stufe 34 aufweist, ist eine eines Satzes von Nocken seheiben, die nebeneinander auf einer Nok- kenwelle 35 (siehe Fig.3) montiert sind, welche zwischen dem Seitenschild 2 und einer hintern Stützwand 36 mit Zäpfen gelagert ist, wobei jene mit dem Seitenschild 2 durch Querträger 37 verbunden ist. Ausser der Drucknockenscheibe 33 enthält dieser Nocken scheibensatz eine Liefernockenscheibe 38, eine Einfärbenockenscheibe 39 und eine lithogra phische Nockenscheibe 40, auf die später ein zeln hingewiesen werden soll.
Diese Nocken scheiben haben je einen auf die Welle 35 geschraubten Anguss und sind von ähnlicher Form und Grösse, aber ihr Umfang weist Vertiefungen auf, die im Drehsinne abge stuft sind. Es ist klar, dass die Form und Grösse dieser Nockenscheiben in weiten Gren zen variierbar ist, um den verschiedenen Situationen und Anforderungen gewachsen zu sein.
Die Nockenscheibenwelle 35 steht mit einem Antrieb in Verbindung, wobei eine Kupplung vorhanden ist, um sie an die Kraft quelle anzukuppeln. Bei der gezeichneten Maschine ist die Druckzylinderwelle 28 von einem Elektromotor über eine geeignete Über setzung angetrieben, Sie trägt auch ein Zahn- rad, das dazu dient, über ein geeignetes Re duktionsgetriebe von zum Beispiel 4: 1 (nicht dargestellt) ein Zahnrad 41 anzutreiben, das auf einer Welle 42 montiert ist, die mit Zapfen in ein Lager 43 im Seitenschild 2 eingesetzt ist.
An ihrem andern Ende trägt die Welle 42 ein Zahnrad 44, das ein grösseres Zahnrad 45 antreibt, welches sich normaler weise lose auf der Nockenscheibenwelle 35 dreht.
Das Rad 45 ist auf einer Seite mit einem Ring 46 versehen, der auf der Innenseite eine V-förmige Kerbe 461 aufweist, und auf der Welle 35 ist ein vorstehender Ring 47 fest montiert, der eine Aussparung aufweist, um ein Gehäuse zu bilden für eine Klinke 48. Diese Klinke ist um einen Bolzen 49 auf dem Ring 47 durch die Tätigkeit eines federbetä tigten Kolbens 50 verschwenkbar. Dieses Ver- schwenken der Klinke wird gesteuert von einem schwenkbaren Gleithebel 51, der über einen Lenker betätigbar ist.
Wenn sich also der Hebel 51 in der in Fig.2 voll ausgezogenen Stellung befindet, wird die Nockenscheibenwelle 35 nicht ange trieben; aber wenn es erwünscht ist, die Nockenscheiben in Tätigkeit zu setzen, wird der Hebel 51 in die Stellung<B>511</B> geschoben, worauf die Klinke 48 durch den Kolben 50 um ihren Bolzen 49 verschwenkt wird, so dass, wenn der Ring 46 die Kerbe 461 an diese Stelle gebracht hat, die Klinke 48 in diese Kerbe eintritt und die Welle 35 des halb mit dem Antrieb der Druckzylinderwelle gekuppelt ist.
Die Liefernockenscheibe 38 steuert eine Rolle 52, die um ihre Achse auf einem Arm 53 drehbar ist, der einen Ansatz 54 hat, wel cher mittels einer Stellschraube 55 verstell bar auf einer Welle 56 montiert ist, die in der Stützwand 36 bzw. den Schildern 2 und 3 drehbar gelagert ist.
Die Rolle 52 wird, wenn sie über die Ein senkung im Rand der Liefernackenscheibe 38 läuft, durch die Tätigkeit einer nicht dar gestellten Feder einwärtsgedrückt und ver anlasst so die Welle 56, sich zu drehen, und die Platten 57, sich im Uhrzeigersinne zu ver. schwenken, wie es in Fig.4 ersichtlich ist. Das untere Ende des Liefertisches 22 wird folglich gesenkt und verursacht so ein Vor rücken des Papiers nach dem Druckzylinder 4 und dem Plattenzylinder 5.
Dieses Resultat wird erreicht, indem die Bänder 23 so angeordnet sind, dass sie nor malerweise in in der Oberfläche des Tisches 22 vorgesehenen Rinnen 60 laufen (wie in Fig. 1). Auf diese Weise kann ein Papierblatt auf den Tisch gelegt werden, ohne von den Bändern mitgenommen zu werden.
Wenn jedoch bei der Drehung der Nockenscheiben- welle 35 die Rolle 52 in die Einsenkung in der Nockenscheibe 38 gleitet, wird das un tere Ende des Liefertisches etwas gesenkt, genug, um zu erreichen, dass die Bänder 23 aus ihren Rinnen 60 heraustreten und das Papierblatt zwischen die Walzen 20 und 21 und weiter über die Druckwalze zum Ablege- tiseh fortführen.
Die Einfärbenockensclieibe 39 arbeitet mit einer Rolle 61 zusammen, die von einem zwei armigen Hebel 62 getragen wird, welcher eine Hülse 63 aufweist, die auf der Welle 56 drehbar ist. An seinem äussern Ende ist der Hebel 62 gelenkig mit einem Glied 64 verbunden, das die Tätigkeit der Formwalzen 6 steuert.
Zu diesem Zweck ist das untere Ende des Gliedes 64 mit einem Hebel 65 verbunden, der eine Stange 59 mit, einem daran befestig ten Exzenter 66 trägt, welcher in einen Rah men 67 zwischen den Walzen 6 ragt. Dieser Rahmen dient dazu, die Blöcke 68 zu führen, die von Seitenbacken 69 getragen werden, welche je bei 70 in einem Einstellblock schwenkbar eingesetzt sind. Diese Seiten backen 69 dienen zum Halten der Welle der zugehörigen Formwalze 6.
Wenn also die Rolle 61 in die Einsen kung in der Einfärbenockenscheibe 39 ein dringt, wird das Glied 64 nach unten ge drückt und veranlasst so den Exzenter 66, sich zu verdrehen, so dass die Walzen 6 nach aussen und unten gedrückt werden, was durch die schwenkbaren Seitenbacken 69 ermög licht ist. Eine Stellschraube 72 ist in jedem der Blöcke 71 verstellbar und so eingerichtet, dass sie gegen einen Anschlag zwischen den Backen 69 anliegt, um die Verschwenkung der letzteren zu begrenzen. Das Resultat die ser Bewegung ist also die Entfernung der Formwalzen 6 vom Plattenzylinder 5.
Die letzte Nockenscheibe, die lithogra phische Nockenscheibe 40, kann mit einer Rolle 74 zusammenarbeiten, die vom einen Ende eines v erschwenkbaren Armes 75 getra gen wird (siehe Fig.2 und 5), der ein ex zentrisches Lager 76 für die Welle 77 des lithographischen Offsetzylinders 12 trägt.
Aus diesem Grund wird in einer Stufe im Opera tionszyklus, die durch die Einstellung der Nockenscheibe 40 auf der Nockenscheibenwelle 35 bestimmt ist, der Arm 75 verschwenkt und der Zylinder 12 deshalb für eine vorbestimmte Zeitdauer gehoben, bis er den Druckzylinder berührt, um ein dazwischen durchgehendes Blatt zu bedrucken.
Es ist ferner zu beachten, dass die Rolle 74, der Arm 75, die Exzenter 76, von denen ein zweiter sich auf der andern Seite der Ma schine befindet, die Welle 77 und der Off setzylinder 12 alle von der Maschine entfern bar sind, wenn kein Offsetdruck gemacht wird, aus welchem Grunde ein Schlitz für eines der Lager 76 im Seitenschild 2 in Fig. 5 sichtbar ist.
Das Feuehtwerk 13 bis 17, das beim litho graphischen Offsetdruek verwendet wird, ist (siehe Fig.5) in einem Gestell 79 montiert, das auf einer Schiene 80 durch Verdrehung einer Mutter 81 in die und aus der Arbeits stellung bewegt werden kann.
Die Formwalzen 6 sind lösbar montiert, wobei die Blöcke 71 durch Bolzen 82, (siehe Fig.2) in ihrer Stellung festgehalten wer den. Diese Walzen 6 und ihre Befestigungs mittel werden entfernt, wenn es erwünscht ist, Tiefdruck zu prüfen, in welchem Falle die Tiefdruckwalze 27 an Stelle des Zylin ders 5 eingeführt und der Farbtrog 26 zwi schen den Seitenwänden montiert wird, um einen Teil des von den Formwalzen 6 freien Platzes einzunehmen. In der Anwendung kann also die Ma schine so eingestellt werden, dass sie nach irgendeinem der drei Verfahren druckt. Zu dem wird das Drucken automatisch gesteuert, welches auch das angewandte Verfahren sei.
So werden im Falle von Hochdruck die Formwalzen 6 zuerst eingefärbt. Dies kann mit einem handbetätigten Steuerhebel 83 er reicht werden, mittels welchem die ange triebene Rakelwalze 10 zwischen der Walze 111 und der Farbwalze 8 nach Bedarf hin und her geschwenkt werden kann. Der An trieb und die Handsteuerung der Rakelwalze 10, :die von üblicher Form sind, sind hier nicht beschrieben oder illustriert.
Wenn eine genügende Menge Farbe von der Rakelwalze übertragen wurde, was durch die Anzahl der Umdrehungen der Walze 10 auf der Farbtrommel 8 bestimmt werden kann oder aus Beobachtung der Farbe der Verteilerwalzen 9 (die zu diesem Zwecke ver- ehromt sein können), wird die Nockenschei- benwelle durch Handbetätigung des Hebels 51 wie oben beschrieben eingekuppelt.
Das hat zur Folge, dass die Nockenschei- benwelle in Tätigkeit tritt; und infolge der Nockenscheibenanordnung werden die Form walzen 6 zuerst mit dem Plattenzylinder 5 zusammengebracht durch die Tätigkeit der Nockenscheibe 39, um diesen Zylinder wäh rend einer bestimmten Anzahl Umdrehungen einzufärben. Dann wirkt die Drucknocken scheibe 33 so, dass über den Tragarm 30 der Druckzylinder 4 verdreht wird, bis er den Zylinder 5 berührt, worauf die Liefer- nockenscheibe 38 wirksam wird und ein Pa pierblatt vom Tisch 22 hereingebracht wird.
Dieses Blatt wird zwischen den Zylindern 4 und 5 bedruckt, um den ersteren herumge zogen und nach dem Ablegetisch 25 geliefert. Nachdem das Drucken beendet ist, werden die Formwalzen 6 weggedrückt und der Druck zylinder 4 gehoben. Dieser Zylinder bleibt in der Druckstellung nur während ungefähr einer Umdrehung des Plattenzylinders 5, so dass kein Druck gemacht wird, bevor das Pa pierblatt in Druckstellung zwischen die Zy linder gelangt. Während dieses Vorganges ist die litho graphische Nockenscheibe 40 unwirksam, weil kein Arm 75 und keine Rolle 74 vorhanden sind.
Um jedoch einen Offsetdruck zu prüfen, werden diese Teile eingeführt, zusammen mit dem Offsetzylinder 12, dem lithographischen Plattenzylinder 5 und dem Feuchtwerk 13 bis 17. Beim Offsetdruckprüfen wird dieselbe Folge verwendet wie beim Hochdruck, mit dem Unterschied, däss der Zylinder 12 nun wirksam ist und mit dem Druckzylinder 4 in Kontakt gebracht wird, um das dazwischen liegende Papierblatt zu bedrucken. Der Hoch druckplattenzylinder 5 kann vollständig durch einen speziellen Zylinder ersetzt werden, oder es können auch nur die Platten gewechselt werden.
Es gibt ausserdem Umstände, unter welchen derselbe Druckzylinder für beide Systeme verwendet werden kann.
Es ist daraus ersichtlich, dass sowohl beim Hochdruck wie beim Offsetdruck die Druck flächen des für das gewählte Druckverfah ren bestimmten Mechanismus automatisch für eine bestimmte, vorübergehende Periode in Kontakt gebracht werden, dass der Vorschub eines Papierblattes zur Druckstelle in zeit licher Abstimmung mit dem Schliessen der Druckflächen des gewählten Mechanismus automatisch erfolgt, und d@ass während jedes Druckvorganges nur für eine bestimmte, vor übergehende Periode automatisch Druckfarbe auf die Druckflächen übertragen wird.
Beim Tiefdruck sind die Formwalzen 6 und der Offsetzylinder 12 nicht vorhanden, so dass die Nockenscheiben 39 und 40 unwirk sam sind. Die Papierlieferung und die Bewe gung des Druckzylinders bis zur Berührung mit dem Tiefdruckzylinder 27 sind jedoch zeitlich aufeinander abgestimmt, so dass der Druckvorgang auch hier gesteuert ist.
Es ist ersichtlich, dass die beschriebene Maschine für einen beträchtlichen Bereich von Prüfungen verwendbar ist. Erstens kann sie verwendet werden, um die Resultate der drei verschiedenen Druckverfahren zu prüfen. Zweitens kann sie innerhalb jedes dieser Sy steme eine Serie aufeinanderfolgender Blät- ter bedrucken, und da die Maschine den Einfärbe- und den Druckvorgang aktiv steuert, wird jeder Druck ein getreues Bild des Resultates des entsprechenden Druckver fahrens auf der verwendeten Papierqualität, -farbe, -dicke usw.
So gestattet die Maschine den Vergleich von Drucken auf verschie denen Papieren usw.