CH279596A - Verfahren zur Herstellung von Florteppichen und Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Florteppichen und Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens.

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CH279596A
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Inventor
Co A Tischhauser
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Tischhauser & Co A
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D03—WEAVING
    • D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D39/00—Pile-fabric looms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     Florteppichen    und Einrichtung zur Ausübung  des Verfahrens.    Es sind eine ganze Reihe verschiedenarti  ger     Florteppiche    sowie Verfahren zu deren       Herstellung    bekannt:     Florteppiche    können  beispielsweise auf dem sogenannten Ruten  webstuhl hergestellt werden. Bekannt ist auch  die     Herstellung    unter Verwendung von     soge-          nannten        Lanzettenweblitzen,    wobei der Flor  des Teppichs nach dem     Webprozess    durch  nachträgliches Scheren auf einer Scherma  schine     erzeugt.    wird.

   Eine weitere Art von       Florteppiehen    entsteht.,     wenn    man     als    Eintrag  in ein Gewebe     Chenillebändehen    oder Schnüre  verwendet. Schliesslich ist. noch diejenige  Gruppe von     Florteppichen    zu     ei-wähnen,     deren     Florfäden    in ein     Griuidgewebe    einge  knüpft werden.  



  Die Herstellung aller     genannten        Florteppi-          che    ist entweder sehr zeitraubend oder     bedingt     sehr teure Fabrikationseinrichtungen, so dass  die Gestehungskosten der Teppiche verhält  nismässig hoch sind. Bei den bekannten Her  stellungsverfahren ist es ausserdem schwierig,  ja     oftmals    sogar unmöglich, eine ganz be  stimmte     Florhöhe    zu erreichen, ohne die     Wirt-          sehaftliehkeit    oder die technische Durchführ  barkeit der Herstellung in Frage     zu    stellen.  



  Die vorliegende     Erfindung    betrifft     ein     Verfahren zur Herstellung von     Florteppichen     sowie eine     Einriehtung    zur     Ausübung    des Ver  fahrens     und    bezweckt, ein qualitativ hochste  hendes     Produkt    mit grosser     Florhöhe    zu einem  verhältnismässig     günstigen    Preis zu erzielen.  



  Das Verfahren nach der Erfindung zeich-    neu sich -dadurch aus, dass ein endlose, später  den Flor des Teppichs bildendes, fadenför  miges Element als hin     und    hergehender       Schussfaden    so verwoben wird, dass ein ledig  lich längs den Kanten je mindestens ein Paar  von Kettenfäden     aufweisendes    Band entsteht,  dass dieses Band sodann zwischen seinen Kan  ten in der Längsrichtung in zwei gleiche  Hälften geteilt wird, welche     schliesslich    als       Schussmaterial    derart verwoben werden,

   dass  die     durchschnittenen        Schiessfäden    der Band  hälften als Flor     auf    der einen Seite des ge  bildeten Gewebes wenigstens angenähert     recht-          winklig    zur Gewebefläche     zwischen    den Ket  tenfäden     hizidurch    abstehen.  



  Die     erfindungsgemässe        Einrichtung        zur          Ausübung    dieses Verfahrens     ist    gekennzeich  net durch eine Vorrichtung zum Weben     eines     Bandes, dessen     Sehussfaden    das später den  Flor des     herzustellenden    Teppichs bildende  fadenförmige Element ist     und    lediglich längs  den     Bandkanten    durch je mindestens ein  Paar von Kettenfäden abgebunden     ist,

          durch     eine     Vorrichtung    zum Durchschneiden     des          gebildeten    Bandes     zwischen        seinen    ganten in  der     Längsrichtung        in    zwei gleiche     Hälften,          sowie    durch eine Vorrichtung zum Weben  des Teppichs aus Kettenfäden und den als       Sehussmaterial    dienenden     Florbandhälften.     



  Das Verfahren und die     Einrichtung    nach  der     Erfindung    werden an Hand der beige  fügten Zeichnung     beispielsweise    erläutert,       Lind    zwar zeigt           Fig.    1 ein     Teilstück    eines auf einer     Posa-          mentiermaschine    hergestellten Bandes, wel  ches mittels einer     Schneidvorrichtimg    in der  Längsrichtung in zwei gleiche Hälften geteilt       wird,

            Fig.    2     eine        Seitenansicht    einer     zweischäf-          tigen    Webvorrichtung zum -Weben des Flor  teppichs,       Fig.    3 eine Draufsicht zu     Fig.    2.  



  Ein endloses fadenförmiges Element 10,  das     später    den Flor     des        herzustellenden    Tep  pichs bilden soll,     wird    beispielsweise auf einer       Posamentiermaschine    als hin- und hergehender       Schussfaden    zu einem Band 11     verwoben,    das  lediglich längs den Kanten je     zwei    Paare von  Kettenfäden 12 aufweist, die das Element 10       schussweise    in     Dreherbindung    fest abbinden.  Diese Kettenfäden, von denen längs jeder  Kante des Bandes auch nur ein einziges Paar  vorhanden sein könnte, müssen möglichst nahe  bei den Bandkanten verlaufen.

   Das später den  Flor bildende Element 10 ist ein     Gespinst,     vorzugsweise ein ziemlich dicker Wollfaden.  



  Das so fabrizierte Band 10 wird nachher  mit Hilfe einer     Schneidvorrichtung    13 zwi  schen seinen Kanten in der Längsrichtung in  zwei gleiche     Florbandhälften        11a    und     llb    ge  teilt, die längs der einen Kante abgebunden  sind, während an der andern Kante der aus  dem Element 10 gebildete Flor frei ist, wie  dies deutlich     aus        Fig.    1 hervorgeht. Die Breite  des Bandes 11 richtet sich nach der gewünsch  ten     Florhöhe    des     herzustellenden    Teppichs,  die angenähert die Hälfte der Bandbreite be  tragen wird.  



  Die auf die     beschriebene    Weise hergestell  ten     Florbandhälften    werden in den     Web-          schützen    eines     Webstuhles    eingeführt und als       Schussmaterial    verwoben. In     Fig.    2 und 3 ist  am Beispiel eines mit zwei Schäften 15 und  16 versehenen Webstuhles gezeigt, dass die       Florbandhälfte        lla    derart in das geöffnete  Webfach eingebracht wird, dass der freie Flor  gegen die Webschäfte gerichtet ist..

   Die abge  bundene Kante der     Florbandhälfte    liegt,dem  zufolge nahe im Scheitel des bei geöffnetem       Webfach    durch die Kettenfäden 17 in Seiten-    ansieht gebildeten Winkels<B>18.</B> Oberhalb der  Schar der Kettenfäden 17 befindet sich ein  quer über das     Webgut    laufender Kamm 19,  dessen Zähne     um    eine quer     zu    den Ketten  fäden stehende Achse 20 in Richtung des  Pfeils 21 in     Fig.    2     zwischen    die Kettenfäden       hineinschwenkbar    sind.

   Der Webstuhl weist  nicht dargestellte Mittel auf, um dem Kamm  19 nach jedem Schuss diese Schwenkbewegung  zu erteilen, wodurch die vorher eingeschossene       Florbandhälfte        11a    um ihre     abgebundene     Kante in der Zeichnung im     Uhrzeigeminn          geschwenkt    wird, bis ihr Flor     zwischen    den  Kettenfäden 17 hindurch angenähert recht  winklig zur Gewebefläche nach der untern  Seite derselben absteht.

       Dadurch    ergibt sich  ein Gewebe     1-l,    das auf der einen Seite einen  hohen abstehenden Flor     14a    aufweist, wobei  die abgebundene Kante der eingetragenen       Florbandhälfte    den Rücken des Teppichs bil  det und wesentlich zur Verstärkung des Web  gutes beiträgt.  



  Im Gebrauch wird der     Florteppich    selbst  verständlich mit. dem Flor nach oben verwen  det.  



  Aus dem Vorstehenden ist erkennbar, dass  für die     Florhöhe    des herzustellenden Tep  pichs praktisch keine Grenzen gesetzt sind,  indem das Band 11 in beliebiger Breite her  gestellt werden kann. Die Herstellung des  Teppichs ist mit verhältnismässig niedrigen  Kosten verbunden, weil die     zur    Verarbeitung  erforderliche     Einriehtimg    aus     Webvorrich-          tungen    besteht, die ausser dem Kamm 19  wenig oder keine Besonderheiten aufweisen  und rasch arbeiten können.  



  Weil bei dem     auf    die beschriebene     Weise     hergestellten     Florteppich    das     Schussmaterial     eine einseitig gut abgebundene     Florbandhälfte     ist, besteht die     Möglichkeit,    bei Teppichen,  deren Kettenfäden durch langen Gebrauch  defekt geworden sind, das     Sehussmaterial     nochmals mit einer neuen Wehkette zu ver  weben.  



  Es können als     Flormaterial    Garne der ver  schiedensten Stärken, speziell auch grobe  Garne,     verwendet    werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Florteppi- ehen, dadurch gekennzeichnet, dass ein end loses, später den Flor des Teppichs bilden des, fadenförmiges Element als hin- und her gehender Sehussfaden so verwoben wird, dass ein lediglich längs den Kanten je mindestens ein Paar von Kettenfäden aufweisendes Band entsteht, dass dieses Band sodann zwischen seinen Kanten in der Längsrichtung in zwei gleiche Hälften geteilt wird,
    welche schliesslich als Sehussmaterial derart verwoben werden, dass die durchschnittenen Schussfä.den der Bandhälften als Flor auf der einen 'Seite des gebildeten Gewebes wenigstens angenähert rechtwinklig zur Gewebefläche zwischen den Kettenfäden hindurch abstehen. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das später den Flor bildende fadenförmige Element sehuss- -eise durch mindestens je ein Paar von längs den Gewebekanten verlaufenden Kettenfäden in Dreherbindung abgebunden wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das später den Flor bildende fadenförmige Element durch mindestens je zwei Paare von längs den Ge webekanten verlaufenden. Kettenfäden abge bunden wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als später den Flor bildendes, fadenförmiges Element ein Gespinst verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Schussfaden des Bandes ein Wollfaden verwendet wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die als Schussmate- rial dienende Florbandhälfte derart in das geöffnete Webfach eingetragen wird, dass der freie Flor gegen die Webschäfte der Webvor- richtung gerichtet ist, worauf die Florband- hälfte um ihre abgebundene Kante geschwenkt wird, bis der Flor zwischen den Kettenfäden des entstehenden Gewebes hindurch wenig stens angenähert rechtwinkig zur Gewebe fläche absteht. PATENTANSPRUCH II:
    Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zum Weben eines Bandes, dessen Schussfaden das später den Flor des herzustellenden Teppichs bildende fadenför mige Element ist und lediglich längs den Bandkanten durch je mindestens ein Paar von Kettenfäden abgebunden ist, durch eine Vorrichtung zum Durchschneiden des gebilde ten Bandes zwischen seinen Kanten in der Längsrichtung in zwei gleiche Hälften,
    sowie durch eine Vorrichtung "zum Weben des Tep pichs aus Kettenfäden und den als Schuss- material dienenden Florbandhälften. UNTER.ANBPRÜCHE 6. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet., dass -die Vorrichtung zum Weben des Bandes ein Posämentierstuhl ist. 7.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zum Weben des Bandes Mittel aufweist, um den Schussfaden längs den Kantendes Bandes mittels der Kettenfäden schussweise in Dreher bindung abzubinden. B.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, @dass die Vorrichtung zum Weben des Teppichs einen Kamm auf weist, dessen Zähne um eine quer zu den Kettenfäden stehende Achse zwischen die Kettenfäden hineinschwenkbar sind, um nach jedem Schuss -die eingetragene Florbandhälfte um ihre abgebundene Kante zu schwenken,
    bis der Flor zwischen den Kettenfäden des entstehenden Gewebes hindurch wenigstens angenähert rechtwinkig zur Gewebefläche von der einen Seite derselben absteht.
CH279596D 1950-03-07 1950-03-07 Verfahren zur Herstellung von Florteppichen und Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens. CH279596A (de)

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