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Verfahren zur Herstellung eines Leitergewebes und nach diesem Verfahren
hergestelltes Leitergewebe Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung
eines leiterartigen oder leiterähnlichen Geweibes für Klappjalousien, -das aus zwei
oder mehreren äußeren oder Hauptbändern besteht, zwischen denen ein oder mehrere
ganz oder teilweise gewebte tQuerbänder liegen,. Die Erfindung betrifft ferner ein
derartiges Leitergewebe.
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Von den bekannten Vorschlägen .unterscheidet sich das neue Verfahren
vor allen Dingen dadurch, daß mit jedem Querbandschützen nur ein, und zwar immer
derselbe Teil jedes fortlaufend gewebten Querhundes gewebt wird. Nach .dem neuen
Verfahren können gemäß der Erfindung die verschiedensten Leitergewebeausführungen
hergestellt werden. So ist die Bildung eines Leitergewebes möglich, bei dem der
zwischen den beiden Hauptbändern liegende freie Teil jedes Querbandes aus von !demselben
Schützen stammenden Schuß,fäden. besteht. Die Querbänder können ferner im Sinne
der Erfindung aus zwei Kettenfädensätzen gebilidet werden. Die Hälfte oder ein kleinerer
Teil jedes Querbandes kann jeweils von einem und die andere Hälfte von. einem anderen:
Schützen gewebt werden. Ferner können in jedem Querband ein paar stärkere Kettenfäden
vorgesehen sein, zwischen denen die Zugschnüre hindurchlaufen.
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Weitere Einzelheiten, Merkmale und. die Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus ,der folgenden
Beschreibung der in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele. Es zeigt Fig. i ein Leitergewebe, bestehend aus zwei Hauptbändern
und einer Reihe sie miteinander verbindender Querbänder, in schaubildlicher Darstellung,
Fig.2 und 3 verschiedene Ausführungen von Querbändern, Fig. ,4 eine Abänderung der
Fig. i in schauhildlicher Wiedergabe, Fig. 5 bis 7 weitere Ausführungen von Querbändern,
Fig. 8 und 9 weitere schaubildliche Darstellungen eines Leitergewebes und Fig. ro
und i i schaubildliche Darstellungen von Leitergewehen mit zwei Hauptbändern und
zwei neibeneinanderliegenden Querbandreihen.
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Gemäß dem in Fig. i idargestellten Beispiel hat das Leitergewebe eine,
einzige Reihe von übereinanderliegenden Oluerbändern ii, die zwischen zwei Hauptbändern
25, 26 sitzen, welche von zwei Kettenfädensätzen gebildet .sind. Das Gewebe wind
mit vier Schützen in der Weise gewebt, daß, wenn das Überkreuzen oder Querbän.derket@ten
beendet ist, der Schützen, der vorher einen Teil des- einen Ouer@bandes gewebt hat,
jetzt zum Weben,des entsprechenden Teiles .des folgenden Querbandes verwendet wird.
So. wird. jedes Querband, unter Berücksichtigung des Überkreuzens, .an einem Erde
durch den einen der beiden zum Weben der Querbänder :dienenden Schützen mit einem
Einschuß 12 und am @anderen Ende durch den anderen Schützen mit einem Einschuß 13
versehen.
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Das Werben der kann so vor sich gehen, daß !beim fertigen Creb Anstand
jedes Querband ganz gewebt ist und keine sichtbare Lücke in dem Einschuß da, wo
das Überwechseln des Schusses erfolgt, vorhanden ist. Die Anordnung kann auch so,
sein (Fig. 2), daß ein mittlerer ungeiwebter Teil 14, durch, den die Zugschnüre
der Klappjalousie hindurchgeführt sind, vorhanden ist oder gemäß einer weiteren
Abänderung (Fig.3) ein paar stärkere Kettenfäden 15, 16 in jedem Querband vorgesehen
sind, welche die,( durch das Hindurchziehen der Zugschnüre beim Heben und Senken
der Klappjalousie auftretende- Abnutzung mindern. Ferner kann nur ein Teil der Querlbänder
gewebt sein, während der Rest. 17 schußfrei 'bleibt, so daß die ja!lousielei@sten
zwischen den gewebten und den ungewe!bten Fäden liegen unld dadurch in ihrer Lage
gehalten werden (Fig. 4).
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Bei einer weiteren Ausführung nach Fig.5 ist im Gewebe jedes Querbandes
i i ein Knopfloch i8 vorgesehen. Die Herstellung -dieses Knopfloches erfolgt .in
:der Weise, daß beim Einbinden der Enden jedes Kettensatzes der Querbänder ii beitde
Querbandschützen den mittleren Knopflochteil i.8 des betreffenden .Querbandes i
i weben. Daidurch geht in jedem Querband der Schuß 12 jedes Schützens ununterbrochen
vom Ende aus entlang der einen Seite des Knopfloches 18, während die andere Knop.flochseite
und da:s ändere Ende ides Querbandes i i mit dem Schuß 13 .des anderen Schützens-
gewebt werden. Das Knopfloch i,& kann, daher ohne Vermehrung der Anzahl der
Schützen erzeugt werden, .d. h. daß im vorliegenden Fall nur vier Schützen benutzt
werden.
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Bei der .geänderten Ausführung nach Fig. 6 weben die Schützen nur
die Ketten, idie denjenigen entsprechen, die bei der Herstellung des Knopfloches
i8 (Fig. 5) gewebt werden. Dadurch wenden Querbänider erzeugt, die den geteilten
äquivalent sind und versetzt zueinander liegende gewebte Teile i9., 2i0 aufweisen,
welohe sich in der Mitte seitlich überlappen -und an ihrem einen Ende unverweibte
Kettenfäden 211, :22 haben.-Wie Fig.6a zeigt, brauchen derartige gewebte Teile nicht
unbedingt versetzt zueinander sein, sondern können .auch nebeneinaniderliegen. Fig.
6b und 6c zeigen Abänderungen des in Fig. 6 und 6a dargestellten Leitergewebes,
wobei die parallel liegenden Längshälften etwas voneinander getrennt sind. Nach
Fig. 7 können wieder die beiden Schützen zum Weben des mittleren Teiles 223,24 jedes
Querbandes benutzt werden, wobei beide Enden unverwebt bleiben, um eine den geteilten
Querbandanordnun:gen äquivalente Ausführung mit ne!beneinanderliegenden (nicht versetzten),
gewebten Teilen zu erhalten. Bei dieser Ausführung kann jEnveils eine Jalousieleiste
zwischen zwei nebeneinanderkegenden gewebten und ungeweibten Teilen vorgesehen sein.
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Bei der Knopflochherste'llung ist es nicht möglich, während beide
Zwischenschützen zum Weben der ;beiden Querbanidhä:lftenbenutzt werden, einen dieser
Schützen zum Verstärken des Einbindeendes zu verwenden. Bei allen anderen. Beispielen
können idagegen die uerbandsc@hützen zum Verstärken des Einbindeendes benutzt werden.
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Bei der weiteren Ausführung nach Fig. 8 brauchen. nur drei statt vier
Schützen verwendet zu werden, d. h. @daß nur ein Schützen, für dieQ!uerbänder i
i und je einer für jedes Hauptband 25, 26 benutzt wird. In solchen Fällen kann von
jedem Querband immer dieselbe Hälfte 27 gewebt werden.
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Gemäß der Erfindung 'kann ein schmaleres und leichteres Leitergenvebe
hergestellt werden, welches ein breiteres und stärkeres Lei@stentrennband infolge
Verwendung einer größeren Anzahl von Querbandkettenfäden hat. Ein derartiges Gewebe
ist schneller und leichter herzustellen und auch billiger. Der Aufbau ist einfacher.
Es ist ferner möglich, für eine bestimmte Zerreißfestigkeit ein breiteres Querband
mit einer geringeren Anzahl von Schüssen herzustellen, wodurch eine Beschleunigung
der Produktion und geringere Kosten bei Beibehaltung der guten: Zerreißfestigkeit
zu verzeichnen sind. Die halbgewebte, halbschußfreie Form .hat gegenüber den bekannten
Ausführungen wesentliche Vorteile, (da fdas teilweise gewebte Querband ausreicht,
um zu verhindern, @daß der schuß@reie Kettenfadenteil sich derart spreizt, daß es
an den Seiten der Hauptbänder sichtbar wird. Erfindungsgemäß können fdemzülfolge
schmalere Haupthänder verwendet werden, wobei die bisherige Querbandbreite beibehalten
oder, wenn
nötig, vergrößert und eine gleiche oder größere Hubkraft
von den Querbändern auf die Hauptbän,der ausgeübt wird, als bei den bekannten Ausführungen.
Ferner werden die Jalousieleisten von den Außenbändern. zentral gehalten.
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Bei Hauptbändern von 25,4 cm Breite gegenüber bisher 38,1 cm
verringern sich die Rohmaterialkosten um etwa ein Drittel. Der Webwirkungsgrad wird
außerdem dadurch erhöht, daß bei der Herstellung der Hauptbänder etwa ein Drittel
mehr Laufzeit für je=de Schußfadenspule zur Verfügung steht. Statt ,der bisherigen
maximalen Breite der Querbänder kann eine größere Breite und eine Verstärkung durch
eine größere Anzahl von Kettenfäden erfolgen, wodurch ein festes Einbinden zu verzeichnen
ist und, obgleich ei=ne Vermehrung der Zahl -der Kettenfäden je Band nachteilig
erscheint, sich tatsächlich ein wesentlicher Vorteil ergibt, da die Schußzah.l je
Zentimeter verringert werden. kann, somit in dems=elben Zeitraum viel mehr Ware
erzeugt wird und daher die Produktion ,bei Aufrechterhaltung der bisherigen E.inbindefestigk
,eit in. den äußeren - Bändern ansteigt. Ein weiterer Vorteil bei einer Reihe üibereinanderliegenden
Querbändern besteht darin, daß nicht nur die Kettenspannungen im Gewebe ausgeglichen
sind, sondern daß auch dieselbe Schußmenge von den Schützen ,bei jedem Schlag abgezogen
wird.
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In weiterer Ausbildung der Erfindung brauchen die Querbänder i i (Fig.
9) nicht genau in einer Reihe üiberein:anderzuliegen, sondern können seitlich mehr
oder minder versetzt zueinander angeordnet sein. Es können natürlich auch mehrere
Reihen von O_uerfbändern i i vorhanden sein, wie in Fig. i o und i i gezei=gt, wo
zwei Reihen ne@beneinan.derlie:gen und jedes Querband nur halb gewebt wird. In Fig.
1o haben die nebeneinanderliegenden Bänder entsprechend gewebte Hälften 28. 29,
während nach Fig. m diese Hälften versetzt zueinander sind.