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Webstuhl-Geschirrahmen I )ie Erfindung bezieht sich auf Webstuhlgeschirre
und hesonders auf die Ausbildung und Anordnung der Rahmen für die Litzen oder Helfen.
\xelclie die Kettenfäden in aufeinanderfolgenden l,':iclierii für den Durchgang
des Schützens für die 1 >nrchüihruiig der Weharbeit trennen.
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Bisher sind die hei Weltstühlen für die Litzen verwendeten IZabinen
meistens mit oberen und unteren Schienen oder Schäften aus Holz hergestellt %vorden,
die an ihren Eiiden durch Seitenstreben verbunden sind, Nvelch letztere für gewöhnlich
aus flachen Metallstreifen bestehen, die an den Enden der oberen und unteren Schienen
oder Schäfte befestigt sind.
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Es ist vorgeschlagen Norden, an Stelle der aus holz hergestellten
ol>ereii und unteren Schienen oder Scli;ifte solche aus Leichtmetallegierungen zu
verwenden, die durch Formen in der gewünschten Querschnittsgestalt durch SpritzguB
oder ähnliche Verfahren hergestellt werden. Solche Schienen oder Schäfte sind gewöhnlich
jedoch hohl, und es sind infolge der Verwendung solcher metallischen Schienen oder
Schäfte gewisse Schwierigkeiten entstanden, hauptsächlich in Verbindung mit den
Mitteln zum Befestigen der Betätigungskordeln oder -streifen sowie auch in Verbindung
mit den Mitteln zum Unterstützen der Litzenstangen in dem Rahmen zwischen ihren
Enden.
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Ein Hauptzweck der vorliegenden Erfindung bestellt in der Schaffung
einer neuen und wirksamen Form von Litzenrahmen, bei denen die oberen und unteren
Schienen oder Schäfte aus spritzgegossenen oder nach ähnlichen Verfahren hergestellten
hohlen Metallprofilen hergestellt sind, wobei der Rahmen
so ausgebildet
und angeordnet ist, daß verbesserte Mittel zum Anbringen der Haken oder anderen
Befestigungsmitteln geschaffen werden, mit .denen die Kordeln oder Streifen für
die Betätigung der Rahmen verbunden sein können, sowie ferner verbesserte Mittel
zur UnterstützungderLitzenrahmen zwischen ihren Enden.
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Die Erfindungbezweckt weiter -dieSchaff ung eines Webstuhl-Geschirrahmens
der vorbeschriebenen Art, in welchem die auf den Tragstangen angebrachten Litzen
vollständige Bewegungsfreiheit von einem Ende zum anderen des Rahmens besitzen,
so daß das Einziehen der Kette vermittels selbsttätiger Einziehmaschinen bewirkt
werden kann.
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Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht.
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Fig. i ist eine Vorderansicht eines Webstuhl-Geschirrahmens mit den
Hauptmerkmalen der vorliegenden Erfindung; Fig. 2 ist ein senkrechter Querschnitt
eines Teiles in vergrößertem :Maßstab nach Linie 2-2 von Fig. i, und Fig.3 ist eine
schaubildliche Ansicht von einzelnen Teilen des Geschirrahmens, wobei diese in getrennter
Beziehung zueinander dargestellt sind, um die Erfindung klarer zu veranschaulichen.
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Wieerwähnt, ist dieErfindung beispielsweiseveranschaulicht und beschrieben.
Es sind daher Abänderungen möglich, ohne aus dem Wesen und Rahmen der Erfindung
herauszutreten.
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Die oberen und unteren Schienen oder Schäfte io des Rahmens sind an
ihren Enden durch Seitenstreben i i verbunden. Die Streben i i können aus Holz hergestellt
werden und sind vorzugsweise aus Holz hergestellt, wogegen die oberen und unteren
Schienen oder Schäfte io aus spritzgegossenen '.Metallprofilen zweckmäßig hohl 'hergestellt
sind. Dadurch sind sie mit verhältnismäßig dünnen Seitenwänden 12 sowie mit äußeren
und inneren Randteilen 13 und 14 versehen, die etwas dicker sind als die Seitenwände
12.
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Der äußere Randteil 13 jeder Schiene io ist mit einer V-förmigen Nut
30 versehen, die sich außen von einem Ende bis zum anderen der Schiene io
erstreckt. Auf diese Weise ist eine Bohrstellenführung zum Bohren des Teils 13 an
jeder erforderlichen Stelle auf dessen Länge geschaffen, wo es erwünscht sein mag,
einen Haken 15 zum Verbinden der nicht dargestellten Arbeitskordeln oder -streifen
anzuordnen, die zum Heben und Senken des Rahmens in dem Webstuhl in der üblichen
und gebräuchlichen Weise verwendet werden.
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Nach innen von dem inneren Rand 14 jeder Schiene oder jedes Schaftes
io nach der Mitte des Rahmens ragt ein Längsflansch 16. Eine Seitenfläche dieses
Flansches liegt vorzugsweise in gleicher Flucht mit einer -der Seitenflächen des
Hauptteils der Schiene, und auf der anderen Seite des Flansches 16 ist zweckmäßig
eineLängsrippe 17 in Abstand von dem Innenrand des Flansches 16 vorgesehen (vgl.
Fig. 2 und 3).
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:1n jeder Rippe 17 ist eine Stange 18 zumTragen von Gleithaken durch
Niete oder andere geeignete Befestigungsmittel an gewünschten Stellen auf die Länge
des Rahmens befestigt. Die Stangen 18 bestehen vorzugsweise aus härterem Nfetall,
beispielsweise Stahl, und sind etwas breiter als die Breite der Rippe 17 des Flansches
16.
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Jede Stange 18 dient zurr Tragen einer Anzahl von hakenartigen Teilen
i9, die gleitbar angeordnet sind und durch lippenartige Teile 20 und 21 gehalten
werden. Die Lippen 20 und 21 sind innerhalb der durch die Rippe 17 geschaffenen
Räume angeordnet, und zwar zwischen der Innenfläche des Flansches 16 und der Stange
18.
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Die Gleithaken i9 sind mit nach innen gerichteten Hakenteilen 22 versehen,
in denen die Litzentragstangen 23 zwischen ihren Enden gehalten werden. Die Litzen
25 sind auf den Stangen 23 in der üblichen Weise gleitbar angeordnet.
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Die Enden der Litzenstangen 23 sind vorzugsweise in Einschnitten oder
Schlitzen 2t in den Seitenstreben i i untergebracht und werden darin für gewöhnlich
durch federnde Haken 26 festgehalten, die eine beliebige Ausführung besitzen können,
vermittels welcher die Litzenstangen schnell an jedem Ende von dem Rahmen abgenommen
werden können, um Litzen hinzuzufügen oder fortzunehmen, entweder um gebrochene
Litzen zu ersetzen oder um die Zahl der Kettenfäden in dem zu webenden Stoff zu
vergrößern oder zu verringern.
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Durch die vorbeschriebene Anordnung können in Webstühlen, bei denen
die Kette durch selbsttätige Einziehmaschinen eingezogen wird, gewöhnliche Litzen
aus dünnem flachen Metall oder Draht verwendet werden, die an den verschiedenen
Stellen geschlitzt und gestanzt sind, wo die Schlitze 27 zum Anbringen der Litzen
auf den Tragstangen 23 sich befinden sowie auch wo die Kettenaugen 28 zwischen den
Enden der Litzen 25 vorgesehen sind. Natürlich können gewünschtenfalls andere Arten
von Litzen in Rahmen gemäß vorliegender Erfindung auch verwendet werden.