CH212433A - Verfahren zur Herstellung eines Phenol-Kresol-Kunstharzes. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Phenol-Kresol-Kunstharzes.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Phenol-Kresol-Kunstharzes. Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren zur Herstellung eines Phenol-Kresol- Kunstharzes, das dadurch gekennzeichnet ist, dass ein mit Formaldehyd in Gegenwart von Schwefel in S-S-Bindung enthaltenden Hilfs stoffen alkalisch kondensiertes Phenol und ein mit Formaldehyd in Gegenwart von Schwefel in S-S-Bindung enthaltenden Hilfs stoffen alkalisch kondensiertes Kresol mit einander vermischt werden.
Die bekannten aus Kondensationsproduk ten von Phenolen und Kresolen mit Aldehyd, wie z. B. Formaldehyd bestehenden Kunst harze werden nach verschiedenen Verfahren hergestellt. Das zumeist verwendete Verfah ren zur Herstellung von Phenol- und Kresol- harzen ist das Novolackverfahren. Nach dem Novolackverfahren werden Phenole oder Kresole sauer kondensiert. Man erhält so Novolack, der durch Einwirkung von Hitze und Druck nicht weiter verändert wird.
Dieser Novolack wird zumeist durch Hega- methylentetramin in das Resit übergeführt. Die nach diesem Verfahren hergestellten Kresolharze sind als Pressmassen nicht ver wendbar, da sie beim Pressen die Formen anätzen. Überdies lassen sich solche Kresol- harze mit Phenolharzen nicht mischen, was manchmal als Übelstand empfunden wird.
Die Ursache liegt darin, dass die Kresolharze andere Härtungsgeschwindigkeiten besitzen als die Phenolharze und ein Mehrfaches der Härtungsdauer der reinen Phenolharze er fordern. Man kann daher im besten Falle nur Mischungen von Phenolharzen und Kresol- harzen, die nur einen ganz geringen. Anteil an Kresolharzen besitzen, gemeinsam verar beiten.
Es sind auch Verfahren bekannt, bei wel chen Phenole oder Kresole mit Aldehyd, wie z. B. Formaldehyd, alkalisch kondensiert werden (Resolverfahren). Bei diesen bekann ten: Verfahren muss aber die Kondensation in drei Abschnitten durchgeführt werden, wo- bei zuerst Resol, dann das Resitol und schliesslich das Resit gebildet wird.
Diese Verfahren haben den -Cbelstand, dass die Reaktion stürmisch, nahezu explosionsartig verläuft, wodurch es ausserordentlich schwie rig ist, die Reaktion in einem bestimmten Zeitpunkte zur Bildung eines Zwischenpro duktes bestimmter Eigenschaften abzubre chen, also das Verfahren in seine Abschnitte zu teilen unmöglich macht, was, aber für die Herstellung von Press- und Gussmassen aus sol chen Kondensationsprodukten unerlässlich ist, überdies der stürmische Reaktionsverlauf auch die Apparatur gefährdet. Versucht man die Reaktion abzuschwächen, z.
B. durch Herabsetzung der Alkalimenge, so sinken die Ausbeuten so stark, dass das Verfahren nicht mehr rationell ist. Die nach dem Resolver- fahren hergestellten Resite haben auch für die Lackfabrikation den Nachteil, dass sie hoch viskos und bei gewöhnlicher Tempera tur meist hart und spröde sind, so dass sie zu ihrer Lösung verhältnismässig grosse Lö- sungsmittelmengen erfordern.
Das Verfahren nach der Erfindung hat den Vorteil, dass je nach dem momentanen Bedarf Mischharze in jedem beliebigen Ver hältnis von Phenol und Kresolharz gewonnen werden können. Diesen -Mischharzen können auch dadurch verschiedene Eigenschaften verliehen werden, dass Phenol- und Kresol- ha_rze verschiedener Polymerisationsstufen miteinander vermischt und so die unter- schiedlichsten Effekte erreicht werden kön nen, die bei gemeinsamer Kondensation von Phenol und Kresol mit Formaldehyd niemals erreicht werden können.
Die Mischungen von Phenol- und Kresol- harzen stellen klare kolophoniumartige Pro dukte dar, die alkohollöslich und in Hitze härtbar sind und zur Herstellung von Guss- massen. Pressmassen, Lacken usw. geeignet sind.
Die erwähnten Produkte haben für die Herstellung von Lacken den Vorteil, dass sie niedere Viskosität besitzen, wodurch man mit sehr geringen Lösungsmittelmengen zur Lö sung des Harzes auskommen kann. Diese niedrige Viskosität hat für die Herstellung von Gussliarzen noch den besonderen Vorteil, dass rasch härtende, aber leicht. giessbare Harze erhältlich sind.
Die Harze können entweder als solche vergossen, in Lösungsmittel gelöst oder aber zusammen mit Füllmaterialien, gegebenen falls unter Zusatz von Katalysatoren, ver- presst werden.
<I>Beispiele:</I> 1. Gleiche Teile von Phenolharz aus einem mit Formaldehyd in Gegenwart von Schwefel in S-S-Bindung enthaltenden Hilfs stoffen alkalisch kondensiertem Phenol und einem mit Formaldehyd in Gegenwart von Schwefel in S-S-Bindung enthaltenden Hilfs stoffen alkalisch kondensierten Kresol wer den mit Holzmehl und den üblichen Zusätzen vermischt; die -Mischung kann auf Schnell- pressmasse verarbeitet. werden.
?.<B>70</B> Teile Phenolharz aus einem mit Forma.ldeh gjd in Gegenwart von Schwefel in S-S-Bindung enthaltenden Hilfsstoffen alka lisch kondensiertem Phenol und 30 Teile Kresolharz aus einem mit- Formaldehvd in Gegenwart: von Schwefel in S-S-Bindung ent haltenden Hilfsstoffen alkalisch kondensier ten Kresol werden in geschmolzenem Zu stande vermischt. Die Mischung kann in Formen gefüllt und der üblichen Hitzehär tung unterworfen werden. Es können so Er zeugnisse mit Plattenform usw. erhalten wer den.
3. Gleiche Teile einer 50%igen alkoho lischen Lösung von Phenolharz aus einem mit Formaldehyd in Gegenwart von Schwe fel in S-S-Bindung enthaltenden Hilfsstoffen alkalisch kondensiertem Phenol und einem Kresolharz aus einem mit Formaldehyd in Gegenwart von Schwefel in S-S-Bindung enthaltenden Hilfsstoffen alkalisch konden siertem Kresol -erden vermischt, mit den üblichen Weichmachern etc. versetzt; auf diese Weise lassen sich Kunstharzlacke ge winnen.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung eines Phenol- Kresol-Kunstliarzes, dadurch gekennzeich- net, dass ein mit Formaldehyd in Gegenwart von Schwefel in S-S-Bindung enthaltenden Hilfsstoffen alkalisch kondensiertes Phenol und ein mit Formaldehyd in Gegenwart von Schwefel in S-S-Bindung enthaltenden Hilfs stoffen alkalisch kondensiertes gresol mit einander vermischt werden.Die Mischung von Phenol- und Kresol- harz stellt ein klares kolophoniumartiiges Produkt dar, das alkohollöslich und in Hitze härtbar ist und zur Herstellung von GuBmassen, PreBmassen, Lacken usw. geeig net ist.
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