CH190888A - Verfahren zur Herstellung von hoch gelierenden Pektinprodukten aus Zuckerrüben. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hoch gelierenden Pektinprodukten aus Zuckerrüben.

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CH190888A
CH190888A CH190888DA CH190888A CH 190888 A CH190888 A CH 190888A CH 190888D A CH190888D A CH 190888DA CH 190888 A CH190888 A CH 190888A
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Arthur Buechting Walter
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Arthur Buechting Walter
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  Verfahren zur Herstellung von hoch gelierenden     Pektinprodukten    aus Zuckerrüben.    Das Hauptpatent     betrifft    ein Verfahren  zur     Herstellnmg    von     Pektinprodukten    aus  Zuckerrüben.  



  Vorliegende Erfindung     betrifft    ein Verfah  ren zur Herstellung von hochgelierenden     Pek-          tinprodukten    aus Zuckerrüben, welches da  durch gekennzeichnet ist, dass Schnitzel von  Zuckerrüben durch eine höchstens einstündige       Auslaugung    sowie nachfolgende Abpressung  vom Zuckergehalt und allen wasserlöslichen       Nichtzuckerstoffen    befreit werden und hier  auf die     Auslaugung    des Pektins in der     Wäme,     jedoch bei unter 100 Grad Celsius liegender  Temperatur unter Anwendung von Druck be  wirkt,

   und dass die so gewonnenen Pektin  lösungen zwecks Vermeidung von     Zersetzun-          gen    bei niedrigen Wärmegraden gereinigt und  hierauf konzentriert werden.  



  Die     Auslaugung    des Pektins aus den vor  behandelten Schnitzeln erfolgt vorteilhaft etwa  bei 80-90 o Celsius unter gleichzeitiger An  wendung von Druck, wodurch, wie sich zeigte,  die Ausbeute verbessert wird, namentlich,    wenn die Schnitzel vorher zerkleinert, insbe  sondere zerrieben sind, damit sie eine grössere       Angriffsfläche    darbieten.  



  Als     Auslaugemittel    für das Pektin wird  zweckmässig eine     1/6o-normale    Lösung von  Weinsäure oder eine Lösung von     Calcium-          bisulfit,    welche in bezug auf die sich aus  dem     Calciumbisulfit    abspaltende schweflige  Säure     1/loo-normal    ist, verwendet.  



  Die     Pektinlauge        wird    vorteilhaft langsam  zum Beispiel auf 50-60o Celsius abgekühlt  und zum Beispiel ein Teil davon abgezweigt.  Dieser Teil der     Pektinlauge    wird vorteilhaft  mit     Entfärbungskohle    und     Kieselgur    zu einem  Teig verrieben, wobei eine Erwärmung auf  80-90o Celsius noch zulässig ist, um die  Filtermassen steril zu machen, und dieser Teig  zum Rest der     Pektinlauge        zugerührt,    so. dass  die Temperatur der Mischung 50-60 o Celsius  nicht übersteigt.

   Die     Entfärbung,    Klärung  und Filterung gehen bei Anwendung ge  eigneter Filter so leicht vor sich, dass we  sentliche Substanzverluste nicht entstehen.      Die einwandfrei geklärten und hellen       Pektinauszüge    werden dann unter verminder  tem Druck, zweckmässig bei tunlichst hoher  Luftleere und z. B. bei nur 3b-40 0 Celsius  eingedickt, nötigenfalls bis zum Trocknen.  



  Sowohl während der     Vorbehandlung    der  Rübenschnitzel bis zur     Auslaugung    der     Pek-          tine,    dann namentlich während der     Auslaugung     der Pektine sowie bei der Weiterbehandlung  der     Pektinauszüge    kann so also alles ver  mieden werden, was die empfindlichen und  für die     Gelierwirkung    wichtigen     1llethoxyl-          gruppen    der Pektine angreifen könnte, so  dass in möglichst grosser Ausbeute Pektin  auszüge     bezw.    Trockenpektine von höchster       Grelierausgiebigkeit    erzielt werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von hocbge- lierenden Pektinprodukten aus Zuckerrüben, dadurch gekennzeichnet, dass Schnitzel von Zuckerrüben durch eine höchstens einstündige Auslaugung sowie nachfolgende Abpressung vom Zuckergehalt und allen wasserlöslichen Nichtzuckerstoffen befreit werden und hier auf die Auslaugung des Pektins in der Wärme, jedoch bei unter 10011 Celsius lie gender Temperatur unter gleichzeitiger An wendung von Druck bewirkt,
    und dass die so gewonnenen Pektinlösungen zwecks Ver- rneidung von Zersetzungen bei niedrigen Wärmegraden gereinigt und hierauf unter vermindertem Druck konzentriert werden. UNTERANSPRMHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die gereinigte Pektin lauge bis zu einem Gehalt von 3,5 bis 4% Pektin konzentriert wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die gereinigte Pektin lauge bis zur Trockne eingedampft wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Auslauge mittel für das Pektin eine aus Calcium- bisulfit hergestellte Lösung verwendet, welche in bezug auf die sich aus dem Calciumsulfit abspaltende schweflige Säure lhoo normal ist. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Auslauge mittel für das Pektin eine 1/so normale Weinsäurelösung verwendet. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Pektinlauge auf 50 bis 60 0 Celsius abgekühlt, ein Teil davon mit Entfärbungskohle und Kieselgur bei nicht über<B>90"</B> Celsius angeteigt, dann zur Hauptmenge der Pektinlauge zuge- rührt, die Gesamtlauge dann bei 50 bis 60 0 Celsius entfärbt, geklärt, gefiltert und das Filtrat bei 35 bis 400 Celsius unter Vakuum eingedickt wird.
CH190888D 1935-03-29 1936-03-27 Verfahren zur Herstellung von hoch gelierenden Pektinprodukten aus Zuckerrüben. CH190888A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747182C (de) * 1941-02-01 1944-09-15 Gustav Helmke Verfahren zur Aufbereitung gruener Futterpflanzenteile, wie Blaetter und Halme, zu Trockenfuttermitteln

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747182C (de) * 1941-02-01 1944-09-15 Gustav Helmke Verfahren zur Aufbereitung gruener Futterpflanzenteile, wie Blaetter und Halme, zu Trockenfuttermitteln

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