DE377461C - Verfahren zur Bereitung oder Wiederbelebung feinpulveriger kohlenstoffreicher Entfaerbungskohle - Google Patents

Verfahren zur Bereitung oder Wiederbelebung feinpulveriger kohlenstoffreicher Entfaerbungskohle

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DE377461C DES48869D DES0048869D DE377461C DE 377461 C DE377461 C DE 377461C DE S48869 D DES48869 D DE S48869D DE S0048869 D DES0048869 D DE S0048869D DE 377461 C DE377461 C DE 377461C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/30Active carbon
    • C01B32/354After-treatment
    • C01B32/36Reactivation or regeneration

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Bereitung oder Wiederbelebung feinpulveriger kohlenstoffreicher Entfärbungskohle. Die Erfindung betrifft ein Vorbereitungs-bzw. Wiederbelebungsverfahren für feinpulverige, kohlenstoffreiche Entfärbungskohlen, welche einen Kohlenstoffgehalt von etwa go Prozent oder mehr besitzen und nur- wenig Aschenbestandteile enthalten und z. B. unter den Bezeichnungen Norit, Eponit usw. bekannt sind.
  • Diese künstlichen Entfärbungskohlen, welche ein erheblich größeres Entfärbungs-bzw. Adsorptionsvermögen hinsichtlich der meisten in Flüssigkeiten vorhandenen Verunreinigungen besitzen als Knochenkohle und gewöhnliche Holzkohle, bilden an und für sich schon eine reine Kohle.
  • Es wurde nun gefunden, daß bei Benutzung dieser Kohlen für Entfärbungszwecke, z. B. zur Entfärbung von Zuckerlösungen neue technische Wirkungen erreicht werden können, wenn man die Entfärbungskohle in einem Zustande zur Anwendung bringt, in welchem sie adsorbierte Säure enthält.
  • Um der Entfärbungskohle eine zweckentsprechende Menge adsorbierter Säure einzuverleiben, wird sie vor ihrer Verwendung einer weitgehenden Behandlung mit einer wässerigen Säurelösung von hinreichender Konzentration unterworfen, worauf die Masse mit (vorzugsweise) heißem Wasser so lange ausgewaschen wird, bis das Waschwasser eine neutrale Reaktion zeigt.
  • Durch diese Säurebehandlung werden sämtliche säurelösliche Bestandteile aus der Entfärbungskohle vollständig entfernt, ihre Poren geöffnet und eine erhebliche Menge Säure wird adsorbiert, welche in der Entfärbüngskohle keine mit dieser Säure sich verbindende Stoffe findet. Die adsorbierte Säure wird durch das darauffolgende Auswaschen nicht entfernt. Die so vorbehandelte Entfärbungskohle wird dann in noch feuchtem Zustande auf die zu behandelnde Flüssigkeit zur Einwirkung gebracht.
  • Die- vorhin erwähnte Behandlung der Entfärbungskohle erfolgt vorzugsweise durch Auskochen mit einer auf geeignete Weise verdünnten Mineralsäure, wie z. B. Salzsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure, schweflige Säure u. dgl., und sie wird, wie bereits betont, so lange fortgesetzt, bis .alle säurelöslichen Bestandteile praktisch vollständig entfernt sind.
  • Die Masse wird dann bis zur neutralen Reaktion des Waschwassers gründlich ausgewaschen.
  • In manchen Flüssigkeiten, wie z. B. Zuckerliisungen, vermochte Entfärbtnigslcolile bisher nur dann ihre Höchstwirkung auszuüben. wenn (las Medium angesäuert wurde.
  • Die Ansäuerung ist aber finit erheblichen Nachteilen gepaart: bei Zuckerlösungen z. B. führt sie zur Inversion des "Zuckers, was finit Zuckerverlusten verbunden ist.
  • Bei Behandlung von anderen Lösungen, wie z. B. Glukose- und Milchzuckerlösungen, ist (las Vorhandensein einer Säure in der Flüssigkeit ebenfalls unerwünscht.
  • (-etiiäl.l der l:rfin(lung wird nun die Ansätierung, welche erforderlich ist, 1,1111 die E_ntfärbungskohle zu befähigen, ihre H;)clistwirkung ausüben zti können, von der Fliissigkeit nach der Kohle verlegt. In adsorbierteni Zustande hat die Säure keine schädliche Wirkung, aber die Anwesenheit der a(lsorl)ierte"i Säure befördert in gleicher und sogar noch in gesteigerter Weise die Adsorption der Farbstoffe und sonstiger Verunreinigungen.
  • Die vorhin erwähnte intensive Beirtii#Ilung der I?ntf<irliungsk<,hle finit Säure wird im allgemeinen bei Erwärmung, vorzugsweise hei Kochhitze, unter Umrühren. z. B. während einer halben Stunde oder einer Stunde. (Itirciigeführt, worauf die Kohle finit kaltem, vorzugsweise aber finit heißem Wasser ausgewaschen wird.
  • Es wurde außerdem noch festgestellt, (laß, wenn die 1--,ntfiirl)ttiigslkolile für l-ntfärbtiligszwecke bereits benutzt wurde, eine ausschließliche Behandlung finit Säure, ähnlich der vorhin beschriebenen, ausreicht, um die Kohle zu neuem Gebrauch geeignet zu machen, (l. 1i. ilin sie wiederzubeleben.
  • Die in der Praxis zur Wiederbelebung von Entfärbungskohle, bisher angewendeten NTethoden beruhen entweder auf der Abscheidung der aufgenommenen Stoffe durch Alkalien, oller auf der Zerstörung der aufgenoinnienen organischen @toliie durch Erhitzen unter Luftabschluß oder auf einer Kombination beider Maßnahmen.
  • .Mach dein vorliegenden Wiederbelebungsverfahren wird die benutzte Elitfärbungskohle ausschließlich einer weitgehenden Säurebehandlung unterworfen, wodurch das l;ei der `Verwendung von Alkalien in manchen fällen auftretende Verschleimen der Masse und die Schwierigkeiten der Filtration vermieden werden.
  • Es wurde festgestellt, daß ausgenutzte Entfärbungskohle mehrere Male nacheinander auf die vorher beschriebene Weise durch ausschließliche Verwendung von Säure regerieriert werden konnte. Bei Entfärbungskohlen, welche zum Entfärben affinierter Rohrzuckerlösungen gebraucht wurden, konnte inan z. B. die erste, zweite und dritte Regeneration ausschließlich durch Säure bewirken.
  • Ist endlich die Entfärbungskohle durch \viederliolten Gebrauch und Regeneration ausschließlich durch Säurebehandlung nicht iliehr in ausreichender Weise wiederzubeleben, so kann man dieser Säureeinwirkung einen Erhitzungsprozeß voranschicken, oder inan kann ein kombiniertes Verfahren anwenden, bestellend in einer Säurebehandlung mit darauffolgendem Erhitzen und sich daran anscliließen#ler erneuter Säurebehandlung.
  • Die darauffolgenden Regenerationen (drei oder mehr Regenerationen) können wieder ausschließlich durch Säurebehandlung bewerkstelligt werden.

Claims (1)

  1. PATE NT-ANSPRÜCH: Verfahren zur Vorbereitung oder Wiederbelebung feinpulveriger Entfärbungskohle von etwa 9o Prozent oder mehr Kohlenstoffgehalt (auf die trockene Substanz berechnet) zum Zwecke der Entfärbting von Flüssigkeiten, welche sich beim Vorhandensein einer Säure wirksamer entfärben lassen, dadurch gekennzeichnet,. daß die Kohle intensiv mit einer wässerigen Säurelösung von solchem Säuregehalt behandelt wird, daß nach dein darauffoigenden Auswaschen der Kohle bis zur neutralen Reaktion des Waschwassers in der ersteren noch Säuremengen in adsorbierter Form verbleiben. worauf man die Kohle in feuchtem Zustande beläßt.
DES48869D 1917-07-26 1918-08-23 Verfahren zur Bereitung oder Wiederbelebung feinpulveriger kohlenstoffreicher Entfaerbungskohle Expired DE377461C (de)

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