DE743067C - Mehrstufiges Verfahren zur Gewinnung von Pektin - Google Patents
Mehrstufiges Verfahren zur Gewinnung von PektinInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C08B37/00—Preparation of polysaccharides not provided for in groups C08B1/00 - C08B35/00; Derivatives thereof
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- C08B37/0045—Homoglycans, i.e. polysaccharides having a main chain consisting of one single sugar, e.g. colominic acid alpha-D-Galacturonans, e.g. methyl ester of (alpha-1,4)-linked D-galacturonic acid units, i.e. pectin, or hydrolysis product of methyl ester of alpha-1,4-linked D-galacturonic acid units, i.e. pectinic acid; Derivatives thereof
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Description
- Mehrstufiges Verfahren zur Gewinnung von Pektin Es ist bereits vorgeschlagen, worden, Pektin aus Pflanzenmaterial zweistufig zu, gewinnen, indem man die Pflanzenteile zunächst scharf trocknet, hierauf möglichst fein zerkleinert und dann mit einer geringen Menge von Flüssigkeit, welche schweflige Säure -enthält, zu einem Brei anma.ischt: Nachdem man dieses Gemisch bei verhältnismäßig niedriger Temperatureine lange Zeit hindurch stehengelassen hat, wird mit Wasser verdünnt, erwärmt und filtriert. Das Filtrat enthält das Pektin.
- Da man .erhöhte Konzentrationen an Säure anwendet, muß man mit Rücksicht auf die Säureersparnis und die Notwendigkeit, diese Säure nachher wiederzugewinnen, ohne das Pektin durch zu lange Erhitzung zu schädigen, mit möglichst geringen Flüssigkeitsmengen arbeiten. Vorteilhaft geht man dabei über sein Verhältnis von i :12 von festem Stoff zur Lösung nicht hinaus.
- Die Temperatur darf bei der Hydrolyse n:icht unter 3o° sinken, soll aber auch nicht mehr als 55° betragen. Innerhalb dieses klei= nen Intervalls schwankt die Bearbeitungsdauer zwischen .1o und 5oo Stunden. Man hat daher ein, großes Interesse, diese Zeitdauer herabzusetzen..
- Es hat sich nun herausgestellt, daß man die Reaktnonsdauer in der :ersten Phase erheblich herabsetzen kann, wenn man die zweite Phase, nämlich da"s Erhitzen nach dem Verdünnen mit Wasser, zweistufig durchführt, so daß insgesamt drei ;oder mehr Arbeitsstufen erhalten werden.
- Um den Aufs@chluß in der ersten Phase so vorzub:er@ei;te@n, daß die Zerlegung der zweiten Phase in zw ei oder mehrere Stufen wirksam wird, ist es notwendig, als Säure eine redun@erende Säure anzuwenden. Als solche kommt in erster Linie die schweflige Säure in Betracht. Brauchbare Ergebnisse wurden aber auch mit phosphoriger und unterphaspho.riger Säume verhalten.
- Um nun die erwünschte Abkürzung der Reaktionsdauer zu erzielen, geht man so vor, daß man beispielsweise die Masse nach etwa 2o- bis -zoostündigem Hydro.lysieren mit 5 bis 6 Teilen Wasser verdünnt und auf 40 bis 5o° erhitzt. Man läßt dann zur Abkühlung einige Stunden stehen und setzt den Rest der Verdünnungsflüssigkeit, beispielsweise wieder 5 bis 6 Teile, hinzu. Man kann gleich daran anschließend filtrieren.
- Fresser ist es aber, nochmals auf etwa 50-zti erwärmen, abkühlen zu lassen und erst dann die Pektinlösung vom festen Rückstand abzutrennen. Die Unterteilung kann auch weitergehen.
- Es ist noch hervorzuheben, daß die Aufspaltung der zweiten Phase in zwei oder mehrere Stufen neben der Ersparnis an Zeit für die Reaktion in der ersten Stufe noch einen weiteren wichtigen Vorteil mit sich bringt. Man konnte nämlich feststellen, da.ß man hei Anwendung dieses Verfahrens nicht mehr genötigt ist, den Rohstoff zuerst zu trocknen und feinst zu pulvern. Man kann mit der gleichen Wirkung auch von ungetrocknetem und unzerkleia.ertem Material ausgehen, muß allerdings dann, um die Filtration zu beschleungen, der Masse einen festen porösen Stoff, wie ILieselgur, zusetzen.
- Das Verfahren ist auch nicht auf die Verivendung von Obsttrebern beschränkt, sondern kann auch mit anderem pflanzlichem rohmaterial, beispielsweise Rübenschnitzeln, durchgeführt werden.
Claims (5)
- PAT13\TA\SPRÜCFi1's: i. 11ehrstufiges Verfahren zur Gptvinnung von Pektin aus pflanzlichen Rohstoffen, bei welchem der Rohstoff mit einer "eri»gen Menge- von Flüssigkeit, mit verhältnismäßig hohem Gehalt an einer reduzierenden Säure durch Erwärmen und S@teh@enlassen hydrolysiert wird, worauf man mit Wasser verdünnt und filtriert, dadurch gekennzeichnet, da(.'). man das Verdünnen absatzweise vornimmt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch bekennzei,chnet, daß man nach jedem Zusatz von Verdünnumgs«vasser auf etwa 50" erwärmt und wieder abkühlen läßt.
- 3. Verfahren nach Ansprach i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man zwischen 3o und 55° hydrolysiert. .l.
- Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man von ungetrocknetem und tuizerkleinertem Rohmaterial ausgeht.
- 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekenn.zeichneit, daß man das Verdünnen in zwei Absätzen mit jedesmal sechs Gewichtsteilen Wasser vornimmt.
Priority Applications (1)
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| DEP83505D DE743067C (de) | 1941-12-18 | 1941-12-18 | Mehrstufiges Verfahren zur Gewinnung von Pektin |
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| DE743067C true DE743067C (de) | 1943-12-17 |
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ID=7394156
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEP83505D Expired DE743067C (de) | 1941-12-18 | 1941-12-18 | Mehrstufiges Verfahren zur Gewinnung von Pektin |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE743067C (de) |
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1941
- 1941-12-18 DE DEP83505D patent/DE743067C/de not_active Expired
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