DE696602C - Verfahren zur Gewinning eines Laktalbumin enthaltenden Gutes aus Molken - Google Patents

Verfahren zur Gewinning eines Laktalbumin enthaltenden Gutes aus Molken

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DE696602C
DE696602C DE1938F0084520 DEF0084520D DE696602C DE 696602 C DE696602 C DE 696602C DE 1938F0084520 DE1938F0084520 DE 1938F0084520 DE F0084520 D DEF0084520 D DE F0084520D DE 696602 C DE696602 C DE 696602C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23JPROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
    • A23J1/00Obtaining protein compositions for foodstuffs; Bulk opening of eggs and separation of yolks from whites
    • A23J1/20Obtaining protein compositions for foodstuffs; Bulk opening of eggs and separation of yolks from whites from milk, e.g. casein; from whey
    • A23J1/205Obtaining protein compositions for foodstuffs; Bulk opening of eggs and separation of yolks from whites from milk, e.g. casein; from whey from whey, e.g. lactalbumine
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23VINDEXING SCHEME RELATING TO FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES AND LACTIC OR PROPIONIC ACID BACTERIA USED IN FOODSTUFFS OR FOOD PREPARATION
    • A23V2002/00Food compositions, function of food ingredients or processes for food or foodstuffs

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Description

  • Verfahren zur Gewinnung eines Laktalbumin enthaltenden Gutes aus Molken Es ist .bekannt, Laktalbumin aus Molken durch Hitzegerinnung unter Anwendung von Chemikalien zu fällen. Diese Art der Gewinnung stellt eine irreversible Fällung des Laktalbumins dar. Das so gewonnene Laktalbumin ist wertgemindert, da es einige seiner wertvollen Eigenschaften durch die Art der Gewinnung verloren hat. Diese Wertminderung drückt sich vornehmlich in dem Verlust der Schlagfähigkeit des Eiweißkörpers aus.
  • Es ist auch schon bekannt, das in der Molke enthaltene Eiweiß bei gewöhnlicher Temperatur durch schrittweise Alkalisierung der Molke unter mehrmaligem Absetzen und Filtrieren zu gewinnen, wobei der neutrale Zustand, entsprechend einem pH-Wert - von 7, durch Zugabe von Alkali erreicht wird. Nach der Neutralisation findet ein weiterer Zusatz von Alkali statt, bis die Molke völlig alkalisch ist, was einem pH-Wert über 7 entspricht. Dadurch erreicht man auch eine Ausfällung der noch in Lösung befindlichen Eiweißstoffe.
  • Alle Niederschläge werden mit Alkohol ausgewaschen. Die verschiedenen Niederschläge können .getrocknet oder erst vermischt und dann getrocknet werden und im einzelnen oder in Mischung zur Verwendung kommen.
  • Die Gewinnung eines reversiblen Erzeugnisses ist nach diesem Verfahren nicht möglich.
  • Schließlich ist auch noch ein anderes absätzweise arbeitendes Verfahren bekanntgeworden, das sich aus mehreren Stufen zusammensetzt, wobei der pH-Wert abwechselnd erhöht und erniedrigt und zusätzlich in wenigstens einer Verfahrensstufe der behandelte Stoff auf 6o° erhitzt wird. Durch diese Erwärmung und die wechselnde Erhöhung und Erniedrigung des pH-Wertes wird aber das Laktalbumin gleichfalls denaturiert und seine Schlagfähigkeit zerstört. Diese Verschlechterung der Eigenschaften des Erzeugnisses kann auch durch nachträgliche Behandlung des so gewonnenen Eiweißpulvers mit Alkali nicht wieder beseitigt werden.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung eines Laktalbumin enthaltenden Gutes aus Molken durch Ausscheidung mittels alkalischer Stoffe ohne Temperaturerhöhung, welchem diese Nachteile nicht anhaften. Erfindungsgemäß wird zu diesem Zweck der PH-Wert des Dispersionsmittels in an sich bekannter Weise auf einen Wert von mehr als 7 erhöht; die dabei erhaltene getrübte opaleszierende Flüssigkeit wird innerhalb. einer Reaktionszeit, die durch den Beginn des Wiederauflösens der entstandenen Eiweißtrübung begrenzt ist, in einem Separator entwässert und dann getrocknet, und zwar vorzugsweise in einem Zerstäubungstrockner. Das ganze Verfahren spielt sich kontinuierlich ab, indem durch Unterschreitung einer gewissen Reaktionsdauer bei der Abscheidung das durch die Alkalisation in Form einer Trübung ausgeschiedene Eiweiß nach dieser Trübung mit Hilfe von Separatoren abgeschieden wird, wobei in einem Bruchteil der bisher für erforderlich gehaltenen Reaktionszeit praktisch die ganze Menge Eiweiß ausfällt. Durch dieses Verfahren wird ein reversibles Laktalbumin gewonnen, d. h. ein Erzeugnis, das auf Grund seiner Reversibilität seine ursprünglichen Eigenschaften, insbesondere jene der Löslichkeit und Schlagfähigkeit und seine besondere Eignung für Backzwecke beibehalten hat.
  • Als besonders geeignetes Hilfsmittel zur Abscheidung in der gemäß der Erfindung zur Verfügung stehenden kurzen Frist hat sich die Anwendung von Düsenseparatoren erwiesen, in welchen eine Laktalbuminkonzentration erhalten wird, welche bestimmte Grenzen nicht überschreitet. Die günstigsten Konzentrationen liegen etwa zwischen h und 1211, Trockengehalt. Bei höheren Konzentrationen tritt die Gefahr einer Schädigung des Laktalbumins infolge von Druckdenaturierung auf.
  • Der Neigung zur raschen Wiederauflösung des ausgefällten Eiweißes in dem alkalischen Medium kann durch Einwirkung elektrischen Stromes entgegengewirkt werden, durch welche demzufolge die Reaktionszeit verlängert wird, nach deren Ablauf die ausgefällte Trübung sich wieder in der Flüssigkeit löst. Die zur. Ausscheidung und Abtrennung zur Verfügung stehende Zeitspanne wird auf diese Weise verlängert und dadurch die vollständige Abscheidung erleichtert. Erfindungsgemäß wird deshalb zweckmäßig während, vor oder nach der p11-Wertänderung einelektrischer Strom zur Einwirkung auf das Dispersionsmittel gebracht. Der elektrische Strom hat zugleich die Wirkung, daß sich die Ausscheidung gleichmäßig auf die ganze Flüssigkeitsmenge erstreckt. Zur Strombeeinflussung dient insbesondere Wechselstrom; doch ist es auch möglich, unter geeigneten Bedingungen alle anderen Stromarten zur Anwendung zu bringen. Als besonders vorteilhaft hat sich die pH-Wertänderung durch Einwirkung von gasförmigem Ammoniak - auf das Dispersionsrnittel erwiesen, da es möglich ist, auf Grund des nachstehend beschriebenen Trocknungsvorganges einen Überschuß desselben aus dem Enderzeugnis wegzuschaffen.
  • Einige weitere Merkmale des neuen Verfahrens ergeben sich aus dem nachfolgenden Anwendungsbeispiel In geeigneter Weise vorgereinigte Molke gelangt in ununterbrochenem Flüssigkeitsstrom in eine Vorrichtung, in der ihr gasförmiges Ammoniak zugeführt wird, dessen Menge auf die durchlaufende Molkenmenge abgestellt ist. Beispielsweise werden für die Verarbeitung von @Zo ooo 1 Molke etwa rund 2o kg Ammoniak verbraucht. Im einzelnen hängt die Menge dieses Zusatzes von dem Säuregehalt der Molke ab. Sie ist in allen Fällen so bemessen, daß der pH-Wert auf mehr als 7 erhöht wird. Gleichzeitig oder vor oder nach dieser Behandlung wird elektrischer Strom auf das Dispersionsmittel zur Einwirkung gebracht. Dieses verläßt die Vorrichtung mit dem Merkmal einer opaleszierenden Trübung, welche eine reversible Fällung darstellt, d. h. welche durch Rückführung . des Dispersionsmittels auf den ursprünglichen pH-Wert zum Verschwinden gebracht werden kann.
  • Zur Überführung dieser opaleszierenden Laktalbumintrübung in ein Konzentrat von zur Verwendung geeignetem Eiweißgehalt dienen Separatoren, und zwar insbesondere Düsenseparatoren, welche die opaleszierende Laktalbumintrübung mit einer Konzentration von etwa 8°/a Trockengehalt verläßt. Diese laktalbuminhaltige Flüssigkeit wird sodann in einem Zerstäubungstrockner weiterbehandelt, da sich gezeigt hat, daß bei Verwendung von Kontakttrocknern das Laktalbumin in gewissem Grade geschädigt wird. Das aus dem Separator gewonnene Eiweißkonzentrat wird deshalb in eine nach dem Zerstäubungsverfahren arbeitende Vorrichtung geleitet und hier von seinem Dispersionsmittel befreit.
  • Die Ausbeute an Eiweiß beträgt hierbei unter den oben angegebenen Voraussetzungen etwa 12o kg.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Gewinnung eines Laktalbumin enthaltenden Gutes aus Molken durch Ausscheidung mittels alkalischer Stoffe ohne Temperaturerhöhung, dadurch gekennzeichnet, daß der pH-Wert des Dispersionsmittels in an sich bekannter Weise auf Werte über 7 erhöht und die dabei erhaltene getrübte opaleszierende Flüssigkeit innerhalb einer Reaktionszeit, die durch den Beginn des Wiederauflösens der entstandenen Eiweißtrübung begrenzt ist, in einem Separator entwässert und dann vorzugsweise in einem Zerstäubungstrockner getrocknet wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die opaleszierende Flüssigkeit in - einem ununterbrochen arbeitenden Separator, und zwar vorzugsweise einem Düsenseparator, weiterverarbeitet wird. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und z,- dadurch gekennzeichnet, daß während-,- vor oder nach der pA-Wertänderung ein elektrischer Strom zur Einwirkung auf das Dispersionsmittel gebracht wird.
DE1938F0084520 1938-02-22 1938-02-22 Verfahren zur Gewinning eines Laktalbumin enthaltenden Gutes aus Molken Expired DE696602C (de)

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DEF84806D DE725955C (de) 1938-02-22 1938-04-12 Verfahren zur Gewinnung eines lactalbuminhaltigen Gutes aus Molken
DEF84805D DE739983C (de) 1938-02-22 1938-04-12 Verfahren zum UEberfuehren der festen Bestandteile von Molken in ein schlag- und backfaehiges, lactalbuminhaltiges Erzeugnis
DEF85057D DE717511C (de) 1938-02-22 1938-05-31 Verfahren zur Gewinnung eines Lactalbumin enthaltenden Gutes aus Molken

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE921479C (de) * 1950-04-22 1954-12-20 Imhausen & Co G M B H Verfahren zur technischen Zuechtung von Colibakterien
DE945304C (de) * 1950-12-14 1956-07-05 Tno Verfahren zur Gewinnung von back- und schaumfaehigem Milcheiweiss aus Molke
DE1090146B (de) * 1953-04-29 1960-09-29 Hans Rusche Dipl Ing Vorrichtung zum Waermeaustausch zwischen Gasen und Schuettgut

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DE945304C (de) * 1950-12-14 1956-07-05 Tno Verfahren zur Gewinnung von back- und schaumfaehigem Milcheiweiss aus Molke
DE1090146B (de) * 1953-04-29 1960-09-29 Hans Rusche Dipl Ing Vorrichtung zum Waermeaustausch zwischen Gasen und Schuettgut

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