CH177544A - Antriebsvorrichtung für Jacquardautomaten. - Google Patents

Antriebsvorrichtung für Jacquardautomaten.

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CH177544A
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Wuerker G M B H
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Wuerker G M B H
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    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C5/00Embroidering machines with arrangements for automatic control of a series of individual steps

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
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Description


  Antriebsvorrichtung für Jacquardautomaten.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf einen Jacquardautomaten, wie er im     äl-          tern    Patent 176612 beschrieben ist in der  Anwendung als Stichautomat. Dort ist be  kanntlich die Einrichtung so, dass von der  Jacquardkarte aus die Nadelplatten verstellt,  und dadurch Zwischenglieder beeinflusst wer  den, die letzten Endes ihre Einstellung auf  die Zahnstange übertragen, welche den Stick  rahmen einstellen. Die Zwischenglieder     müs-          en    bewegt werden, was vom Antrieb der  Maschine aus geschieht. Die Bewegungen  der Zwischenglieder sind ziemlich verwickelt  und müssen äusserst peinlich genau durchge  führt werden.

   Für die Durchführung dieser  Bewegungen hat sich der Kurvenantrieb be  währt. Der in einer geschlossenen Kurven  bahn laufende Zapfen kann zwangläufig ge  nau gesteuert werden, und die Kurve kann  man ganz nach Belieben ausbilden. Um die  Leistung solcher Stickautomaten zu steigern,  ist es üblich, eine grosse Anzahl von Nadeln  und dementsprechend auch Stickrahmen in  einem einzigen Aggregat zusammenzufassen,    woraus sich baulich sehr umständliche und  teuere Konstruktionen ergeben.  



  Demgegenüber verfolgt die Erfindung  einen andern Weg, um die Leistung derarti  ger Automaten bei Faden verarbeitenden  Maschinen, wie Stickmaschinen aber auch  Wirkmaschinen, zu welch letzteren die Un  tergruppe der Cottonmaschinen, der     Triko-          tagenmaschinen    und dergleichen in Betracht  kommen kann zu steigern, nämlich den in  der Technik sonst üblichen Weg der Ge  schwindigkeitssteigerung. Die Anwendung  dieses Weges war bei     Stickmaschinen    bisher  ausgeschlossen, weil die Kurvenführung bei  der     Bewegungsübertragung    eine höhere Um  drehungszahl verbot.

   Die in den     Kurven    lau  fenden Zapfen werden entsprechend der Ei  genart der zu bewegenden Zwischenglieder  das eine Mal gegen die aussen liegende  Wandfläche der Kurve und das andere Mal  gegen die innenliegende Kurvenfläche     ge-          presst.    Dadurch ergeben sich bei schnellem  Lauf derartige Abnutzungen,     @dass    erfah  rungsgemäss ein     Übergang    von den bis jetzt      üblichen Tourenzahlen (etwa 250 Umdrehun  gen in der Minute) auf hohe Umdrehungs  zahlen (etwa 500 bis 1000 Umdrehungen in  der Minute) ausgeschlossen sind.

   Anderseits  aber ist gerade der zwangläufige Kurven  antrieb besonders geeignet, die verwickelten  Bewegungen der Zwischenglieder zu steuern,  während andere Antriebe, wie zum Beispiel  Hebelantriebe oder dergleichen infolge der  zu bewegenden Massen vollkommen un  brauchbar sind und auch keine besonderen  Steuerungen zulassen.  



  Demgegenüber werden erfindungsgemäss  die Bewegungen der Zwischenglieder von der  Koppel eines Kurbelgelenkviereckes abgelei  tet.  



  Bei einem derartigen Antrieb können die  die Bewegung übertragenden Glieder einfach  durch Gelenkbolzen oder dergleichen mit  einander verbunden, die man solid lagern  kann und die höchstens noch in     Geradfüh-          rungen    verschoben werden müssen, so dass  hier selbst bei den bei Stickautomaten in  Betracht kommenden Höchstgeschwindig  keiten, die ja durch die Rahmenbewegung  selbst gewissermassen begrenzt sind, eine  dauernde     exakte    Führung aufrecht erhalten  werden kann, wobei der Verschleiss der     Be-          wegungs-    und Übertragungsmittel sich  durchaus in den normalen Grenzen hält.

   Da  bei kann man die zu bewegenden Massen sehr  gering halten und trotzdem den für die Lage  rung in Betracht kommenden Teilen eine  beträchtliche Stabilität verleihen bezw. ver  hältnismässig grosse Lagerflächen anwenden,  so dass von dem     Bewegungsgestänge    ohne  weiteres grosse Belastungen aufgenommen  werden können.  



  Insbesondere ist die Anwendung der  Koppeltriebe bei den Stickautomaten auch  deshalb besonders zweckmässig, weil infolge  der in Bewegung befindlichen geringen Mas  sen das Stillsetzen plötzlich geschehen kann.  



  Die in der Technik an sich bekannte Be  wegungsübertragung durch ein Koppel  getriebe kann es nun ermöglichen, dass man  von ein und derselben Koppel mehrere Zwi-    schenglieder bewegen kann, indem man ihren  verschiedenartigen Bewegungsbedürfnissen  durch Auswahl mehrere von der Koppel ab  geleiteter Koppelkurven gerecht wird. Das  ist aber für die Stickautomaten besonders  wichtig, weil hier eine ganze Reihe von  Zwischengliedern ganz verschiedenartig zu  bewegen ist, wobei noch die einzelnen Bewe  gungen in einem bestimmten zeitlichen Ver  hältnis zueinander stehen müssen.

   Das alles  kann ohne weiteres durch entsprechend ge  schickte Auswahl der dafür in Betracht kom  menden Koppelkurven erreichen, wobei der       Antrieb    dadurch wesentlich vereinfacht wird,  dass ein und dieselbe Koppel gleich für die  Bewegung mehrerer Zwischenglieder heran  gezogen wird.  



  Für die Bewegung dieser Zwischenglieder  ist es überdies von Bedeutung, dass sie zu ge  wissen Zeiten stillstehen können, die nicht  mit den Zeiten der natürlichen Umkehr im  Schubkurbelgetriebe zusammenfallen. Zum  Beispiel braucht man, um die Nadelplatinen  abzufühlen, den Vorschub des Fühlergliedes,  dessen Hin- und     Herbewegung    sich in einem  kürzeren Zeitraume abspielen kann als der  halbe     Kurbelzapfenweg    (180     Zentriwinkel-          grad)    ausmacht.

   Da man nun aber möglichst  in der Ruhelage beginnend an den     Platinen     angreifen will, um Schläge zu     vermeiden    und  anderseits die Hin- und     Herbewegung    des  Fühlers nur mit den Endlagen des     Kurbel-.          zapfenweges    zusammenbringen kann, so     @ent-          steht    die Aufgabe, in die Zwischenzeit     zwi-          sche    den beiden     Totpunktlagen    des Kurbel  zapfenträgers eine Ruhepause einschalten zu  können.

   Diese und derartige Aufgaben kön  nen mit     d-em    erfindungsgemäss vorgeschlage  nen Getriebe ohne weiteres dadurch gelöst  werden, dass durch     entsprechende    Auswahl  eines     Koppelkurvenausschnittes    und ihm an=  gepasste Verlegung des Drehpunktes der an  ,dem Kurbelzapfen     angelenkten    Übertra  gungsstangen in an sich bekannter Weise       ein    Stillstand der Bewegungsübertragung in  einem passenden Augenblicke     zwischen    den  beiden Umkehrpunkten des     Schubkurbelan-          triebes    ausgewählt wird.

        Es möchte bemerkt werden, dass sich für  Wirkmaschinen ähnliche Steuerungen wie  bei den Stickmaschinenautomaten notwendig  machen, weshalb sich der erfindungsgemässe  Koppeltrieb auch für diese Maschinengat  tung besonders eignet.  



  Der erfindungsgemässe Antrieb lässt sich  für jede Ausbildung des Zwischengetriebes  anwenden; er ist aber insbesondere bestimmt  für die bereits früher vorgeschlagene Bau  art, die den Gegenstand des Patentes 176612  bildet; in Verbindung mit dieser Bauart ist  der Antrieb auf der Zeichnung in einem  Ausführungsbeispiel dargestellt.  



  Fig. 1 zeigt einen senkrechten Quer  schnitt durch die Vorrichtung;  Fig. 2 zeigt hierzu einen senkrechten  Längsschnitt nach der Linie II-II der  Fig. 1;  Fig. 3 zeigt einen senkrechten Längs  schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1;  Fig. 4 zeigt einen senkrechten Längs  schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 1;  Fig. 5 zeigt einen Teil der Fig. 3 im ver  grösserten Massstabe;  Fig. 6 zeigt einensenkrechten Querschnitt  nach der Linie VI-VI der Fig. 5;  Fig. 7 zeigt eine schematische Darstel  lung des zur Anwendung kommenden Kop  peltriebes.  



  Die beiden Automatengehäuse sind, wie  bei dem älteren Patent mit<I>A</I> und<I>B</I> bezeich  net.  



  In dem Gehäuse A ist bei 1 und 2 die  Welle 3 gelagert, die, damit die dahinter lie  genden Teile sichtbar werden, teilweise ab  gebrochen ist. An den herausgebrochenen  Stellen ist die Welle durch strichpunktierte  Linien angedeutet worden. Auf der Welle 3  sitzt das Kegelrad 4, welches mit dem Kegel  rad 5 im Eingriff steht. Das Kegelrad 5 sitzt  auf der Hauptantriebswelle 7, die auch in  dem älteren Patent erscheint. Auf der Welle  3 ist die     Exzenterscheibe    8 befestigt, die von  dem als Lager ausgebildeten Auge 9' der  Koppelstange 9 umfasst wird. Die Koppel  stange 9 ist mittelst des Drehzapfens 10 an  einem Führungsstück 11 angelenkt, welches in    einer kreisbogenartigen Führung 12 ver  schiebbar gelagert ist.

   Hier ist darauf hinzu  weisen, dass selbstverständlich der Führungs  stein 11 und die kreisbogenartige Führung  12 durch einen in Fig. 2 gestrichelt ein  gezeichneten Lenker 13 ersetzt werden kann,  dessen Drehpunkt 14 im Krümmungsmittel  punkt der kreisbogenartigen Führung 12  liegt.  



  Mittelst des Drehzapfens 15 greifen an  der Koppelstange 9 die beiden Lenker 16  und 17 an. Der Lenker 16 ist anderseits mit  einem Drehzapfen 18 verbunden, der an dem  bei 19 gelagerten Hebel 20 vorgesehen ist.  An dem Drehzapfen 18 greift weiterhin der  Lenker 21 an,     dessen    anderes Ende mit dem  Hebel 23 durch den Zapfen 22     verbunden    ist.  Der Hebel 23 bildet den     wagrechten    Arm  eines aus     Fig.    1 ersichtlichen Rahmens 24,  der     mittelst    der Drehzapfen 25 und 26 im  Gehäuse in Richtung des in     Fig.    2 einge  zeichneten Pfeils     verschwenkbar    ist.

   Der  obere Rahmenteil bildet dabei eine Quer  leiste, mittelst     welcher    die     Platinen,    immer  nachdem sie abgetastet worden sind, in die       Ausgangsstellung    zurückgeführt werden.  



  Der Lenker 17     greift        mittelst    des Dreh  zapfens 27 an dem bei 28 im Gehäuse A ge  lagerten Hebel 29 au. An diesem Hebel ist  bei 30 die     Schubstange    31     angelenkt,    die  durch die Drehzapfen 32 und 33 mit den  beiden U-förmig ausgebildeten Bügeln 34, 35  verbunden ist. Die     U-fürmigen    Bügel 34, 35  sind bei 34', 35' im Gehäuse gelagert und  tragen die Achsen 39 für die     T-förmigen     Hebel 37, 37'     bezw.    38, 38', die übrigens mit  denselben Bezugszeichen im genannten älte  ren Patent     erscheinen.     



  Die Wirkungsweise der mit den Hebeln  37 verbundenen Gestänge ist bereits bei dem  älteren Patent beschrieben worden und bildet  nicht den Gegenstand der     vorliegenden    Er  findung. Erwähnt werden sollen nur die Ge  stänge     51-51"',        52-52"',    die mit den die  Weichen tragenden Schleppern 53 in Ver  bindung stehen. Diese Schlepper sind, wie  das bereits im genannten älteren Patent er  läutert     wurde,    senkrecht verschiebbar im Ge-      häuse B gelagert. An den Schleppern 53 sind  die Schlitten 59 gelagert, an denen die Zahn  stangen 61 angelenkt sind. Die Zahnstangen  61 wirken über die Zahnräder 68 mit den  Zahnstangen 110 zusammen, die das auf der  Tischplatte 102 verschiebbar gelagerte Stick  rahmengatter bewegen.  



  Der Antrieb der Schlepper geschieht von  der im Gehäuse B gelagerten Welle 40 aus,  die durch einen auf der Zeichnung nicht mit  dargestellten     Zwischentrieb    von der Hauptan  triebswelle 7 aus angetrieben wird. Auf der  Welle 40 ist eine Exzenterscheibe 41 be  festigt, die von dem Auge 42' des als Kop  pelstange ausgebildeten Zwischengliedes 42  übergriffen wird. Bei 43 greift an der Kop  pelstange 42 der zweiarmige Hebel 44 an, der  bei 45 am     Gehäuse        B    gelagert ist. Das freie  Ende des     Hebels    44 ist durch den Lenker 46  mit den Schleppern 53 verbunden. Von dieser  einerseits als Schubstange dienenden Koppel  42 wird nun die Steuerung der Zahnstangen  61 und der Sperrnase 69 abgeleitet.

   Zu die  sem Zwecke greift bei 70 an der Koppel 42  der Lenker 71 an, der anderseits durch den  Zapfen 72 mit einem Kurvenstein 73 ver  bunden ist. Der Kurvenstein wird in einer an  der Gestenwand 74 vorgesehenen Kurven  bahn 75 geführt. An dem Zapfen 72 greift  ausserdem auch noch der Lenker 76 an, der  durch den Drehzapfen 77 mit dem freien  Arm des die Sperrnase 69 tragenden Winkel  hebels 78 verbunden ist. Auf der Drehachse  79, auf der der Winkelhebel 78 befestigt ist,  sitzt noch ein Arm 80, der mit einem Bol  zen 81 in den Schlitz 61' der Zahnstange 61  eingreift.  



  Der Antrieb der Kartentrommel 106, über  die die Jacquardkarte 158 geführt wird, soll  anhand der Fig. 2 bis 6 erläutert werden. Die  Achse 106' der Kartentrommel ruht in einem  Lagerkörper 147, welcher auf den am Ma  schinengestell     befestigten        Gleitstangen    148  verschiebbar angeordnet ist. An dem freien  Ende 115" des Winkelhebels 115 ist die  Platte 149 (Fix. 5) angelenkt, die mit einem  entsprechenden Auge die Scheibe 150 um  fasst. Die Scheibe 150 wiederum übergreift    mit einer exzentrischen Bohrung die Achse  106' der Kartentrommel 106. Weiterhin ist  an der Scheibe 150 ein Handhebel 151 be  festigt.

   In der aus Fig. 5 ersichtlichen Stel  lung wird dadurch der Hebel 151 gegen  einen an der Platte 149 befestigten Stift 155  gelegt und dadurch die eine     Endstellung    der  Scheibe 150 bezw. des Handhebels 151 be  stimmt. An dem Hebel 151 greift bei 152  die Zugfeder 153 an, die anderseits bei 154  an der Platte 149 befestigt ist. Diese Feder  153 wirkt kippspannwerkartig auf den Ex  zenter 150 bezw. Hebel 151 ein, so dass, wenn  beispielsweise der Hebel 151 in Richtung des  in Fig. 5 eingezeichneten Pfeils nach rechts  geschwungen wird, nach Überwindung der  Totpunktslage des von den Teilen 106', 150,  149 gebildeten Knickgelenkes der Hand  hebel gegen den symmetrisch zum Anschlag  stift 155 an der Platte 149 befestigten An  schlagstift 156 gelegt wird.

   Gleichzeitig  wird aber die Achse 106' der Kartentrommel  106 relativ zur Platte 149 so verschoben, dass  die Stifte 106" der Kartentrommel 106 mit  der in den Führungen 157 gehaltenen     Jac-          quardkarte    158 zum Eingriff kommt. (Ver  gleiche ausgezogene Stellung nach     Fig.    3  und     strichpunktierte    Stellung nach     Fig.    5).  



  Durch diese Anordnung ist es möglich,  ohne das Bewegungsgestänge der Karten  trommel 106 irgendwie lösen zu müssen, die  Kartentrommel zwecks     Auswechselns    der  Karten von der Kartenführung 157 ab- und  wieder heranzurücken.  



  Der Antrieb der Kartentrommel 106 ge  schieht mittelst einer Schnecke 159, die mit  dem auf der     Trommelachse    106' fest an  geordneten Schneckenrad 160 im     Eingriff     steht. Die Schnecke 159 sitzt auf der Achse  161; die einerseits im Lager 162 des Ge  häuses A und anderseits in dem nach unten  ragenden     Auslader    147' des verschiebbaren  Lagerkörpers 147 läuft. Dabei ist in dem       Auslad@er    147' für die Achse 161 ein Lang  loch 163 vorgesehen.

   Um zu erreichen,     dass     die Schnecke 159 mit dem Schneckenrad 160  immer     spiellos    im     Eingriff    ist,     wird    die      Achse 161 durch den Federbolzen 164 fe  dernd nach oben gedrückt. Ein auf der  Achse 161 vorgesehener Bund 165 sorgt da  für, dass die Achse 161 achsial verschiebbar  mit dem Auslader 147' verbunden ist.  



  Auf der Achse 161 sitzt das Stirnrad  166, mit welchem die Zahnstange 167 zu  sammenwirkt. Die Zahnstange 167 ist in den  Lagern 168 senkrecht verschiebbar geführt.  An dem untern Ende des Zahnstangenschaf  tes 167' ist der Bolzen 169 vorgesehen, der  von dem     gegabelten    Ende 170' eines Hebels  170 umgriffen wird. Der Hebel 170 ist auf  dem am Gehäuse A vorgesehenen Zapfen 171  schwenkbar gelagert und mit einer Kulissen  führung 172 versehen, in welche die als  Bogendreieck ausgebildete Exzenterscheibe  173 eingreift. Die Exzenterscheibe 173 ist  auf der in Fig. 1 angedeuteten Antriebswelle  3 befestigt.  



  Auf der Achse 161 ist weiterhin ein Arm  175 befestigt, der mit einem Verriegelungs  holzen 176 ausgerüstet ist. Dieser Verriege  lungsbolzen wirkt mit einer am Maschinen  gestell vorgesehenen Verriegelungsscheibe  177 zusammen, die mit einer bezw. mehreren  den Verriegelungsbolzen 176 entsprechenden  Bohrungen 178 versehen ist.  



  Da der Bogen 173' des Bogendreieckes  173 um die Achse der Welle 3 gekrümmt  ist, bleibt der Hebel 170 und die mit ihm  verbundene Zahnstange 167 so lange in  Ruhe, wie das entsprechende Bogenstück  173' mit den Kulissenteilen 172 im Eingriff  steht. Während dieser Zeit befindet sich das  Zahnrad 166 soweit aus der Ebene der Zahn  stange 167 verschoben (gestrichelte Stellung  nach Fig. 4), dass die Zahnstange 167 ausser  Eingriff mit dem Zahnrad 166 ist. Während  dieser Zeit befindet sich der Zapfen 176 in  einer der Bohrungen 178 der Verriegelungs  glatte 177, so dass die Achse 161 gegen Ver  drehen. gesichert ist.

   Ehe der Endpunkt x  des Kurvenstückes 173' mit dem Kulissen  teil 172 zusammentritt, wird der Hebel 115  in noch zu beschreibender Weise in Rieh-    tung des in Fig. 4 eingezeichneten Pfeils  verschwenkt und dadurch die Kartentrommel  106 mit der Kartenführung 157 in die aus  Fig. 4 ersichtliche Stellung gebracht. Gleich  zeitig wird aber auch der Lagerkörper 147  entsprechend nach rechts im Sinne der  Fig. 4 verschoben, so dass die Achse 161 in  eine solche Stellung gerät, in welcher das  Zahnrad 166 mit der Zahnstange 167 in Ein  griff und der Zapfen 176 ausser Eingriff mit  der Bohrung 178 kommt (ausgezogene Stel  lung nach Fig. 4).

   Das auf der Achse 161  sitzende Zahnrad 166 ist also nunmehr mit  der Zahnstange 167 gekuppelt, so dass beim  Verschwenken des Hebels 170 nach oben ein  Verdrehen der Achse 161 und ein entspre  chendes Verdrehen der Kartentrommel 106  um einen     Teilschritt    in Richtung der in  Fig. 4 eingezeichneten Pfeils erfolgt. Sobald  der Hebel 170 in seine obere Totpunktslage  gelangt ist, wird der Hebel 115 wieder zu  rückgeschwenkt.

   Dadurch wird die Karten  trommel 106 wieder mit der Kartenführung  157 an die Platinennadeln 200 herangeführt  (vergleiche strichpunktierte Stellung nach  Fig. 4) und gleichzeitig die Achse 161 so  aehsial verschoben, dass das Zahnrad 166  ausser Eingriff mit der Zahnstange 167 und  der Bolzen 176 in Eingriff mit der Bohrung       1.78,der        Verriegelungsscheibe    177 kommt. Da  der Hebel 170 in seiner     obern        Totpunktslage     auch während etwa 60      Zentriwinkeldrehung     der Scheibe 173 in Ruhestellung verbleibt,  hat man für die Ausführung dieser Schal  tung genügend Zeit.  



  Während des hierauf     1\lachunten.schwin-          gens    des Hebels 170 bleibt die     Zahnstange     167 ausser Eingriff mit dem Zahnrad 166,  weil .die Kartentrommel 106 immer noch in  der aus     Fig.    3 ersichtlichen Stellung ver  harrt. Erst wenn das Kurvenstück 173' wie  der mit dem untern     Kulissenführungsstück     172 zusammengetroffen ist, wird der Hebel  115 wieder in Richtung des     Fig.    3 ein  gezeichneten Pfeils     verschwenkt,    wodurch  die Kartentrommel 106 und die mit ihr ver  bundenen Teile wieder nach rechts verscho  ben werden, so dass das Zahnrad 166 wieder      in Eingriff mit der Zahnstange 167 kommt.  Das Spiel kann sich dann wiederholen.  



  Der Antrieb des Winkelhebels 115 er  folgt ebenfalls von der Koppel 9 aus. Zu die  sem Zwecke ist an der Koppelstange 9 ein  Auslader 9" vorgesehen, an dessen vorge  sehenen Zapfen 82 der Lenker 83 angreift,  der durch den Gelenkbolzen 84 mit einem  weiteren Lenker 85 verbunden ist. Der Len  ker 85 ist bei 86 schwenkbar im Gehäuse ge  lagert. An dem Gelenkzapfen 84 greift dann  weiterhin die Lenkerstange 87 an, die mit  dem an dem freien Ende des     Winkelhebels     115 durch den Zapfen 88 verbunden ist.  



  Der die     Abtastgestänge    für die     Nadel-          platinen,    die     Nadelplatinenrückführeinrich-          tung    24 und die     Jacquardkartentrommellage-          rungs-Steuermechanismus    betätigende Kop  peltrieb ist schematisch unter Fortlassung  allen nicht     interessierenden    Beiwerkes in  Fig. 7 dargestellt. Dabei ist die Exzenter  scheibe als Kurbel 8 dargestellt, die auf der  Achse 3 sitzt.

   An der Koppelstange 9, die  mit der bei 14 gelagerten Schwinge 13 bei  10 gelenkig verbunden ist, ist mittelst des  Ausladers 9" ein Drehzapfen 82 verbunden,  der während der Drehung der Kurbel 8 die  in Fig. 7 mit a bezeichnete durch strich  punktierte Linien angedeutete Kurve be  schreibt. Der Lenker 83 ist so eingerichtet,  dass, während sich der Zapfen 82 auf dem  nach dem Kreisbogen b gekrümmten Kur  venteil     bewegt,    der Gelenkzapfen 84 still  steht. Dies bedeutet, aber für das mit dem  Gelenkzapfen 84 verbundene Gestänge 87,  88, 115 einen Stillstand.  



  Der weiterhin an der Koppel 9 vor  gesehene Gelenkzapfen 15 beschreibt wäh  rend der Umdrehung der Kurbel 8 die in       Fig.    7 mit c bezeichnete Kurve. Der an dem  Gelenkzapfen 15 angreifende Lenker 16 ist  nun so eingerichtet, dass , während der Ge  lenkzapfen das nach dem     Kreisbogen    d ge  krümmte     Kurvenstück        .durchläuft,    der Ge  lenkpunkt 18 stillsteht. Dies bedeutet aber  wiederum für die mit dem Gelenkpunkt 18  verbundenen     Getriebsteile    20 bis 24 ein Still  stehen.

      An dem Gelenkpunkt 15 greift noch wei  terhin der Lenker 17 an, der so eingerichtet  ist, dass, während der Gelenkpunkt 15 das  nach dem     Kreisbogenstück    e gekrümmte  Kurvenstück     durchläuft,    der     Gelenkpuukt     27 stillsteht. Das hat aber wiederum zur  Folge, dass die mit dem Gelenkpunkt verbun  denen Getriebeteile 29, 31 während der ent  sprechenden Zeit stillstehen.  



  Mit Bezug auf den Koppelpunkt 15 ist es  interessant, dass von diesem zwei verschie  dene Bewegungen abgeleitet werden, indem  man von der durch den     Koppelpunkt    15 be  schriebenen Kurve zwei Kurventeile verwen  det, und diesen Kurventeilen     entsprechend     gelagerte Lenker anpasst.  



  Hinsichtlich des von der Koppel 42 ab  geleiteten Triebes möchte bemerkt     werden,     dass der Stein 73     schiffchenartig    ausgebildet  ist, wobei die mit y und z     bezeichneten    Kur  venteile der Kurvenführung 75 kreisbogen  förmig, und zwar mit einem Radius von der  Länge des Lenkers 76 ausgebildet sind.  Während der Stein 73 in dem mit y be  zeichneten     Kurventeil    bewegt wird, führt der  Lenker 76 lediglich eine     Schwenkbewegung     um den Drehzapfen 77 aus, so     .dass    während  der     ganzen    Zeit der Sperrzahn 69 mit dem  Stirnrad 68 im Eingriff und die Zahnstange  61 ausser Eingriff gehalten wird.

   Tritt dann  der Führungsstein 73 aus dem Bereiche des  Kurvenstückes y heraus unter Durchlaufen  des zwischen den beiden Kurventeilen y und  z liegenden     Kurvenstückes,        dann        wird    der  Lenker während der     Verschwenkung    gleich  zeitig so verschoben, dass der Zapfen 77 in  die     strichpunktierte    Lage gelangt. Dadurch  wird aber gleichzeitig auch der Hebel 78 in  die     strichpunktierte    Lage     geführt,    so dass  der Sperrzahn 69 ausser Eingriff mit dem  Stirnrad 68 gebracht wird, während die  Zahnstange 61 nach oben an das Zahnrad  herangeführt wird.

   Während der Führungs  stein 73 in dem Kurventeil z erst nach rechts  und dann wieder nach links geführt wird,  bleibt die Zahnstange 61 mit dem Stirnrad  68 im Eingriff und wird erst dann wieder  ausser Eingriff gebracht, wenn der Kurven-      stein 73 von dem Kurventeil z nach dem  Kurventeil y geht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Antriebsvorrichtung für Jacquardauto maten bei fädenverarbeitenden Maschinen, insbesondere Stickmaschinen, dadurch ge kennzeichnet, dass die Bewegungen der Zwi schenglieder von der Koppel eines Kurbel- gelenkviereckes abgeleitet werden. UNTERANSPRÜCHE : 1. Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass von ein und derselben Koppel (9) die Bewegung mehrerer Zwischenglieder (24, 31, 115) durch die Verbindung mit mehreren von der Koppel abgeleiteten Kurven (a, c) herbeigeführt wird. 2.
    Antriebsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass durch entsprechende Auswahl eines Kop- pelkurventeils und ihm angepasste Ver legung des Drehpunktes der an der Kop pel (9) angelenkten Übertragungsstan gen (16, 17, 83) ein Stillstand der Be wegungsübertragung in einem passenden Augenblick zwischen den beiden Um kehrpunkten des Schubkurbelantriebes ausgewählt wird. 3. Antriebsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppelstange in einer kurvenförmi gen Kulisse (12) geführt wird. 4.
    Antriebsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass von der Koppel (42) aus die Bewegung eines in einer Kurvennut (75) geführten Steines (73) abgeleitet wird, der unter Vermittlung eines Gestänges ein Zwi schenglied steuert. 5. Antriebsvorrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kurvenstein (73) durch einen Lenker (71) mit der Koppel (42) verbunden ist, wobei an dem Stein ein Lenker (76) angreift, der mit dem Zwischenglied (78) in Verbin dung steht. 6. Antriebsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwinge (44) des Kurbelgelenk- viereckes gleichzeitig zur direkten Steue rung der Schlepperkörper (53) verwendet wird. 7.
    Antriebsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Veränderung der Hub- und Ar beitsstellungen die an den Koppelstan gen angreifenden Gestänge (87) ver stellbar sind. B. Antriebsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kartentrommelachse gegenüber dem sie steuernden Gestänge (115) durch ein Knickgelenk verstellt werden kann, wo bei die an der Kartentrommel angreifen den Schaltmittel für die Drehschaltung der Kartentrommel mit dieser stets im Eingriff bleiben. 9. Antriebsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenglied (115) unter Vermitt lung einer Platte (149) an der Achse (106') bezw. deren Lager angreift, wobei die Lager (147) der Achse (106') als Schieber ausgebildet sind.
    10. Antriebsvorrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (149) un ter Vermittlung des Exzenters (150) oder dergleichen an der Achse (106') an greift, wodurch eine Relativverschiebung der Achse (106') gegenüber der Platte (149) möglich ist. 11. Antriebsvorrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Exzenterstellungen durch an der Platte (149) vorgesehene Stifte (155, 156) fest gelegt sind, wobei eine an der Platte (149) bei (154) befestigte Feder (153) kippspannwerkartig an dem Exzenter (150) angreift. 12.
    Antriebsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltung der Kartentrommel (106) mit- telst einer bogendreieckförmig ausgebil deten Scheibe (173) erfolgt, deren Dreh punkt mit dem Mittelpunkt eines Drei eckbogens zusammenfällt, wobei die Scheibe (173) mit einer Kulissenfüh rung (172) zusammenwirkt. 13.
    Antriebsvorrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulissenführung (173) an einem bei 171 angelenkten He bel (170) vorgesehen ist, der an einer in den Führungen (168) hin- und hergleit- bar gehaltenen Zahnstange (167) ge lenkig angreift, die mit dem Antriebs- stirnrade (166) der Kartentrommel (106) so in Verbindung gebracht werden kann, dass sich das Zahnrad (166) nur während der Bewegung der Zahnstange in der einen Richtung im Eingriff befindet. 14.
    Antriebsvorrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 12, 13, da durch gekennzeichnet, dass das Zahnrad (166) fest auf der achsial hin- und her verschiebbaren Welle (161) befestigt ist, die an einem Auslader (147), der auf den Führungsstangen (148) hin- und hergleitbar gelagerten Lager (147) dreh bar gegen achsiale Verschiebung gefan gen gehalten wird. 15. Antriebsvorrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass an der Welle (161) ein Arm (175) befestigt ist, dessen an ihm vorgesehener Arretier stift (176) in einer gewissen achsial ver schobenen Stellung der Welle (161) mit den Bohrungen (178) einer Arretierungs- scheibe (177) zusammentritt. 16.
    Antriebsvorrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass als Zwi schentrieb ein Schneckentrieb (159, 160) verwendet wird, der zwecks Vermeidung einer besonderen Sperrung selbsthem mend ausgebildet ist, wobei die Welle (161) im Bereiche der auf ihr sitzenden Antriebsschnecke (159) in einem Ring schlitz (163) gelagert ist, und ein Feder bolzen (164) daraufhinwirkt, dass die Schnecke (159) federnd in die Gänge des Schneckenrades (16,0) gepresst wird.
CH177544D 1934-05-28 1934-05-28 Antriebsvorrichtung für Jacquardautomaten. CH177544A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP3039178B1 (de) 2013-08-28 2018-08-01 Lässer AG Schiffchenstickmaschine

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