CH156458A - Verfahren zur Herstellung von plastischen Massen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von plastischen Massen.

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CH156458A
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Neuss Oskar
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Neuss Oskar
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds
    • C08G12/10Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds with acyclic compounds having the moiety X=C(—N<)2 in which X is O, S or —N
    • C08G12/12Ureas; Thioureas

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Description


  Verfahren zur     Herstelluug    von plastischen Nassen.    Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren  zur Herstellung von plastischen Nassen, die  auf Gegenstände, wie Griffe,     Spielmarken,     Messerschalen, Knöpfe und     d"-,rgleichen    ver  arbeitet werden können oder auch als Über  züge für Gegenstände, die aus anderem Ma  terial hergestellt sind; Verwendung finden  können. Und zwar handelt es sich bei dem  Verfahren gemäss vorliegender Erfindung  um die Herstellung von Kondensations  produkten aus Harnstoff oder seinen De  rivaten und Formaldehyd unter     Zugabe    von  sauren     Kondensationsmitteln.     



  Carl     Goldsehmidt    (Bei.,     Bd.    29,     1891i;     S.     2'4818)    hat bereits aus Harnstoff mit  Formaldehyd in .saurer Lösung auf kaltem  Wege     Kondensate    erhalten. Irgendeine tech  nische Bedeutung haben aber diese Konden  sationsversuche nicht erlangen können.  



  Bei Versuchen zur Erforschung der che  mischen     Konstitution    saurer Harnstoff  FormaIdehydkondensate hat     Dixon    körnige  Produkte gefunden, die aber ebenfalls keine       technische    Verwertung finden konnten.    Es ist ausserdem bekannt geworden,     mcer-          sehaumartige    oder porzellanartige Kunst  massen aus Harnstoff und Formaldehyd bei  Gegenwart von Säuren herzustellen.

   Diese       meerschaumartigen    Massen werden nach der  Kondensation erstarren gelassen oder in For  men gegossen- und bilden je nach den an  gewandten Versuchsbedingungen weisse, pul  verförmige bis kreidige oder auch     meerschaum-          artige,    keinesfalls kompakte glasartige,     bezw.     durchscheinende Massen. Die Herstellung er  folgt ausschliesslich durch Erhitzung der  Komponenten.  



  Nach .einem andern bekannten Verfahren  lässt man Harnstoff und Formaldehyd gleich  falls in der Hitze aufeinander einwirken.  worauf das entstandene glasartige Konden  sationsprodukt einer     weiteren    Behandlung  durch Druck und Wärme unterworfen wird.  



  Die vorliegende Erfindung beruht nun  auf der Erkenntnis, dass man zu durchsich  tigen, zumindest durchscheinenden kompak  ten Endprodukten, die zur Verwendung als      Kunstmassen geeignet sind, in wirtschaft  licher Weise dadurch     gelangen    kann, dass  man Harnstoff oder seine Derivate mit  Formaldehyd, letzteren etwa in einer Menge  von 65 Gewichtsprozent des     ersteren,    ohne  Wärmezufuhr kondensiert, unter Zusatz von  Säuren, so dass keinesfalls im ersten Arbeits  gang kompakte,     harte,    durchscheinende Mas  sen entstehen, sondern poröse, kreidige Mas  sen.

   Diese Massen werden nach eventueller  Trocknung     gepulvert    und durch gleichzeitige  Anwendung von     Hitze    und Druck in kom  pakte, opake oder transparente Massen um  gewandelt.  



  Das erfindungsgemäss' Verfahren unter  scheidet sich von dem oben an     dritter    Stelle       angeführten    Verfahren dadurch, dass es nicht  wie jenes die     Erzeugnug        meer.schaumartiger     Massen zum Ziele hat, .sondern kompakte,  möglichst klare, zumindest durchscheinende  Produkte, dass nicht mit Wärmezufuhr kon  densiert wird, wodurch die Verluste von       Formaldehydverdampfung    vermieden und  ferner die Kosten seiner Heisskondensation  erspart werden, und dass schliesslich das  Ansatzverhältnis gänzlich zu Gunsten des  billigen Harnstoffes und Ersparung des  teuren Formalins geändert wird.

   Von dem  oben an     letzter    .Stelle aufgeführten Ver  fahren unterscheidet sich das vorliegende  Verfahren dadurch, dass     keine.klaren,    durch  scheinenden Massen zur     Verpressung    kom  men, sondern amorphe, kreidige Produkte,  dass die     Kondensation    der Komponenten  nicht     unter    Erhitzung, sondern ohne Wärme  zufuhr erfolgt und dass das Verhältnis der  Hauptkomponenten und des Kondensations  mittels so angewendet wird, dass auf Hain  stoff bezogen nur     etwa        65%    Formaldehyd  (als 100%ig gerechnet) zur Anwendung  kommen.

      <I>Ausführungsbeispiel:</I>  1 kg Harnstoff wird in 1 Liter Wasser  gelöst Der Lösung werden 1,9 kg wässe  riger     Formaldehydlösung        (35    Gewichts-    Prozent) bei Zimmertemperatur zugegeben.  Der Lösung werden ferner 10     em'    konzen  trierte Schwefelsäure (verdünnt mit der dop  pelten Menge Wasser) unter Rühren zu  gefügt. Der Lösung können vor dem Aus  fällen Farbstoffe, Faserstoffe, Füllstoffe  oder sonstige geeignete Körper, wie Phenol,       Fliessmittel,        Weichmaehung3mittel    und der  gleichen, zugesetzt werden.

   Es erfolgt in  wenigen Sekunden die Ausfällung eines  amorphen., porösen, weissen     Kdndensations-          produktes    unter     exothermer    Reaktion. Ausser  Mineralsäuren können auch organische Säu  ren (Eisessig) verwendet werden. Das krei  dige Produkt wird gemahlen, eventuell un  ter Zugabe von Füllstoffen und warm  (etwa<B>IN')</B>     verpresst,    wobei durch die  Heisspressung hornartige, durchscheinende  Körper erzielt werden, die für Kunstgegen  stände und Gebrauchsgegenstände aller Art  Verwendung finden.  



  Also erst bei der     Verpressung        entstehen     die kompakten Massen, die auf die gewünsch  ten Produkte weiter verarbeitet werden kön  nen oder auch mit gutem Erfolge als Über  züge auf plastische     Körper        erzeugt    werden  können, um diesen ein gewünschtes Aussehen  zu erteilen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren, zur Herstellung plastischer Massen aus Kondensationsprodukten von Harnstoff oder seiner Derivate und Form aldehyd in Gegenwart von sauren Konden sationsmitteln, dadurch gekennzeichnet, dass in wässeriger Lösung Harnstoff oder eines seiner Derivate und Formaldehyd, letzterer in einer Menge von ,etwa 65 Gewichtsprozent des angewandten Harnstoffes oder- dessen Derivates, ohne Wärmezufuhr aufeinander zur Einwirkung gebracht werden und das entstandene kreidige Pulver unter Druck und Hitze zu kompakten, durchscheinenden bis glasklaren Massen verpresst wird.
CH156458D 1931-09-24 1931-09-24 Verfahren zur Herstellung von plastischen Massen. CH156458A (de)

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