CH155408A - Verfahren zum Verspinnen von Spinnmassen aus Zellulosederivaten zu feinfädiger Kunstseide nach dem Nassstreckspinnprozess. - Google Patents

Verfahren zum Verspinnen von Spinnmassen aus Zellulosederivaten zu feinfädiger Kunstseide nach dem Nassstreckspinnprozess.

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CH155408A
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Samuel Dr Wild
Hugentobler Ernst
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Samuel Dr Wild
Hugentobler Ernst
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D5/00Formation of filaments, threads, or the like
    • D01D5/12Stretch-spinning methods

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Artificial Filaments (AREA)

Description


  Verfahren zum Verspinnen von Spinnmassen aus     Zellulosederivaten        zn        feinfädiger     Kunstseide nach dem     Nassstreckspinnprozess.       Beim     sogenannten        Nassspinnen    von fein  faseriger Kunstseide mit hoher Elementar  fädchenzahl aus     Zelluloseäthern    und     Zellu-          loseestern    durch Koagulieren der Lösungen  in wässerigen Fallbädern ist es bis jetzt  schwierig gewesen, ein ununterbrochenes  Spinnen zu erzielen, das frei von Störungen  an der Düse und von Fadenbrüchen während  des Streckvorganges war.  



       LTm    diese Schwierigkeiten zu überwinden,  wird oft so vorgegangen, dass der Faden zwei  oder mehr Bäder zu durchlaufen hat, in wel  chen das Ausstrecken und das Koagulieren  getrennt vor sich geht, oder es kommt nur  ein Bad zur Verwendung, das aber Flüssig  keitsschichten von verschiedener Zusammen  setzung oder von verschiedenen spezifischen  Gewichten hat.  



  Es wurde nun gefunden, dass ein ununter  brochenes und störungsfreies Verspinnen der  Spinnmassen aus     Zellulosederivaten    zu fein-         fädiger    Kunstseide dadurch möglich ist, dass  die zu verspinnende, bis zur Siedetemperatur  des angewandten Lösungsmittels erwähnte  Spinnmasse mit dementsprechend herabge  setzter Viskosität durch eine und dieselbe       Fällbadsäule    mit in der Spinnrichtung pro  gressiv (allmählich oder stufenweise) abneh  mender Temperatur zunächst in der     wärmsten     Zone des     Fällbades    zur     gevuiinschteri    Fein  heit ausgestreckt und darauf in     nachfolgen-          den,

      progressiv (allmählich oder stufenweise)  abgekühlten Zonen des     Bades    zur Koagula  tion gebracht wird, Es können auf diese  Weise Fäden bruchfrei gesponnen werden,  welche die Naturseide an Feinheit und Stärke  übertreffen.  



  Zweckmässig wird die     Spinnlösung    un  mittelbar vor ihrem     Austritt    aus der     Diise     bis zu oder etwas über den Siedepunkt ihre  Lösungsmittels erwärmt und das     Spinnen     etwa in     senkrechtem    Laufe von unten nach  oben in einer Flüssigkeitssäule vorgenom-           men,    deren Zusammensetzung ein     Ausstrek-          ken    des Fadens erlaubt.

   Die     Vorerwärmung     der Spinnlösung hat den Zweck, ihre Vis  kosität herabzusetzen und sie in einen Zu  stand zu bringen, der die     Ausstreckung    und       nachherige        Koagulierung    erleichtert. Es ist  dabei dafür Sorge zu tragen, dass die Tem  peratur der     Spinnbadsäule    von unten nach  oben, also in der Richtung des Spinnvorgan  ges abnimmt.

   Die Temperaturunterschiede  in der     Spinnbadsäule    können zum Beispiel  dadurch erreicht werden, dass durch Wärme  ausgleich von der durch warmes Wasser oder  einer sonstigen Wärmeerzeugung auf kon  stanter Temperatur gehaltenen     Spinnlösungs-          heizvorrichtung    gleichzeitig das     Fällbad    im  Umkreis kontinuierlich erwärmt wird, wobei  die im     Spinnbadgefäss    nach oben strebende  Wärme von aussen her durch die natürliche  oder durch künstlich erzeugte kältere Tem  peratur progressiv erniedrigt wird. So kann  erreicht werden, dass z.

   B die Spinnbad  temperatur unmittelbar in der Umgebung der  Spinndüse 45' C, in der Mitte der Spinnbad  säule 35   C und am obern Ende der Flüs  sigkeitssäule 25   C beträgt. Die aus der Düse  austretende vorgewärmte Spinnlösung ge  langt also zuerst in eine warme Zone des       Fällbades,    in welcher die     Quellung    und das  Ausziehen des Fadens stattfindet, und dann  in nachfolgende     Badschichten    mit progressiv  niedriger werdender Temperatur, wo die     Koa-          gulierung    der Masse erfolgt. Beim Verlassen  des Spinnbades nimmt der Faden noch An  teile des Bades mit in die Höhe bis zur Ab  ziehstelle.

   Die sich dabei rasch auf oder  unter Raumtemperatur abkühlende     Badflüs-          sigkeit    beschleunigt das Koagulieren und  Festwerden des Fadens, bevor derselbe über  bekannte     Umleitorgane    zur     Aufwickelvor-          richtung    geht.

   Mit der progressiven Abküh  lung des     Spinnbades    wird erreicht, dass nach  der anfänglichen Ausdehnung durch die  Wärme, nach der     Aufquellung    durch das  Spinnbad und der     Ausstreckung    des Fadens  ein Zusammenziehen     bezw.        Aneinanderpres-          sen    der einzelnen     Zellulosemoleküle    in den  kälteren Zonen des Spinnbades erfolgt, was    für die Festigkeit des Fadens von Bedeu  tung ist.  



  Das Verfahren kann beispielsweise mit  der in der Zeichnung dargestellten Vorrich  tung in folgender     Weise    durchgeführt wer  den  Eine übliche vorbehandelte Lösung von  20 bis 25 Gewichtsteilen     Zelluloseacetat    und  75 bis 30 Gewichtsteilen Aceton wird mit  telst der Pumpe a durch eine vertikalstehende       Filtrierkerze    b der     Spinnlösungsheizkammer     c und von hier der Spinndüse f in berech  neter Menge zugeführt.

   Die Heizung der  Kammer     c    erfolgt durch ununterbrochen flie  ssendes, temperiertes Wasser, das bei     d'    ein  tritt, im Hohlraum e zirkuliert und bei     d\     austritt.     Hier    wird die Spinnmasse bis zur  Siedetemperatur des Lösungsmittels erwärmt.  Die erwärmte     Spinnmasse    tritt so mit ent  sprechend der Heiztemperatur herabgesetzter  Viskosität     durch    die Spinndüse f in das in  zwischen auch erwärmte     Fällbad    im Spinn  zylinder     h,    in dem die Temperatur des Fäll  bades von unten nach oben allmählich ab  nimmt.

   Das Spinngut tritt dabei zunächst  in die wärmste Zone des     Fällbades,    wo das  Ausstrecken zur gewünschten Feinheit er  folgt, und dann in die obern, allmählich  abgekühlten     Fällbadzonen,    wo die Koagula  tion stattfindet. Es wurden zum Beispiel bei  einer Abzugsgeschwindigkeit von 30 bis  40 Meter/min. Einzelfasern von .     0.6-1.0          Denier    Feinheit erreicht.

   Der     Zufluss    von  frischem, vorgewärmtem     Fällbad    in den Zy  linder<I>lt.</I> erfolgt durch den     Eintrittstutzen    g  unter der Wirkung der Pumpe     z.,    die den       Zufluss    so regelt, das immer ein bestimmtes  Mischungsverhältnis von     Fällbad    und von  aus der Spinnlösung freiwerdenden Lösungs  mittel besteht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Verspinnen von Spinn massen aus Zellulosederivaten zu feinfädiger Kunstseide nach dem Nassstreckspinnprozess, dadurch gekennzeichnet, dass die zu verspin nende, bis zur Siedetemperatur des ange- wandten Lösungsmittels erwärmte Spinn masse mit dementsprechend herabgesetzter Viskosität durch eine und dieselbe Fällbad- säule mit in der Spinnrichtung progressiv abnehmender Temperatur zunächst in der wärmsten Zone de-,
    Fällbades zur gewünsch- teil Feinheit ausgestreekt und darauf in nach folgenden, progressiv abgekühlten Zonen des Bades zur Koagulation gebracht wird.
CH155408D 1931-05-20 1931-05-20 Verfahren zum Verspinnen von Spinnmassen aus Zellulosederivaten zu feinfädiger Kunstseide nach dem Nassstreckspinnprozess. CH155408A (de)

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