CH150265A - Verfahren zum Spinnen von künstlichen Gebilden aus Cellulose. - Google Patents
Verfahren zum Spinnen von künstlichen Gebilden aus Cellulose.Info
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Description
Yerssahren zum Spinnen von künstlichen Gebilden aus Cellulose. Bei der Herstellung künstlicher Gebilde aus Zellulose, wie zum Beispiel Kunstseide, Rosshaar, Bändchen usw. durch Spinnen in Fällbädern hat zur Erzielung höherer Fe- stigkeiten der in Form gebrachten, aber noch nicht fertig koagulierten Spinnmasse in letz ter Zeit das Verfahren der Streckung beson dere Bedeutung erlangt.
Es ist bekannt, fadenförmige Gebilde aus Zellulase in der Weise zu strecken, :dass man sie über Streck organe wie zum Beispiel Rollen, Walzen, Stäbe oder Glasröhren laufen lässt, die so angeordnet sind, dass eine Spannung im Fa den erzielt wird. Wird die Beanspruchung des Fadens durch die Streckorgane zu .gross, so tritt leicht ein Reissen des Fadens oder der Einzelfäden ein, wodurch die Fäden in ihrer Qualität vermindert werden. Das Wie deranspinnen der Fäden und Einspannen in die Streckvorrichtung ist zeitraubend.
tlberraschenderwei@se hat sich gezeigt, dass die künstlichen Gebilde weit mehr .geschont werden können, wenn mindestens ein, wie oben beschriebenes, zum Strecken dienendes Organ auf erhöhte Temperatur gebracht wird. Die Temperatur; auf welche dabei geheizt wird, ist zweckmässig höher als die beim Spinnen, übliche. Nach dem Passieren des oder der geheizten Organe können die Tex tilgebilde in bekannter Weise den Sammel- organen, beispielsweise den Spulen oder Spinntöpfen, zugeleitet werden. In manchen Fällen .genügt es, wenn nur ein Teil meh rerer Streckorgane auf höhere Temperatur gebracht wird.
Es können also neben einem oder mehreren geheizten auch ungeheizte Streckorgane angewendet werden. Im Be darfsfall können aber auch alle Streckorgane geheizt werden. Das Heizen der Organe zum Strecken kann auf jede beliebige Weise ge schehen. Zweckmässig werden die Organe hohl ausgestaltet. Die Heizung kann ent weder elektrisch oder durch Gase. Dampf oder Flüssigkeit bewirkt werden.
Es ist zum Beispiel in Fällen extremer Streckung über Walzen möglich, den Faden ohne Schwierig keit über geheizte Walzen zu spinnen, wäh rend bei gleicher Versuchsanordnung und ungeheizten Walzen ein Spinnen entweder unmöglich ist oder nur unter häufigem Rei ssen des Fadens erfolgt. Geheizte Walzen können auch drehbar eingerichtet sein, und sie können je nach den Erfordernissen gleich schnell, langsamer oder .schneller als das Auf nahmeorgan laufen. Bei Verwendung dieser beweglichen geheizten Walzen erfolgt die Wärmezufuhr durch die Achse.
Ein weiterer Vorteil des Streckens durch geheizte Organe besteht darin, dass die Flüs sigkeit, mit welcher zum Beispiel der Faden benetzt ist, während des Laufens über diese Organe konzentriert und so ihre Fällwirhung gesteigert werden kann.
Zur Verminderung des Auskristallisierens von Salzen des Spinnbades auf den geheiz ten Organen können letztere in geeigneter Weise berieselt oder sonstwie mit Flüssig keiten behandelt werden. Beha.ndlungsflüs- igkeiten können beispielsweise sein, Wasser, Basen, Säuren, Salzlösungen, Spinnbäder nsw., wobei die Temperatur der Berieselungs flüssigkeit zweckmässig der .des Streckorga- nes angepasst wird.
Die Vorteile des vorliegenden Verfahren; bestehen hauptsächlich darin, das Führen der künstlichen Textilgebilde über Streckorgane zu erleichtern, die Qualität der erzeugten Produkte zu verbessern und bei den erzeug ten Fäden eine Erhöhung der Festigkeit zu erreichen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist sche matisch ein Ausführungsbeispiel einer Vor richtung zur Durchführung des Verfahrens dargestellt, bei dem nur ein Streckorgan ver wendet wird.
Fig. 1 ist eine Vorderansicht, und Fig. ? eine Seitenaneieht der Vorrich tung. Die gezeichnete Vorrichtung besitzt ai- heizbares Streckorgan für die aus der Spinn düse a, kommenden Fäden eine Walze<I>b</I> mit einem Durchmesser von etwa. 4 cm. Diese Walze ist hohl, fest gelagert und mit einem Zuleitungsrohr d. sowie einem Ableitungs rohr e versehen und wird durch Wasserdampf von annähernd<B>100'</B> erwärmt. Die frisch gefällten Fäden werden über diese Walze b gleitend dem Aufnahmeorgan c zugeführt.
Die Zahl der Fadenbrüche wird bei dieser Vorrichtung gegenüber einer gewöhnlichen Streckeng um das 3- bis 4-faclie vermindert und die Festigkeit der Fäden um 10 bis ?0% erhöht.
Die Walze b kann auch drehbar um die Zu- und Abflussleitung a.ngeo.rdnet sein und durch fliessendes Wasser von etwa & 0 bis 90 geheizt werden, wobei die Streckwalze beispielsweise eine um<B>10%</B> geringere Um fangsgeschwindigkeit hat als die Aufnahme spule. Auch eine solche Streckvorrichtung ergibt eine bessere Spinnbarkeit und eine Er höhung der Festigkeit der Gebilde.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCH: Verfahren zum Spinnen von künstlichen Gebilden aus Zellulose in Fällbädern, wobei dis in die gewünschte Form gebrachte, aber noch nicht. fertig koagulierte Spinnmasse einer Streckung unterworfen wird, indem man sie über mindestens ein Streckorgan laufen lässt, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein derartiges Streckorgan auf erhöhte Temperatur gebracht wird. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Gebilde auf dem ge heizten Streckorgan mit Flüssigkeiten behan delt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE150265X | 1928-12-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH150265A true CH150265A (de) | 1931-10-31 |
Family
ID=5673789
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH150265D CH150265A (de) | 1928-12-29 | 1929-12-23 | Verfahren zum Spinnen von künstlichen Gebilden aus Cellulose. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH150265A (de) |
-
1929
- 1929-12-23 CH CH150265D patent/CH150265A/de unknown
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