Schaltungsanordnung zur Entladung der statischen Ladung eines Telephonleiterpaares. Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Entladung der statisehen Ladung eines Telephonleiter- paares für automatische Telephonanlagen, in denen Wahlschalter über einen Steuer stromkreis durch Mittel gesteuert werden, welche ein Schrittscbaltrelais aufweisen.
Mit der Zunahme der Verwendung auto matischer Telephonanlagen hat auch die Länge der die Ämter untereinander verbin denden Kabel, über die die Wahlvorgänge gesteuert werden, zugenommen. Im Falle längerer Telephonkabel besitzen die Leiter eine beträchtliche verteilte Kapazität, so dass während der Zeit, in der der Stromkreis im Sender unterbrochen ist, eine Ladung sich ausbilden kann. Wenn der Steuerstromkreis wieder geschlossen wird, fliesst .diese Ladung sehr schnell ab, und zwar über das Steuer relais des Senders, welches dadurch aufzieht, indessen sich der Gleichstromfluss nicht rasch genug ausbilden kann, um die Erre gung des Relais aufrechtzuerhalten.
Das Steuerrelais zieht deshalb auf, fällt ab und zieht wieder auf und gibt dadurch dem Sen der den Empfang einesRückimpulses an, (was jedoch nicht der Fall sein sollte),, so da.ss ein falscher Wahlvorgang die Folge sein muss.
Erfindungsgemäss ist nun das Schritt schaltrelais in einem Stromkreis angeordnet, durch den bewirkt wird, dass es kurzge schlossen wird. wenn der Steuerstromkreis hergestellt wird, wobei der Kurzschlussstrom- kreis einen Weg für die Entladung der sta tischen Ladung liefert. Dies kann unter Verwendung eines Hilfsrelais, welches den Steuerstromkreis zum Zwecke der Durch führung der Wahlvorgänge schliesst, erfol gen.
Der Nebenschlussweg zum Steuerrelais kann über einen Ruhekontakt dieses Hilfs relais durchgeschaltet werden, während der Steuerstromkreis über einen Arbeitskontakt dieses Relais geschlossen werden kann indem ,die beiden Kontakte so eingestellt sind und eine derartige gegenseitige Beziehung auf weisen, dass der Nebenschlussweg am Ruhe kontakt genügend lange nach der Schlie ssung des Steuerstromkreises am Arbeitskon- takt geöffnet wird, um den Steuerstromkreis über den Nebenanschluss zu entladen, anstatt über das Relais.
Um die vorliegende Erfindung leichter verständlich zu machen, soll nun mit Bezu-- auf die begleitenden Zeichnungen die An wendung der Erfindung auf eine spezielle Type einer Telephonanlage beschrieben. werden. Es soll jedoch ausdrücklich erwähnt werden, dass die Erfindung nicht hierauf beschränkt ist und auch im Zusammenhang mit jeder andern Type von Telephonanlagen Verwendung finden kann.
Weiterhin sei ausdrücklich bemerkt, da.ss die Zeichnung nur solche Teile -der Anlage darstellt, dic zum Verständnis der Erfindung unumgäng lich nötig sind, während andere Teile, obwohl sie gewöhnlich benötigt werden, ausgelassen sind, weil sie für das blosse Verständnis der vorliegenden Erfindung unwesentlich sind.
Die Zeichnung zeigt links den Teil eines Anrufsucher-Distriktwählerstromkreises,über den -die Leitung eines anrufenden Teilneh mers nach dem Distriktwähler DS über Kämme 100 und 101 des Folgeschalters des Distriktwählers ausgedehnt werden kann.
Die in der Zeichnung ,gezeichneten Wähler gehören der wohlbekannten Stangentype an und benötigen deshalb nicht im einzelnen be schrieben zu werden. Über die vorerwähn ten Kämme kann ein Zwischenstromkreis, der über die Bürsten 113, 114 und 128, 129 zugänglich ist, und wovon ein freier Sen- derteil im linken untern Teil der Zeichnung dargestellt ist, an den vorerwähnten An rufsucher-Distriktwählerstromkreis ange schlossen werden.
Auf der Zeichnung rechts sind ein ankom mender Wähler IS und ein Leitungswähler FS schematisch dargestellt.
Anschliessend soll nun die Wirkweise des Stromkreises beschrieben werden.
Die Einleitung eines Anrufes durch einen Teilnehmer verursacht,die Durchschal- tun;a der rufenden Leitung nach einem freien Distriktwähler DS und den Anschluss eines freien Senders an den Distriktwähler und die Leitung in wohl bekannter Art und Weise. Der Teihielinier betätigt hier auf seine Nummerscheibe um die Speiche rung der Nummer der verlangten Leitun 7 durchzuführen. Die Amtsbezeichnung des verlangten Amtes wird umgerechnet und hierauf wird zwecks Steuerung der Distrikt.
Bürstenwahl der unter der Bezeichnun@f Grundstromkreis bekannte Steuerstromkreis zwischen dem Sender und dem Distriktwäh- ler DS hergestellt.
Gleichzeitig geht der Fol- gesehalter des Distriktwählers, welcher die Kämme 100 bis und mit 103 steuert, auf bekannte Art und Weise in die Position 3 und der die Kämme 10.1 bis und mit 106 steu ernde Sendersteuerfolgeschalter in die Posi tion 2, während der Sendefol.geschalter, wel cher die Kämme<B>107</B> bis und mit 110 steuert in Position 1 verbleibt.
Sobald der Sen@der- steuerfolgeschalter Position 2 erreicht, wird folgender Stromkreis für das Relais 111 ge schlossen: Batterie, Wicklung des Relais <B>111,</B> oberer linker Kontakt des Kammes 111, oberer rechter Kontakt des Kammes 106, Erde.
Das Relais 111 zieht auf, um den Grundstromkreis herzustellen, welche wie folgt verläuft: Batterie, linke '\Vicklun des Relais 112, unterer rechter Kontakt. dea Kammes 103, oberer linker Kontakt des Kammes 102, über den durch die Bürsten 113 und 114 dargestellten Verbindungs stromkreis, unterer Kontakt des Kammes <B>109,</B> nach einer Seite des durch das Relais 111 ;
gesteuerten Kontaktes<B>115</B> und einer Seite der Wicklung des Relais<B>116.</B> Wenn das Relais 111 arbeitet, schliesst es zuerst den Kontakt 117 und vervollständigt dabei den Grundstromkreis über die Kontakte 115 und 117, welcher Teil des Stromkreises einen Nebenschluss zur Wicklung des Relais 116 bildet, Ruhekontakt des Relais 118, oberer Kontakt des Kammes 107, Widerstand 119. Erde. Es ist ohne weiteres ersichtlich, dass unter diesen Umständen der gesamte Strom über den Kontakt 115 fliesst. Wenn das Re lais 111 vollständig aufgezogen hat, öffnet es den Kontakt 115 und der Grundstromkreis führt nun über die Wicklung des Relais 116 nach dem Kontakt 117 und von hier an wie oben beschrieben nach Erde.
Die Relais 112 und 116 ziehen im Grundstromkreis auf, wobei das Relais 112 durch einen über seinen Arbeitskontakt und den linken Kon takt des. Kammes 103 nach dem Grundstrom führenden Haltestromkreis gehalten wird. Das Relais 116 schliesst auf wohlbekannte Art und Weise einen .Stromkreis über die Zählrelais und die Register. Das Relais<B>11</B> 2 schaltet den Distriktfolgeschalter weiter und leitet die Tätigkeit des. Distriktwählers ein.
Sowie der Wähler sich aufwärts bewegt, schliesst die Kommutatorbürste 120 intermit- tierend einen Stromkreis von Erde über die leitenden Segmente des Kommutators rei- fens 12.1, oberer rechter Kontakt des Kam mes 102, unterer linker Kontakt des Kam mes 103, linker Arbeitskontakt und Wick lung des Relais 112 nach Batterie, wodurch das Relais 112 gehalten wird und das Schrittschaltrela.is 116 abfallen kann. Das Abfallen des Relais 116 bei jeder.
Schlie ssung dieses Stromkreises bewirkt in an sich bekannter Weise die Erregung eines Zählre- laispa.a.res. Wenn der Speicherung entspro chen worden ist, zieht das Relais<B>118</B> ,auf und öffnet dabei den Grundstromkreis, bringt die Relais 112 und 116 zum Abfallen und bewirkt ferner, :dass der Senderfolaa- schalter und der Folgeschalter des Distrikt- wKhlers vorrücken.
Wenn der Senderfolge- scha.lter Position 1 verlässt, fällt das Relais <B>1.11</B> ab, wobei es zuerst dein; Nebenschluss zur Wicklung des Relais 116 schliesst und das Relais vom Grundstromkreis abschaltet. Das Vorrücken des Folgeschalters hat ferner die Aberregung der Zählrelais mitsamt dem Re lais 118 zur Folge und bereitet den Strom kreis für den nächsten ZV.ahlvorgan=; vor.
Wenn der Distriktwähler-Folgeschalter um eine Position weitergeht, wird das Relais 112 neuerdings in den Grundstromkreis ein geschaltet. Ist der Senderfolaeschalter um zwei Positionen vorgerückt, so\ wird das Re lais 111 neuerdings erregt und schaltet das Relais 116 und seinen Nebenschluss wieder in -den Grundstromkreis ein und hierauf dcu Nebenschluss vom Relais ab, so. dass es ar- beiten kann.
Der intermittierende Strom kreis für die Aberregung des Schrittschalt- relais führt von der Bürste 122 über den Kommutatorstreifen 123 und den obern rechten Kontakt des Kammes 103, während der Distriktgruppenwahl. Nach der (:ir:ip- penwahl sucht der Distriktwähler eine freie abgehende Verbindungsleitung und der Fol geschalter des Distriktwählers geht nach Po sition 3, dies alles in wohlbekannter Art uiid Weise.
Der in der Zeichnung dargestellte Strom kreis enthält keinen Amtswähler, und setzt daher voraus, da.ss der Sendersteuerfolge- schalter unter der Steuerung .durch den Klas- sierungsfolgeschalter von Position 2 nach Position 7 weitergeht, worauf der Senderfol- geschalter nach Position 5 weitergeht und die abgehende Verbindungsleitung über den Grundstromkreis geprüft wird.
welch letzte rer in Position 5 über nicht dargestellte Relais führt. Ist der ankommende Gruppenwähler betriebsbereit, so bewirkt die Verbindungs- leitungsprüfung die Weiterschaltung des Senderfolgeschalters nach Position 6. Es ist ersichtlich, dass das Relais 111 in den Po sitionen 4 und 6 des Sendersteuerfolge- schalters in denen die Amtswahl erfolgt, über den untern Kontakt des Kammes 106 erregt wird.
Mit dem Sendersteuerfolgeschalter in Po sition 7 und dem Senderfolgeschalter in Po sition 6 ist das Relais 111 über den obern linken Kontakt des Kammes 106, und den obern rechten Kontakt des Kammes 110 er regt. Das Relais 124 des ankommenden Gruppenwählers ist während der Prüfung der Verbindungsleitung an den Grundstrom kreis .angeschaltet und, befindet sich deshalb schon im Stromkreis, wenn das Relais<B>1.16</B> eingeschaltet wird.
Wenn die die Ämter ver bindende Verbindungsleitung eine beträcht liche Länge besitzt und wenn in der Zeit, die zwischen der Prüfung der Verbindungs leitung und des Wahlvorganges im ersten an kommenden Wähler vergeht, der Grund stromkreis unterbrochen ist, wird eine La dung ausgebildet, die bei der nachherigen Schliessung des Grundstromkreises entladen wird und dabei das Schrittschaltrelais zum Aufziehen und Abfallen bringen kann, so dass fälschlicherweise ein Rückimpuls gespei chert wird, bevor der Gleichstrom eine ge nügende Stärke erreicht hat, um das Schritt relais erregt zu halten.
Bei der beschriebe nen Anordnung ermöglicht der #3urch das Relais 111 zum Relais 116 gelegte Neben schluss das Abfliessen solcher Ladungen, wo mit das Arbeiten des Schrittschaltrelais ver hindert wird, bis der Gleichstrom aus dem ankommenden Wähler zu seiner ErregUng genügt.
Der Grundstromkreis für die Bürsten wahl im ankommenden Wä.bler verläuft wie folgt: Batterie, Wicklung .des Relais 124, unterer linker Kontakt des Kammes 125, oberer linker Kontakt des Kammes 126, 4-Bürste des Distriktwählers, oberer rech ter und unterer innerer Kontakt des Kam mes 100. Verbindungskreisbürsten 113 und 114, oberer Kontakt des Kammes 105, Kon takt des Kammes 108, Wicklung des Relais 116, Kontakt 117, Ruhekontakt des Relais 118.
oberer Kontakt des Kammes 104, W i- derstand 127, Verbindungskreisbürsten 128 und 129, oberer linker und oberer rechter Kontakt des Kammes 101, B-Bürste des Di- striktwählers, Kontakt des Kammes 13,0, Erde. Dieser Grundstromkreis bleibt für alle nachfolgenden Wahlvorgänge, nämlich an kommende Gruppenwahl, Bürstenwahl im Leitungswähler, Wahl der Zehner- und der Einereinheiten im Leitungswähler, un verändert, da da.s Relais 124 so wohl die Wahlvorgänge im Leitungs wähler, als auch diejenigen im ankommen den Wähler steuert.
Die genannten Vor gänge erfolgen in den Positionen 8, 10, 12 und 14 des Senderfolgeschalters. .Zwischen zwei aufeinanderfolgenden Wahlvorgängen wird das Relais 111 aberregt und jedes Mal, wenn der Grundstromkreis für einen weiteren Wahlvorgang geschlossen wird, wird der Ne benschluss zum Relais 116 in den Strom kreis eingeschaltet, um jede unerwünschte Tätigkeit des Relais 11,6 auszuschliessen. Der intermittierende Stromkreis für die Bür sten- und die Grisppenwahl im ankommen den Wähler führt über den Kommutat.or- streifen dieses Wählers und die Kontakte des Kammes 125.
Nachdem die Wahlvor gänge im ankommenden Wähler stattgefun den haben, wird der Folgeschalter des an kommenden Wählers nach Position 8 weiter geschaltet, und die Tätigkeit des Leitungs- wählers bewirkt die Schliessung intermittie- render Stromkreise über die Kommutator- streifen 132 und 1.83, Kontakte des Kammes 134, B-Bürste des ankommenden Gruppen wählers, oberer rechter und unterer linker Kontakt des Kammes 135, Wicklung des Re lais 124,
wodurch jenes Relais erregt bleibt und das Schrittschaltrelais 116 zum Abfal len gebracht wird. Die Tätigkeit des an kommenden Wählers und des Leitungswäh lers sind wohlbekannt und benötigen nicht im Einzelnen beschrieben zu werden.