CH127731A - Verfahren zur Herstellung von Materialien für den Strassenbau und Strassenunterhalt. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Materialien für den Strassenbau und Strassenunterhalt.

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CH127731A
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      Verfahren    zur Herstellung von     Haterialien    für den     Strassenbau    und Strassenunterhalt.    Es ist wiederholt versucht worden, zu bi  tuminösen Materialien, die für den Strassen  hau und Strassenunterhalt angewandt werden,  Kautschuk zuzufügen, um sie auf diese Weise  für Strassenzwecke besser brauchbar zu ma  chen. Die kautschukhaltigen Strassenmittel  haben aber bis heute keine weitere Ver  breitung gefunden, weil sie verschiedene  Mängel aufweisen.  



  Der Zusatz von Kautschuk zu Teer, Pech,  Bitumen und ähnlichen Materialien bewirkt  zwar, dass bei der Herstellung der Strasse das  bituminöse Material besser und schneller ab  bindet. Dagegen hat sich gezeigt,     dass        kaut-          schukhaltige    Beläge nach einiger Zeit mürbe  und brüchig werden; sie bekommen schlechte  Stellen und Risse, so dass nur am Anfang  ein besserer Effekt konstatiert wird. Durch  Anwendung grösserer Prozentsätze von  Kautschuk im Strassenmaterial lässt sich die  ser Nachteil beseitigen; allein der hohe Prei  des Kautschuks steht dem im Wege.  



  Die vorliegende Erfindung beruht auf der  überraschenden Erkenntnis, dass man bereits  mit einer minimalen Menge von Kautschuk    als Zusatz zu bituminösen Stoffen Strassen  materialien von grösster Dauerhaftigkeit her  stellen kann, wenn man den Kautschuk zu  solchen     bituminösen    Stoffen zusetzt, die kei  nen oder zum mindesten nur einen geringen  Gehalt an freien Kohlenstoff oder anderen  festen Partikeln aufweisen.

   So kann man zum  Beispiel die Qualität der     Destillations-    und  Extraktionsprodukte der Kohlen- und Erd  ölsorten, die für die Herstellung von Strassen  verwendet werden, bereits durch Auflösen  von 0,01 bis 0,05 % Kautschuk wesentlich  verbessern und auf diese Weise widerstands  fähige Strassen herstellen, falls die gewählten  Ausgangsstoffe keine festen     Partikelchen     enthalten, durch die der günstige Einfluss des  Kautschuks herabgesetzt wird.  



  Besonders geeignet ist der Zusatz von  Kautschuk in dem Falle, wo das bituminöse  Material an und für sich nicht eine besonders  grosse Widerstandskraft besitzt, wie das zum  Beispiel beim     Braunkohlenteerpech    der Fall  ist. Auch die verschiedenen     Sorten    von  Teer und Pech, die aus der Steinkohle ge  wonnen werden, können durch einen mini-      malen Zusatz von Kautschuk wesentlich ver  stärkt werden, falls man die Gewinnung die  ser Produkte so leitet, dass die Bildung von  freiem Kohlenstoff vermieden wird.  



  Im deutschen     Patent    Nr.<B>116</B> 126 ist der  Zusatz von Kautschuk zu Asphalt vorge  schlagen. worden; wobei gleichfalls empfohlen  wird, nur eine ganz geringe Menge von  Kautschuk anzuwenden.  



  In diesem speziellen Falle werden stark  verdünnte Kautschuklösungen zum pulveri  sierten Asphalt zugegeben. Der Zweck be  steht weniger darin, ein widerstandsfähiges  Strassenmaterial zu liefern, als aus dem pul  verförmigen Asphalt eine homogene Masse  herzustellen, die sich kalt stampfen und wal  zen lässt. Beim Asphalt, der aus einem Ge  misch von Bitumen und feinen mineralischen       Partikelchen    zusammengesetzt ist, kann der  Kautschuk nicht zur günstigen Wirkung ge  langen; denn es wurde einwandfrei festge  stellt, dass die Anwesenheit einer grossen  Menge fester Teile im bituminösen Stoff die  Wirkung des Zusatzes von geringen Mengen  Kautschuk vollständig ausschaltet.  



  Die Kombination von reinen bituminösen  Stoffen mit geringeren Mengen von Kaut-         sehuk    bildet dagegen ein ausgezeichnetes  Strassenmaterial, welches sich durch seine  grosse Dauerhaftigkeit     auszeichnet,    den     -Stra-          ssenbaustoff    vor dem     schädlichen;    Einfluss der  Witterung schützt und Strassenbeläge gibt,  die sich durch nicht     schlüpfrige    Oberflächen       auszeichnen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Materia lien für den Strassenbau und Strassenunter lialt, dadurch gekennzeichnet, dass man bitu minöse Stoffe, die zum mindesten nur einen geringen Gehalt an freiem Kohlenstoff oder andern festen Materialien enthalten, vor ihrer Anwendung auf der Strasse mit einem ge ringen Zusatze von Kautschuk, höchstens we nigen Promillen, versetzt. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als bituminösen Stoff Braunkohlenteerpech verwendet.
CH127731D 1926-05-05 1927-05-04 Verfahren zur Herstellung von Materialien für den Strassenbau und Strassenunterhalt. CH127731A (de)

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