<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Das Färben, Bleichen. Waschen usw. von unversponnenen Textilfasern geschah bisher in der 'Weise, dass das Gut in ein Bad getaucht und durch Arme od. dgl. in demselben bewegt oder in einen Behälter gepresst und die Flotte hindurchgesehiekt wurde. Durch diese Behandlungsweisen wird die Stapellänge der Fasern unvorteilhaft verkleinert und es ist schwierig eine gleichartige Färbung mehrerer Eintragungen zu erreichen. Diese Verfahren sind auch für die Färbung mit Azo- oder basischen Farbstoffen ungeeignet, die eine kurze Nachbehandlung mit Flüssigkeiten oder eine Behandlung mit Gasen erfordern.
Alle diese Nachteile werden durch das Verfahren nach der Erfindung vermieden, das überdies die fortlaufende Behandlung einer beliebigen Materialmenge gestattet, die in einer einzigen Anlage die verschiedenen Behandlungsstufen mit Einwirkung von Flüssigkeiten oder Gasen in ununterbiochener Reihenfolge durchmacht.
Nach der Erfindung wird das lose Textilgut zwischen zwei durchlässige vorteilhaft gewebte oder genetzte Förderbänder gebracht, die das Gut zwischen sich mitnehmen und durch die Bäder und dicht an in denselben befindlichen Siebwänden vorbei führen. Das Behandlungsmittel wird dabei durch das Gut, die durchlässigen Förderbänder und die Sieblöeher durchgedrückt oder durchgesaugt und die Durchgangsrichtung gewechselt, um eine möglichst gleichartige Behandlung durch die ganze Material-
EMI1.2
durch Dichtungsflächen abgedeckt, um an Behandlungsmittel und Pumpenarbeit zu sparen.
Wenn der bewegliehe Materialbehälter am Ende der Einrichtung angelangt ist. ist auch die Behandlung beendet und das Textilgut wird von den sich trennenden Förderbändern freigegeben und abgeführt.
EMI1.3
EMI1.4
richtung bewegen sich die beiden Förderbänder immer parallel und mit gleicher Geschwindigkeit und
EMI1.5
und führt übereinander gelagerte Schichten des von den z. B. von der Schlagmaschine kommenden Wickeln 16 (Fig. 1a und 21) abgewickelten TExtilgutes den über die Einziehwalzen laufenden Bändern 13 zu. In der Zeichnung sind beispielsweise fünf Wickel veranschaulicht, deren Spindel
EMI1.6
bewegt, die ihrerseits mittels Kegeltrieben 19, 20 (Fig. la, Ib, 2a, 2b) von der Welle M angetrieben sind.
Vor den Kegeltrieben sind Rutschkupplungen 21 eingeschaltet, wie durch den um Zapfen 2Jb drehbaren Hebel 21a mit Gewicht. Me dargestellt ist, um Überbeanspruchungen der Förderbänder 1, 3. die gemeinsam den waudernden #Behälter 1-3" bilden. zu vermeiden. Das lose Textilgut wird an der
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
den Farbbottich A (Fig. 1a. 2a) und dicht anliegend um die siebartigen Zylindermäntel 22, an die es mittels Anpressrollen 23, 23a gedrückt wird, geführt.
Jene Teile der Siebzylinder, die nicht vom Textilgut umschlossen sind, werden durch Platten 24, 24a (Fig. 1a) dicht abgeschlossen, zwischen denen und den höchsten Rollen 25. 2. 3 der Behälter 1, : J mit seinem Inhalt an den Siebzylinder herantritt bzw. ihn verlässt. Der Innenraum des Zylinders 22 steht durch Rohr.
M (Fig. la und Sa) mit einer von der Riemenschelbe 27 getriebenen Saugpumpe 26 (Fig. 2a) in Verbindung ; die Farbflüssigkeit wird bei dieser Anordnung aus dem Bottich A durch den Behälter 7. 3 und das Textilgut,
EMI2.2
das Waschmittel aus der Kammer 33 über Rohr 37 an und drückt es über Rohr 38 und Kammer 32 wieder in den Bottich C. Dabei muss die Waschflüssigkeit das an den Siebfläehen der Kammern vorbeigeführte Textilgut erst von oben nach unten, dann von unten nach oben durchdringen. Die Pumpenordnung kann auch wie in Fig. 8 dargestellt, getroffen sein. Bei dieser wird die Waschflüssigkeit aus der
EMI2.3
ist eine Luftpumpe zu denken.
Aus dem Bottich C gelangt das Gut, von Rollen 39 geführt, zu den Walzen. 5,6 (Fig. lb), die das Wasehwa-iser ausquetschen und in den Bottich C zurnckleiten. Einzelne der Führungsrollen 39, 34 können mittels Kette 39a von der Welle der Walze 6 ihren Antrieb erhalten.
Um die Walzen J. 6 werden die beiden den Behälter bildenden Bänder 1, 3 nach veischiedenen Richtungen abgelenkt und von Führungsrollen wieder xu der Eintrittsstelle geleitet. Das Textilgut wird hinter den Walzen 5, 6 freigegeben und von den Förderbändern vorteilhaft mittels mit ledernen Abstreifen 40a besetzten Bürstenwalzen-A), aus Holz. entfernt und durch die Rinne 41 von dem Gebläse 42 (Fig. Ib und 2b) abgesaugt, das das Gut vorteilhaft weiter und zur Trockenstelle befördert.
Ist nach dem Färben eine Luftbehandlung nötig wie z. B. beim Färben mit Indigoblau. so kommt der Teil B (Fig. la, 2a) zur Verwendung. er ist dann wie der Teil C mit Kammern 32 und 33, Führungsrollen und Platten ausgesetzt, aber nicht mit Flüssigkeit, sondern mit Luft erfüllt. Eine Luftpumpe saugt und drückt die Luft durch das Gut ähnlich der Behaudlung mit Flüssigkeit im Bottich C. Je länger der Weg des Gutes in der Kammer B und an Siebfläehen vorüber ist. desto gründliche wird die Luftbehandlung. Wird die Luftpumpe nicht betätigt, so ist das Gut doch jedenfalls längere Zeit der Einwirkung der Luft im Raume B ausgesetzt. ehe es in den Waschbottich G gelangt, was für die Waschung selbst auch vorteilhaft ist.
Bei Färbung mit Azoiarbstoffen oder anderen, die eine kurze Nassbehandlung nach dem Durchgang durch den Farbbottich A verlangen, kommt auch der Teil B in Verwendung.
Der Raum 80 ist zu diesem Zwecke durch die Wand 80b unterteilt und mit Siebplatten 30a abgedeckt. an die das Gut mittels Druckrollen 31 angepresst wird. Die durch den Trieb 44 getriebene Pumpe 4. 3 steht durch die Saug- bzw. Druckleitungen 45 bzw. 46 mit den beiden Abteilungen 30 in Verbindung und saugt durch das Textilgut und die eine Abteilung bzw. drückt durch das Gut über der anderen Abteilung die Behandlungsflüssigkeit durch.
Zur Führung der den wandernden Behälter bildenden Bänder 1, 3 sind in den einzelnen Bottichen U-förmige Schienen, die die Bandränder umgreifen. vorgesehen (Fig. 6). Auch können die
EMI2.4
eingefasst und so in gespanntem Zustand erhalten und gerade geführt werden.
Die Fig. 9,10 und 11 veranschaulichen eine geänderte Ausführnngsform der Zylinder 22, 29 und ihrer Anordnung sowie der Mittel um die nicht von Textilgut bedeckten Teile der Siebflächen abzuschliessen. 22 zeigt den in einem hier als Waschbottich gedachten Teile A drehbar gelagerten Siebzylinder, der auf einem in seinem Innenraum befindlichen halbzylindrischen Träger gleitend aufliegt.
Dieser Träger besteht aus einer hohlen, unten durchbrochenen (53) Achse 47 und dem halbzylindrischen
EMI2.5
<Desc/Clms Page number 3>
zylinder ist auf den Zylinderträger mit Gleitpassung aufgeschoben und wird durch die Wand 48 und wo dies unterbrochen ist, durch seitliche Flanschteile getragen. Seine Enden liefen einseits an der festen Schulter 54 (Fig. 11) und anderseits an dem aufgeschobenen und mit Verschraubung oder ähnlich
EMI3.1
in einem Bottich B, der mittlere ist höher gelagert als die beiden seitliehen und enthält den Abdeck- schild 48 nach unten gerichtet, die untere Siebzylinderhälfte abdeckend. während die oberen Hälften der beiden seitlichen Siebzylinder durch Schilde 48 abgedeckt sind.
Der Behälter 1-3, mit dem Textilgut umschliesst dabei die seitlichen Zylinder unten und den mittleren an seiner oberen Hälfte. In Fis :. 10 sind die von der Welle 56 angetriebenen Pumpen 26, die mit Rohren 26 b an die Siebzylinder angeschlossen sind, dargestellt. Bei dieser zweiten Ausführung sind die Siebzylinder nicht angetrieben. sondern werden von den anliegenden Behältern 1-. 3 bewegt, der in diesem Falle keine besonderen Rollen zur
EMI3.2
des Paares 17 wird z. B. vom Schneekenrad angetrieben und teilt mittels des auf ihrer Welle 60 sitzenden Stirnrades 6. 3 die Bewegung dem Stirnrad zum mit der gleichen Zähnezahl auf der Welle t ;-) der oberen Walze des Paares 17 mit.
Das durch die Rutschkupplung übertragbare Moment lässt sich durch Handrad 67 einstellen. Die Naehspeisung von Farb-Waschfliissigkeit od. dgl. erfolgt entsprechend der Arbeitsgeschwindigkeit der ganzen Vorrichtung durch die in Fig. 12 dargestellte Einrichtung. An eine endlose Kette 71 gehängte Eimer 70 schöpfen aus dem mischbehälter 68 die Flüssigkeit 69 und giessen sie in den Trichter 74 aus, von wo sie durch die Leitung 7. 5 in den Behandlungsbottich A abfliesst.
EMI3.3
Antrieb erhält. So wird die Nachspeisung von Behandlungsflüssigkeit selbsttätig der Arbeitsgeschwindigkeit und damit der verarbeitenden Textilgutmenge angepasst und gleichzeitig mit der Vorrichtung abgestellt.
Die Vorrichtung nach der Erfindung ist selbstverständlich jedem besonderen Färbe- oder Bleiehverfahren anpassbar, sie kann bloss mit Siebzylindern oder bloss mit ebenen Siebplatten oder mit beliebigen Zusammenstellungen und mit beliebiger Aufeinanderfolge von Siebzylindern und Siebplatten, für Flüssigkeits-oder Luftbehandlung ausgeführt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
EMI3.4
geführt wird, durch die Behandlungsflüssigkeiten, Gase oder Luft in das dicht anliegende Textilgut eingepresst bzw. aus demselben gesaugt werden, wobei die vom Textilgut nicht bedeckten Siebteile durch feststehende, an den Siebflächen schleifende Abdeckteile (24, 48) verschlossen werden und die Durchgangsrichtung des Behandlungsmittels durch das Textilgut umgekehrt werden kann.