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Betriebsanordnung für elektrische Wellenstationen der drahtlosen Telegraphie.
Das durch die Erfindung gesteckte Ziel im Extrembetrieb lautet : Die ganze drahtlose Station mit einer Taste in Betrieb zu setzen. Wenn z. B. ein Flieger gleichzeitig das Flugzeug zu bedienen, zu photographieren, Aufklärungen zu machen und zuletzt drahtlose Nachrichten zu geben hat, so ist es klar, dass man alle Tätigkeiten, die mit dem Betriebe der drahtlosen Station verbunden sind, möglichst selbst- tätig gestalten muss, einerseits um die geistige Kraft des Fliegers möglichst wenig in Anspruch zu nehmen, anderseits um Irrtümer zu vermeiden und Zeit zu sparen. So vollkommen, wie das Ziel oben gesteckt ist, braucht es allerdings nicht erreicht zu werden. Es genügt z. B., wenn zum Ein-und Ausschalten der
Station nur ein einziger Handgriff nötig ist. Dieser eine Handgriff muss allerdings ziemlich viel Funktionen auslösen.
Es muss beim Einschalten der Station der Generator mit dem Motor gekuppelt oder die Batterie angeschaltet werden ; es müssen ferner die verschiedenen Blockierungen aufgehoben werden, der Empfänger oder Sender muss abgeschaltet werden, anderseits muss beim Ausschalten der Station der Generator stillgesetzt, eventuell bei Flugzeugen die Antenne aufgekurbelt werden, wozu bei Einrichtungen für
Heizung noch kommen kann, dass der Strom von der Heizung auf die Sendeapparatur umgeschaltet wird.
Ob man die genannten Funktionen alle oder nur zum Teil selbsttätig vornehmen will, hängt davon ab, in welchem Masse man den Flieger usw. von der Bedienung der Station entlasten will. Unter Umständen kann es geeignet sein, den Generator durchlaufen zu lassen ; in diesem Falle kann auf die selbsttätige
Kupplung und Entkupplung des Generators verzichtet werden.
Durch die Anordnung der Zeichnung soll gezeigt werden, in welcher Weise es möglich ist, die Bedienung z. B. einer Flugzeugstation aufs äusserste zu vereinfachen.
Ein Hebel 1 mit einem Handgriff gestattet durch seine blosse Bewegung das Ein-und Ausschalten der Station. Der Generator 2 wird durch Kuppeln einer Friktionsscheibe 3 mit einer auf der Welle 4 des Benzinmotors sitzenden anderen Friktionsscheibe bei Betätigung des Schalters eingerückt. In der Zeichnung ist dies durch ein Zugseil 5 zum Ausdruck gebracht. Gleichzeitig wird ein kleiner Elektromotor 6 mittels der Kontakte'1, 8 angeschlossen, welcher gegebenenfalls unter Vermittlung eines Schneckenantriebes die Antenne völlig abkurbelt und sich dann ausschaltet.
Auf der Welle des Motors sitzt zweckmässig ein Handrad 9, mithilfe dessen man die Antenne mehr oder minder aufkurbeln kann, um durch Längenänderung der Antenne diese abzustimmen. Beim Ausrücken des Hebels kurbelt der Motor mithilfe der Kontakte 10, 11 die Antenne wieder auf, während gleichzeitig der Generator wieder entkuppelt wird. Eine Anzahl weiterer Kontakte 12, 13 dient in bekannter Weise zum Anschliessen des Senders an den Generator, gegebenenfalls zur Umschaltung des Hauptstromes auf die Sendeapparatur usw.
Ferner ist in der Figur angedeutet, dass am unteren Teil des Umschalters eine Taste 14 angeordnet ist, die zur Zeiehengebung dient und beispielsweise in der Art verwendet werden kann, dass durch ihr Niederdrücken die Station eingeschaltet und die Wellen ausgesandt werden, während durch das Loslassen der Taste die Station abgeschaltet wird und die Wellen unterbrochen werden. Die Taste samt den zugehörigen Schaltverbindungen wird also in diesem Fall am Hebel j ! befestigt und mit diesem schwenkbar sein.
An Stelle dieser Anordnung kann aber der Hebel 1 fortgelassen werden und die Taste selbst Kontakte tragen, die für die wesentlichen Funktionen zugeordnet werden, beispielsweise so, dass die Taste 14 auf einem Teil ihrer Bewegung die erforderlichen elektrischen Anschaltungen besorgt, insbesondere also die Station mit der Antenne einerseits und der stets notwendigen Energiequelle anderseits verbindet,
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und in einer weiteren Stellung die eigentliche Zeichengebung bewirkt, falls Telegraphie beabsichtigt ist.
In der erwähnten ersten Stellung kann die Taste auch das Abkurbeln der Antenne bewirken, falls dies erforderlich ist.
Beispielsweise kann auch eine Taste zu diesem Zweck in der Ausschaltstellung eine horizontale Lage einnehmen, in der ersten Einschaltstellung in eine vertikale Lage verdreht und eventuell bei telegraphischer Zeichengebung eine dritte, gegen die ersten beiden Stellungen versetzte Stellung einnehmen.