AT93606B - Verfahren zur Darstellung von neuen Derivaten des Nortropinons. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von neuen Derivaten des Nortropinons.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Verfahren   zur Darstellung von neuen Derivaten des Nortropinons. 



   Durch Kondensation von Succindialdehyd, Methylamin und Salzen bzw. Estern der Aeetondicarbonsäure und nachherige Abspaltung der beiden Carboxyl-bzw. Estergruppen erhält man Tropinon (Journ. of the Chem. Soc., Bd. 111/112, 1917, S.. 762 u. H.). Kondensiert man dagegen Succindialdehyd und Methylamin mit Salzen der reinen oder rohen   Acetondicarbonsäuren   (Patente Nr. 89201 und Nr. 89202) oder mit Acetessigestern (Patent Nr. 89319), so erhält man   Tropinoncarbonsäureester.   



   Es wurde nun weiter gefunden, dass man zu Derivaten des Nortropinons der allgemeinen Formel : 
 EMI1.1 
 (A = Wasserstoff, Alkyl oder Null, R = Wasserstoff, Kohlenwasserstoffreste oder substituierte Kohlen- wasserstoffreste, X = Wasserstoff, Carboxyl, Carbäthoxyl oder Cyan) gelangen kann, wenn man   1. 4-0xoverbindungen   mit primären Aminoverbindungen und mit Derivaten des Acetons kondensiert. 



   Beispiel 1 : 13 Teile Succindialdehyd,   57 Teile Acetondicarbonsäuremonoäthylesterdikaliumsalz,   15 Teile Ammoniak   (25% ig)   und 15 Teile   Chlorammunium   werden in wässeriger Lösung gemischt. Nach 36 Stunden wird die Lösung mit Schwefelsäure angesäuert, filtriert und unter Zugabe von Amoniak mit Chloroform ausgeschüttelt. Der   Nortropinoncarbonsäureester   wird dann wieder in Schwefelsäure aufgenommen und nach Zugabe von Bicarbonat mit Chloroform   ausgeschüttelt.   Nach Abdampfen des letzteren wird der Rückstand aus heissem Alkohol umkristallisiert. Das neue Produkt schmilzt bei 134 , gibt intensive Enolreaktion mit   Eisenehlorid   und liefert ein Pikrat, welches bei   1780 schmilzt.   



   Durch Erhitzen des   Notropinoncarbonsäureäthylesters   mit überschüssigem Jodmethyl erhält man, indem zugleich Methylierung und Addition stattfindet, ein Jodmethylat vom Schmelzpunkt 187 , das identisch ist mit dem Jodmethylat des Tropinonearbonsäureäthylesters. 



   Beispiel 2 : 15 g Succindialdehyd, 28 Benzylamin und 65 g Acetondicarbonsäuremonoäthalesterdikaliumsalz werden in wässeriger Lösung gemischt. Nach 36 Stunden wird die trübe Lösung mit Schwefelsäure angesäuert, filtriert und dann mit Chloroform unter Zugabe von Bicarbonat ausgeschüttelt. Die Auszüge werden mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingedampft. Der   Rückstand   wird durch Lösen in Äther gereinigt. Die Substanz gibt beim   Schütteln   mit Eisenehloridlösung Enolreaktion, ist löslich in Säuren und in Alkalien. 



   Durch Verkochen mit verdünnter Schwefelsäure liefert das neue Produkt das   N-Benzylnortropinon,   welches mit Benzaldehyd leicht als Dibenzalverbindung nachgewiesen werden kann. Letztere schmilzt bei   183 ,   liefert mit konzentrierter Schwefelsäure Eosinfärbung, wird von wässerigem Permanganat nicht, wohl aber von Permanganat in Eisessiglösung angegriffen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Beispiel 3 : 10 Succindialdehyd, 24 g   salzsaurer   Glycinester,   25   g Kalilauge (43% ig) und 28g Acetondicarbonsäure, mit CaCO2 neutralisiert, werden in   wässeriger Lösung gemischt. Nach   36 Stunden wird die Lösung mit verdünnter   Schwefelsäure-8 Stunden   auf   500 erwärmt, dann kalt mit Ammoniak   und Chloroform ausgeschüttelt. Der Rückstand wird mit wenig Wasser verrührt und in Äther aufgenommen. Nach dem Trocknen mit Kaliumearbonat erhält man beim Eindampfen ein Öl, welches aus Alkohol in glänzenden Schuppen vom Schmelzpunkt 169  kristallisiert. 



   Das neue Produkt zeigt keine Enolreaktion, liefert mit Bezaldehyd und   HCI     (vgl. Willstätter,   Ber., 30, S. 731) eine Dibenzalverbindung, welche gegen Schwefelsäure und gegen Permanganat das kennzeichnende Verhalten der Dibenzaltropinone zeigt und nach dem Umkristallisieren aus Alkohol bei   1440 bis 1460 schmilzt.   



   Beispiel   4 : 1   Teil   Maleindialdehyddir. cetat (vgl. Wohl   und Mylo, Ber., 45, S. 370) wird mit 
 EMI2.1 
 Wasser und dann mit einer frisch hergestellten Lösung von 1 Teil acetondicarbonesteisaurem   Dikaliumsalz   in 4 Teilen Wasser bei 0  gemischt und bei Zimmertemperatur einige Stunden aufbewahrt. 



   Man säuert die Lösung mit Essigsäure an und schüttelt sie dreimal mit Chloroform aus. Das Chloroform wird mit wasserfreiem Natriumsulfat und etwas Tierkohle geschüttelt, filtriert und vorsichtig eingedampft. Der   syrupähnliche   Rückstand wird in dlei Teilen Eisessig gelöst und z. B. mittels Platinmohr und Wasserstoff hydriert. 



   Dann wird die Lösung mit Wasser verdünnt, mit   Ammoniak     neutralisielt und   mehrmals mit Chloroform ausgeschüttelt. Nach dem Trocknen und Eindampfen desselben erhält man einen öligen Rückstand, welcher beim Verreiben mit Wasser zum Hydrat des   Tropinoncarbonsäureesters   erstarrt. 



   Beispiel 5 : Zu einer Lösung von 22 Teilen Dikaliumsalz der   Acetondikarbonestersäure   in 30 Teilen Wasser, 6 Teilen Methylaminlösung   (33% ig)   und 5 Teilen salzsaurem Methylamin werden bei tiefer Temperatur 6 Teile Acetonylaceton, gelöst in 30 Teilen Wasser, hinzugefügt. Nach 2 Stunden wurde die Lösung mit Schwefelsäure   angesäuert   und durch   Ausschüttelung   mit Äther von Nebenprodukten befreit. 



  Nach Zugabe von Pottasche wurde durch Ausschüttelung mit Chloroform das Reaktionsprodukt als braune kristallinische Masse (4 Teile) gewonnen. Es kristallisierte aus Alkohol in kurzen Stäbchen, Schmelzpunkt   83 ,   und gibt mit Eisenchlorid Enolreaktion. Das Chlorid schmilzt bei 158'unter Aufschäumen. 



  Analyse : Gefunden : 1321% HCI ;   berechnet 13'23% HCl.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von neuen Derivaten des Nortropinons (ausgenommen von Tropinonmonocarbonsäureestern) der allgemeinen Formel : EMI2.2 (A == Wasserstoff, Alkyl oder Null, R = Wasserstoff, Kohlenwasserstoffreste oder substituierte Kohlen- wasserstofireste, X = Wasserstoff, Carboxyl, Carbäthoxyl oder Cyan) dadurch gekennzeichnet, dass man 1. 4-Oxoverbindungen mit primären Aminoverbindungen und mit Derivaten des Acetons kondensiert.
AT93606D 1921-04-04 1922-03-21 Verfahren zur Darstellung von neuen Derivaten des Nortropinons. AT93606B (de)

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