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Maschine zum Sortieren gelochter Karten.
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Der obere Teil der Vorschubvorrichtung enthält einen Kartenvorra. tsbehälter j, in den eine Anzahl der zu sortierenden Karten gelegt werden. Unter dem Behälter ist ein hin-und hergehender Schlitten ? angebracht. der mittels einer Lenkstange 20 und eines Hebels M (der an einer Achse 24 gelagert ist) von einem Lenker 26 aus angetrieben wird, der seinerseits mit seinem Ende 28 auf einer mit Antrieb versehenen Exzenterwelle 29 sinkt. Der Antrieb geschieht durch einen Motor 30, und es ist ersichtlich, dass, wenn der Motor sich dreht, der Schlitten 19 unter dem Behälter 18 hin-und hergeht. Der Schlitten ist mit einem Greifer 34 versehen, der jedesmal die unterste Karte erfasst und durch einen Mikrometerschlitz 35 hinzuschiebt.
Von dem Mikrometersch1itz 35 aus gelangt die Karte zwischen zwei Rollen, deren eine mit 36' bezeichnet ist und deren andere auf einer Achse 38 sitzt und mittels Kettenrad 40 und Kette 41 vom Kettenrad des Motors 30 aus angetrieben wird. Von der Welle 38 wird durch geeignete Triebräder 45, 46 und 47 die Exzenterwelle 29 angetrieben, weiter eine Vorschubrolle, die mit den Vorschubrollen 49 und 50 zusammen wirkt. Durch diese letzteren wird die Karte unter dem Auswerter weggezogen und an die weiteren Vorschubvorrichtungen abgeliefert, die später beschrieben werden.
Von der Rolle 49 und der mit ihr zusammenwirkenden Rolle aus wird die Karte zwischen gelochte Platten 51 eingeschoben, die an den Seitenplatten 11 befestigt sind. iiber diesen gelochten Platten befindet sich der Stiftkasten 52, der durch Lenker 58, deren untere Enden auf Exzentern 59 der Exzenterwelle 29 sitzen, senkrecht hin und her bewegt wird. Der Stiftkasten enthält Reihen von Stiften 65, die mit irgend einer der Lochreihen der Platten 50 in Deckung gebracht werden können, durch Mittel, die nicht den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bilden.
Die Stifte So werden in bekannter Weise federnd gegen die gelochten Karten gedrückt und treten
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treffen. Sie werden dann gegen den Stiftkasten verriegelt und drücken, wenn dieser seine Abwärtsbewegung fortsetzt, Kolben 85 herab. Diese sind in Platten 86 geführt, die quer verschiebbar zwischen den Seiten- platten 11 gelagert sind. Diejenigen Kolben 85 nun, die von den durch Kartenlocher herabgetretenen FÜhlstiften 65 niedergedrÜckt werden, übertragen diese Bewegung durch Drähte 89, die in Kabeln 90
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geführt sind, auf diejenigen Vorrichtungen, die nun die Weiterbeförderung der Karten in denjenigen Behälter bewirken, in den jede von ihnen, nach der Auswertung durch den Stiftkasten, gelangen soll.
Selbstverständlich müssen die Kolben 85 immer in derjenigen Lage verbleiben, die der Lage der Stifte entspricht. Dafür muss auch dann gesorgt werden, wenn der Stiftkasten auf die Lochreihen der Karten eingestellt wird. Dazu sind gewisse Vorrichtungen vorgesehen, die aber nicht den Gegenstand der Erfindung bilden und daher auch hier nicht weiter beschrieben sind.
Die von der Rolle 50 unter dem Stiftkasten hervorgezogenen Karten sollen, wie schon bemerkt, in die einzelnen Kartenbehälter 92 geleitet werden. Diese sind durch Scheidewände 93 gebildet, die unten auf der Grundplatte 10 befestigt und am oberen Ende mit Haltestücken 95 verbunden sind, die auf Konsolen 96 sitzen. Diese sind an den unteren Kanten der Querplatten 98 befestigt, die ihrerseits von den Seitenplatten 11 getragen werden. In diesen Konsolen 96 ist je eine Leitschienenwelle 99 gelagert, je eine für jeden Kartenbehälter. Auf diesen Wellen sind Leitschienen 100 (Fig. 2) befestigt, die aus zusammengebogenen, durch Schraube 101 an der Welle befestigten Metallstreifen bestehen.
Auf jeder Leitschienenwelle 99 ist drehbar ein Paar von Rollen 70. 8 gelagert (Fig. 2), gegen die von oben her federnd ein Paar weiterer Führungsrollen 104 drücken. Diese sitzen auf Wellen 105 (Fig. 7), die in Armen 106 gelagert sind. Diese Arme sind ihrerseits auf Drehzapfen 108 und 109 an Platten 98 gelagert.
Auf jeder der Welle 105 sitzt ein Zahnrad 112. Diese stehen in Eingriff mit Zwischenlagern 113. die lose auf den Zapfen 109 sitzen (Fig. 1, 2,6).
Die letzte der Welle 105 ist in einem Arm 114 (Fig. 6) gelagert, der an einer kurzen Tragwelle 11. : ; sitzt. Auf dieser ist ein Triebrad 116 befestigt, ferner sitzt'darauf ein Kettenrad 117, das durch eine Kette 118 (Fig. 1) von einem Kettenrad 120 angetrieben wird, das auf einer Welle 121 sitzt. Diese wird mittels eines Zwischenrades 122 (Fig. 1) von dem bereits erwähnten Triebrad 48 angetrieben. Auf der Welle 121 sowie auf einer weiteren Welle 124 sind Rollen 125 gelagert. Diese empfangen die Karten von den gelochten Platten 51 her und befördern sie weiter zu den Rollen 102 und 104, von denen aus sie, wenn die Leitschienen 100 sich in der in Fig. 2 und 7 dargestellten wagerechten Ruhelage befinden, in wagerechter Richtung weiterbefördert werden.
Wird indessen eine der Leitschienen schräg nach auswärts gestellt, so dass die aus dem Stiftkasten gelangende Platte auf ihre Unterseite auftrifft, so wird diese Karte in einem der Behälter 92 abgelenkt und gelangt auf die betreffende, darin befindliche Aufnahmeplatte 127 (Fig. 1).
Insoweit entspricht die Maschine den bekannten Ausführungsformen, wie sie sich namentlich in den Powers Maschinen finden. Die Erfindung bezieht sich, wie oben bemerkt, auf die Vorrichtungen zur Einstellung der Kartenleitschienen und diese Vorrichtungen sollen nunmehr beschrieben werden.
Auf einer der Seitenplatten 11 und einer Tragschiene 129 (Fig. 2) ist eine Winkelschiene 130 befestigt, auf der winkelförmige Lagerarme 131 angeordnet sind. Diese Arme sind auf dem einen Schenkel mit Lagern 123 für die Regelungswelle 135 und auf dem anderen Schenkel mit Lagern 134 für die Leitschienenwellen 99 versehen. Auf der Regelungswelle 135 sitzt eine Anzahl von Regelungsscheiben 136, je eine für jeden Kartenbehälter. Auf diesen Regelungsscheiben befindet sich im Kreise, um gleiche Winkel gegeneinander versetzt, eine Anzahl von Lagerzapfen 13'7, auf denen einstellbare Daumen 138 gelagert sind. Jeder von diesen hat an der inneren Kante einen Vorsprung oder eine Nase 140. Die Daumen
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hergestellt. An dem freien Ende der einstellbaren Daumen sind Drehzapfen 143 angebracht, auf denen Klinken 144 gelagert sind.
Diese sind an dem nach auswärts gerichteten Ende mit einem Auslösefinger lJ3 versehen (Fig. 3) und am einwärts gerichteten Ende mit einem Anschlagfinger 146. Ausserdem ist eine
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stift 151 aufliegt. Die Klinken werden durch eine Feder 152, die auf einem Schwanz aufruht, immer gegen diesen Anschlagstift gedrückt.
Die Drehzapfen 743 für die Klinken 144 tragen weiter noch Laufrollen 135 (Fig. 4), die, wenn die Arbeitsschulter 147 der betreffenden Klinke an dem \nschlagstift 130 anlangt, bei der Drehung der Regelungsscheibe 136 an einen Arm 156 angreifen, der auf der Leitschienenwelle 99 sitzt, und damit den Leitschienen eine Schwingung erteilen. Die Leitschienen 100 werden damit schräg gestellt und lenken die Karten in die Behälter ab.
Bewegt sich dann die Regelungsscheibe weiter, so kommt der Auslösefinger 145 der betreffenden Klinke mit einem Anschhgstift 1.'38 auf dem betreffenden Arm 136 in Berührung, dadurch wird die Arbeits8chu1ter 147 der Klinke von dem Anschlagstift 150 abgehoben und unter dem Druck der Feder 152 wird die Klinke mit der Ruheschulter 148 an den Stift 150 angelegt. In Fig. 3 ist die oberste Klinke in derjenigen Stellung gezeichnet, die sie einnimmt, bevor die Nase 11. j
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dargestellt, in die sie alsdann, bei Weiterdrehung der Rrgelungsscheibe, gebracht werden.
An den Rpgelungswellenlagern 132 sind (Fig. 5) Büchsen 160 angebracht. auf denen mittel, einer Schraube 161 einstellbar ein Arm 162 befestigt ist (vgl. auch Fig. 2), der eine Büchse 164 trägt.
Diese ist mit einer Bohrung 165 versehen, die im Grunde verengt ist und hier eine Schulter 156 bildet.
In diesen Bohrungen sind Tauchstifte 168 untergebracht, die vorn einen Kopf 169 haben und durch
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den anderen Schenkel 178 wirkt der Druckdraht 89 des oben erwähnten biegsamen Kabels 90. der von einem der Kolben 85 (die mit den Stiften des Stiftkastens zusammenwirken) beeinflusst wird.
Die Regelungswelle : J wird von einem Winkelradgetriebe 180 aus angetrieben. das durch ein Zwischenrad 181 mit dem Triebrad 47 gekuppelt ist. Die Übersetzung ist so gewählt, dass jedesmal, wenn
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liegenden Behälter ein grösserer Zeitraum erforderlich, als wenn eine Karte in einen näher liegenden Behälter gelangen soll. Nach der Erfindung ist nun die Anordnung so getroffen, dass die Leitschiene jedes Behälters in demselben Augenblick in Tätigkeit tritt, wie eine Karte daselbst anlangt, ohne dass mit der Steuerung der Leitsehiene bei den näher liegenden Behältern bis zum Ablauf desjenigen Zeitraumes gewartet würde, der für die Beförderung einer Karte in den letzten Behälter notwendig ist.
Dadurch wird im ganzen genommen eine erhebliche Vergrösserung der Arbeitsgeschwindigkeit der Sortiermaschine erreicht.
Bei der beschriebenen Vorrichtung ist es zur Erreichung dieses Zieles nur notwendig, den jedem einzelnen Behälter nebst Regelungsscheibe zugeordneten Tauchstift 168 in einem solchen Winkelabstand von dem zugehörigen, auf der betreffenden Leitschienenwelle sitzenden Stellarm 156 anzuordnen, dass der einstellbare Daumen 138, an den der vorgeschobene Tauchstift anstösst, wenn die Karte sich im Stiftkasten befindet. gerade ebensoviel Zeit hat, von dem Tauchstift bis zu dem Stellarm sich zu bewegen,
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kasten zu der betreffenden Leitschiene zu gelangen.
Demgemäss werden die Tauchstifte 168 spiralförmig um die Regelungswelle eingestellt, so dass diejenigen Tauchstifte, die den am weitesten entfernt gelegenen Kartenbehältern zugehören, den grössten Winkelabstand von dem betreffenden Leitschienenstellern
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vom Tauehstift angefangen bis zum Stellarm. In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel ist angenommen, dass, wie gewöhnlich, zwölf Kartenbehälter vorhanden sind. Es sind aber nur sechs einstellbare Daumen auf den R ? gelungsscheiben vorgesehen. Demgemäss sind die Daumen auf einer Scheibe etwas versetzt zu den Daumen auf der benachbarten Scheibe angeordnet, so dass ein Daumen auf jeder Scheibe zum Anschlag an den zugehörigen Tauchstift kommt, in demselben Augenblick, in dem die Karte abgewertet wird.
Sonst könnten verschiedene Tauehstifte in einem Augenblick in Arbeitsstellung gebracht werden.
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über befindet und dann wurde in diesem Augenblick keine Daumenverstellung stattfinden. Natürlich könnte die Anzahl der Daumen auf einer Regelungsscheibe auch grösser oder kleiner sein als sechs.
Es sollen nun die Vorrichtungen beschrieben werden, durch die die Kartenablegeplatten 7 jedesmal, wenn eine Karte in den Behälter fällt, um eine ganz kleine Strecke gesenkt werden, so dass keine Gefahr des Uberkippens einer Karte beim Hineinfallen in den Behälter entsteht.
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an der Welle befestigt ist. In dieser Ausführungsform bildet das Gewinde eine etwas nachgiebige Stütze für eine federnde Klinke 792 (Fig. 10). die bei IM a. n der Büchse 185 befestigt und um die Büchse
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Nun ist Vorsorge dafür getroffen, dass die Welle 188 jedesmal, wenn eine Karte in den betreffenden Behälter hineinfällt, um einen ganz kleinen Winkel gedreht wird. Dadurch wird die Büchse 185 und damit auch die Kartenablegeplatte 127 entsprechend gesenkt. Zu diesem Zweck sind am oberen Ende der Wellen 188 Schneckenräder 198 angebracht (Fig. 2, 8,9), die mit einer Schnecke 199 in Eingriff
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in den Behälter geleitet wird, die Schnecke 199 um einen kleinen Winkel gedreht, und diese Drehung wird auf die zugehörige Welle 188 übertragen und hat eine kleine Senkung der Kartenauflegeplatte 127 zur Folge.
Hienach arbeitet die Maschine, kurz zusammengefasst, in folgender Weise : Durch den hin-und hergehenden Schlitten 34 wird die jeweilig unterste Karte aus dem Kartenbehälter 18 der Rolle 38 zugeführt, gelangt in den Stiftkasten und wird durch das Niedergehen der Stifte ausgewertet. Je nachdem nun der eine oder der andere der Stifte durch ein Loch der Karte hindurchdlingt, wird einer oder der andere der Kolben 85 niedergedrückt und damit auch ein ganz bestimmter Tauchstift 168 in Arbeitteilung gebracht, nämlich derjenige Tauchstift, der zu dem Kartenbehälter gehört, dem die Karte gemäss der Stellung des Loches, durch das der Stift 65 hindurch getreten ist, zugeführt werden soll.
Der Tauch- ttift veranlasst nun die Einstellung des nächsten der auf der betreffenden Regelungsseheibe 136 angebrachten Daumen 140. Wennsich die Einstellung vollzogen hat, so wandert nun der eingestellte Daumen dem betreffenden Stellar 156, und die Karte, die die Einstellung des Daumens veranlasst hat, der zugehörigen Leitschiene 100 zu, und auf Grund des beschriebenen Verhältnisses zwischen der Stellung des Tauchstiftes, dem Abstand des zugehörigen Behälters vom Stiftskasten und der Geschwindigkeit der Bewegungen des Daumens und der Karte kommt der Daumen zur Anlage an den Stellhebel 156 unmittelbar bevor die Karte zur zugehörigen Leitschiene gelangt.
Geschieht das, so kommt die Leit- schiene in Arbeitsstellung und führt die unmittelbar darauf anlangende Karte in den zugehörigen Behälter.
Sobald der Daumen am Arm j ! J6 vorübergegangen ist, kann die zugehörige Leitschiene wieder herabfallen, , 0 dass die nachfolgende Karte, wenn sie für einen andern weiter abliegenden Behälter bestimmt ist, bereits über die in Schlussstellung befindliche Leitschiene hinweggeht. Ist die nachfolgende Karte für denselben Behälter bestimmt, so wird die zugehörige Leitschiene sofort von neuem in Arbeitsstellung gebracht.
Sobald der Arm 156 durch einen Daumen verstellt worden ist, stösst dessen Nase 145 gegen den Stift zum auf den Arm und hebt die Schulter 147 vom Anschlagstift jO ab, so dass der Daumen in seine Ruhelage zurückgeht. Jedesmal, wenn auf diese Weise eine Leitschiene geschwenkt wird, dreht sich dpr Kupplungsteil um ein kleines Stück und bewirkt dadurch eine geringe Senkung der Kartenaufnahmeplatte127.
Soll die Kartenablegeplatte 127 tiefer oder höher verstellt werden, entweder wenn Karten aus dem Behälter herausgenommen werden sollen, oder wenn ein neuer Stapel zu sortieren ist, so braucht
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verschieben und an der gewünschten Stelle wieder feststellen kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Maschine zum Sortieren gelochter Karten mit einem Kartenauswerter, von dem aus die Karten zu einer Mehrzahl von Leitschienen gelangen, die mit Steuervorrichtungen versehen sind, die von der jeweilig im Auswerter befindlichen Karte eingestellt werden und in Wirksamkeit gelangen, wenn die Karte die betreffende Leitschiene erreicht, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Steuerungvorriehturgen einer bestimmten Leitschiene mit Ausschluss aller übrigen zugehörig ist.