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Die Erfindung bezieht sich auf DarstellungvonreinemAl2O3undhateinVerfahren zum Gegenstände, wodurch dieses Erzeugnis auf einfache Weise ans Ton, Kaolin und ähnlichen Stoffen mittels Salpetersäure gewonnen werden kann.
In der technischen und wissenschaftlichen Literatur findet man verschiedene Mitteilungen über @ Verfahren zur Aufschliessung von Ton. Kaolin und zum Teil auch Bauxit mitteis Schwefelsäure. Salzsäuregas und Chlorgas.
Es wurde aber festgestellt, dass erheblich bessere Ergebnisse erreicht werden können, wenn
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@ Temperatur hat verwenden müssen, dass eine Zersetzung der Salpetersäure stattfindet, wodurch die Säureverluste für eine wirtschaftliche Durchführung des Verfahrens zu hoch würden. Ausserdem wird
Ton und Kaolin durch Kochen selbst mit überschüssiger Salpetersäure nur zum geringen Teil gelöst.
Nachstehend wird nun ein Verfahren beschrieben, wodurch diese Nachteile vermieden werden können.
Es hat sich nämlich gezeigt, dass die genannten Rohstoffe. Ton und Kaolin, wie auch Halloisit,
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Im Gegensatz hiezu sei erwähnt, dass die früher verwendeten Lösungsmittel wie Salzsäure. ('hloras und Schwefelsäure auch den Eisengehalt der genannten Ausgangsstoffe lösen.
Die Ursache dieses eigentümlichen Verhaltens muss darin gesucht werden, dass das in den gangsstoffen ursprünglich vorhandene Aluminiumsilikat durch Erhitzen unter Freiwerden der Tonerde zersetzt wird. Das durch die Zersetzung erhaltene freie, amorphe Al2O3 ist dann verhältnismä. ssis' leicht löslich, während die Kieselsäure und etwa vorhandenes Eisenoxyd schwer löslich sind, u. zw. werden
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und Wasser oder Wasserdampf benutzen.
Es hat sich ferner gezeigt, dass die bei dem Verfahren erreichten günstigen Ergebnisse weiter verbessert werden können, wenn man das Erhitzen der Tonerdematerialien in einer schwach reduzierenden Atmosphäre durchführt, z. B. bei Vorhandensein CO-haltiger Gase, wodurch das vorhande Eisenoxyd ganz oder teilweise in Fe übergeführt wird, welches durch verdünnte Salpetersäure ganz unangreifhar ist. Durch die nachträgliche Auslaugung werden dann noch eisenärmere Lösnngen erhalten.
Beispiel. Ein Kaolin dänischer Herkunft, welcher bei 100 getrocknet 31.81% Al2O3 und
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Es gehen in Lösung : 5-70% 0 und 0-10% Fe. Eine andere Probe desselben Kaolins wird bei 500" geröstet. Er enthält dann 42-21% A0 : und 1-30 % 0,. Durch Kochen mit 30% iger Salpetersäure
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eine Lösung, die praktisch den ganzen Tonerdegehalt des Rohmateriales enthält, aber nur eine verhältnis- mässig geringere Menge des Eisengehaltes. Ähnliche Ergebnisse werden auch bei Anwendung des an- gegebenen Verfahrens auf verschiedene Proben von englischem, böhmischem und deutschem Kaolin erreicht.
Die erhaltenen salpetersauren Laugen werden nach bekannten Verfähren zum Teil auf Aluminium- hydrat durch NH3-Fällung und zum Teil auf Aluminiumoxyd und Ammoniumnitrat verarbeitet.
Andere Laugen wurden eingedampft und die dadurch erhaltenen Nitrate wurden kalziniert, wodurch
Aluminiumoxyd gebildet wurde, während die Salpetersäure in Form von ritrosen Gasen wiedergewonnen wurde. Zu dieser Behandlung erwiesen sich die Laugen auf Grund ihres geringen Eisengehaltes besonders gut geeignet.
Es ist klar, dass die Verarbeitung der salpetersauren Lösungen auch nach anderen bekannten
Verfahren stattfinden kann, und die angegebenen Beispiele sollen nicht als eine Beschränkung des Schutz- umfanges aufgefasst werden. Für sämtliche erhaltenen Nitratlösungen gilt selbstverständlich, dass ein etwaiger Eisengehalt gewunschtenfalles nach bekannten Verfahren ausgefällt werden kann, ehe die weitere Verarbeitung der Lösungen erfolgt.
Wie aus den oben beschriebenen Beispielen der Durchführung des Verfahrens ersichtlich, sind die erreichten Ergebnisse viel günstiger als die nach bisher bekannten Verfahren erreichten, wo
Salzsäure und Schwefelsäure als Aufschliessmittel verwendet wurden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eisenarmer Tonerde aus tonerdehaltigen Ausgangsstoffen, durch
Glühen der letzteren und Behandeln mit Säure, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgangsstoff zunächst einer Erhitzung auf schwache Rotglut unterworfen und dann mit verdünnter Salpetersäure behandelt wird, wodurch die durch das Glühen verhältnismässig leicht löslich gewordene Tonerde der Hauptmenge nach in Lösung geht. während die Hauptmenge der Eisenoxyde und Kieselsäure ungelöst bleibt, worauf die tonerdehaltige Lösung von ungelösten Bestandteilen getrennt und auf bekannte Weise weiter ver- arbeitet wird.