AT90215B - Verfahren zur Herstellung eisenarmer Tonerde aus tonerdehaltigen Ausgangsstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eisenarmer Tonerde aus tonerdehaltigen Ausgangsstoffen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



    Die Erfindung bezieht sich auf DarstellungvonreinemAl2O3undhateinVerfahren zum Gegenstände, wodurch dieses Erzeugnis auf einfache Weise ans Ton, Kaolin und ähnlichen Stoffen mittels Salpetersäure gewonnen werden kann. 



  In der technischen und wissenschaftlichen Literatur findet man verschiedene Mitteilungen über @ Verfahren zur Aufschliessung von Ton. Kaolin und zum Teil auch Bauxit mitteis Schwefelsäure. Salzsäuregas und Chlorgas. 



  Es wurde aber festgestellt, dass erheblich bessere Ergebnisse erreicht werden können, wenn   
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   @ Temperatur   hat verwenden   müssen,   dass eine Zersetzung der Salpetersäure stattfindet, wodurch die   Säureverluste für eine wirtschaftliche Durchführung   des Verfahrens   zu hoch würden. Ausserdem wird  
Ton und Kaolin durch Kochen selbst mit überschüssiger Salpetersäure nur zum geringen Teil gelöst. 



   Nachstehend wird nun ein Verfahren beschrieben, wodurch diese Nachteile vermieden werden können. 



   Es hat sich nämlich gezeigt, dass die genannten Rohstoffe. Ton und Kaolin, wie auch Halloisit, 
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  Im Gegensatz hiezu sei erwähnt, dass die früher verwendeten   Lösungsmittel     wie Salzsäure. ('hloras   und   Schwefelsäure   auch den Eisengehalt   der genannten Ausgangsstoffe lösen.   



   Die Ursache dieses eigentümlichen Verhaltens muss darin gesucht werden, dass das in   den   gangsstoffen ursprünglich vorhandene Aluminiumsilikat durch Erhitzen unter Freiwerden der Tonerde zersetzt wird. Das durch die Zersetzung erhaltene freie, amorphe Al2O3 ist dann   verhältnismä. ssis' leicht     löslich,   während die Kieselsäure und etwa vorhandenes Eisenoxyd schwer löslich sind, u. zw. werden 
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 und Wasser oder Wasserdampf benutzen. 



   Es hat sich ferner gezeigt, dass die bei dem Verfahren erreichten günstigen Ergebnisse weiter verbessert werden können, wenn man das Erhitzen der Tonerdematerialien in einer schwach reduzierenden Atmosphäre durchführt, z. B. bei Vorhandensein CO-haltiger Gase, wodurch das vorhande Eisenoxyd ganz oder teilweise in Fe   übergeführt   wird, welches durch verdünnte Salpetersäure ganz   unangreifhar   ist. Durch die nachträgliche Auslaugung werden dann noch eisenärmere Lösnngen erhalten. 



   Beispiel. Ein Kaolin dänischer Herkunft, welcher bei 100  getrocknet 31.81% Al2O3 und 
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 Es gehen in Lösung :   5-70% 0 und 0-10% Fe.   Eine andere Probe desselben Kaolins wird bei   500"   geröstet. Er enthält dann   42-21% A0 : und 1-30 % 0,. Durch   Kochen mit 30% iger Salpetersäure 
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 eine Lösung, die praktisch den ganzen Tonerdegehalt des Rohmateriales enthält, aber nur eine verhältnis-   mässig   geringere Menge des Eisengehaltes. Ähnliche Ergebnisse werden auch bei Anwendung des an- gegebenen Verfahrens auf verschiedene Proben von englischem, böhmischem und deutschem Kaolin erreicht. 



   Die erhaltenen salpetersauren Laugen werden nach   bekannten Verfähren   zum Teil auf Aluminium- hydrat durch   NH3-Fällung   und zum Teil auf Aluminiumoxyd und Ammoniumnitrat verarbeitet. 



   Andere Laugen wurden eingedampft und die dadurch erhaltenen Nitrate wurden kalziniert, wodurch
Aluminiumoxyd gebildet wurde, während die Salpetersäure in Form von ritrosen Gasen wiedergewonnen wurde. Zu dieser Behandlung erwiesen sich die Laugen auf Grund ihres geringen Eisengehaltes besonders gut geeignet. 



   Es ist klar, dass die Verarbeitung der   salpetersauren Lösungen auch nach   anderen bekannten
Verfahren stattfinden kann, und die angegebenen Beispiele sollen nicht als eine Beschränkung des Schutz- umfanges   aufgefasst werden. Für   sämtliche erhaltenen Nitratlösungen gilt selbstverständlich, dass ein etwaiger Eisengehalt   gewunschtenfalles   nach bekannten Verfahren ausgefällt werden kann, ehe die weitere Verarbeitung der Lösungen erfolgt. 



   Wie aus den oben beschriebenen Beispielen der Durchführung des Verfahrens ersichtlich, sind die erreichten Ergebnisse viel günstiger als die nach bisher bekannten Verfahren erreichten, wo
Salzsäure und Schwefelsäure als   Aufschliessmittel   verwendet wurden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eisenarmer Tonerde aus tonerdehaltigen Ausgangsstoffen, durch
Glühen der letzteren und Behandeln mit Säure, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgangsstoff   zunächst   einer Erhitzung auf schwache Rotglut unterworfen und dann mit verdünnter Salpetersäure behandelt wird, wodurch die durch das Glühen verhältnismässig leicht löslich gewordene Tonerde der Hauptmenge nach in Lösung geht. während die Hauptmenge der Eisenoxyde und Kieselsäure ungelöst bleibt, worauf die tonerdehaltige Lösung von ungelösten Bestandteilen getrennt und auf bekannte Weise weiter ver- arbeitet wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die behandelten tonerdehaltigen Materialien Ton, Tonschiefer, Mergel, Kaolin, Halloisit, Bauxit oder Laterit sind.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhitzung in einer schwach reduzierenden Atmosphäre erfolgt, wodurch vorhandenes Eisenonxy ganz oder teilweise in Fe über- geführt und infolgedessen in verdünnter Salpetersäure unlöslich wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass anstatt verdünnter Salpetersäure nitrose Gase und Wasser für die Auflösung der Tonerde benutzt werden.
AT90215D 1918-01-24 1918-12-06 Verfahren zur Herstellung eisenarmer Tonerde aus tonerdehaltigen Ausgangsstoffen. AT90215B (de)

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