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Kraftpflug mit motorisch zu hebendem Pflugrahmen.
Es sind Kraftpflüge bekannt, bei denen das Heben sowohl als das Senken des Pflugrahmens durch das Getriebe erfolgt. Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, das Heben motorisch und das Senken von Hand bei ausgerücktem Motorantrieb zu bewirken. In beiden Fällen erfolgt das Senken mit einer durch das Getriebe bzw. durch die Schnelligkeit der Drehung des Handrades bedingten geringen Geschwindigkeit.
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Eigengewicht dadurch ermöglicht, dass zum Heben ein bei ausgerücktem Antriebe unter dem Rahmengewicht rücklaufendes Getriebe verwendet wird.
Besonders vorteilhaft ist dabei ein steilgängiges Schraubengetriebe, weil dessen Widerstand durch entsprechende Wahl der Steigung so bestimmt werden kann. dass es genügend Widerstand bietet, um ein zu rasches Abstürzen
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gesehen, das das hebelgetriebe in jeder Höhenlage feststellt, jedoch willkürlich gelöst werden kann. Zweckmässig wird hierfür eine Reibungsbremse verwendet, mittels deren man die Geschwindigkeit des Niedergehens regeln kann.
Mit dem Aufsetzen der Schare auf die Erde wird die selbsttätige Abwärtsbewegung unterbrochen. Fährt dann der Pflug an, so können bei der üblichen einfachen Bolzenverbindung die Schare nur so schnell auf die gewünschte Tiefe in die Erde eindringen, als es der Widerstand des Gestänges gestattet, der noch durch eine dem Bodenwiderstand entsprechende, auf die Aufhängehebel im Sinne einer Hubbewegung wirkende Kraft verstärkt wird. Um die Schare von diesen Kräften unabhängig zu machen, ist durch toten Gang im Gestänge, zweckmässig am
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in die dem gewünschten Tiefgang entsprechende Stellung zu bringen, so dass der Pflugrahmen beim Anfahren völlig frei und unbehindert weiter niedergehen kann und die Schare, die die Neigung haben, sich immer tiefer einzugraben,
dieser Neigung widerstandsfrei folgen können, bis die weitere Bewegung am Ende des toten Ganges durch Anschlag aufgehalten wird. Auf diese Weise wird erreicht, dass die Schare bei Beginn einer neuen Furche schneller als bisher in die gewünschte Tiefe dringen.
Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel. Fig. i zeigt den vorderen Teil des Pfluges in Seitenansicht ; Fig. 2 ist eine Aufsicht auf den ganzen Pflug ; Fig. und 4 zeigen das Reibungsgetriebe zum Betätigen des Pflugrahmens ; Fig. 5 eine Einzelheit der Einrückvorrichtung des Reibungsgetriebes.
Gemäss der Zeichnung ist der Pflugrahmen J durch Hebel 20 am Fahrgestell heb-und senkbar aufgehängt. In der Zeichnung sind zwei Hebel 20 angedeutet, die fest auf einer Achse 19 angeordnet sind. Zum Heben des Pflugrahmens 4 dient eine Schraubenspindel 8 in Verbindung mit einer gegen Drehung festgehaltenen Mutter 1, die durch ein Zuggestänge 3 mit einem ebenfalls auf der Achse 19 befestigten Hebel 2 verbunden ist, so dass durch Drehen der Spindel der
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aus durch ein Reibrädergetriebe. Als Antriebsrad dieses Getriebes ist das Schwungrad 11 des Motors benutzt. Mit diesem wirkt ein Reibrad 5 zusammen, dessen Achse in einem schwenkbaren Gabelhebel 9 gelagert ist. Ein mit dem Reibrad 5 auf der gleichen Achse sitzender Zahntrieb 6 greift in ein Zahnrad 7 auf der Spindel 8 ein.
Durch Schwenken des Hebels 9 kann das Reibrad in und ausser Berührung mit dem Rad 11 gebracht werden. Dies wird erreicht durch Wirkung eines mit schrägen Anlaufflächen versehenen, in einer Öffnung 9'des freien Armes des Hebels 9 geführten Schaltgliedes 10' (Fig. 5) einer Schaltstange 10, das bei einer Längs-
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der Stange 10 im Sinne des Einrückens des Reibungsgetriebes geschieht vom Führersitz aus durch einen Fusshebel 13, im Sinne des Ausrückens durch eine beim Loslassen des Fusshebels zur Wirkung kommende Gegenkraft, z. B. Feder 21, oder selbsttätig durch den Pflugrahmen 4 bei Erreichung seiner höchsten Stellung durch Auftreffen auf einen Hebel 14.
Das Senken kann in an sich bekannter Weise vom Führersitz aus mittels des vom Handrad 22 abhängigen Kettengetriebes 23, 21, 25 erfolgen oder aber unter dem Eigengewicht durch gleichfalls vom Führersitz aus mittels Hebels 26 erfolgendes Lösen einer Sperrbremse 15 mit
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auf der Spindelwelle 8 sitzender Bremsscheibe 15'. Zu diesem Zwecke muss die Schrauben- spindel 8 ein so steiles Gewinde haben, dass sie sich unter dem auf die Mutter 1 wirkenden Gewicht des Pflugrahmens trotz der im Schraubengetriebe selbst, im Zahnrädergetriebe 6,7 sowie in den Lagern zu überwindenden Reibungswiderstände dreht, sobald sie von der Sperrbremse 15 freigegeben wird.
Die Hebel 20 greifen am Pflugrahmen 4 mit totem Gang an, indem in einen an ihrem
Ende vergesehenen Schlitz 16 ein Zapfen 17 am Pflugrahmen greift. Nachdem zunächst nach
Lösen der Sperrbremse 15 der Rahmen sich selbsttätig bis zum Aufsetzen der Schare auf den
Boden gesenkt hat, wird durch Weiterdrehen der Schraubenspindel mittels des Handrades 22 der Hebel 2 noch weiter. im Sinne des Uhrzeigers gedreht, bis eine beim Führersitz angeordnete
Skala die gewünschte Furchentiefe anzeigt. Fährt man dann an, so dringen die Schare durch
Wirkung der Schwerkraft, der sie vermöge des toten Ganges im Schlitz 16 frei folgen können, rasch in die Erde ein. Dieses Eindringen wird durch Auftreffen des Zapfens 17 auf das untere
Ende des Schlitzes 16 in der gewünschten Tiefe aufgehalten.
Beim Heben des Pflugrahmens kommt demgemäss der tote Gang im Schlitz 16 nicht zur Geltung.
Das Reibungsgetriebe kann natürlich beliebig ausgeführt und angeordnet sein und braucht nicht durch das Schwungrad des Motors angetrieben zu werden. Ebenso kann auch die Vorrichtung zum Ein-und Ausschalten des Reibungsgetriebes beliebig gestaltet sein ; insbesondere kann man die Vorrichtung zum selbsttätigen Ausrücken bei Erreichung der Grenzstellung von irgendeinem Teil des Hebegetriebes, statt vom Pflugrahmen, abhängig machen. Schliesslich kann man auch den toten Gang, statt an den Angriffspunkt des Hebels 20 am Pflugrahmen, an irgendeine andere Stelle des Hebe-und Senkgestänges legen, z. B. an den Angriffspunkt der Stangen 3 an der Mutter 1 oder am Hebel 2 oder in das Gestänge 3 selbst, das zu diesem Zwecke aus zwei gegeneinander verschiebbaren Teilen bestehen müsste.
Natürlich kann man die dargestellte Anordnung auch einfach umkehren, indem man den Zapfen 17 am Hebel 2 und den Schlitz 16 am Rahmen anbringt.
Wie bei bekannten Kraftpflügen mit heb-und senkbarem Pflugrahmen kann man das Gewicht des Pflugrahmens auch hier zum Teil durch eine Feder oder eine andere spannungsfähige Gegenkraft auswuchten, um das Getriebe zu entlasten. Dabei darf man allerdings, wenn der Rahmen sich durch Wirkung der Schwerkraft senken soll, nicht zu weit gehen, denn hierfür muss das nötige Übergewicht vorhanden sein.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Kraftpflug mit motorisch zu hebendem Pflugrahmen, dadurch gekennzeichnet, dass zum Heben des Pflugrahmens (4) ein bei ausgerücktem Antriebe unter dem Rahmengewicht rücklaufendes Getriebe, z. B. ein steilgängiges Schraubengetriebe (1, 8) verwendet, aber der Pflugrahmen in der gehobenen Stellung durch ein Gesperre, zweckmässig eine auf die Spindel (8) des Schraubengetriebes (1, 8) wirkende Bremse (15), bis zum Auslösen dieses Gesperres festgehalten wird.