AT85893B - Schaltungsanordnung zur Anzeige und Unschädlichmachung von durch Nebenschlüsse verursachten Störungen in den Außenleitungen von Fernsprechanlagen. - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Anzeige und Unschädlichmachung von durch Nebenschlüsse verursachten Störungen in den Außenleitungen von Fernsprechanlagen.

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AT85893B
AT85893B AT85893DA AT85893B AT 85893 B AT85893 B AT 85893B AT 85893D A AT85893D A AT 85893DA AT 85893 B AT85893 B AT 85893B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Schaltungsanordnung zur Anzeige und   Unschädlichmachung   von durch Nebenschlüsse verursachten   Störungen   in den Aussenleitungen von   Fernsprechanlagen.   



   Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Anzeige und   Unschädlichmachung   von störenden Nebenschlüssen in den Aussenleitungen von Fernsprechanlagen oder Signalanlagen mittels Relais, die beim Anwachsen des Stromes über eine gegebene Grenze hinaus nur dann zur Wirkung kommen, wenn diese Stromveränderung durch Widerstandsverminderung im äusseren Stromkreis des Relais verursacht wird. Die Relais kommen aber nicht zur Wirkung, falls eine ähnliche Stromveränderung durch Erhöhung der Betriebsspannung erfolgt. 



   Dies wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass jeder zu überwachenden Leitung ein mit zwei einander entgegenwirkenden Wicklungen versehenes Relais zugeordnet ist, dessen eine Wicklung in Reihe und dessen andere Wicklung in Brücke zur Aussenleitung liegt. 



  Das gegen Änderungen der Betriebsspannung der Batterie unempfindliche Relais kommt beim Auftreten einer Störung in der Aussenleitung zur Wirkung, schaltet dabei ein Störungszeichen ein und verhindert gegebenenfalls ausserdem auch noch das Übertreten von Sprechströmen in die gestörte Leitung. 



   In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht. 



   Fig. i zeigt eine Anordnung, bei der ein häufigen Störungen ausgesetzte Apparat, z. B. ein im Freien angeordneter Signalapparat, durch ein Relais so überwacht wird, dass ein Schauzeichen beim Auftreten einer Störung ein Signal sichtbar macht, dieses aber wieder verschwinden   lässt,   sobald die Störung aufgehoben ist. 



     A   ist der Signalapparat, z. B. ein Fernsprechapparat, der von einer Stromquelle B über die Anschlussleitungen a und b gespeist wird. R ist das Relais gemäss der Erfindung 
 EMI1.1 
 kreis a, b derart verbunden, dass die Wicklung p mit dem Signalapparat A in Reihe und die Wicklung s diesem parallel liegt. Mit ri und   Y2   sind Kontakte des Relais R bezeichnet, während c einen Kondensator und   S ein Schauzeichen   darstellt. 



   Das Relais   ist so,, ausgebildet,   dass es bei 40 Amperewindungen die Kontakte sicher schliesst und nach einer Erregung beim Herabgehen auf 30 Amperewindungen die Kontakte sicher wieder öffnet. 



   Die nachfolgende Rechnung zeigt, dass schon das Parallelschalten eines zweiten Fernsprechapparates mit 30 Ohm Widerstand zum Signalapparat A das Relais zum Ansprechen bringt. Hiebei ist zu berücksichtigen, dass gemäss der Erfahrung durch das Anschalten eines zweiten Apparates an eine Leitung in solchen Anlagen die Sprachgüte kaum merkbar leidet. 



  Das heisst mit anderen Worten, das Relais ist so empfindlich, dass es schon bei einem die 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 
 EMI1.5 
 
 EMI1.6 
 



   Störende Nebenschlüsse, die die Sprachgüte bereits empfindlich beeinflussen, sind stets von kleinerem Widerstand als der Widerstand der Station selbst. Solche Nebenschlüsse von z.   B. 5 Ohm   Widerstand werden also das Relais mit Sicherheit zum Ansprechen bringen, 

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 EMI2.1 
 stand von 35 auf 20 Ohm, also um   15   Ohm oder rund   4ob/ ;,.   Die nachstehende Tabelle I zeigt nun, dass eine gleich grosse Änderung der Spannung der Stromquelle das Relais mit Sicherheit nicht ansprechen lässt. 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 



  Widerstand <SEP> des <SEP> Apparates <SEP> A <SEP> Spannung <SEP> der <SEP> Batterie <SEP> Amperewindungen <SEP> p <SEP> minus <SEP> s
<tb> 30 <SEP> Ohm <SEP> 10 <SEP> Volt <SEP> rund <SEP> 15
<tb> 30 <SEP> ,, <SEP> I2,, <SEP> ,, <SEP> 18
<tb> 30 <SEP> ,, <SEP> I4 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> 2I
<tb> 5 <SEP> ,, <SEP> I0 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> 66
<tb> 5 <SEP> ,, <SEP> I2 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> 79
<tb> 5 <SEP> ,, <SEP> I4 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> 92
<tb> 
 
Da nun das Relais R mit 50 Amperewindungen anspricht, sind im ungünstigsten Falle, nämlich bei einer Batteriespannung von 10 Volt, 66 Amperewindungen wirksam, also ein Überschuss von   320/0   vorhanden und wenn nach Wiederaufheben der Störung das Relais seinen Anker wieder abfallen lassen soll, so sind im ungünstigsten Falle, nämlich bei einer Batteriespannung von 14 Volt, nur 21 Amperewindungen wirksam, d. h.

   nur 70% der zum 
 EMI2.3 
 unter der Stromstärke liegt, bei der das Relais nach seinem Arbeitsgang seinen Anker noch halten könnte. 



   Nimmt man nun z. B. an, dass der Apparat   A   ein Fernsprechapparat ist, der über die Leitungen a', b'mit anderen Fernsprechapparaten verbunden werden kann, so muss die Selbstinduktion der Wicklung p des Relais   R'während   des Gespräches ausgeschaltet werden. was durch die Überbrückung der Wicklung p durch einen Kondensator c bewirkt wird, Wenn hiebei die die Sprechgüte unzulässig vermindernde Störung (z. B. 5 Ohm) eintritt, so wirkt diese Störung auch auf die z. B. über a', b'angeschalteten Fernsprechapparate. 



   Um dieses zu verhindern, wird durch das Relais R bei seinem Arbeitsgang der punktiert gezeichnete Kondensatorstromkreis bei r2 geöffnet. Über Kontakt rl erfolgt beim Ansprechen des Relais R die Einschaltung des Schauzeichens S. 



   In Fig. 2 ist eine Anordnung dargestellt, bei der das Relais der Erfindung bei seinem Arbeitsgang (Aberregung) die gestörte Leitung abschaltet. Mit   A   ist eine Teilnehmerstation, mit a, b die Teilnehmerleitung, mit R das Relais nach der Erfindung mit seinen beiden Wicklungen p und s und mit B eine Amtsbatterie bezeichnet.   Zl'Z2   stellen zwei als Sammelschienen ausgebildete gemeinsame Leitungen dar, an die noch weitere Stromkreise, z. B. für die Stationen   Al'A2   usw. angeschlossen sind. 



   Nimmt man nun an, dass der Widerstand der dargestellten Station   A   und des Stromkreises a, b z. B. durch einen Nebenschluss 0 unter einen zulässigen Betrag vermindert wird, so könnte durch diese Störung auch der Verkehr der nicht gestörten Stromkreise der 
 EMI2.4 
 
 EMI2.5 
 
 EMI2.6 
 
 EMI2.7 
 
 EMI2.8 
 

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 werden soll, wird der Schalter   K K Mg   vorübergehend in die Stellung 4 gebracht, an die Wechselstrom angeschlossen ist. Soll nach Behebung einer Störung das Relais R wieder erregt werden, so wird der Schalter   Mj,   u2 vorübergehend in die Stellung 2 gebracht, so 
 EMI3.1 
 
 EMI3.2 
 sicher ansprechen lassen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
I. Schaltungsanordnung zur Anzeige und Unschädlichmachung von durch Nebenschlüsse verursachten Störungen in den Aussenleitungen von Fernsprechanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass jeder zu überwachenden Leitung (a, b) ein mit zwei einander entgegenwirkenden Wicklungen (s, p) versehenes Relais (R) zugeordnet ist, dessen eine Wicklung (p) in Reihe und dessen andere Wicklung (s) in Brücke zur Aussenleitung liegt, wobei das gegen Änderungen der Betriebsspannung der Batterie unempfindliche Relais beim Auftreten einer Störung in der Aussenleitung anspricht und dabei ein Störungszeichen (S) einschaltet, sowie gegebenenfalls ausserdem auch noch das Übertreten von Sprechströmen in die gestörte Leitung verhindern kann.

Claims (1)

  1. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass zum Relais (R) ein für Sprechströme gut durchlässiges Element (Kondensator c, Fig. I) in Nebenschluss gelegt ist und diese Brücke vom Relais beim Ansprechen ausgeschaltet wird (Kontakt'2)' 3. Schaltungsanordnung nech Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Relais beim Ansprechen gleichzeitig mit der gestörten Leitung auch seinen eigenen Erregungsstromkreis unterbricht (Kontakte rl'r2, Fig. 2) i
AT85893D 1916-03-27 1917-03-21 Schaltungsanordnung zur Anzeige und Unschädlichmachung von durch Nebenschlüsse verursachten Störungen in den Außenleitungen von Fernsprechanlagen. AT85893B (de)

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AT85893D AT85893B (de) 1916-03-27 1917-03-21 Schaltungsanordnung zur Anzeige und Unschädlichmachung von durch Nebenschlüsse verursachten Störungen in den Außenleitungen von Fernsprechanlagen.

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