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Schaltungsanordnung zur Anzeige und Unschädlichmachung von durch Nebenschlüsse verursachten Störungen in den Aussenleitungen von Fernsprechanlagen.
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Anzeige und Unschädlichmachung von störenden Nebenschlüssen in den Aussenleitungen von Fernsprechanlagen oder Signalanlagen mittels Relais, die beim Anwachsen des Stromes über eine gegebene Grenze hinaus nur dann zur Wirkung kommen, wenn diese Stromveränderung durch Widerstandsverminderung im äusseren Stromkreis des Relais verursacht wird. Die Relais kommen aber nicht zur Wirkung, falls eine ähnliche Stromveränderung durch Erhöhung der Betriebsspannung erfolgt.
Dies wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass jeder zu überwachenden Leitung ein mit zwei einander entgegenwirkenden Wicklungen versehenes Relais zugeordnet ist, dessen eine Wicklung in Reihe und dessen andere Wicklung in Brücke zur Aussenleitung liegt.
Das gegen Änderungen der Betriebsspannung der Batterie unempfindliche Relais kommt beim Auftreten einer Störung in der Aussenleitung zur Wirkung, schaltet dabei ein Störungszeichen ein und verhindert gegebenenfalls ausserdem auch noch das Übertreten von Sprechströmen in die gestörte Leitung.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht.
Fig. i zeigt eine Anordnung, bei der ein häufigen Störungen ausgesetzte Apparat, z. B. ein im Freien angeordneter Signalapparat, durch ein Relais so überwacht wird, dass ein Schauzeichen beim Auftreten einer Störung ein Signal sichtbar macht, dieses aber wieder verschwinden lässt, sobald die Störung aufgehoben ist.
A ist der Signalapparat, z. B. ein Fernsprechapparat, der von einer Stromquelle B über die Anschlussleitungen a und b gespeist wird. R ist das Relais gemäss der Erfindung
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kreis a, b derart verbunden, dass die Wicklung p mit dem Signalapparat A in Reihe und die Wicklung s diesem parallel liegt. Mit ri und Y2 sind Kontakte des Relais R bezeichnet, während c einen Kondensator und S ein Schauzeichen darstellt.
Das Relais ist so,, ausgebildet, dass es bei 40 Amperewindungen die Kontakte sicher schliesst und nach einer Erregung beim Herabgehen auf 30 Amperewindungen die Kontakte sicher wieder öffnet.
Die nachfolgende Rechnung zeigt, dass schon das Parallelschalten eines zweiten Fernsprechapparates mit 30 Ohm Widerstand zum Signalapparat A das Relais zum Ansprechen bringt. Hiebei ist zu berücksichtigen, dass gemäss der Erfahrung durch das Anschalten eines zweiten Apparates an eine Leitung in solchen Anlagen die Sprachgüte kaum merkbar leidet.
Das heisst mit anderen Worten, das Relais ist so empfindlich, dass es schon bei einem die
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Störende Nebenschlüsse, die die Sprachgüte bereits empfindlich beeinflussen, sind stets von kleinerem Widerstand als der Widerstand der Station selbst. Solche Nebenschlüsse von z. B. 5 Ohm Widerstand werden also das Relais mit Sicherheit zum Ansprechen bringen,
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stand von 35 auf 20 Ohm, also um 15 Ohm oder rund 4ob/ ;,. Die nachstehende Tabelle I zeigt nun, dass eine gleich grosse Änderung der Spannung der Stromquelle das Relais mit Sicherheit nicht ansprechen lässt.
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Widerstand <SEP> des <SEP> Apparates <SEP> A <SEP> Spannung <SEP> der <SEP> Batterie <SEP> Amperewindungen <SEP> p <SEP> minus <SEP> s
<tb> 30 <SEP> Ohm <SEP> 10 <SEP> Volt <SEP> rund <SEP> 15
<tb> 30 <SEP> ,, <SEP> I2,, <SEP> ,, <SEP> 18
<tb> 30 <SEP> ,, <SEP> I4 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> 2I
<tb> 5 <SEP> ,, <SEP> I0 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> 66
<tb> 5 <SEP> ,, <SEP> I2 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> 79
<tb> 5 <SEP> ,, <SEP> I4 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> 92
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Da nun das Relais R mit 50 Amperewindungen anspricht, sind im ungünstigsten Falle, nämlich bei einer Batteriespannung von 10 Volt, 66 Amperewindungen wirksam, also ein Überschuss von 320/0 vorhanden und wenn nach Wiederaufheben der Störung das Relais seinen Anker wieder abfallen lassen soll, so sind im ungünstigsten Falle, nämlich bei einer Batteriespannung von 14 Volt, nur 21 Amperewindungen wirksam, d. h.
nur 70% der zum
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unter der Stromstärke liegt, bei der das Relais nach seinem Arbeitsgang seinen Anker noch halten könnte.
Nimmt man nun z. B. an, dass der Apparat A ein Fernsprechapparat ist, der über die Leitungen a', b'mit anderen Fernsprechapparaten verbunden werden kann, so muss die Selbstinduktion der Wicklung p des Relais R'während des Gespräches ausgeschaltet werden. was durch die Überbrückung der Wicklung p durch einen Kondensator c bewirkt wird, Wenn hiebei die die Sprechgüte unzulässig vermindernde Störung (z. B. 5 Ohm) eintritt, so wirkt diese Störung auch auf die z. B. über a', b'angeschalteten Fernsprechapparate.
Um dieses zu verhindern, wird durch das Relais R bei seinem Arbeitsgang der punktiert gezeichnete Kondensatorstromkreis bei r2 geöffnet. Über Kontakt rl erfolgt beim Ansprechen des Relais R die Einschaltung des Schauzeichens S.
In Fig. 2 ist eine Anordnung dargestellt, bei der das Relais der Erfindung bei seinem Arbeitsgang (Aberregung) die gestörte Leitung abschaltet. Mit A ist eine Teilnehmerstation, mit a, b die Teilnehmerleitung, mit R das Relais nach der Erfindung mit seinen beiden Wicklungen p und s und mit B eine Amtsbatterie bezeichnet. Zl'Z2 stellen zwei als Sammelschienen ausgebildete gemeinsame Leitungen dar, an die noch weitere Stromkreise, z. B. für die Stationen Al'A2 usw. angeschlossen sind.
Nimmt man nun an, dass der Widerstand der dargestellten Station A und des Stromkreises a, b z. B. durch einen Nebenschluss 0 unter einen zulässigen Betrag vermindert wird, so könnte durch diese Störung auch der Verkehr der nicht gestörten Stromkreise der
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werden soll, wird der Schalter K K Mg vorübergehend in die Stellung 4 gebracht, an die Wechselstrom angeschlossen ist. Soll nach Behebung einer Störung das Relais R wieder erregt werden, so wird der Schalter Mj, u2 vorübergehend in die Stellung 2 gebracht, so
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sicher ansprechen lassen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
I. Schaltungsanordnung zur Anzeige und Unschädlichmachung von durch Nebenschlüsse verursachten Störungen in den Aussenleitungen von Fernsprechanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass jeder zu überwachenden Leitung (a, b) ein mit zwei einander entgegenwirkenden Wicklungen (s, p) versehenes Relais (R) zugeordnet ist, dessen eine Wicklung (p) in Reihe und dessen andere Wicklung (s) in Brücke zur Aussenleitung liegt, wobei das gegen Änderungen der Betriebsspannung der Batterie unempfindliche Relais beim Auftreten einer Störung in der Aussenleitung anspricht und dabei ein Störungszeichen (S) einschaltet, sowie gegebenenfalls ausserdem auch noch das Übertreten von Sprechströmen in die gestörte Leitung verhindern kann.