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SIEMENS & HALSKE, AKTIEN-GESELLSCHAFT IN WIEN.
Schaltungsanordnung zur Verbindung von Fernsprechvermittlungsämtern.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine neue Schaltungsanordnung von Amtsverbindungs leitungen mit parallel abgozweigten Klinken, welche bezweckt, die Verbindungsleitung so lange besetzt erscheinen zu lassen, als sie noch einen Stöpsel auf einem der verbundenenÄmterenthält.
Dies ist gemäss vorliegender Erfindung dadurch erreicht, dans auf beiden intern mit dem Einführen der Verbindungsstöpsel je eine Batterie an die Amtsyerbindungsleitung gelegt wird, wobei die Batterien in gleichem Sinne auf das in der Amtsvcrbindungsleitung enthaltene Relais zum Besetztmachen der Leitung einwirken, so dass also das Relais unter der Wirkung der Amtsbatterien die Leitung so lange als besetzt anzeigt, als noch einer der beiden Vorbindungsstöpsel steckt.
Fni hiebei gleichzeitig eine von dem Zustand des anrufenden. \mte"a hängige,
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Stärke derart bemessen und derart in die Stöpselleitung eingeschaltet. dass sie bei ihrem Anschalten an die Verbindungsleitung sich entgegenarbeiten und in ihren Wirkungen auf das in den Stromkreis des gerufenen Amtes eingeschaltete Schlusszeichen aufheben, so dass letzteres erst abgegeben wird, nachdem durch Ziehen des Stöpsels auf dem anrufenden Amt die Batterie desselben von der Verbindungsleitung abgeschaltet wurde.
Auf der anliegenden Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung eine Amtsverbindungsleitung dargestellt, welche die Linienleitungen A und B zweier Theilnehmer über die beiden Ämter I und II miteinander verbindet.
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führt den Abfragestöpsel b eines Stöpselpaares in die Abfrageklinke der Linienleitung ein und fragt dann über seinen in der Zeichnung fortgelassenen Sprechapparat ab. Wünscht
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dargestellten Sprochunischalters ist eino Batterie g zwischen zwei Drosselspulen h, h1 in Hintereinanderschaltung mit dem Schlusszeichen-Galvanoscop i und dem zu diesem parallel geschalteten Widerstande k in Brücke zu den Stöpselleitungen d, dl gelegt.
Eine zwischen
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und die in dieselbe über die Abfrageklin1çe q auf Amt II eingeschalteten Windungen des Rufzeichens r. Das Rufzeichen t'kann entweder durch diesen Strom der Batterie g, oder durch einen vom Amt I oder vom rufenden Theilnehmer mittelst eines Anrufinductors ausgesandten Wechselstrom zur Auslösung gebracht werden. Um hiebei diesen Anrufstrom
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dem sind Polarisationszellen s der Windung dieses Relais parallel geschaltet. Der die Drosselspule m noch etwa durchdringende schwache Theilstrom des Rufstromes findet durch diesen Nebenschluss einen besseren Weg als durch das Relais. Die Drosselspule verhindert ausserdem eine Verzweigung der Sprechströme über den Relaisstromkrois.
Ein Beamter des Amtes II, welcher durch die Auslösung des Rufzeichens l'von dem Anruf in Kenntnis gesetzt wurde, fuhrt den Abfragostöpsol t, t1 in die Abfrageklinke q ein und schaltet dabei durch Abheben der Klinkenfeder das Rufzeichen r ab.
In Brücke zu den Stöpselleitungen u, u1 ist eine mit Bezug auf Amt I gleichartige Brücke vorgesehen, welche eine Battel ie v zweckmässig von geringerer, elektromotorischer Kraft als die Batterie g und ein gegen den gewünschten Theilnehmer hin durch eine Polarisationszelle w
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sind in ihrer Stärke derart bemessen und derart an die Verbindungsleitung angeschaltet, dass sie sich entgegenarbeiten und in ihrer Wirkung auf das Schlusszeichen x aufheben, so dass eine vorzeitige Abgabe des Schlusszeichens beim Stecken beider Stöpsel t und c vermieden wird. Dagegen bleibt das in Briicke zu dem gemeinsamen Stromkreis beider Batterien liegende Relais l unter der Wirkung beider Batterien erregt.
Nach erfolgter Abfrage vollzieht der Beamte des Amtes II durch Stecken des Stöpsels y in eine Klinke der gewünschten Linienleitung B die vollständige Verbindung der an die Linien. 4 und B angeschlossenen Theilnehmer miteinander.
Ist das Gespräch boendet, so bewirkt der Theilnehmer der Linionleitung J durch Anhängen seines Fernhörers an den Hakenumschalter in bekannter Weise die Abgabe des Schtnsszeiehens auf Amt 1. Nachdem hierauf der Stöpse ! c aus der Amtsverbindungsleitung entfernt und so die Batterie g von der Leitung abgeschaltet wurde, kommt der Strom der Batterie v auf das Schlusszeichen x zur Wirkung. Demzufolge erscheint auf Amt H das Schlusszeicben, während die Glühlampen p infolge der Erregung des Relais l durch die Batterie c noch so lange weiter leuchten und die Leitung besetzt anzeigen, bis auch der Stöpsel t des zweiten Amtes aus der Amtsverbindungsleitung entfernt wurde.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung für Amtsverbindungsleitungen mit parallel abgezweigten Klinken, bei welcher die Verbindungsleitung so lange durch ein in sie eingeschaltetes Relais als besetzt angezeigt wird, als auf eiuom der beiden Ämter ein Stöpsel in einer Klinke der Verbindungsleitung steckt, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Relais ,) durch in den Stöpselleitungen jedes der beiden Ämter liegende, im gleichen Sinne auf das Relais wirksam werdende Stromquellen (9 und v), welche mittelst des Prüfstöpsels des rufenden und mittelst NM Wragftupsels des angerufenen Amtes in Parallelschaltung an die Amts- verbindungsleitung gelegt werden, erregt wird.